44 – Amatonormativität – Teil II
Im zweiten Teil unserer Folge zum Thema Amatonormativität sprechen
Noir, Finn und Delfin mit Gregor weiter über die strukturellen
Probleme, die mit dieser Annahme einhergehen. Es geht um die
gesellschaftlichen Konsequenzen von Amatonormativität und darauf
1 Stunde 36 Minuten
Podcast
Podcaster
Die Podcast der deutschsprachigen Ace- und Aro-Community
Beschreibung
vor 2 Jahren
Im zweiten Teil unserer Folge zum Thema Amatonormativität
sprechen Noir, Finn und Delfin mit Gregor weiter über die
strukturellen Probleme, die mit dieser Annahme einhergehen. Es
geht um die gesellschaftlichen Konsequenzen von Amatonormativität
und darauf, welche Auswirkungen diese auf das persönliche Leben
von Menschen haben kann. Außerdem wird Intersektionalität
thematisiert und über die Möglichkeit einer Koexistenz von
Romantik und Aromatik nachgedacht.
Moderation: Noir, Finn, Delfin
Gastperson(en): Gregor
Produktionsleitung: Noir
Redaktion: Noir, Luna, Gregor, Finn, Delfin
Schnitt: Melle
Folgenbild: DasTenna
Qualitätssicherung: Delfin, Luna, Finn
This work is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0
International License
Content Notes
00:03:26-00:12:17 | Strukturelle
A*spec-Feindlichkeit/Diskriminierung, Amatonormativität und
Singlimus
00:12:30-00:18:35 | A*spec-Feindlichkeit (Infantilisierung),
Heterotemporalität
00:18:35-00:31:25 | Singlismus, Aro*-Feindlichkeit
(Pathologisierung, Absprechen von Gefühlen, Menschlichkeit und
Glück), Überhöhung romantischer Partner*innenschaften und
Abwertung nicht-romantischer Beziehungen
00:21:15-00:26:22 | Ace*-Feindlichkeit, Allonormativität,
Rückführung von A*spec-Identitäten auf Trauma
00:34:45-00:48:16 | Unsichtbarmachung, Singlism, Intersektion
Gesellschaftssystem, Stigmatisierung/Benachteiligung
Alleinerziehender, toxische Beziehungen, Poly*-Feindlichkeit
00:49:00-01:05:10 | Minoritätenstress, Psychische Probleme und
Gesundheit, Erwähnung von Suizidgedanken und -versuchen sowie
selbstverletzendem Verhalten, Selbsthass, Sammeln sexueller und
romantischer Erfahrungen aus Druck heraus,
Heterotemporalität
00:55:07-00:56:35 | Aro*-Feindlichkeit (Dämonisierung von Sex
ohne Liebe)
00:58:20-00:58:35 | Alkohol(konsum)
01:05:55-01:09:15 | Amatonormative Zuschreibungen an binäre
Geschlechterrollen, Sexismus, Heteronormativität und
-temporalität, Diskriminierung von trans* und nicht-binären
Personen sowie nicht-normativer Beziehungsformen
01:09:25-01:17:12 | Ableismus (Desexualisierung, Abwertung,
Annahme dass behinderte Menschen am Partner*innenmarkt weniger
wert wären), Desireability/Respectability Politics
01:17:14-01:18:10 | Erwähnung von White Supremacy, Rassismus,
Klassismus, Ableismus, Hyperamatonormativität
01:18:55-01:26:00 | Heteronormativität, Homofeindlichkeit,
Hyperamatonormativität
Kapitelmarken
00:00:00 | Intro
00:00:24 | Begrüßung und Einleitung
00:01:50 | Inhaltshinweise
00:03:26 | Strukturelle Probleme
00:12:30 | Gesellschaftliche Konseuqnzen von
Amatonormativität
00:48:30 | Auswirkungen auf das persönliche Leben
01:05:20 | Intersektionalität
01:18:18 | Koexistenz von Romantik und Aromantik
01:27:03 | Lexikon: Beziehungsrolltreppe
01:29:52 | Kulturecke: Minimizing Marriage von Elizabeth
Brake
01:31:35 | Was nehmen wir mit?
01:34:55 | Verabschiedung, Dank und Kontaktmöglichkeiten
01:36:22 | Outro
Lexikon
Beziehungsrolltreppe – Der Begriff Beziehungsrolltreppe (eng.
Relationship Escaletor) beschreibt die Annahme, dass Personen in
einer romantischen Paarbeziehungen eine bestimmte Folge an
Schritte durchlaufen müssen, damit die Beziehung als valide gilt
und als solche ernst genommen wird. Dabei gibt jede Stufe vor,
wie sich eine Paarbeziehung zu entwickeln hat und welcher Schritt
als nächstes an der Reihe ist. Wie eine Rolltreppe verläuft auch
die Beziehungsrolltreppe linear, es gibt hier keine Abzweigungen
oder Umwege. Sie verläuft über das erste kennenlernen, die ersten
Dates, die verstärkte Inkorporation von Zärtlichkeit und
Sexualität in die Beziehung, eine Entscheidung für Monogamie, das
offiziell machen der Beziehung über Schritte wie heiraten und
Kinder bekommen. Ein Umkehren oder Aussteigen auf der
Beziehungsrolltreppe wird gesellschaftlich als “Versagen” der
Beziehung gewertet. Dieses Verständnis von Beziehungen und
Beziehungszielen hat sich durch die Gesellschaft entwickelt und
ist auch in den Medien zu sehen.
Kulturecke
Elizabeth Brake, Minimizing Marriage (Oxford University Press,
2012) https://elizabethbrake.com/minimizing-marriage/
Quellen
queer-lexikon.net: Amatonormativität
Amatonormativity, Elizabeth Brake, Minimizing Marriage
couplecare.de: Beziehungsmodelle und die Beziehungs-Rolltreppe
Shout-Outs
Introsprecher: Kijargo
Intro/Outro: John Bartmann – Jazzy
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