Schuldenbremse anziehen statt lösen
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Beschreibung
vor 9 Jahren
Während zahlreiche europäische Länder nach der Finanzkrise
drastische Sparübungen durchführen mussten, war in der Schweiz
trotz Schuldenbremse noch lange eine relativ expansive
Ausgabenpolitik möglich. Doch der Druck auf das Staatsbudget
steigt. Im Avenir-Suisse-Podcast erklärt Fabian Schnell, wie es
um den Schweizer Bundeshaushalt steht. Der Senior Fellow
skizziert Möglichkeiten, wie schmerzhafte Defizite auch in
Zukunft verhindert werden können.
Zwei Faktoren sind laut dem Forschungsleiter Smart Government
entscheidend: Einerseits steigen die Ausgaben, anderseits
stagnieren die Einnahmen. Das führe dazu, dass der Bund in den
nächsten Jahren bis zu zwei Milliarden Franken pro Jahr werde
einsparen müssen. Wie die Schweizerinnen und Schweizer mit den
finanzpolitischen Herausforderungen umgehen möchten, erforschte
Avenir Suisse zusammen mit dem Forschungsstelle Sotomo in einer
repräsentativen Umfrage, deren Resultate in der Studie
«Finanzpolitik im Härtetest» zusammengefasst und analysiert
wurden. Dabei hat sich gezeigt, dass die Bevölkerung mehrheitlich
eine zurückhaltende Finanzpolitik favorisiert und in im Fall von
Überschüssen einen Abbau der Staatsschulden wünscht.
Sparpotenzial sehen die Befragten vor allem im Bereich der
öffentlichen Verwaltung (-24 %) und der Landwirtschaft (-13 %).
Einen besonders effizienten Einsatz der Steuergelder und einen
Schwerpunkt der Ausgaben wünschen sie sich hingegen bei der
Sicherheit (+5 %), der Gesundheit (+7 %) und im Bildungsbereich
(+5 %).
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