Jan Lenarz ★ Wie baue ich ein nachhaltiges und veganes Online Business auf?
43 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 10 Jahren
Interview mit Jan Lenarz von Vehement
Das ist die LIFEHACKZ Show Folge Nr. 32! Ladies and Gentlemen,
welcome to a new episode of the LIFE HACKZ Show. Live from Chiang
Mai, Thailand, Punspace Coworking Space. Der heutige Gast der
Show ist ein Jungunternehmer, Jan Lenarz, der eine vegane und
nachhaltige Kampfsportmarke aufgebaut hat. Er vertreibt seine
Handschuhe, Schienbeinschoner, MMA Grabbing Handschuhe online
über einen Shop und internationalisiert gerade nach USA.
Sauspannend das alles! Nach dem Lean Startup Approach und ohne
fremdes Kapital, komplett gebootstrapped von seiner
Kinderzimmerwohnung aus. Grund genug ihn auf den Podcast zu
holen. Checkt das sauspannende Interview aus! Und das Interview
wird heute präsentiert von dem Five Minute Journal. Das Five
Minute Journal ist ein Tagebuch, das man morgens für drei
Minuten ausfüllt und abends für zwei Minuten, sodass Du bei fünf
Minuten bist. Und wenn Du das regelmäßig tust, verhilft Dir das
zu einer achtsameren und bewussteren und positiveren Einstellung
zum Leben. Also Check it out unter www.fiveminutejournal.com und
jetzt viel Spaß mit der heutigen Folge mit Jan Lenarz! In
dieser Folge lernst du:
Wie Du zu mehr Selbstbewusstsein kommen kannst. Wie Du mit
Deinem Produkt organisch wachsen kannst. Warum man besser joggen
gehen sollte, wenn man gerade nicht weiterkommt.
Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze
Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!
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1.000 Dank, Dein Marcus
SHOWNOTES
Jan Löwenherz
Vehement
Gut gebrüllt, Löwe
Ein guter Plan
Boxhaus
[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum
Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Jo, hi
Jan! Saugeil, dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Sag
mal, wo bist Du gerade und was machst Du? Jan:
Ich bin gerade aus Amsterdam in der Heimat angekommen. Jetzt bin
ich in Minden, Westfalen bei meiner Mutter. Einen Tag Auszeit,
ja. Marcus: Ja, genau. Und was machst Du in
Minden bzw. was machst Du, wenn Du nicht bei Deiner Mutter in
Minden bist? Jan: (grinst) Dann bin ich in
Berlin, da ist mein fester Wohnsitz. Marcus:
Genau. Und ich bin auf Dich aufmerksam geworden, ich glaube über
einen Artikel, wo es auch um soziales Unternehmertum ging, um
Social Entrepreneurship. Und ähm, da ist mir der Satz “Destroy
your enemies, not your planet” voll in die Augen gestochen.
Vielleicht erklärst Du mal, was dahintersteckt und inwiefern das
mit Dir zusammenhängt und mit Deinem Business.
Jan: Hm, genau. Das ist unser Slogan von meiner
Kampfsportmarke Vehement. Wir machen nachhaltige und faire
Kampfsportausrüstungen und ähm, also es ist nicht so gemeint,
dass man alles seine Feinde wirklich zerstören soll. Es geht viel
um die inneren Dämonen, die man bekämpfen soll, was man halt beim
Kampfsport sehr gut machen kann. Und deswegen… und die Erde nicht
zerstören, genau, klar. Weil wir eben nachhaltig sind und auch
auf Umweltschutz achten und soziale Standards in unseren Fabriken
haben. Marcus: Ja, ich interessiere mich ja
selber auch für Kampfsport und kenne ja jetzt auch einige andere
Brands. Und ehrlich gesagt, ist mir der Ansatz bisher gerade in
Verbindung mit Kampfsport auch noch nie so untergekommen. Wie
bist Du auf die Idee gekommen, die beiden doch vielleicht etwas
konträren Welten miteinander zu verbinden? Vielleicht sind sie ja
auch gar nicht so konträr. Jan: Genau, man denkt
ja immer… das klingt auch ein bisschen schräg, das gebe ich zu
(grinst), aber das ist bei Kampfsport auf jeden
Fall nicht so, dass es da nur um Schlägertypen geht. Das kennst
Du ja wahrscheinlich auch, wenn Du Dich damit beschäftigst und
dann ist es einfach eine sehr ganzheitliche Sportart. Gerade
viele asiatische Kampfsportarten haben diese Einheit von Natur
und Mensch schon in ihrer Philosophie mit drin, ne? Es ist gar
nicht so weit ab. Ich habe einfach gesehen, so im Alltag, im
Studio, beim Training… die ganzen Leute, das sind alles Leute,
die auf so etwas achten. Also, denen ist die Welt nicht egal.
