klima update° - der Podcast von taz und klimareporter° Archiv
301 Episoden
16 Minuten
Diese Woche mit Susanne Schwarz und Sandra Kirchner. Erstmals lagen die weltweiten Durchschnittstemperaturen zwölf Monate lang über dem 1,5-Grad-Limit. Das hat das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus bekannt gegeben. Dazu beigetragen hat auch das Wetterphänomen El Niño, das den Erwärmungseffekt verstärkt hat. Der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix der EU war 2023 so hoch wie nie zuvor. Laut einer Analyse der Denkfabrik Ember kamen 44 Prozent des Stroms aus Wind, Sonne und anderen regenerativen Energien. Zugleich fiel der fossile Anteil auf ein Rekordtief. Die Stromgewinnung aus Kohle ging gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent und aus Erdgas um 15 Prozent zurück. Dadurch sanken die CO2-Emissionen des Energiesektors in der EU so stark wie noch nie. Die Bundesregierung will klimaschädliche Kohlekraftwerke abschalten und neue, flexible Gaskraftwerke bauen, die später auf Wasserstoff umgerüstet werden sollen. Diese sollen einspringen, wenn Wind- und Solaranlagen nicht genug Strom liefern. So steht es in der Kraftwerksstrategie, die die Regierung in dieser Woche vorgelegt hat. An den Plänen gibt es aber Kritik: Es bestehe die Gefahr, dass noch auf Jahre fossile Energieträger verbrannt werden. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
21 Minuten
Diese Woche mit Verena Kern und Sandra Kirchner. Die Aktivist:innen der "Letzten Generation" leiten einen Strategiewechsel ein. In dieser Woche hat die Bewegung bekannt gegeben, dass sie nicht mehr den Verkehr blockieren will. Stattdessen sollen "Verantwortliche für die Klimazerstörung" zur Rede gestellt und "Orte der fossilen Zerstörung" aufgesucht werden. Die EU will sich ein Klimaziel für 2040 geben: Laut einem Entwurf, der Anfang der Woche bekannt geworden ist, will die EU-Kommission die Treibhausgasemissionen bis 2040 um 90 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Das liegt an der Untergrenze dessen, was der Europäische Wissenschaftliche Beirat zum Klimawandel empfiehlt. Den Bäumen in historischen Parkanlagen setzt der Klimawandel zu. 60 Prozent dieser Bäume sind beeinträchtigt, zeigt der Parkschadensbericht. Immer lichter werdende Baumkronen und Entwurzelung sind die Folgen. Die Vitalität der Parkbäume muss erhalten bleiben, fordern Wissenschaftler:innen, denn die Parks helfen bei der Klimaanpassung und sind Hotspots biologischer Vielfalt. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
18 Minuten
Diesmal mit Katharina Schipkowski und Susanne Schwarz Die fossile Industrie in den USA will zahlreiche neue Häfen bauen, um klimaschädliches Flüssiggas in die Welt zu exportieren - auch nach Deutschland. Das Weiße Haus hat jetzt ein Genehmigungsmoratorium verhängt. Erst mal soll das Energieministerium Klima-Kriterien für die Prüfung solcher Projekte entwickeln. Der Amazonas-Regenwald ist eines der wichtigsten Ökosysteme der Welt, Lebensraum für unglaublich viele Arten, Kohlenstoffspeicher für das Klima. Doch das System droht zu kippen. Im vergangenen Jahr strauchelte es unter extremer Hitze und Dürre. Jetzt ist klar: Das war nachweislich durch den Klimawandel angetrieben. In ganz Deutschland protestieren Menschen gegen rechts. Maßgeblich an der Organisation der Demos beteiligt: die Klimabewegung. Was inhaltlich und strategisch dahintersteckt. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
26 Minuten
Diesmal mit Verena Kern und Susanne Schwarz. Bundesfinanzminister Christian Lindner hat das Klimageld für Bürger*innen abgesagt. In dieser Legislaturperiode werde darüber nicht mehr entschieden, sagte er in einem Interview. Dabei wäre die Idee gut fürs Klima, gut für die Geldbeutel - und sie steht außerdem längst im Koalitionsvertrag, ist also eigentlich versprochen. Der Klimabeirat der EU hat sich die Europäische Klimapolitik angeguckt. Das Ergebnis: Es muss schnell mehr passieren - und vor allem empfehlen die Expertinnen mehr sozialen Ausgleich für Bürgerinnen. Die Landwirt*innen gehen für ihren Rabatt beim Agrardiesel auf die Straße - eine klimaschädliche Subvention. Es gibt aber auch Ideen, wie die Politik die Branche unterstützen könnte, sodass sie wirtschaftlich und ökologisch nachhaltiger wird. Wir gucken uns einige Ideen an. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
