Auf Innovationen setzen statt schwarzmalen

Auf Innovationen setzen statt schwarzmalen

32 Minuten

Beschreibung

vor 3 Jahren

Viel Aufwand für wenig Ertrag: 40’000 Delegierte aus 200 Staaten
haben an der Klimakonferenz in Sharm el-Sheikh zwei Wochen lang
verhandelt und gestritten – und ein enttäuschendes Ergebnis
erzielt. Mit einem Fonds sollen die Folgen des Klimawandels in
ärmeren Ländern abgefedert werden, aber bei der Bekämpfung der
Ursachen – also beim Ausstieg aus fossilen Energieträgern –
konnte man sich nicht einigen.


Im Gespräch mit Marc Lehmann betont Avenir
Suisse-Forschungsleiter Lukas Rühli, dass die Angebotsseite bei
den Versprechen zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen sowieso
meist vergessen gehe. Länder mit fossilen Vorkommen planten bis
2040 keine Reduktion ihrer Förderquoten – und was gefördert
werde, wer auch verbrannt, so Rühlis Fazit. Drum seien
erneuerbare Energien durch Innovationen so attraktiv zu machen,
damit Öl, Gas und Kohle im Boden blieben. Untergangsszenarien von
Aktivisten erteilt der Ökonom eine klare Absage.



Neuer Podcast: Think dänk!


Der Denkfabrik beim Denken zuhören


Avenir Suisse lanciert ein neues Podcast-Format: Think dänk!
Das englisch-schweizerdeutsche Wortspiel soll nicht nur zum
Hören anregen, sondern auch zum Mitdenken auffordern. Wie
funktioniert ein Think-Tank, auf welche Themen legt er sich
fest, welche Fragen stellt er?


Die Gespräche werden von Marc Lehmann moderiert; er ist seit 1.
Oktober für die Kommunikation von Avenir Suisse verantwortlich.
Davor hat der Berner das «Tagesgespräch» von Radio SRF geleitet
und mit Fachpersonen und Akteuren jeweils ein aktuelles Thema
vertieft diskutiert. Nun richtet er den Fokus auf die breite
Themenpalette von Avenir Suisse.


Zum Start fünf Fragen an Marc Lehmann:


Warum ein neues Podcast-Format?


Podcast boomt. Die Generation «Kopfhörer» hat Audio wieder
entdeckt, der Ton läuft dem Bild gerade den Rang ab. Für eine
Denkfabrik eignet sich ein Hörformat hervorragend, denn hier
wird Wissen produziert, gescheite Leute denken über Themen
nach, die uns alle beschäftigen. Also muss man dieses Wissen
abholen und in die Diskussion einbringen. Eine Hörsituation
kann ausserdem sehr intim sein, man kann sich gut auf den
Inhalt konzentrieren und sich in ein Thema vertiefen. So ist
die Chance gross, dass auch wirklich etwas haften bleibt.


In welcher Form?


Wir wählen die Gesprächsform, weil das Gespräch etwas
Natürliches ist. Es ist seit Menschengedenken da, schafft Nähe
und Vertrauen. Die Forscherin berichtet von ihrer Arbeit und
den Erkenntnissen, die sie gewinnt; der Forscher ordnet in
einem kurzen Q&A einen Sachverhalt ein – oder wir führen
eine ausführliche Debatte, durchaus zu einer kontroversen
Thematik und auch mit Köpfen von aussen.


Und mit welchem Inhalt?


Wo kann man mehr Substanz abholen als in einer Denkfabrik, wo
gedacht, recherchiert, geforscht, diskutiert, kritisiert,
entwickelt und bewertet wird? Inhaltlich gibt ein Think-Tank
sehr viel her. Wir fragen: Mit welchen Themen beschäftigen wir
uns – und warum? Welche Fragen stellen wir, auf welche Quellen
stützen wir uns, wie werten wir die Daten aus? Wie
interpretieren wir die Fakten, welchen Handlungsbedarf erkennen
wir und welche Lösungsvorschläge leiten wir daraus ab?
Transparenz schafft Vertrauen.


Wer sind die Gesprächsgäste?


Avenir Suisse produziert viel Hirnschmalz, unsere Expertinnen
und Experten sind medial gefragt. Also liegt es nahe, ihnen
beim Denken zuzuhören. Aber Forschende wollen herausgefordert
werden, und so nehmen wir gerne auch mal externe Stimmen von
Machern und Expertinnen hinzu. Denn niemand ist im Besitz der
Wahrheit, auch wir nicht, doch wir haben gute Argumente.


Wie will sich der Podcast vom ohnehin breiten Angebot
abheben?


Es ist richtig, im deutschsprachigen Raum buhlen etwa 80’000
Podcasts um Publikum. Deshalb wollen wir den Leuten nicht mit
Blabla die Zeit stehlen, sondern Mehrwert bieten. Wir wollen
Ideen und Gedanken jenseits des Mainstreams formulieren. Ideen,
die überraschen und einen Beitrag zur öffentlichen Debatte
leisten. Ideen, die vielleicht auch mal quer sind und zum
Denken anregen. Der Titel – Think dänk! – ist nämlich durchaus
auch als Aufforderung ans Publikum zu verstehen.


Lust, dem Think Tank beim Denken zuzuhören? Der Podcast «Think
dänk!» wird im Zwei-Wochen-Rhythmus jeweils mittwochs
publiziert, alternierend mit dem neuen Video-Format
«Denkanstoss» . Er kann auf allen gängigen
Podcast-Plattformen oder auf unserer Homepage abonniert werden.



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