Klingt erstmal als Widerspruch, aber ist es gar nicht. Also,
Nachhaltigkeit ist in der Szene ein sehr großes Thema.
Marcus: Ja, also ich selber mache Krav Maga zum
Beispiel in Berlin, wenn ich dann mal wieder in der Homebase bin
und muss sagen, die Leute, mit denen ich dort trainiere sind alle
sehr nachhaltig und durchdacht unterwegs und eben nicht diese
stumpfen Schlägertypen. Ich glaube, die würden’s auch nicht lange
da aushalten bzw. dann auch entfernt werden aus dem Training. Was
für einen Background hast Du in Sachen Kampfsport?
Jan: Ich habe selber vor zehn Jahren mit Muay
Thai, also Thaiboxen angefangen. Damals noch in Hamburg in der
Roten Flora, also in dem besetzten Kulturzentrum mitten in der
Schanzer. Da noch relativ archaisch in nem kleinen Trainingsraum
ohne Trainer, hat man sich da so ein bisschen gehauen
(grinst). Das war noch ein bisschen wild. Habe
dann angefangen wirklich in Studios zu gehen, in gute Vereine und
das so ein bisschen professionalisiert. Ich mache das aber auch
selber, wie viele andere auch, nur als Hobby. Also ich bin
Amateursportler und mache keine Wettkämpfe. Für mich ist das
einfach ein guter, oder der perfekte Ausgleich zum stressigen
Alltag und so geht es vielen anderen Leuten halt auch ne?
Marcus: Ja. Ich kann auch jedem nur empfehlen,
wer es noch nicht ausprobiert hat und vielleicht ein bisschen
Bedenken hat, was da in so einem Verein abgeht oder dass es nur
darum geht, den anderen auszuknocken oder zu verletzen, das ist
überhaupt nicht der Fall. Und hatte jetzt auch schon den Nick
Hein hier auf’m Podcast oder den Aristo Luis, der K1 Boxer ist,
und muss sagen das sind alles super, super patente Kerle. Die
sind echt gut drauf und die haben ja auch nochmal jeden
motiviert, dem vielleicht ne Chance zu geben. Wer bock auf ein
ganzheitliches Training hat, wo auch nicht nur der Körper,
sondern auch sehr der Geist gefordert ist, sollte mal welche
Kampfsportart auch immer, vielleicht mal in ner Probestunde
austesten und ausprobieren. Jan: Auf jeden Fall.
Also es geht da sehr viel auch um die persönlichen Grenzen. Das
auszutesten, nicht nur physisch, auch psychisch. Das ist ja
erstmal ne kleine Herausforderung damit lernen umzugehen. Also
wenn man das kann, wenn man dann auf einmal nicht mehr mit den
Augen zuckt bei jedem Schlag, sondern wirklich sieht es geht
danach besser, wenn man sich da ein bisschen traut. Das kann man
ganz viel übertragen auf den Alltag. Also ich kenne viele Leute,
die damit anfangen und dann auf einmal ganz anders auftreten im
Alltag. Ich war auch immer super schüchtern und so und das hat
sich dadurch alles geändert. Ist schon interessant, ja.
