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  4. Sterne für die Spitäler
Die steigenden Kosten im Gesundheitssystem beschäftigen alle:
Patienten, Spitäler, Krankenversicherungen und
Gesundheitspolitiker. Aber mit welchen Methoden könnte man das
Kostenwachstum bremsen? Andrea Rytz, CEO der Zürcher Schulthess
Klinik, und Jérôme Cosandey, Forschungsleiter Finanzierbare
Sozialpolitik, sehen verschiedene Ansatzpunkte: Die Politik: Zu oft
ist Gesundheitspolitik Interessenspolitik. Etwa bei den kantonalen
Spitallisten, die nicht selten für Regionalpolitik
instrumentalisiert werden. Viel sinnvoller bei der Beurteilung von
Spitalleistungen wären allgemeine, in der ganzen Schweiz gültige
und besser vergleichbare Kriterien. Die Qualität: Muss es wirklich
immer die beste und teuerste Therapie sein? Mit den richtigen
Anreizen für die Patienten könnte sich ein 5-Sterne-System auch im
Spitalwesen durchsetzen. Die Schwerpunktsetzung: Heute gibt es zu
viele Spitäler, die alles anbieten. Mit einer gezielten
Spezialisierung der Anbieter wären neben Effizienzgewinnen auch
Qualitätssteigerungen möglich. Andrea Rytz und Jérôme Cosandey
waren sich in ihrem Gespräch einig, dass die Spitäler nicht mehr,
sondern bessere Regulierung brauchen. Die eine einseitige
Fokussierung auf Tarife bringe zu wenig. Mehr Wachstum heisse zudem
nicht automatisch Kostenwachstum: Vielen Probleme könnten auch
durch weniger Bürokratie gelöst werden: Etwa, wenn Ärzte sich
besser austauschen und Patienten spitalübergreifend behandeln
könnten, weil sie einen unkomplizierten Zugang zu den verschiedenen
Institutionen erhielten. Die Branche hat noch viel Raum für
Verbesserungen. Und vielleicht kann auch die Zeit ein paar Wunden
im Gesundheitssystem heilen. Zum Beispiel, wenn der Druck der
Patienten, die sich gegen die Kosten wehren, grösser wird.
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„Sterne für die Spitäler“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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