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12.06.2026
56 Minuten
Rekonstruierte Fassaden, historisierende Plätze, wiedererrichtete Kuppeln. In unserer gebauten Umwelt feiert die Vergangenheit ein Revival: das Humboldt Forum mit seiner Stadtschlossfassade, der Frankfurter Römer oder die Garnisonskirche in Potsdam. Prominente Fürsprecher, ebenso wie harte Kritik. Denn: hinter dem Wiederaufbau steckt mehr als Nostalgie. Die ungewünschte Vergangenheit, von der die Plattenbauten am Berliner Alexanderplatz noch zeugen, soll dem Wiederaufbau eines Gründerzeitviertels weichen. All das ein politisches Statement, das von der erstarkenden Sehnsucht nach Ordnung, nach Identität, nach vermeintlicher Klarheit und nach alter preußischer Stärke berichtet? Darüber spricht Felix Fuhg aus unserem Programm eCommemoration wir mit dem Architekturtheoretiker Philipp Oswalt.
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20.05.2026
41 Minuten
Geschichte hat Konjunktur. Auch im Internet, wo inzwischen mit wenigen Klicks viele bewusst konstruierte Falschdarstellungen über die Vergangenheit abrufbar sind. Insbesondere die radikale Rechte nutzt verfälschende Umdeutungen der Vergangenheit erfolgreich für Agitation und Mobilisierung. In dieser Folge schauen wir beispielhaft auf geschichtsrevisionistische Narrative vom ganz rechten Rand und auf dahinterliegende politische Strategien. Woran können auch Laien problematische Umdeutungen der Vergangenheit erkennen? Warum sind sie nicht nur für die Wissenschaft oder Memory Workers in Gedenkstätten herausfordernd, sondern auch gefährlich für die Demokratie? Das besprechen wir mit dem Historiker und freien Publizisten Volker Weiß. Und fragen ihn, warum bestimmte revisionistische Positionen in Deutschland aktuell auf besonders fruchtbaren Boden fallen. Moderation: Katja Fausser
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09.04.2026
45 Minuten
„Westliche Zivilisation" – was steckt hinter diesem Begriff, der immer häufiger in politischen Reden auftaucht? Als US-Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 von gemeinsamer christlicher Kultur und Abstammung sprach, gab es Standing Ovations. Doch was klingt wie ein Bekenntnis zu transatlantischer Verbundenheit, ist in Wahrheit ein radikaler Bruch: An die Stelle universeller Werte wie Demokratie und Menschenrechte tritt ein ethno-nationalistisches Weltbild, das definiert, wer dazugehört – und wer nicht. Was bedeutet das alles für Europa? Mit Annika Brockschmidt
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10.03.2026
56 Minuten
Im Zweiten Weltkrieg lebten phasenweise bis zu 230 Millionen Menschen unter deutscher Besatzung. Die Historikerin Tatjana Tönsmeyer erforscht, welche Formen von Gewalt und Willkür den Alltag der Besetzten prägten. Mit ihr sprechen wir über Besatzung als Ausnahmezustand auf Dauer, über Leerstellen in der deutschen Erinnerungskultur und über Parallelen zur Ukraine heute.
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10.02.2026
34 Minuten
Annaliese Teetz ist Deutschlands erste Kapitänin – konnte diesen Beruf aber nie ausüben. Die 17-jährige Lara Ahlers hat ihren langen Kampf gegen Ausgrenzung als Frau in der Seefahrt für den Geschichtswettbewerb erforscht. Mit ihr sprechen wir über Geschlechterrollen im Wandel, den Wert des Erinnerns – und darüber, dass historische Forschung nicht an der Universität beginnt.
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Über diesen Podcast
Warum Geschichte immer Gegenwart ist, besprechen wir mit unseren
Gästen im History & Politics Podcast. Wir zeigen, wie uns die
Geschichte hilft, die Gegenwart besser zu verstehen.
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