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Blick in die Bibel Archiv

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9 Minuten
Zum Abschluss der Woche als Gesprächspartnerin im "Blick in die Bibel" erzählt Carolin Hostert-Hack, wie sie beim Sport den Kopf frei bekommt. Besonders gerne geht die Leiterin des Katholischen Bildungswerks Köln und des Domforums laufen. Seit einiger Zeit fährt die Theologin jedoch auch mit Vorliebe Gravelbike. Ein Triathlon reizt sie, nur das Schwimmen hält sie noch davon ab. Danach geht es um das Tagesevangelium: Die Pharisäer wollen Jesus töten, doch er geht weg, heilt Menschen und erfüllt damit ein Hoffnungswort des Propheten Jesaja. Hostert-Hack erklärt: Gott gibt auch das Schwache nicht auf – das geknickte Rohr und der glimmende Docht bleiben wichtig. Besonders persönlich wird es, als sie vom Tod ihres Patenonkels erzählt und davon, wie der Glaube an ein Aufgefangen-Werden durch Gott trösten kann. Eine Folge über Sport, Ehrgeiz, Trauer und große Hoffnung – unbedingt reinhören!Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit fassten die Pharisäer den Beschluss, Jesus umzubringen. Als Jesus das erfuhr, ging er von dort weg. Viele folgten ihm nachund er heilte sie alle. Er gebot ihnen, dass sie ihn nicht bekannt machen sollten, damit erfüllt werde, was durch den Propheten Jesája gesagt worden ist: Siehe, mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem ich Gefallen gefunden habe. Ich werde meinen Geist auf ihn legen und er wird den Völkern das Recht verkünden. Er wird nicht streiten und nicht schreien und man wird seine Stimme nicht auf den Straßen hören. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen, bis er dem Recht zum Sieg verholfen hat. Und auf seinen Namen werden die Völker ihre Hoffnung setzen. (Mt 12,14–21)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
9 Minuten
Carolin Hostert-Hack erzählt in dieser Folge des "Blicks in die Bibel", warum die biblische Erzählung der Himmelsleiter von Jakob für sie so wichtig geworden ist: Am Domforum hängt sie als Kunstwerk und erinnert die Theologin daran, dass Gott auch in schwierigen Momenten da ist. Danach geht es im Gespräch mit DOMRADIO.DE-Redakteur Roland Müller um das Tagesevangelium: Jesu Jünger pflücken am Sabbat einige Ähren, weil sie Hunger haben. Die Pharisäer kritisieren das, doch Jesus stellt klar: Barmherzigkeit ist wichtiger als strenge Regeln. Für Hostert-Hack zeigt sich hier ein Jesus, der menschliche Nöte sieht und klare Ansagen macht. Auch der Sonntag als Ruhetag kommt zur Sprache – mit Gottesdienst, Familie, Freunden und manchmal eben auch Arbeit. Eine Folge, die zeigt, warum Glaube im Alltag oft überraschend praktisch wird.Aus dem Matthäusevangelium: In jener Zeit ging Jesus am Sabbat durch die Kornfelder. Seine Jünger hatten Hunger; sie rissen Ähren ab und aßen davon. Die Pharisäer sahen es und sagten zu ihm: Sieh her, deine Jünger tun etwas, das am Sabbat verboten ist. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren – wie er in das Haus Gottes ging und wie sie die Schaubrote aßen, die weder er noch seine Begleiter, sondern nur die Priester essen durften? Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen, ohne sich schuldig zu machen? Ich sage euch: Hier ist Größeres als der Tempel. Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt; denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat. (Mt 12,1–8)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
8 Minuten
