«Den Amerikanern beweisen, dass wir nicht so kompliziert sind, wie wir aussehen»
14 Minuten
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vor 6 Jahren
Die Schweiz ist mit ihrem kleinen Binnenmarkt wesentlich auf den
Aussenhandel angewiesen. Aus diesem Grund hat sie mit über 70
Ländern ein dichtes Netz von Freihandelsabkommen geflochten.
Warum also nicht auch eines mit dem zweitgrössten Handelspartner,
den Vereinigten Staaten, abschliessen? Dieser Frage sind Patrick
Dümmler und Jennifer Anthamatten kürzlich in einer Studie
nachgegangen und haben darin eine positive Bilanz gezogen: Eine
echte Chance für den Abschluss eines Abkommens sei nicht zuletzt
auch deshalb gegeben, weil beide Länder aufgrund der zusätzlichen
Handelsaktivität mit einem Gewinn an Arbeitsplätzen rechnen
könnten.
Im Podcast mit den beiden Autoren bezieht Martin Naville, CEO der
Swiss-American Chamber of Commerce, Stellung: Zurzeit biete sich
ein besonders gutes Zeitfenster, denn die Sympathien in
Washington für die Schweiz seien relativ gross. Besonders
interessant für hiesige Unternehmen wäre die grössere
Rechtssicherheit auf dem amerikanischen Markt. Angesichts der
vollen Agenda des US-amerikanischen Handelsvertreters, Robert E.
Lighthizer, gehe es jedoch auch darum, die Amerikaner zu
überzeugen, dass sich der Aufwand für die Verhandlungen letztlich
lohne. 2006 war die Schweiz – nach mehrmonatigen Vorgesprächen –
nicht in offizielle Verhandlungen mit den USA eingetreten – ein
bis dahin beispielloser Fall.
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