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Beschreibung
vor 3 Wochen
Für Theologieprofessor Thomas Söding ist Maria weit mehr als eine
Identifikationsfigur katholischer Frömmigkeit. Entscheidend sei das
biblische Bild der Frau aus Nazareth: die Mutter Jesu, die Gottes
Ruf in Freiheit annimmt und so den Weg für die Menschwerdung ebnet.
Maria stehe nicht für Unterordnung, sondern für eine Freiheit, die
aus dem "Ja" zu Gott und den Menschen erwachse. Moderne Begriffe
wie Emanzipation ließen sich zwar nicht einfach auf das Neue
Testament übertragen, dennoch könne Maria Frauen bis heute
inspirieren.Zugleich warnt Söding vor überbordender Marienverehrung
und kitschigen Verklärungen. Maßstab müsse immer die Heilige
Schrift bleiben. Im Evangelium von der Begegnung Marias mit
Elisabeth erkennt er eine zentrale Botschaft: Maria macht sich auf
den Weg zu den Menschen – ein Vorausbild des Wirkens Jesu. Ihr
Lobgesang, das Magnificat, eröffne eine Hoffnungsperspektive, in
der Gott die Mächtigen entmachtet und die Niedrigen erhöht. Diese
Verheißung sei Auftrag und Ermutigung für Christinnen und Christen
bis heute.Aus dem Lukasevangelium:In jenen Tagen machte sich Maria
auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging
in das Haus des Zacharías und begrüßte Elisabet. Und es geschah:
Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib.
Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter
Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die
Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu
mir kommt? Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß
hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die
geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.Da
sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist
jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner
Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle
Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein
Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über
alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle
Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die
Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden
beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen
auf ewig.Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie
nach Hause zurück. (Lk 1,39-56)( Ständige Kommission für die
Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen
Sprachgebiet)
Identifikationsfigur katholischer Frömmigkeit. Entscheidend sei das
biblische Bild der Frau aus Nazareth: die Mutter Jesu, die Gottes
Ruf in Freiheit annimmt und so den Weg für die Menschwerdung ebnet.
Maria stehe nicht für Unterordnung, sondern für eine Freiheit, die
aus dem "Ja" zu Gott und den Menschen erwachse. Moderne Begriffe
wie Emanzipation ließen sich zwar nicht einfach auf das Neue
Testament übertragen, dennoch könne Maria Frauen bis heute
inspirieren.Zugleich warnt Söding vor überbordender Marienverehrung
und kitschigen Verklärungen. Maßstab müsse immer die Heilige
Schrift bleiben. Im Evangelium von der Begegnung Marias mit
Elisabeth erkennt er eine zentrale Botschaft: Maria macht sich auf
den Weg zu den Menschen – ein Vorausbild des Wirkens Jesu. Ihr
Lobgesang, das Magnificat, eröffne eine Hoffnungsperspektive, in
der Gott die Mächtigen entmachtet und die Niedrigen erhöht. Diese
Verheißung sei Auftrag und Ermutigung für Christinnen und Christen
bis heute.Aus dem Lukasevangelium:In jenen Tagen machte sich Maria
auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging
in das Haus des Zacharías und begrüßte Elisabet. Und es geschah:
Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib.
Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter
Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die
Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu
mir kommt? Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß
hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die
geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.Da
sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist
jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner
Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle
Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein
Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über
alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle
Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die
Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden
beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen
auf ewig.Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie
nach Hause zurück. (Lk 1,39-56)( Ständige Kommission für die
Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen
Sprachgebiet)
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