Line Niedeggen im Turtlezone Interview
vor 5 Jahren
Line Niedeggen ist schon länger in Sachen Umweltschutz aktiv, hat
sich bei Greenpeace und für den Hambacher Forst engagiert und ist
heute eine der Sprecherinnen von Fridays for Future in Deutschland.
Sie sagt: „Hört auf die Wissenschaft! Nicht auf Einzelp
Podcast
Podcaster
Die Interview-Gäste bei Turtlezone können unterschiedlicher nicht sein: Neben Prominenten, Politikern, Unternehmern, Künstlern, Sportlern und Experten spricht Oliver Schwartz auch mit den heimlichen Helden von Nebenan.
Beschreibung
vor 5 Jahren
Episode 022 v. 11.08.2020
Fridays for Future ist vor knapp 2 Jahren, im August 2018,
entstanden als die damals 15-jährige Greta Thunberg das erste Mal
mit ihrem Schild „Schulstreik für das Klima“ in Stockholm vor dem
schwedischen Reichstag saß. Bei der UN-Convention in Kattowitz
hielt sie dann ihre erste vielbeachtete Rede und bis Ende 2018
hatte die Bewegung dann schon Schüler und junge Menschen in
vielen Ländern und auch in Deutschland mobilisiert. Im März 2019
folgte der erste globale Streiktag und im September letzten
Jahres demonstrierten alleine in Deutschland 1,4 Millionen junge
Menschen für das Klima und setzten damit die Politik und auch die
Bundesregierung unter Druck. Das Ergebnis nächtelanger
Verhandlungen des Klimakabinetts war dann jedoch eher mutlos bis
enttäuschend. Fridays for Future hat mobilisiert, protestiert und
mit der immer stärkeren Präsenz in der gesellschaftlichen und
politischen Debatte auch polarisiert und Kritiker wie Hater auf
den Plan gerufen. Nicht nur Greta Thunberg, auch Luisa Neubauer
und andere Aktivisten der Bewegung wurden kritisiert oder verbal
angegriffen. Und es entstanden schnell Mythen und Legenden über
die Organisation und angebliche Strippenzieher im Hintergrund der
demonstrierenden Schüler. Im 84-minütigen Podcast-Talk mit Line
Niedeggen, Sprecherin und Aktivistin von Fridays for Future
reflektieren wir die letzten 2 Jahre und geben einen umfassenden
Einblick. Vor allem diskutieren wir auch über die Frage, warum
der Grundsatz von Fridays for Future ´Unite behind the science´
der Politik bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie scheinbar
wesentlich leichter fällt als in Sachen Klima- und Umweltschutz.
Und warum Forderungen, die grundlegende Änderungen am System und
der globalisierten, auf Wachstum ausgerichteten, Wirtschaft
bedingen, meist stattdessen schnell in einer Diskussion über
Einzelaspekte und Änderungen des individuellen Verhaltens der
Menschen münden. Ein spannendes Gespräch, das ich auch allen
Hörern empfehlen möchte, die bislang der Bewegung und ihren
Forderungen vielleicht eher kritisch gegenüber stehen!
*
Die Aufzeichnung des Interviews erfolgte "live on tape" am
06.08.2020 um 14.00 Uhr in den Räumen des Studierendenrats der
Universität Heidelberg.
Fridays for Future ist vor knapp 2 Jahren, im August 2018,
entstanden als die damals 15-jährige Greta Thunberg das erste Mal
mit ihrem Schild „Schulstreik für das Klima“ in Stockholm vor dem
schwedischen Reichstag saß. Bei der UN-Convention in Kattowitz
hielt sie dann ihre erste vielbeachtete Rede und bis Ende 2018
hatte die Bewegung dann schon Schüler und junge Menschen in
vielen Ländern und auch in Deutschland mobilisiert. Im März 2019
folgte der erste globale Streiktag und im September letzten
Jahres demonstrierten alleine in Deutschland 1,4 Millionen junge
Menschen für das Klima und setzten damit die Politik und auch die
Bundesregierung unter Druck. Das Ergebnis nächtelanger
Verhandlungen des Klimakabinetts war dann jedoch eher mutlos bis
enttäuschend. Fridays for Future hat mobilisiert, protestiert und
mit der immer stärkeren Präsenz in der gesellschaftlichen und
politischen Debatte auch polarisiert und Kritiker wie Hater auf
den Plan gerufen. Nicht nur Greta Thunberg, auch Luisa Neubauer
und andere Aktivisten der Bewegung wurden kritisiert oder verbal
angegriffen. Und es entstanden schnell Mythen und Legenden über
die Organisation und angebliche Strippenzieher im Hintergrund der
demonstrierenden Schüler. Im 84-minütigen Podcast-Talk mit Line
Niedeggen, Sprecherin und Aktivistin von Fridays for Future
reflektieren wir die letzten 2 Jahre und geben einen umfassenden
Einblick. Vor allem diskutieren wir auch über die Frage, warum
der Grundsatz von Fridays for Future ´Unite behind the science´
der Politik bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie scheinbar
wesentlich leichter fällt als in Sachen Klima- und Umweltschutz.
Und warum Forderungen, die grundlegende Änderungen am System und
der globalisierten, auf Wachstum ausgerichteten, Wirtschaft
bedingen, meist stattdessen schnell in einer Diskussion über
Einzelaspekte und Änderungen des individuellen Verhaltens der
Menschen münden. Ein spannendes Gespräch, das ich auch allen
Hörern empfehlen möchte, die bislang der Bewegung und ihren
Forderungen vielleicht eher kritisch gegenüber stehen!
*
Die Aufzeichnung des Interviews erfolgte "live on tape" am
06.08.2020 um 14.00 Uhr in den Räumen des Studierendenrats der
Universität Heidelberg.
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