Seelenfutter Archiv
312 Episoden
38 Minuten
Eieiei...: Gewissheit und Zweifel, Antwort und Frage, bei der aktuellen Folge vom Lyrik-Podcast Seelenfutter spielen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard quasi poetisches Jeopardy!: Höre die Antwort und errate die Frage. "Getigerte Schönheit" von Gerard Manley Hopkins strahlt vor Gewissheit und durch die Freude, in der Schöpfung eine permanente spirituelle Textur zu erkennen. Dagegen tastet, zweifelt, grollt "Wo bist du, Gott" von Gustav Schüler an genau diesen Fragen, äußerst zerbrechlich. Und so öffnen Schülers Fragen den Raum hinter Hopkins kraftvoller Sicherheit. Dazu Worte von Paulus und aus den Psalmen. Seelentiefes Seelenfutter.
35 Minuten
Sprache und Malerei - zwei Schwestern der Kunst. Im aktuellen Lyrikpodcast Seelenfutter präsentieren Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard zwei farbintensive Gedichte, das eine blau-schwarz-violett-weiß dramatisch und düster, das andere mit Sommerfarben blau-rosa-gelb. "Der blaue Abend" von Hugo Ball steht neben "Blau ist mein Hut" von Therese Chromik. Dazu Bibelworte aus Genesis und den Psalmen. Seelenfutter eben.
39 Minuten
Es geht um Ruhe und um Unruhe. Wie sich der Schlaf über die Welt legt, einige aber doch wach bleiben. Sprache, die selbst die Ruhe ins ich trägt und dann wieder irritieren kann. Nicht alles, was unbewegt ist, entspannt. Die beiden Gedichte der aktuellen Lyrik-Podcast-Folge "Seelenfutter" sind im Abstand von 600 Jahren verfasst, und doch schwingen sie auf erstaunliche Weise miteinander. Dantes Sonnett und "Die Ruhigen" von Georg Heym malen innere Zustände - faszinierend, finden Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard. Dazu klingen zwei Psalmverse - und schon ist es Futter für die Seele.
33 Minuten
"Altern" lautet der Titel des aphoristischen Gedichts von Wolfgang Denkel, und der Gedanke kommt überraschend leicht und befreiend daher. Georg Maurers "Die Kinder wollen in die Welt" handelt von dem, was Kinder für ihre Entwicklung brauchen - eine Extraportion Neugier und die Leichtigkeit, vorgegebene Fahrpläne in den Wind zu schlagen. So muss das. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard stellen zwei Gedichte vor über das, was die Seele nährt, zu Lebensbeginn und in der Reife. Dazu Bibelworte aus Johannes und dem Buch der Weisheit.
41 Minuten
Ein Fest aus Weimar. Die ganz Großen sind heute beim Seelenfutter zu Gast: Goethe und Schiller. Und es sind die ganz großen Themen: Ewigkeit, Schöpferkraft und die ungeheure Gewalt der Natur. Goethe zeichnet in "Proömion" ein Bild von vollkommender Schönheit, tief erfüllt. Schillers "Hymne an den Unendlichen" führt in schwindelnde Höhen und bestürzende Abgründe. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard sind mitgerissen von "Sturm und Drang" dieser großen Dichter und Weggefährten. Seelenstürme! Dazu gibt's Worte von Paulus und den Psalmen.
43 Minuten
"Wir müssen über Liebe reden" - oder doch eher: "let's talk about sex"? Sowohl implizit als auch ziemlich explizit geht es beim aktuellen Lyrik-Podcast Seelenfutter zur Sache. Louise Labé gelingt ein Sprung aus der Konvention, indem sie zu ihrem Lieben und Leiden steht in Zeiten, in denen das einer Frau niemals zustand. Das letzte der "Vierundzwanzog Sonette" in der wundervollen Übersetzung Rilkes: Ein Fest. Dagegen steht "Trieb" des Expressionisten August Stramm, machanistisch, hart, direkt. Und dann doch so sensibel, was der erste Blick noch verstellt. Seelenthemen, finden Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard, und zugleich voll körperlicher Kraft. Verbunden mit Bibelworten von Jesaja und - na klar - dem Hohenlied Salomo. Reden wir nicht eigentlich viel zu wenig über Liebe?
43 Minuten
Lebensbilanz - das ist der verbindende Gedanke der zu den Gedichten des aktuellen Lebensfutters. Die Antworten fallen sehr unterschiedlich aus. Andreas Reimann "Ich ward gefragt" hält sich vital, ein wenig rebellisch, sehr im Hier und Jetzt. Stefan Zweigs "Letztes Gedicht" schaut versöhnlich und milde-abschiedlich zurück. Wirklich spannend, zumal sprachlich beide von größtem Reiz! Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard finden: Das ist mal wirklich Seelenfutter. Verbunden mit Bibelworten von Matthäus und aus den Psalmen allemal.
