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06.01.2026
1 Minute
Für viele Musikerinnen hat sie die Türe aufgestossen. Viele sind es
noch nicht, aber immerhin – eine Handvoll vielversprechender
Trompeterinnen gibt es aktuell auf der Szene. In den 90er Jahren
gab es weitherum nur eine: Ingrid Jensen. Die Kanadierin machte in
eigenen Bands auf sich aufmerksam, aber auch in wichtigen Big
Bands, vom VAO bis zum Maria Schneider Orchestra. Und vor allem:
sie spielte die Trompete mit einer unerhörten Leichtigkeit und
setzte sich nur schon dadurch von vielen ihrer Kollegen ab. Von
einer so mühelos erfolgreichen Trompeterin zu wissen, sei für sie
im Studium enorm wichtig gewesen, sagt die junge deutsche
Trompeterin Heidi Bayer. Über Jensens mühelose Meisterschaft auf
der Trompete, über Sport und Musik im Jazz und über den Zauber der
Grossformation diskutiert sie in der ersten JazzCollection im neuen
Jahr mit Jodok Hess. Die gespielten Titel: Interpret:in: Titel
(Album / Label) - Maria Schneider Orchestra: Allégresse (Allégresse
/ Enja) - Vienna Art Orchestra: Türkis (Fe & Males / Amadeo) -
Ingrid Jensen: Dear John (Higher Grounds / Enja) - Ingrid Jensen:
Touch Her Soft Lips and Part (Higher Grounds / Enja) - Darcy James
Argue's Secret Society: Transit (Presents: Infernal Machines / New
Amsterdam Records) - Ingrid Jensen: Foxy Trot (Invisible Sounds /
Whirlwind Recordings) - Artemis: Sights Unseen (Arboresque / Blue
Note)
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23.12.2025
1 Minute
«Ich brauch Tapetenwechsel, sprach die Birke, und macht sich in der
Dämmerung auf den Weg» - mit solchen Songtexten wurde Hildegard
Knef zur Ikone des deutschsprachigen Chansons. Ihre Lieder erzählen
von Sehnsucht, Selbstbestimmung und dem Mut, anders zu sein –
Themen, die bis heute nachhallen. Hildegard Knef wurde kurz nach
dem zweiten Weltkrieg vorerst als Schauspielerin international
bekannt. Nach einem rastlosen Auf und Ab der Karriere fand sie als
Sängerin, Texterin und Autorin ihre künstlerische Heimat – und
Millionen von Fans. 2025 hätte sie ihren 100. Geburtstag gefeiert.
Der Schweizer Chansonnier Michael von der Heide ist bekennender
Knef-Verehrer. Im Gespräch mit Annina Salis taucht er ein in das
Werk und die Persönlichkeit dieser aussergewöhnlichen Frau. Warum
fasziniert Knef noch immer? Was macht ihre Texte so zeitlos? Und
welche Spuren hat sie in der Musikgeschichte hinterlassen? Die
gespielten Stücke: Interpret:in: Titel (Album / Label) - Hildegard
Knef: In dieser Stadt (Ich seh die Welt durch deine Augen / Decca)
- Knef & Kaempfert: Von nun an ging's bergab (Eins & Eins /
Philips) - Hildegard Knef: Geh fort von hier (Hildegard Knef singt
Cole Porter | Träume heissen Du / Decca) - Hildegard Knef: C'était
pour jouer (De grote successen / Universal) - Hildegard Knef: Für
mich solls rote Rosen regnen (Knef in Concert / Teldec) - Hildegard
Knef: Ich bin den weiten Weg gegangen (Eins & Eins / Philips) -
Hildegard Knef: Tapetenwechsel (KNEF / Decca) - Hildegard Knef:
Seeräuber-Jenny (Hildegard Knef in Concert / Teldec) - Hildegard
Knef: Die Welt ging unter am Zürichsee bei 30° im Schatten
(Hildegard Knef in Concert / Teldec) - Hildegard Knef: Die Herren
dieser Welt (KNEF / Decca)
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09.12.2025
1 Minute
Kaum ein anderer Jazzschlagzeuger hat seine Bandmitglieder während
ihrer Soli so kraftvoll vorangetrieben und - im besten Sinn -
herausgefordert wie der US-Amerikaner Tony Williams. Und dies
bereits im zarten Alter von 17 Jahren. Miles Davis, Herbie Hancock
und viele andere liessen sich von den kreativen Ideen des jungen
Ausnahmetalents inspirieren, das ab den 1960ern mit seiner Spielart
das Jazzschlagzeug für immer veränderte. Auch der Zürcher
Schlagzeuger Jonas Ruther sagt, er sei von Tony Williams
beeinflusst. Er ist in dieser Jazz Collection Gast von Roman Hošek.
