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Auto Hell Dunkel
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Marina, eine Frau von Ende 40, ist vor drei Jahren zu Bruno ins
Havelland gezogen. Damals schien das die beste Lösung zu sein,
nachdem sie den vorübergehenden Aufenthalt in ihrer alten
Frauen-WG beenden wollte. Marina schreibt Drehbücher für
Vorabendserien, Bruno repariert Autos, aber eigentlich sind sie
beide arm und leben ständig von der Hand in den Mund.

Obwohl Marina von Anfang an von Brunos Wortkargheit wusste, ist
sie jetzt an einen Punkt angelangt, an dem sie glaubt, diesen
Zustand nicht länger ertragen zu können. Nachdem sie beim
morgendlichen Schwimmen am Fluss mit einem Wanderer ins Gespräch
gekommen ist, steht ihr Entschluss fest. Sie wird Bruno
verlassen. Doch dann meldet sich erst einmal Tante Inge bei ihr.
Inge fühlt sich von der Russenmafia verfolgt, sie glaubt, dass
ihr alter Freund Max – damals in Russland ein Kollege ihres
längst verstorbenen Mannes – ermordet  wurde.

Inge und Marinas Mutter Waltraut waren noch Kinder, als sie
zusammen mit ihren Eltern 1945 von den Russen in ein kleines Dorf
in der Nähe von Moskau verschleppt wurden. Der Vater war
Konstrukteur von Flugzeugmotoren und hatte in der Nazizeit ein
Werk in Warschau geleitet. Die kleine Familie musste dann sieben
Jahre in Russland bleiben, war bei ihrer Rückkehr nach
Deutschland allerdings recht wohlhabend.

Viel weiß Marina nicht aus dieser Zeit, allerdings hatte sie
längst die Vermutung, dass man ihr nicht alles erzählt hatte.
Ihre Großmutter Elfriede, mit der sie eine heftige gegenseitige
Abneigung verbindet, schon gar nicht. Obwohl sich Inge nicht
genauer über den Grund für ihre Angst auslassen will, holt Marina
die Tante zu sich ins Havelland. Doch dann wird Marinas Hilfe
noch an anderer Stelle gebraucht. Die fast 100jährige Elfriede,
die in Bad Saarow mit Marinas Mutter in einem Haus lebt, dort
auch gepflegt wird, war an diesem Wochenende bei Marinas
Schwester Sophie und muss jetzt dringend zurück nach Bad Saarow
gebracht werden. Ein Treffen aller Frauen ist
unvermeidlich. 

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