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Wenn jemand über Krisen sprechen kann, dann dieser Mann: Der
Göttinger Marc Wallert überlebte 140 Tage als Geisel unter
Extrembedingungen im philippinischen Dschungel. Mitten im Paradies
wurden er und seine Eltern im Jahr 2000 von islamistischen
Terroristen entführt und mit 18 anderen Geiseln verschleppt.
Psychoterror statt Tauchurlaub. Die Kidnapper waren bis auf die
Zähne bewaffnet, drohten mit Enthauptung und forderten pro Geisel 1
Millionen Dollar Lösegeld. Ein Fall, der damals die ganze Welt in
Atem gehalten hat, denn die Entführer haben immer wieder
Journalisten ins Dschungelcamp gelassen. Bizarr: in unmittelbarer
Nähe startete damals die TV-Produktion der Reality-Show “Das
Inselduell.” Doch nicht der Dschungel hat den Manager Marc Wallert
kaputt gemacht - die grösste Gefahr lauerte im Arbeitsalltag
danach. Nur zwei Wochen nach der Freilassung, sitzt er wieder in
der Firma und managt internationale Umstrukturierungen. Das geht
fünf Jahre lang gut. Dann rutscht der zahlengetriebene
High-Performer in einen Burn-Out - erst dann macht es Klick in ihm
und er fängt an, sein Leben nochmal ganz neu zu sortieren. Heute
sagt Wallert, der inzwischen als Resilienztrainer, Bestsellerautor
und Redner arbeitet: Wer glücklich sein will, braucht außer
Optimismus vor allem Krisen. Aber er warnt auch, denn allzu
positives Denken kann tödlich sein. Ja, das klingt erstmal ziemlich
schräg, aber der größte Fehler, den viele Menschen machen, ist,
dass sie nach Krisen wie ein Stehaufmännchen „aufstehen, Krönchen
richten, und weitermachen“ wie immer. In dieser Folge von
Handelsblatt Mindshift nimmt uns Marc Wallert mit auf eine Reise
durch seine Krisen und wie er sie bewältigt hat. Er verrät, wie
Unternehmen aber auch jeder einzelne von uns persönlich eine Krise
in eine Chance verwandeln kann, wie er Menschen vor einem Burnout
bewahrt und wie ihm Galgenhumor im Dschungel geholfen hat, nicht
den Kopf zu verlieren. Viel Spaß beim Zuhören.
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„Marc Wallert: „Positives Denken kann tödlich sein““

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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