Marcus: Ja? Also, wie kam das dann bei Dir, die
Transformation zu mehr Selbstbewusstsein? Von Tag 1 an oder
durch…? Jan: … Nee das hat ein bisschen gedauert
und irgendwann hat es so beim Sparring, wenn man da so mit dem
Gegner so ein bisschen kämpft, Kicke macht, wo ich einfach
gesehen habe: Okay, ich kämpfe viel schlechter, wenn ich
ängstlich bin. Ich muss einfach rangehen und dann funktioniert
das halt auch. Und das habe ich so halt ein bisschen auf den
Alltag übertragen. Ich hatte halt immer irgendwie Angst vor so
Auseinandersetzungen, weil ich immer dachte: Ja gut, vielleicht
gibt’s da Schläge oder so. Und da war ich immer super ängstlich
und dann habe ich gelernt… auch körperliche Schmerzen, das ist
halt überhaupt gar nicht so schlimm, ne? Also davon geht die Welt
nicht unter. Damit muss man nur lernen mit umzugehen. Das ist ja
ein Testen, ne? Mal ausprobieren… Dann verliert man ganz viel
Angst, die man ein bisschen so unterbewusst mit sich herumträgt,
wo man da gar keine Angst mehr hat. Marcus:
Absolut, also dieses Aha-Erlebnis im Sparring, das hatte ich
auch. Dass ich mich erstmal instinktiv nicht - dann wenn der
Schlag gekommen ist, man wusste so der landet und Du kannst nicht
mehr ausweichen - weggedreht habe oder irgendwie die Augen
geschlossen habe, die Fäuste vor’s Gesicht und dann tut’s doppelt
weh, weil Du dann auch noch Deine eigenen Handschuhe im Gesicht
hast (lacht). Und ja, das geht glaube ich nur
über Übungen. Und irgendwann, dass Du es lernst: Okay, der
Schlag, der wird jetzt kommen, aber wenn Du das weißt und Dich
dann nicht doof wegdrehst, sondern direkt schon den Counter
vorbereitest, gehst Du viel besser mit der Situation um, als
ängstlich zu sein. Weil dann passiert immer irgendwas.
Jan: Genau. Und das im normalen Leben natürlich
auch so. Find ich ist ne ganz schöne Analogie eigentlich.
Marcus: Ja auf jeden Fall. Was ist Dein Business
Background? Dass Du irgendwann dahingekommen bist eine eigene
Marke aufzubauen mit nem Onlineshop? Ich weiß nicht, könnten wir
gleich nochmal drüber reden, ja. Jan: Genau. Ja
ich bin eigentlich Kommunikationsdesigner, also habe in Hamburg
Kommunikationsdesign studiert und mich immer viel mit Marken
beschäftigt. Also immer für andere Leute Produkte gestaltet oder
T-Shirts gestaltet oder Logos. Deswegen konnte ich das eigentlich
ganz gut. Ich habe dann einfach beim Boxen oder beim Thaibox
gemerkt: Okay, die ganzen Handschuhe, die es so gibt, die
gefallen mir alle nicht. Auch vom Design nicht. Die sind halt
immer mit Totenköpfen drauf gedruckt. Also ich fand das immer
ganz furchtbar. Das hat mir überhaupt nicht gefallen.
Marcus: Sehr martialisch immer ne?
Jan: Ja, und das passt halt auch nicht so
richtig. Und da dachte ich: Gut, da kann man noch was schöneres
machen. Ich selbst bin Veganer, das heißt ich wollte
Kunstlederhandschuhe haben. Da ist die Auswahl noch viel
eingeschränkter. Außer Plastik natürlich und Plastikhandschuhe…
so richtig hochwertiges Kunstleder, das hatte ich so noch nicht
gefunden. Und dann irgendwas, was noch schön aussieht, das gab es
gar nicht. Ja und dann dachte ich: Okay, da kann ich mal gucken,
recherchieren, finde ich da irgendwelche Hersteller, die da auf
einem Level mit mir sind, ne? Und das hat dann auch ganz gut
geklappt, also. Marcus: Und wie bist Du das
angegangen, die Herstellerrecherche? Jan: Klar,
erstmal natürlich online ganz viele Leute angeschrieben, erklärt
was ich meine, mit fairen Arbeitsbedingungen und manchmal kam da
“Ja, ja, machen wir”, aber ich so den Eindruck hatte: Nee so
richtig… die sagen mir das jetzt nur eigentlich, um den Auftrag
zu bek
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