"Blick in die Bibel"-Gesprächspartnerin Carolin Hostert-Hack erzählt in dieser Folge über ihr politisches Engagement. Sie berichtet, warum sie sich seit vielen Jahren als Politikerin für ihre Heimat und die Menschen vor Ort einsetzt. Dabei spielt auch ihr christlicher Glaube eine Rolle – auch dann, wenn Politik manchmal schwierige Entscheidungen verlangt. Am Tagesevangelium fasziniert die junge Theologin das Angebot Jesu zur Entlastung: Er lädt alle ein, die müde und belastet sind. Für Hostert-Hack ist Jesus wie ein vertrauter Freund, dem sie alles anvertrauen kann. Besonders an stressigen Tagen helfen ihr Gebet und Anbetung, die Sorgen loszulassen und Kraft zu finden. Wer wissen will, wie Glaube in einem vollgepackten Alltag wirklich entlasten kann, sollte diese Folge hören.Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. (Mt 11,28–30)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
8 Minuten
Carolin Hostert-Hack berichtet davon, wie sie als Studentin dank eines ungewöhnlichen Glücks doch noch zum Weltjugendtag nach Krakau fahren konnte – ein Erlebnis, das sie bis heute prägt. Außerdem spricht sie über die heilige Elisabeth von Thüringen, die für sie ein großes Vorbild ist. Im Evangelium warnt Jesus seine Jüngerinnen und Jünger davor, sich selbst zu erhöhen. Hostert-Hack erklärt deshalb, warum Größe im Glauben nicht mit Macht, sondern mit Dienen zu tun hat. Die Leiterin des Katholischen Bildungswerks Köln und des Domforums zeigt auf, was das für den Umgang mit hilfesuchenden Menschen und für unsere Gesellschaft bedeutet. Eine persönliche und lebensnahe Auslegung, die Lust macht, das Evangelium neu zu entdecken – reinhören lohnt sich.Aus dem Matthäusevangelium: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister,ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemanden auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. (Mt 11,25–27)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
9 Minuten
Im "Blick in die Bibel" spricht Carolin Hostert-Hack über ihren Lebensweg: Sie wuchs katholisch geprägt auf und begeisterte sich im Theologiestudium vor allem für Kirchengeschichte. Sie berichtet im Gespräch mit DOMRADIO.DE-Redakteur Roland Müller außerdem über ihre Mitarbeit im noch laufenden Seligsprechungsprozess von Pater Franz Reinisch. Im Tagesevangelium warnt Jesus Städte, die seine Wunder gesehen haben, aber trotzdem nicht umkehren. Hostert-Hack versteht diesen nicht ganz einfachen Text als Anfrage an uns heute: Würden wir Jesus erkennen? Nehmen wir die frohe Botschaft ernst? Glaube heißt für die Leiterin des Katholischen Bildungswerks Köln und des Domforums auch Vertrauen und lebt von vielen Zeuginnen und Zeugen, die uns vorausgegangen sind. Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit begann Jesus, den Städten, in denen er die meisten Machttaten getan hatte, Vorwürfe zu machen, weil sie nicht Buße getan hatten: Weh dir, Chórazin! Weh dir, Betsáida! Denn wenn in Tyrus und Sidon die Machttaten geschehen wären, die bei euch geschehen sind – längst schon wären sie in Sack und Asche umgekehrt. Das sage ich euch: Tyrus und Sidon wird es am Tag des Gerichts erträglicher ergehen als euch. Und du, Kafárnaum, wirst du etwa bis zum Himmel erhoben werden? Bis zur Unterwelt wirst du hinabsteigen. Wenn in Sodom die Machttaten geschehen wären, die bei dir geschehen sind, dann stünde es noch heute. Das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom wird es am Tag des Gerichts erträglicher ergehen als dir. (Mt 11,20–24)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
11 Minuten
Seit April ist Carolin Hostert-Hack die neue Leiterin des Katholischen Bildungswerks Köln und des Domforums, direkt gegenüber vom Kölner Dom. Im "Blick in die Bibel" erzählt die junge Theologin, was ihre Arbeit so besonders macht: Die zahlreichen Bildungsangebote für die ganze Stadt beim Bildungswerk und die vielen Begegnungen, Gespräche und die offene Tür direkt am Dom. Hostert-Hack erklärt auch, warum sie nicht ins Europaparlament eingezogen, sondern in Köln geblieben ist. Das Tagesevangelium findet die 30-Jährige herausfordernd, wenn Jesus davon spricht, dass er gekommen sei, um das Schwert zu bringen. Die Nachfolge Christi sei auch heute nicht immer leicht und offen zum Glauben zu stehen, erfordere Mut. Deshalb spricht Hostert-Hack in den sozialen Medien gerne von dem, was sie erfüllt.Aus dem Matthäusevangelium: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen! Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert. Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen. Als Jesus die Unterweisung der zwölf Jünger beendet hatte, zog er weiter, um in den Städten zu lehren und zu predigen. (Mt 10,34–11,1)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
