Warum wir so viel Angst vor Veränderungen haben und uns damit selbst im Wege stehen

Warum wir so viel Angst vor Veränderungen haben und uns damit selbst im Wege stehen

vor 7 Jahren
Wie Du mit einem kleinen Psychotrick den inneren Miesmacher auschaltest
9 Minuten
Podcast
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Lösungsimpulse für Dich, Dein Leben & Deine Beziehungen- Audiocoaching mit Herz & Verstand 

Beschreibung

vor 7 Jahren

"Ach, wenn ich nur könnte, wie ich wollte, dann würde ich
mir endlich einen anderen Job suchen, die Beziehung beenden,
nochmal studieren, mehr Sport machen, nicht mehr rauchen,
abnehmen, um die Welt reisen- aber das geht ja leider nicht, weil
ich eh nichts Neues finde, die Kinder noch klein sind, ich keine
Zeit habe, nicht genug Geld, zu wenig Mut und überhaupt, wieso
denn ausgerechnet ich, als ob jemand ausgerechnet auf mich warten
würde..."


 


Wenn Du ehrlich zu Dir selbst bist, kommt Dir diese Litanei
vielleicht bekannt vor. Es gibt immer tausende Gründe, warum
etwas nicht geht. Sie helfen uns, uns vor uns selbst und anderen
zu rechtfertigen. Wir begründen damit gerne, warum wir in
Umständen verharren, die uns nicht gut tun. Sie helfen uns, in
der Komfortzone unseres Lebens zu bleiben, da wo alles so schön
sicher ist, aber auch so langweilig und öde, dass es uns traurig
macht.


 


Die Gründe, warum es nicht geht, sind eine Art Psychotrick,
den wir gegen uns selbst anwenden, um ja nichts verändern zu
müssen. Und ich mach es noch etwas krasser: man kann sich so
schön als Opfer der Umstände fühlen und leiden, wenn man nur
genug Gründe hat, warum etwas nicht geht, dass man eigentlich
gerne hätte...


 


Aber das ist auch schon alles. Ansonsten haben die Gründe,
warum alles nicht geht, nichts Gutes für uns. Sie halten uns
klein, lassen uns in unserer persönlichen Entwicklung stagnieren
und drängen uns in eine Opferrolle. Wir machen unser Lebensglück
von Umständen und Menschen abhängig, die oder deren Verhalten wir
nicht beeinflussen können.


 


Natürlich haben wir nicht auf alles im Leben Einfluss. Aber
wir haben Einfluss auf unsere Entscheidungen, auf die Gestaltung
unseres Lebensweges und auf die Art, wie wir uns in einer
bestimmten Situation fühlen wollen.


 


Deshalb sind mir Selbstbestimmtheit und Selbstwirksamkeit
außerordentlich wichtig. Die Frage: "Willst Du Gestalter oder
Opfer Deines Lebens sein" zieht eine weitere Frage nach sich
"Lebe ich eigentlich mein Leben oder werde ich gelebt?" Und damit
meine ich nicht ewige Glückseligkeit, ich meine: habe ich dieses
Leben gewählt, fühlt es sich stimmig für mich an? Und was will
ich eigentlich wirklich?


 


"Wenn Du keine Angst hätten, jeder Dir sein okay geben
würde, und Zeit und Geld keine Rolle spielen würden- was würdest
Du dann am liebsten tun?" Das ist eine Frage, die ich oft meinen
Klienten stelle. Sie bringt uns auf die Spur dessen, was wir
wirklich, wirklich wollen.


 


Und wenn wir dorthin denken, zu unseren innersten Wünschen
und Träumen- dann setzt sofort die Gedankentretmühle der "Gründe,
warum alles nicht geht" ein. Das ist ganz normal und Ausdruck
unserer Angst vor Veränderung. Doch wir können aus dieser
Tretmühle aussteigen. Und das geht so: Lass diese Gedanken
einfach da sein, aber messe ihnen nicht so viel Bedeutung bei.
Suche stattdessen mindestens drei Gründe, warum es doch geht.
Schreibe diese Gründe auf. Du wirst sehen, wie motivierend das
wirkt. Ein Beispiel: Du musst in Deinem trostlosen, öden Job
bleiben, weil er sicher ist, Du die Kollegen kennst und Du Angst
haben, nur Absagen zu bekommen? Oder Du bist
 zu alt? Das verstehe ich- aber was Du
brauchst, sind die Gründe warum es doch geht. Weil Du jahrelange
Erfahrung in der Branche hast, weil Fachkräfte gefragt sind, weil
andere es auch können. Das stimmt doch, oder? Und weil das so
ist, kannst Du gleich jetzt anfangen und einen ersten winzigen
Schritt auf Dein neues Ziel zu machen. Du schaust in die
Jobbörse, suchst nach Stellenanzeigen oder ähnliches. Und schon
bist Du unterwegs zu neuen Ufern, weil es möglich ist und die
Welt auf Dich wartet, genau auf Dich und das, was nur Du bist und
ganz einmalig ist auf der Welt.


Bis zum nächsten Mal bei LLL, Ihre Claudia Bechert
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