Das Alter ist näher als gedacht

Das Alter ist näher als gedacht

25 Minuten

Beschreibung

vor 7 Jahren

Im April hat Avenir Jeunesse ihre erste gedruckte Publikation
herausgegeben – ausgerechnet zur «Altersvorsorge». Ziel der
Broschüre ist es, die junge Generation auf das komplexe Thema zu
sensibilisieren. Nach den Diskussionen und Polemiken im
Zusammenhang mit der Abstimmung über die Altersvorsorge 2020 war
es Salomè Vogt und ihrem Team von Avenir Jeunesse ein Anliegen,
einen verständlichen Überblick zu schaffen und aufzuzeigen, vor
welchen Herausforderungen das schweizerische Vorsorgesystem
steht.


Die Publikation ist aber nicht nur für Jüngere, sondern für alle
Interessierten ein nützlicher Leitfaden. Insbesondere haben es
die Autorinnen und Autoren vermieden, Jung gegen Alt
auszuspielen. Im Roundtable-Podcast erklären Salomè Vogt, Noémie
Roten, Jennifer Langenegger, Laura Calendo und Mario Bonato,
weshalb die Altersvorsorge selber in die Jahre gekommen ist: Sie
beruht nämlich nicht nur auf einem gestrigen Gesellschaftsbild,
sondern auch auf veralteten Annahmen hinsichtlich des
Bevölkerungswachstums. Zusätzlich sind die Trends eindeutig, in
welche Richtung sich das Rentensystem entwickeln wird: Einerseits
verbringen wir dank der gestiegenen Lebenserwartung mehr Zeit in
Pension. Anderseits sinken die Rentenbeiträge, weil die
Erwerbsbevölkerung schrumpft und die Babyboomer pensioniert
werden.


Die Dringlichkeit, eine Lösung für diese zunehmend klaffende
Schere zu finden, wird unterschätzt, glauben die Teilnehmenden
des Roundtables. Der Schuldenberg wächst und belastet die junge
Generation. Bereits 2030 ist die aktuelle AHV-Reserve von 44 Mrd.
Fr. aufgebraucht, und schon 2035 wird ein Loch von 45 Mrd. Fr. zu
stopfen sein.


Bei der 2. Säule, den Pensionskassen, präsentiert sich die
Situation nicht viel besser: Das System geht von traditionellen
Arbeitsmodellen und überkommenen Familienstrukturen aus. Fast
jeder und jede Dritte arbeitet heute mit reduziertem Pensum, die
Mehrfachbeschäftigung hat ebenfalls zugenommen. Wenn beide
Lebenspartner teilzeitlich erwerbstätig sind, fliesst aufgrund
des Koordinationsabzuges weniger Geld in die berufliche Vorsorge.


Die Gesprächsteilnehmerinnen von Avenir Jeunesse sind sich
darüber einig, dass die Diskussion über die Erhöhung des
Rentenalters enttabuisiert werden muss. Vor allem jedoch gelte
es, bereits als junger Mensch ans Alter zu denken. Konkret: Um
keine irreversiblen Beitragslücken entstehen zu lassen, dürfe man
bereits während des Studiums nicht vergessen, AHV-Beiträge
einzuzahlen. Ausserdem sei man nach dem Eintritt ins Berufsleben
gut beraten, sich über die Sparmöglichkeiten in der 3. Säule zu
informieren.


Publikation «Heute, nicht morgen! – Ideen für eine
fortschrittliche Altersvorsorge»


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Suisse.

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