Zu hohe Regulierungsdichte im Finanzmarkt
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vor 9 Jahren
Ohne Finanzmarktregulierung geht es auch nicht. Das hat nicht
zuletzt die Finanzkrise gezeigt. In den letzten Jahren hat sich
aber das Tempo, mit dem neue Vorschriften für die Finanzbranche
erlassen werden, massiv erhöht. Und es sind noch mehr in der
Pipeline. Diese grosse Dynamik ist zum Teil auch eine Reaktion
der Schweizer Regulatoren auf ähnliche Prozesse im Ausland.
Im Gespräch mit Nicole Dreyfus kritisiert Peter Buomberger die
grosse Zahl an Regulierungen. Ist es wirklich sinnvoll, jedes
Kundengespräch detailliert erfassen zu müssen? Und wird durch
solche Massnahmen das Vertrauen ins System tatsächlich gestärkt?
Hätten Banken nicht ein ureigenes Interesse, ihre Kunden gut zu
beraten, damit sie ihnen auch auf Dauer treu bleiben?
Buomberger plädiert dafür, dass man sich beim Design von
Finanzmarktregulierung wieder auf deren Hauptzweck zurückbesinnt:
die Systemstabilität. Gute Regulierung verhindert, dass sich die
Banken im Krisenfall nicht gegenseitig anstecken. Ausserdem
fordert Buomberger eine bessere Abstimmung unter den
Stakeholdern. Während mittlerweile höhere Eigenkapitalquoten
konsensfähig scheinen, sollten andere Regulierungen auf ihre
Sinnhaftigkeit geprüft werden.
Überregulierung ist nicht kostenlos: Sie bindet Ressourcen in den
betroffenen Unternehmen und kann damit die internationale
Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Branche gefährden.
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