18 Minuten
Dieses Mal mit Sandra Kirchner und Katharina Schipkowski. Diese Woche hat sich die neue Partei um Sahra Wagenknecht gegründet. Klimaschutz gehört nicht zu den Prioritäten beim "Bündnis Sahra Wagenknecht" (BSW), das vor allem als Dagegen-Partei auftritt und sich gegen das Heizungsgesetz und das Verbrenner-Verbot ausspricht. Laut BSW sind 100 Prozent Erneuerbare unmöglich, obwohl zahlreiche Studien und Szenarien das Gegenteil nahelegen. Böden sind bedeutende Kohlenstoffspeicher. Doch weltweit verlieren Böden an Humus, das beeinträchtigt ihre Fähigkeit, CO2 zu binden, Wasser und Nährstoffe zu speichern. In der EU ist bereits über die Hälfte der Böden geschädigt. Das liegt an der fortschreitenden Versiegelung von Flächen und intensiver Landwirtschaft mit Düngern und Pestiziden – auch weil die Agrarpolitik über Jahrzehnte falsche Anreize gesetzt hat. Noch nie wurden in Nordamerika und in Europa so hohe Gewitterschäden verzeichnet wie 2023, zeigt die Schadensbilanz des Rückversicherers Munich Re. Viele eher kleinere und mittelgroße Unwetter haben so gravierende Schäden verursacht, wie es eigentlich nur Großereignisse vermögen. Begünstigt wird diese Entwicklung durch den Klimawandel. In Deutschland wird über eine Pflichtversicherung gestritten. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
19 Minuten
Mit Katharina Schipkowski und Susanne Schwarz. Von Deutschland aus in die Welt zu jetten könnte nächstes Jahr etwas mehr kosten. Der Grund: Die Bundesregierung erhöht die Abgabe auf Flugtickets. So soll das Haushaltsloch gestopft werden. Klima-Expert*innen fordern aber ohnehin schon länger, dass die klimaschädliche Fortbewegungsart bei Steuern und Abgaben weniger begünstigt wird. Die Letzte Generation hatte im Sommer Flughäfen blockiert. Nun fordern Fluggesellschaften hohen Schadensersatz. Die Aktivist*innen kontern mit einem Gegen-Angebot. Nächstes Jahr steigt der CO2-Preis, fossil zu tanken oder zu heizen wird also teurer. Das Klimageld, das ein wenig sozialen Ausgleich bringen könnte und laut Koalitionsvertrag Plan der Ampel-Regierung ist, kommt hingegen einfach nicht. Verbände und Politiker*innen fordern, dass sich das endlich ändert. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
22 Minuten
Dieses Mal mit Sandra Kirchner und Verena Kern. Es ging einen kleinen, aber wichtigen Schritt voran bei der COP 28, die am Mittwoch in Dubai endete: Nach 30 Jahren benennt erstmals eine UN-Klimakonferenz in ihrem Abschlussdokument die fossilen Energien als Problem. Doch die Formulierung ist butterweich und enthält fossile Schlupflöcher. Dass es nun einen verbindlichen Klimagipfel-Beschluss zur Abkehr aus den fossilen Energien gibt, liegt nicht im Interesse der Länder, die stark von Ölförderung abhängen. Auch die fossile Industrie wollte das in Dubai verhindern: Nie zuvor waren so viele Lobbyisten aus der Fossilwirtschaft auf einem Klimagipfel. Auch ein geleaktes Schreiben der Opec offenbarte die versuchte Einflussnahme. Zwar gab es in Dubai einen Durchbruch beim Entschädigungsfonds für Entwicklungsländer – doch darüber hinaus ist die COP 28 bei der Klimafinanzierung nicht vorangekommen. Auf dem nächsten Klimagipfel 2024 in Aserbaidschan müssen sich die Staaten auf ein Ziel für die internationale Klimafinanzierung nach 2025 einigen. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
26 Minuten