14 Minuten
Sardinien ist für Riccardo Wagner ein Sehnsuchtsort – doch noch mehr beeindruckt ihn eine Frau des Mittelalters: die heilige Katharina von Siena. Ihre leidenschaftliche Liebe zur Kirche und ihr mutiges Engagement haben ihn auf seinem Glaubensweg entscheidend geprägt. "Sie hat mir klargemacht, was Kirche wirklich ist", erzählt Wagner rückblickend. Auch die biblische Figur Tobit begleitet ihn bis heute: "Am Ende führt die Treue im Glauben zum Frieden", sagt er.Im Evangelium zum Fest des heiligen Benedikt spricht Wagner darüber, warum Jesus die Frage nach dem persönlichen Nutzen nicht verurteilt, sondern ernst nimmt. Er erklärt, weshalb Liebe niemals verloren geht und warum für Benedikt vor allem eines entscheidend war: die richtige Ausrichtung des Lebens. Ihn fasziniert dabei seine klare Spiritualität. "Der zentrale Punkt bei Benedikt ist: Der Liebe Christi ist nichts vorzuziehen." Außerdem spricht Wagner über die Zukunft klösterlichen Lebens und darüber, wie Kirche ihre Geschichten heute neu erzählen kann.Hören Sie rein – ein Gespräch über Sehnsucht, Glauben und die Frage, worauf es im Leben wirklich ankommt.Aus dem Matthäusevangelium: In jener Zeit sagte Petrus zu Jesus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen? Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen. (Mt 19,27-29)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
11 Minuten
Beruf und Berufung gehen für Riccardo Wagner oft Hand in Hand. Der Professor und Verlagsgeschäftsführer erzählt, warum ihn Fragen nach Mensch, Gesellschaft und Glaube auch außerhalb der Arbeit nicht loslassen. Kraft schöpft er beim Wandern mit seiner Familie – und aus einer Sehnsucht, die im hektischen Alltag oft zu kurz kommt: "Ich habe manchmal das Gefühl, mich selbst nicht zu hören." Sein Traum: zwei Wochen Schweigen in einem Kloster. Außerdem berichtet Wagner, wie die Bibel sein Leben verändert hat. Nachdem er sie erstmals vollständig gelesen hatte, war für ihn klar: "Das ist das wahrste Buch, das ich je gelesen habe." Im Gespräch über das Evangelium geht es schließlich darum, wie Christen auch in schwierigen Zeiten hoffnungsvoll ihren Weg gehen können. Denn für Riccardo Wagner ist klar: "Wir tragen diese Last nicht allein. Gott hat uns zugesagt, dass er bei uns ist – und darauf können wir uns verlassen."Jetzt reinhören und erfahren, warum Stille manchmal der lauteste Weg zu Gott ist.Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben! Nehmt euch aber vor den Menschen in Acht! Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen und in ihren Synagogen auspeitschen. Ihr werdet um meinetwillen vor Statthalter und Könige geführt, damit ihr vor ihnen und den Heiden Zeugnis ablegt. Wenn man euch vor Gericht stellt, macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben, was ihr sagen sollt. Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden. Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet. Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, so flieht in eine andere. Amen, ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit den Städten Israels, bis der Menschensohn kommt. (Mt 10,16-23) 
13 Minuten
