Für immer vergiftet: DDR-Chemie verseucht Region Bitterfeld

Für immer vergiftet: DDR-Chemie verseucht Region Bitterfeld

vor 4 Jahren
Bitterfeld, einst Standort der DDR-Chemieindustrie, war einer der dreckigsten Orte Europas. Heute ist die Luft sauber, der Ort liegt an einem großen See. Oben sieht es gut aus – doch unter der Erde schwimmt das Gift.
35 Minuten
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Beschreibung

vor 4 Jahren
Folge 33: Bitterfeld: Zu DDR-Zeiten rauchten hier die Schlote,
waberte giftige Luft durch die Straßen und in Gewässern und Flüssen
wie der Mulde gab es kaum einen Fisch. Zehntausende arbeiteten hier
im sogenannten Chemiedreieck Bitterfeld, Wolfen und Leuna. Die
Auswirkungen auf Mensch und Natur waren verheerend. Quecksilber,
Brom und viele andere - bis zu 5000 verschiedene - teils
hochgiftige Stoffe wurden einfach in alte Tagebaulöcher geschüttet.
Viele Menschen waren und wurden krank durch die immense
Umweltverschmutzung. Heute ist die Luft sauber und auf dem
Goitzsche-See, einem ehemaligen riesigen Braunkohletagebau,
schaukeln Yachten. Milliarden wurden investiert, um die
Umweltschäden zu beseitigen. Doch ist der alte Chemiedreck wirklich
weg? – Wissenschaftler sprechen davon, dass das Grundwasser auf
Jahrtausende verseucht ist. Dass hier heute Menschen leben können,
geht nur durch ein Pump- und Reinigungssystem und bis zu 30 m tiefe
Wände im Boden, die das Gift am Wandern hindern sollen. Zu
beseitigen ist der Schaden auf absehbare Zeit nicht. Im Gespräch:
Secilia Kloppmann mit der Autorin Heidi Mühlenberg Heidi Mühlenberg
hat vor 30 Jahren zusammen mit dem Fotograf Michael Kurt einen
Fotobildband produziert und kurz nach der Wende die
Umweltverschmutzung dokumentiert – 30 Jahre später war sie
gemeinsam mit Michael Kurt noch einmal vor Ort.
Übersicht aller Folgen: www.mdr.de/investigativ-podcast
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