«Gesetze dürfen auch mal der Gesellschaft voraus sein»
14 Minuten
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Beschreibung
vor 6 Jahren
Wo stehen die Schweizer Frauen mit der Gleichberechtigung? Diese
Frage stellt sich das Team von Avenir Suisse, Salomè Vogt,
Valerié Müller und Corina Gall, anlässlich des zweiten Schweizer
Frauenstreiktags. Sie finden: Seit 1991 hat sich viel
Erfreuliches getan – aber nicht genug. Das sähe man allein schon
daran, dass in den Geschäftsleitungen der grossen Schweizer
Unternehmen erst 8% Frauen sitzen.
Was sich die jungen Frauen wünschen, ist klar: mehr
Chancengleichheit – und zwar für Frauen wie Männer. Sie hoffen
u.a. auf einen Elternurlaub, damit Mütter und Väter punkto
Kinderbetreuung echte Entscheidungen treffen können, auf die
Individualbesteuerung und eine besser zugängliche
Kinderbetreuung. Und sie fragen sich: Warum soll die
Vereinbarkeit von Familien und Beruf nur ein Frauenthema sein?
Natürlich sei das Thema Gleichstellung besonders komplex, weil
hier auch viele kulturelle Werte hineinspielen. Genau deshalb,
könnten die Gesetze aber ruhig auch einmal der Gesellschaft
voraus sein – damit es nicht einen dritten Frauenstreiktag
braucht.
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