Verantwortung ist für Riccardo Wagner keine Last, sondern eine Chance. Im Gespräch mit DOMRADIO.DE-Redakteur Stephan Baur erzählt der Experte für Wirtschafts- und Führungsethik, warum Menschen mehr bewirken können, als sie oft glauben. "Wir müssen die Welt nicht retten – aber wir können etwas bewirken", sagt er. Im Blick auf das Tagesevangelium mit dem Satz "Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben" warnt Wagner davor, das Leben nur nach wirtschaftlichem Nutzen zu beurteilen: "Wir können die Welt nicht nur als Transaktion verstehen." Stattdessen plädiert er für eine Kultur des Schenkens, der Würde und des Friedens, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Ein inspirierendes Gespräch über Verantwortung, Freiheit und den Mut, Gutes weiterzugeben.Jetzt reinhören und entdecken, warum Geben mehr verändert als Nehmen.Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel. Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Unterhalt. Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen; bei ihm bleibt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn ihr in ein Haus kommt, dann wünscht ihm Frieden. Wenn das Haus es wert ist, soll der Friede, den ihr ihm wünscht, bei ihm einkehren. Ist das Haus es aber nicht wert, dann soll der Friede zu euch zurückkehren. Wenn man euch aber in einem Haus oder in einer Stadt nicht aufnimmt und eure Worte nicht hören will, dann geht weg, und schüttelt den Staub von euren Füßen: Amen, das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom und Gomorra wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt. (Mt 10,7-15)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
11 Minuten
Riccardo Wagner hat sich erst mit 49 Jahren taufen lassen. Im Podcast erzählt er, warum aus anfänglicher Skepsis eine intensive Suche nach Gott wurde. Zehn Jahre lang setzte er sich mit Philosophie, Theologie und dem christlichen Glauben auseinander – bis er merkte: "Jetzt wird's langsam eng, weil es mir langsam zu gut gefällt." Entscheidend wurde für ihn die Erkenntnis: "Gott wollte dich und Gott liebt dich." Im Blick auf das Tagesevangelium entdeckt Wagner darin auch die Botschaft der Berufung: Jesus sendet keine perfekten Menschen aus, sondern traut jedem eine ganz eigene Aufgabe zu. Und das Himmelreich? Für Wagner beginnt es nicht erst irgendwann, sondern schon heute: "Das Himmelreich ist jetzt schon da, wenn ich bereit bin, mich auf diese Beziehung einzulassen." Eine bewegende Geschichte über Glauben, Vertrauen und den Mut, sich rufen zu lassen – jetzt reinhören!Aus dem Matthäusevangelium: In jener Zeit rief Jesus seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat. Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden, und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. (Mt 10,1-7)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
12 Minuten
Wie prägt eine Kindheit in der DDR den Blick auf Freiheit, Demokratie und Glauben? Prof. Riccardo Wagner erzählt von der Ausreise seiner Familie kurz vor dem Mauerfall und warum ihn die Erfahrungen in einem Unrechtsstaat bis heute bewegen. Er berichtet von einer Jugend ohne jede Berührung mit Kirche oder Glauben – „Bis wenige Monate vor meiner Taufe hatte ich noch nie mit einem Priester gesprochen“ – und erklärt, weshalb ihm echter Pluralismus und Meinungsfreiheit heute besonders am Herzen liegen. Im Gespräch über das Tagesevangelium zeigt Wagner außerdem, warum Jesu Mitleid für ihn ein Vorbild für gute Führung ist: „Er sieht die Menschen, er sieht ihr Leid – und er ist erst einmal in Empathie bei ihnen.“ Ein persönliches Gespräch über Freiheit und die Kraft, den anderen wirklich wahrzunehmen.Aus dem Matthäusevangelium: In jener Zeit brachte man zu Jesus einen Stummen, der von einem Dämon besessen war. Er trieb den Dämon aus und der Stumme konnte reden. Alle Leute staunten und sagten: So etwas ist in Israel noch nie gesehen worden. Die Pharisäer aber sagten: Mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus. Jesus zog durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden. Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden! (Mt 9,32-38)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