42 Minuten
Emily Dickinson ist eine Offenbarung. Vom öffentlichen Leben ausgeschlossen schrieb sie sich in ihrer eigenen Welt in die Freiheit. Susanne Garsoffky stellt ihr Gedicht Nr. 1394 vor, dazu stellt Friedemann Magaard "Das Bleibende" von Franz Werfel. Einfachkeit. Klarheit. Reduktion, in einer verwirrten Welt. Kein schlechter Plan, finden die Seelenfutter-Macher, auch um wieder neu in die Aktion zu kommen.
34 Minuten
Hier knackt und quietscht es vor lauter Lebenslust: Der Frühling! Als Gegenprogramm, als Seelenspeise, als Weg in die pure Lebensfreude. Tut gut, in diesen Tagen. Gerrit Engelke's "Frühling" entstand kurz vor dem Weltkrieg I., als die anderen von Volk, Blut und Sieg reimten; naja, sehr viele andere. Engelke wird eins mit dem Frühling. Christian Morgenstern staunt wie entrückt in "Butterblumengelbe Wiesen". Dazu Bibelworte aus den Psalm und von Jesaja. Eine Extraportion Seelenfutter heute mal.
44 Minuten
Unterschiedlicher können zwei Gedichte auf dem Weg zwischen Karfreitag und Ostermorgen kaum sein. Tiefer, reifer, berührender auch nicht, finden Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard in der Osterausgabe von "Seelenfutter". Gertrud Kolmars "Ein grünes Kleid" spielt mit inneren und äußeren Motiven der neuen Lebenskraft und Frühlingsdurchdringung. Durchaus explizit dagegen "qui resurrexit" von Albrecht Haushofer, ein Osterbild, indirekt nur dadurch, dass der Dichter die Malkunst von Mathias Grünewald umspielt. Dazu Bibelworte nach Jesaja und Johannes. Ein Seelenfutter, beim ersten Licht am Ostermorgen.
45 Minuten
Der Mond, der Mond! Zwei ausgesprochen besondere Gedichte zum mirakulösen Erdtrabanten stellen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard in der aktuellen Folge des Lyrik-Podcasts Seelenfutter zueinander. Die deutsch-finnische Dichterin Dorothea Grünzweig zeichnet kunstvoll, fein, und geht dabei mit dem Claudius'schen Geheimnis um. Bei May Hermann-Neiße dagegen wird der Mond selbst zum Himmelstor, weil sich um Mitternacht Ungeheures ereignet. Möge es den Seelen richtig gut tun!
51 Minuten
Gedichte, die klingen. Das tun die allermeisten. In dieser Folge des Lyrik-Podcasts Seelenfutter präsentieren Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard Gedichte, die besonders kunstvoll vertont wurden. Heinrich Heines "Was will die einsame Träne" singt von Abschied und dem befreienden Loslassen; Robert Schumann hat dazu wunderbar komponiert. In dem Gedicht "Nun seh ich wohl" aus den "Kindertotenliedern" findet Friedrich Rückert kostbare Worte für seinen Abschiedsschmerz, und wie er sich allmählich wandelt in ein neues Verstehen. Gustav Mahlers Vertonung für Singstimme und Symphonieorchester lässt die Zeit fast stillstehen - berührend, wie sich der Blick den Sternen zuwendet. Dazu Bibelworte aus Lukas und den Psalmen. Seelentrost.
41 Minuten
Zwei Gedichte von der Insel. Britische Lyrik aus dem 19. Jahrhundert. Es geht um Wahrhaftigkeit und die Achtung vor dem Leben. Es geht um Leben, das sein Ziel und Zweck verfehlt. Der britisch-irische Dichter Gerard Manley Hopkins zittert fast über das Staunen, welch tiefes Sein sich in Eisvogel, Libelle und Kieselstein (!) zeigen. Lord Byron hält einer Gesellschaft dagegen gnadenlos den Spiegel vor, weil sie in Oberflächlichkeit das Wesentlich verpasst. Grandios. Dazu Psalmworte und ein Vers aus einem Petrusbrief. Texte, die helfen, den Kompass wiederzufinden, in finsteren Tagen. Was für die Seele...
45 Minuten
Traumhaft? Traumhaft, die beiden Gedichte im Lyrik-Podcast Seelenfutter. "Traum ist ein Brokat" von Rilke lässt poetische Traum-Bilder einfach nur so fließen. Dagegen kommt das Gedicht "Pssst!" von Joachim Ringelnatz sehr leise, sensibel und etwas zurückgezogen daher. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard genießen die Worte, die Traumwelten eröffnen. Dazu Psalmworte. Seelentrost.
37 Minuten
Dunkle Zeiten, keine Frage, und da schnuppert die Nase gern Frühlingsduft. Gottfried Kellers "Frühlingsglaube" hat aber eher eine Extraportion Vormärz-Inspiration intus, und es feiert den Völkerfrieden und die Einheit im Guten. Das "Lied vor dem Tag" von Richard Dehmel kommt dunkler daher, in der Vorahnung des Vorweltkriegsjahres 1913 geschrieben, und kämpft sich über das Niederdrückende hinweg. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard präsentieren im LyrikPodcast Seelenfutter Aufbruchsstimmung und Hoffnungsworte.