Christian Krug: „Scholz-Kritiker warten auf richtigen Moment“

Christian Krug: „Scholz-Kritiker warten auf richtigen Moment“

46 Minuten

Beschreibung

vor 3 Jahren
Bleibt es in der SPD in den kommenden Wochen und Monaten weiter so
ruhig, obwohl die Partei in Wahlumfragen deutlich hinter der CDU
und den Grünen zurückliegt, und die Beliebtheitswerte von Kanzler
Olaf Scholz gesunken sind? „Auf keinen Fall“, sagt Christian Krug,
Gast in dieser Folge des Scholz-Update. „Ich glaube, dass die
Scholz-Kritiker nur auf den richtigen Moment für einen Angriff
warten.“ Der ehemalige Chefredakteur des „Stern“ gilt als intimer
Kenner der SPD, in einem Interview mit ihm hatte der damalige
SPD-Chef Sigmar Gabriel bekanntgegeben, dass er Martin Schulz für
die Bundestagswahl 2017 als Kanzlerkandidat auserkoren hatte. Schon
damals hatte sich Scholz, obwohl sein Verhältnis zu Gabriel nie
besonders gut war, Hoffnungen gemacht, für die Sozialdemokraten
antreten zu können und sich sogar zugetraut, Angela Merkel zu
schlagen. Das Ende ist bekannt: Schulz trat an, verlor die Wahl, es
kam nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen doch noch zu einer
Großen Koalition, in der Scholz Vizekanzler wurde und Gabriel
seinen geliebten Posten als Außenminister verlor – womit das
Verhältnis zwischen den beiden SPD-Größen endgültig zerrüttet war.
„Und trotzdem hat sich Sigmar Gabriel über den Sieg seiner Partei
bei der Bundestagswahl 2021 gefreut, dafür ist er zu sehr ein
überzeugter Sozialdemokrat“, sagt Krug. Der erzählt im
Scholz-Update auch von einer Reise mit Gabriel nach Russland, und
wie er dort den russischen Präsidenten Wladimir Putin erlebt hat:
„Wenn er den Raum betritt, hat man das Gefühl, dass sich die
Moleküle verändern. Man spürt körperlich die Bösartigkeit und das
Schlechte, das von diesem Mann ausgeht.“

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