13 Minuten
Professor, Journalist, Berater, Verleger – Riccardo Wagner hat viele berufliche Stationen durchlaufen. Im Podcast erzählt der 52-Jährige, warum ihn vor allem seine Neugier durchs Leben getragen hat: "Ich finde viel zu viele Dinge spannend", sagt er schmunzelnd. Vor zwei Jahren ließ er sich taufen – ein Schritt, der seinem Lebensweg noch einmal eine neue Richtung gab. Im Gespräch erklärt er außerdem, warum ihm junge Menschen und ihre Zukunft am Herzen liegen und weshalb er überzeugt ist, dass es heute eine starke katholische Stimme in den Medien braucht. Im Blick auf das Evangelium macht Wagner Mut, Vertrauen zu wagen: "Ich muss einfach nur bereit sein, die Hand auszustrecken." Seine Auslegung kreist um Hoffnung, Beziehung und den Satz Jesu: "Hab keine Angst." Ein persönliches Gespräch voller Zuversicht und inspirierender Gedanken.Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit, als Jesus redete, kam ein Synagogenvorsteher, fiel vor ihm nieder und sagte: Meine Tochter ist eben gestorben; komm doch, leg ihr deine Hand auf, dann wird sie wieder lebendig. Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen Jüngern. Da trat eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt, von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes; denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt. Jesus wandte sich um, und als er sie sah, sagte er: Hab keine Angst, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und von dieser Stunde an war die Frau geheilt. Als Jesus in das Haus des Synagogenvorstehers kam und die Flötenspieler und die Menge der klagenden Leute sah, sagte er: Geht hinaus! Das Mädchen ist nicht gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus. Als man die Leute hinausgedrängt hatte, trat er ein und fasste das Mädchen an der Hand; da stand es auf. Und die Kunde davon verbreitete sich in der ganzen Gegend. (Mt 9,18-26)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
16 Minuten
Ist Gott den Menschen heute gleichgültig? Der Bochumer Theologe Thomas Söding hält wenig von der These einer zurzeit viel diskutierten "religiösen Indifferenz". Zwar zeigten soziologische Studien ein wachsendes Desinteresse an Kirche und Religion. Doch daraus lasse sich nicht schließen, dass die Gottesfrage erledigt sei. Vielmehr komme es darauf an, wie diejenigen ihren Glauben leben, die sich weiterhin für Gott interessieren. Sie seien – im Bild der Bergpredigt – berufen, "Salz der Erde" und "Licht der Welt" zu sein: eine Minderheit mit Ausstrahlung.Zugleich warnt Söding davor, Glauben mit Aberglauben zu verwechseln. Christlicher Glaube befreie und schenke Hoffnung, während Aberglaube aus Angst entstehe und Menschen binde. Das Entzünden einer Kerze oder das Gebet seien Ausdruck von Vertrauen, nicht von magischem Denken.Mit Blick auf das Tagesevangelium vom "jungen Wein in neuen Schläuchen" sieht Söding einen Auftrag zur Erneuerung der Kirche. Jesus habe das Gesetz nicht abgeschafft, sondern erfüllt – und dafür neue Formen eröffnet. Auch heute müsse die Kirche ihre Tradition von innen heraus weiterentwickeln. Reformen seien deshalb kein Bruch mit dem Glauben, sondern könnten Ausdruck seiner Lebendigkeit sein. Entscheidend sei, Altes und Neues miteinander zu verbinden.Aus dem Matthäusevangelium: In jener Zeit kamen die Jünger Johannes’ des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam weggenommen sein; dann werden sie fasten.Niemand setzt ein Stück neuen Stoff auf ein altes Gewand; denn der neue Stoff reißt doch wieder ab und es entsteht ein noch größerer Riss. Auch füllt man nicht jungen Wein in alte Schläuche. Sonst reißen die Schläuche, der Wein läuft aus und die Schläuche sind unbrauchbar. Jungen Wein füllt man in neue Schläuche, dann bleibt beides erhalten. (Mt 9,14-17)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