Die gespielten Titel: Interpret:in: Titel (Album / Label) - Miles
Davis: Walkin' («Four» & More / CBS Sony) - Eirc Dolphy: Hat
And Beard (Out to Lunch / Blue Note) - Miles Davis: Nefertiti
(Nefertiti / Columbia) - Stan Getz: Times Lie (The World of Stan
Getz / Columbia) - The Tony Williams Lifetime: Spectrum (Emergency!
/ Polydor) - Wynton Marsalis: Sister Cheryl (Wynton Marsalis / CBS)
- Tony Williams: Infant Wilderness (Wilderness / Ark21) - Herbie
Hancock: Tony Williams (Future 2 Future / Transparent)
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25.11.2025
1 Minute
Mit 36 Jahren ist Melissa Aldana schon ein Musikstar, wird gefeiert
vom renommierten Jazzmagazin «Downbeat» und angepriesen als die
nächste grosse Hoffnung am Saxophon. Ist dieser frühe Ruhm
berechtigt? Hat sie den Schwung, den ihr der Sieg als erste
Instrumentalistin an der Thelonious Monk Jazz Competition verliehen
hat, mitnehmen können? Die Saxophonistin Victoria Mozalevskaya hat
Melissa Aldana als junge Kollegin in New York schon vor über 10
Jahren kennengelernt und diskutiert die Einflüsse von Melissa
Aldana, ihre grosse Liebe zum Saxophon- Colossus Sonny Rollins und
ihren Weg hin zur ganz eigenen Musik in der Jazz Collection mit
Jodok Hess. Die gespielten Titel: Interpret:in: Titel (Album /
Label) - Melissa Aldana: Free Fall (Free Fall / Inner Circle Music)
- Melissa Aldana: M&M - You're My Everything (Melissa Aldana
& Crash Trio / Concord Jazz) - Melissa Aldana: Alegría (Back
Home / Wommusic) - Melissa Aldana: Elsewhere (Visions / Motéma) -
Melissa Aldana: I Know You Know (Echoes of the Inner Prophet / Blue
Note)
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11.11.2025
1 Minute
Die Karriere von Billy Hart war alles andere als geradlinig. Zwar
spielte er für die ganz Grossen, für den Jahrhunderttrompeter Miles
Davis, oder für die Sängerin-Pianistin Shirley Horn. Er musste aber
auch viele Rückschläge einstecken, wurde vom Pianisten McCoy Tyner
gefeuert, war wohl bei Herbie Hancock in der Mwandishi-Band dabei,
bei den kommerziell erfolgreicheren «Head Hunters» dann aber nicht
mehr. Dass der Weg tatsächlich wichtiger ist als das Ziel, und wie
zentral die eigene Haltung gegenüber dem Scheitern ist, davon
erzählt der 85jährige Billy Hart in seiner Autobiographie «Oceans
of Time». Das Buch mit Begeisterung gelesen hat der Pianist Chris
Wiesendanger: Er bringt es mit und dazu seine Lieblingsmusik von
Billy Hart - in die JazzCollection mit Jodok Hess. - - Die
gespielten Titel: Interpret:in: Titel (Album / Label) - Jimmy
Smith: I Got a Woman (Jimmy Smith and the Trio: Salle Pleyel - May
28, 1965 / Trema) - Shirley Horn: I'm Old Fashioned (A Lazy
Afternoon / Steeple Chase) - Herbie Hancock: Ostinato (Suite for
Angela) (Mwandishi / Warnder Bros.) - Miles Davis: One and One (On
the Corner / Columbia) - João Gilberto, Stan Getz: Eu Vim da Bahia
(Stan Getz: The Best of Two Worlds. feat. João Gilberto / CBS) -
Billy Hart: Layla-Joy (Enchance / Horizon) - Ethan Iverson: Song
for Balkis (All Our Reasons / ECM)
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Über diesen Podcast
Wir stellen die Grossen des Jazz und verwandter Musiksparten in
exemplarischen Aufnahmen vor – im Gespräch mit Gästen, die sich
bestens auskennen im weiten Feld von Blues bis World. Analysen
haben hier ebenso Platz wie Anekdoten.
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