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Episoden

1 Stunde 7 Minuten
Mit Selma Güney sprechen wir über die Selbstpositionierung von Muslimas in digitalen Räumen. In deren Dissertation untersucht Selma, wie muslimische Medienmacherinnen digitale Räume nutzen, um sich gesellschaftlich zu positionieren und Fremdzuschreibungen zu widersprechen. Einigen Medienmacherinnen geht es dabei darum, überhaupt als gesellschaftliches Subjekt wahrgenommen zu werden, sichtbar zu werden, anderen darum, sich provokativ eindeutigen Zuschreibungen zu entziehen. Außerdem gibt Selma Einblicke in deren qualitativen Forschungsprozess und die besonderen forschungsethischen Fragen, die mit Interviews zu Marginalisierungs- und Diskriminierungserfahrungen verbunden sind. Wir sprechen über Vertrauen und Nähe im Forschungsprozess, die eigene Positionierung als Forscher*in, den Umgang mit sensiblen und persönlichen Erzählungen und darüber, welche Verantwortung entsteht, wenn Menschen Einblicke in ihre Biografien geben. Zum Abschluss diskutieren wir, warum Zuhören, gründliches Einlesen und die Reflexion der eigenen Perspektive in der Forschung zu marginalisierten Gruppen unverzichtbar sind. Eine Folge über digitale Sichtbarkeit, gesellschaftliche Macht und darüber, wer selbst sprechen kann und wem zugehört wird.
50 Minuten
Wer wählt die AfD und warum? Viele Wahlforscher*innen beschäftigen sich genau mit dieser Frage. Vor allem bei sogenannten Russlanddeutschen sei die AfD besonders beliebt und auch zunehmend mehr türkeistämmige Menschen würden ihr Kreuz bei der rassistischen Partei setzen. Mit Manuel Diaz Garcia (Universität Duisburg-Essen) gehen wir diesen Aussagen auf den Grund, prüfen, was Mythos ist und was wirklich dahintersteckt. Darüber hinaus sprechen wir mit ihm über die politische (Unter-)Repräsentation marginalisierter Gruppen und über das Thema Migration im Wahlkampf.
1 Stunde 38 Minuten
Mit Nico Mokros sprechen wir über rechtsextreme Einstellungen in der deutschen Gesellschaft und die Erkenntnisse der sogenannten Mitte-Studien. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wer die „Mitte“ eigentlich ist, wie die Daten erhoben werden und welche Missverständnisse rund um die Studie immer wieder auftauchen. Außerdem gibt Nico Einblicke in seine eigene Forschung: In seiner Promotion arbeitet er mit den Daten der Mitte-Studien und untersucht, welche Rolle intergenerationale Prägungen für autoritäre Einstellungen spielen. Dabei wird deutlich, warum der Blick auf Elterngenerationen und familiäre Sozialisation zentral ist, um gesellschaftliche Entwicklungen besser zu verstehen. Eine Folge über gesellschaftliche Selbstbilder, autoritäre Dynamiken und die Frage, wie politische Einstellungen über Generationen hinweg weitergegeben werden.
1 Stunde
In dieser Folge sprechen wir mit Dorothea Biaback Anong (TU Berlin) über Migrationsregime und Freizügigkeitspolitiken in drei globalen Kontexten: Mercosur, EU und ECOWAS. Wir sprechen über die methodische Umsetzung des Forschungsprojektes in diesen drei Regionen. Außerdem teilt Dorothea anschließend mit uns die interessanten Ergebnisse aus ihrer Dissertation „Decentering Europe - Comparing Selectivity in Regional Migration Regimes“. Entlang der Ergebnisse zeigt sie auf, warum Europa in unserem Nachdenken über Migration dezentralisiert werden sollte, welche unterschiedlichen Selektionsmechanismen sich für Immigration in den drei Regionen zeigen und wie sich die Unterschiede erklären lassen.
59 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Dilan Bor und Ekrem Keskin über ihre Erfahrung in der Erforschung eines sehr persönlichen Themas: die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Gastarbeiter*innen im Ruhrgebiet. Die beiden studieren im dualen System Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Migration-Integration an der Fachhochschule Dortmund und haben bei Prof. Dr. Emra Ilgün-Birhimeoğlu ein Lehrforschungsprojekt besucht, das sich diesem Thema widmete und in einer Präsentation der Ergebnisse im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Deutschen Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS) und dem Hoesch Museum Dortmund mündete. Dilan und Ekrem berichten uns von ihren Erfahrungen im Forschungsprozess zu einem Thema, das in ihrer eigenen Familiengeschichte verankert ist, wie sie mit der emotionalen Nähe umgegangen sind und zeichnen in den Erkenntnissen über die Erfahrungen der befragten Gastarbeiter*innen Kontinuitäten über die Jahrzehnte nach.
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Über diesen Podcast

MeltingPod - Migration im Dialog: der Podcast des Nachwuchsnetzwerkes des Interdisziplinären Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung an der Universität Duisburg-Essen. Die Corona-Pandemie hat uns auf die Idee gebracht, einen Podcast zu starten, um eine Plattform für Netzwerkarbeit, zur Verbreitung von Forschungsergebnissen und dem Wissenschafts-Praxis-Transfer im Bereich der interdisziplinären Migrationsforschung zu bieten. Wir sprechen hierbei als Nachwuchswissenschaftler:innen mit anderen Nachwuchswissenschaftler:innen aus verschiedensten Fachgebieten, die zum Thema Migration forschen. Der Podcast behandelt Themen, mit denen sich die junge Migrationsforschung beschäftigt und gibt somit einen Einblick in das Forschungsfeld über die Grenzen wissenschaftlicher Disziplinen hinweg. Link: www.uni-due.de Link: www.uni.due.de/inzentim
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„MeltingPod - Migration im Dialog“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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