Das Ende von Libra ist nicht das Ende der Idee
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vor 6 Jahren
Diesen Sommer hat Facebook mit weiteren Firmen angekündigt, eine
neue digitale Währung lancieren zu wollen. Das Projekt bekam den
Namen Libra, und es schlug ein wie eine Bombe. Politiker und
Regulatoren standen plötzlich auf den Hinterbeinen, und Vertreter
etablierter Finanzinstitute fragten sich: Ist das nun die lange
befürchtete Disruption der Finanzbranche durch die Tech-Giganten?
Wir wollten dem Schweizer Finanzplatz den Puls fühlen und haben
dafür Jörg Gasser zu uns ins Studio eingeladen. Gasser weiss ganz
genau, wie die hiesigen Finanzinstitute ticken, denn er ist CEO
der Schweizerischen Bankiervereinigung. Davor war er Vorsteher
des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen (SIF),
weshalb er sich auch ausgezeichnet mit den internationalen
Rahmenbedingungen auskennt.
Im Gespräch erläutert Gasser, weshalb nach den jüngsten
gewichtigen Austritten aus der Libra Association das Projekt
nicht so kommt, wie ursprünglich gedacht. Die Skepsis aus den USA
und Europa in Bezug auf Geldwäscherei, der Finanzierung von
Terrorismus und den Umgang mit den Daten spielten dabei eine
grosse Rolle. Doch das Ende des Libra-Businessmodells bedeute
noch nicht das Ende der Idee. Die Banken wissen, dass sie sich
der Digitalisierung stellen und dass sie Marktmodelle entwickeln
müssen, um in die digitale Welt einzusteigen. Trotz Risiken, die
mit solchen innovativen Projekten einhergehen, bestehen weiterhin
interessante Chancen für den Schweizer Finanzplatz.
Für weiterführende Informationen verweisen wir gerne auf unsere
aktuelle Studie zum Thema: «Libra, das globale Finanzsystem und
die Schweiz»
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