Diesmal mit Susanne Schwarz und Katharina Schipkowski. Die Weltklimakonferenz ist gleich mit einem Durchbruch gestartet, aber jetzt wird es brenzlig: Die fast 200 Staaten verhandeln darüber, ob sie endlich einen Ausstieg aus den fossilen Energien vereinbaren. Alle Bundesministerien sollen bei ihren außenpolitischen Projekten in Zukunft den nötigen Klimaschutz bedenken – und das auch noch koordiniert. Die Bundesregierung hat dazu ihre erste sogenannte Klimaaußenpolitikstrategie beschlossen. Da gibt es aber ein Problem. Der neue Global-Tipping-Points-Bericht zeigt, dass bereits unter der aktuellen Erderwärmung fünf Klima-Kippunkte in Wanken kommen – aber auch, wie anhand von positiven, sozialen Kipppunkten eine Katastrophe noch vermieden werden kann. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
18 Minuten
Diese Woche mit Verena Kern und Sandra Kirchner. Die diesjährige Klimakonferenz beginnt mit einer Überraschung: Zum Gipfelauftakt haben die Staaten die Struktur des Fonds für Schäden und Verluste infolge der Klimaerwärmung verabschiedet. Auch erste Ankündigungen für Einzahlungen liegen bereits vor. Auf dem größten Klimagipgel aller Zeiten mit 70.000 Teilnehmer:innen wollen die Staaten auch offziell Bilanz ziehen, wie gut sie beim Klimaschutz bisher vorangekommen sind. Ein Paukenschlag ist auch das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg: Die Bundesregierung muss ein Sofortprogramm wirksamen Maßnahmen für Klimaschutz vorlegen, entschied das Gericht diese Woche mit Verweis auf einen Paragrafen im Klimaschutzgesetz. Das hatte die Bundesregierung versäumt. Der Klimawandel trifft vor allem Menschen im geringem Einkommen - auch in Deutschland ist das so. Menschen aus einkommensschwachen Haushalten sind den Folgen des Klimawandels stärker ausgesetzt und haben weniger Möglichkeiten, sich an die Klimakrise anzupassen. Darauf müsse die Politik und das Gesundheitssystem reagieren, forderte das Robert-Koch-Institut, das diese Woche einen Bericht zur Klimagerechtigkeit im Gesundheitssystem vorgelegt hat. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
16 Minuten
Diese Woche mit Sandra Kirchner und Katharina Schipkowski. Die Staaten kommen beim Klimaschutz nicht voran – im Gegenteil. Würden alle Länder ihre angekündigten Klimaschutz-Maßnahmen umsetzen, würde die globale Erwärmung am Ende des Jahrhunderts 2,5 Grad betragen. Sicher ist das aber nicht. Mit der aktuellen Politik steuert die Menschheit auf eine Erwärmung von fast drei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu. Vor allem der Treibhausgasausstoß besonders begüterter Menschen muss deutlich sinken. 225 Kilogramm Verpackungsmüll fallen jedes Jahr in Deutschland pro Einwohner:in an – mehr als im EU-Durchschnitt. Jetzt will die Europäische Union die Flut an Verpackungsabfällen begrenzen. Aber um die Müllberge signifikant zu verringern, enthält die vorgelegte EU-Verordnung zu wenig konkrete Maßnahmen und zu viele Ausnahmen. Der Bundesnachrichtendienst soll die Auswirkungen des Klimawandels auf die Sicherheit stärker in den Blick nehmen, heißt es in der Nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesregierung. Die Klimakrise könne bestehende Auseinandersetzungen verschärfen oder gänzlich neue Konflikte entstehen lassen. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
18 Minuten
Mit Verena Kern und Susanne Schwarz. Die Umwidmnung von Coronageldern in Klimageld war rechtswidrig, hat das Bundesverfassungsgericht geurteilt. Nun fehlen im Klima- und Transformationsfonds 60 Milliarden Euro. Welche Möglichkeiten hat die Ampel-Regierung, die Finanzlücke zu schließen? Mehr Hitze, mehr Dürre, mehr Starkregen und ein steigender Meeresspiegel: Die Klimakrise macht die Welt gefährlicher – auch in Deutschland. Erstmals soll nun ein Gesetz die Vorbereitung auf die neuen Gegebenheiten vorschreiben. In dieser Woche hat der Bundestag das Klimaanpassungsgesetz beschlossen. Doch wichtige Fragen bleiben offen. Zwei Wochen vor der UN-Klimakonferenz hat die Weltwetterorganisation ihren jährlichen Treibhausgasbericht vorgelegt. Bei allen Treibhausgasen hat die Konzentration in der Atmosphäre neue Höchstwerte erreicht. Einen kleinen Lichtblick gibt es: Die Europäische Union will nun den Methanausstoß deutlich senken. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
18 Minuten
