"Ein Anteil in mir ist gestorben, der auch betrauert werden muss.“ - Judith erzählt über ihre sechs Fehlgeburten

"Ein Anteil in mir ist gestorben, der auch betrauert werden muss.“ - Judith erzählt über ihre sechs Fehlgeburten

Fehlgeburten und Gesellschaft
59 Minuten

Beschreibung

vor 2 Jahren
Judith hat mir unglaublich ehrliches und intimes Interview gegeben.
Sie hatte Fehlgeburten und eine stille Geburt, bevor das Universum
ihr zwei gesunde Kinder schenkte. Judith sagt solch weisen Sätze
wie - „Mit dem Wissen um die Schwangerschaft entsteht ein Bindung,
eine Fantasie davon, wie das Leben weitergehen soll. Das lässt sich
nicht in Zentimetern oder Wochenanzahl bemessen.“ - „Je früher die
Fehlgeburt stattgefunden hat, um so weniger ist es möglich, diese
Trauer zu leben und ernst zu nehmen.“ - "Die Dauer der
Schwangerschaft sagt überhaupt nichts darüber aus, wie das
emotional von dem Paar empfunden wurde", - „Jede Fehlgeburt ist ein
Ereignis um Leben und Tod. Ich habe es so empfunden, dass ein Teil
von mir stirbt. Ein Anteil in mir ist gestorben, der auch betrauert
werden muss.“ - „Wir als Gesellschaft müssen Worte dafür finden,
eine Sprache, ohne dass es zu viele moralische Bewertungen gibt,
wie man richtig reagiert oder das als Frau erleben muss.“ -
„Fehlgeburt muss als relevantes Thema in die Gesellschaft, das
seine Berechtigung hat und seinen Platz bekommt.“ In dieser Episode
geht es um den Umgang mit der Trauer bei Fehlgeburten, - darum, wie
die Gesellschaft damit und mit dem Tod im Allgemeinen umgeht - und
um ihre Angst, die sie bei jeder ihrer Schwangerschaften begleitet
hat. Uns beiden ist es ein Anliegen, die Trauer um Fehlgeburten
oder stille Geburten enttabuisieren.

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