17 Minuten
Für Theologieprofessor Thomas Söding ist Maria weit mehr als eine Identifikationsfigur katholischer Frömmigkeit. Entscheidend sei das biblische Bild der Frau aus Nazareth: die Mutter Jesu, die Gottes Ruf in Freiheit annimmt und so den Weg für die Menschwerdung ebnet. Maria stehe nicht für Unterordnung, sondern für eine Freiheit, die aus dem "Ja" zu Gott und den Menschen erwachse. Moderne Begriffe wie Emanzipation ließen sich zwar nicht einfach auf das Neue Testament übertragen, dennoch könne Maria Frauen bis heute inspirieren.Zugleich warnt Söding vor überbordender Marienverehrung und kitschigen Verklärungen. Maßstab müsse immer die Heilige Schrift bleiben. Im Evangelium von der Begegnung Marias mit Elisabeth erkennt er eine zentrale Botschaft: Maria macht sich auf den Weg zu den Menschen – ein Vorausbild des Wirkens Jesu. Ihr Lobgesang, das Magnificat, eröffne eine Hoffnungsperspektive, in der Gott die Mächtigen entmachtet und die Niedrigen erhöht. Diese Verheißung sei Auftrag und Ermutigung für Christinnen und Christen bis heute.Aus dem Lukasevangelium:In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharías und begrüßte Elisabet. Und es geschah: Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück. (Lk 1,39-56)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
15 Minuten
"Sorry, aber ich bin kein Fan davon, eine Besichtigungsgebühr für den Kölner Dom zu verlangen", sagt Theologieprofessor Thomas Söding. Der Dom sei für ihn weit mehr als eine Touristenattraktion – ein Ort kultureller Faszination und spiritueller Tiefe. Söding weist aber darauf hin, dass es über die Mitgliedschaft im Zentral-Dombau-Verein die Möglichkeit gebe, den Dom weiterhin zu jeder Zeit kostenfrei besuchen zu können. Ab dem 1. Juli bezahlen Touristen eine Besichtigungsgebühr von 12 Euro für den Kölner Dom.Mit Blick auf die Zukunft der Kirchen betont Söding deren bleibende Bedeutung als Orte der Stille, der Begegnung und der Spiritualität. Auch wenn manche Kirchen anders genutzt oder aufgegeben werden müssten, blieben sie besondere Resonanzräume. Entscheidend sei nicht nur das Gebäude, sondern die Gemeinschaft: "Ihr selbst seid das Haus Gottes", erinnert Söding an den Apostel Paulus. Wo Menschen Verantwortung für ihre Kirche übernehmen, entstehe neues Leben.Das Tagesevangelium von der Austreibung der Dämonen in eine Schweineherde versteht Söding als zugleich eindrücklich und mit feiner Ironie erzählt. Im Mittelpunkt stehe nicht das Schicksal der Schweine, sondern die befreiende Kraft Jesu. Die Dämonen symbolisierten Mächte, die Menschen gefangen halten. Jesus schenke Freiheit und eröffne einen Neuanfang – eine Botschaft, die nach Söding bis heute aktuell geblieben ist.Aus dem MatthäusevangeliumIn jener Zeit, als Jesus an das andere Ufer kam, in das Gebiet der Gadaréner, liefen ihm aus den Grabhöhlen zwei Besessene entgegen. Sie waren so gefährlich, dass niemand auf jenem Weg entlanggehen konnte. Und siehe, sie schrien: Was haben wir mit dir zu tun, Sohn Gottes? Bist du hierhergekommen, um uns vor der Zeit zu quälen? In einiger Entfernung weidete eine große Schweineherde. Da baten ihn die Dämonen: Wenn du uns austreibst, dann schick uns in die Schweineherde! Und er sagte zu ihnen: Weg mit euch! Die aber fuhren aus und in die Schweine hinein. Und siehe, die ganze Herde stürmte den Abhang hinab in den See und kam in den Fluten um. Die Hirten aber flohen, liefen in die Stadt und erzählten alles, auch das, was mit den Besessenen geschehen war. Und siehe, die ganze Stadt zog hinaus, um Jesus zu begegnen; als sie ihn sahen, baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen. (Mt 8,28-34)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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