Diese Woche mit Katharina Schipkowski und Sandra Kirchner. In Hamburg macht Fridays for Future Druck auf die Politik. Die Klimaaktivist:innen wollen den Senat jetzt auch mit direktdemokratischen Instrumenten dazu bringen, stärkere, verbindlichere und sozial verträgliche Anstrengungen beim Klimaschutz zu unternehmen. 2040 soll die Hansestadt klimaneutral sein. Entgegen jeder Vernunft soll die Förderung von Kohle, Erdöl und Erdgas in den nächsten Jahrzehnten noch weiter steigen – viel stärker, als es mit dem Klimaziel aus dem Paris-Abkommen vereinbar wäre. Das zeigt ein Bericht des UN-Umweltprogramms. Deutschland gehört dem Bericht zufolge zu den weltgrößten Braunkohleförderern. Die Kryosphäre droht zusammenzubrechen, das Eis der Pole und Gletscher, die etwa 15 Prozent der Erdoberfläche ausmachen, schmilzt. Die Folgen sind weitreichend, vom steigenden Meeresspiegel bis zum Freisetzen großer Treibhausgasmengen aus Permafrostböden. In Paris diskutieren deshalb Forscher:innen, Regierungsvertreter:innen und NGOs, wie die Gletscher und Polargebiete besser geschützt werden können. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
21 Minuten
Mit Verena Kern und Susanne Schwarz. Wie viel CO2-Emission darf sich die Menschheit noch leisten? Laut einer neuen Studie ist das CO2-Budget wesentlich geringer als bisher angenommen. Wenn die Welt nicht handelt, könnte es schon in wenigen Jahren aufgebraucht sein. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) spricht sich gegen einen vorgezogenen Kohleausstieg 2030 aus. Im Koalitionsvertrag ist der als Ziel aber festgeschrieben. Was hinter seinen Argumenten steckt. Die Klimabewegung Fridays for Future steht nach antiisrealischen Positionierungen in der Kritik. Der internationale Account von Fridays for Future hatte einen mehrteiligen antisemitischen Post auf Instagram veröffentlicht. Die deutsche Sparte der Bewegung distanzierte sich schnell und deutlich. Steht die Abspaltung bevor? -- Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
17 Minuten
Diese Woche mit Sandra Kirchner und Katharina Schipkowski. "Wir betreten klimatisches Neuland", warnen Forscher:innen in Bioscience, einer Zeitschrift der Universität Oxford. Die Folgen der Erderhitzung seien mittlerweile so drastisch, dass die Menschheit sich unabschätzbaren Risiken aussetze und Bedingungen schaffe, die sie so noch nie erlebt hat. In Afrika sind in diesem Jahr bereits 15.700 Menschen durch Extremwetter zu Tode gekommen. 34 Millionen weitere Afrikaner:innen sind von Folgen der Extremwetterereignisse betroffen. Das ist wesentlich mehr als im vergangenen Jahr, spiegelt aber einen globalen Trend. Im vergangenen Jahr wurden weltweit 6,6 Millionen Hektar Wald vernichtet, das entspricht in etwa der Fläche von Litauen. Das meiste davon war tropischer Primärwald. Die globale Entwaldung nimmt damit zu – dabei haben sich 140 Staaten bei der Klimakonferenz 2021 verpflichtet, die Entwaldung zu stoppen. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
24 Minuten
Diesmal mit Verena Kern und Susanne Schwarz. In sechs Wochen startet die Weltklimakonferenz in Dubai voraussichtlich. Die Länder der Europäischen Union haben sich jetzt darauf geeinigt, mit welchen Positionen sie in den Verhandlungen auftreten wollen. Für eine Verschärfung des europäischen Klimaziels hat es dabei nicht gereicht. Die Weltbank hat sich den Erhalt des Planeten offiziell zum Ziel gesetzt. Das ist ein Ergebnis der Jahrestagung mit dem Internationalen Währungsfonds. Aber: Zu einer Erhöhung des Eigenkapitals, die mehr Kredite für Klimaschutz in armen Ländern ermöglichen würde, konnten sich die Mitgliedsregierungen nicht durchringen. Die Bundesregierung will den Besitz von Cannabis teilweise straffrei stellen, darüber hat der Bundestag diese Woche erstmals beraten. Das nehmen wir zum Anlass, um den CO2-Fußabdruck vom Kiffen in Augenschein zu nehmen. Eine Studie aus den USA kommt zu dem Schluss, dass der Anbau in der Regel recht klimaschädlich ist - weil er oft in Innenräumen stattfindet, unter hohem Energieaufwand für Beleuchtung, Heizung und Trocknung. Die Autor:innen zeigen auch Wege auf, wie es besser geht. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).