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Turtlezone Tiny Talks - Der Debatten-Podcast mit Gebert und Schwartz Archiv

195 Episoden
20 Minuten
Episode 030 

Identitätspolitische Aktivisten reklamieren für sich oft die Interessenvertretung ganzer Kollektive, denn Herkunft, Geschlecht, Rasse und Hautfarbe oder Religion werden kollektiv verstanden und ideologisch regelmäßig stark betont. Plötzlich geht es nicht mehr um tatsächlichen Rassismus in Sport und Kultur, sondern bestimmte Sportarten, wie der Wintersport, oder auch Musikstile, wie die klassische Musik, werden per se als rassistisch verortet. In der Kunstszene werden sogar dediziert antirassistisch motivierte Bilder von Künstlern abgehangen. Es werden Yoga-Kurse mit dem Vorwurf des Identitätsraubs boykottiert und protestiert gegen Schauspielerinnen und Schauspieler, die in Film und Fernsehen oder im Theater Rollen von schwulen, lesbischen oder transsexuellen Charakteren übernehmen. Und auch die Hautfarbe eines Synchronsprechers oder einer Übersetzerin scheint im Kontext der Identitätsideologie wieder eine große Rolle zu spielen. Im universitären Umfeld nimmt die Identitätspolitik einen immer größeren Raum ein, hat aber auch längst den Mainstream erfasst. Es lohnt sich, mit den Motivationen und Argumenten der Aktivistinnen und Aktivisten auseinanderzusetzen, denn deren Forderungen erfolgen meist im Namen von wichtigen Werten wie Anti-Rassismus, Religion, Feminismus oder Minderheitenrechte. Und dennoch stellen viele Menschen befremdet fest, dass nicht primär die Gleichberechtigung oder der Abbau von noch existierenden Benachteiligungen im Vordergrund der Ideologie steht, sondern die Interessen und der Einfluß einer einzelnen, vermeintlich homogenen, Gruppen. Derzeit scheint es, dass der Dialog schwieriger wird und Lautstärke sowie Kompromisslosigkeit eine konstruktive Debatte verhindern.
20 Minuten
Episode 029 

In Griechenland ist das orthodoxe Osterfest Anfang Mai der Höhepunkt des religiösen Jahres und auch in Italien steht Ostern äußerst hoch im Kurs. Wir alle lieben das Osterfest, bis in die USA, nach Mexiko, in die Philippinen und sogar bis hin zu den Osterinseln im Südostpazifik. Wenn man anschaut, wie fantasiereich und bunt die Welt Ostern feiert, kann man erahnen, wie ein altes Frühlingsfest mit heidnischen Bräuchen mit biblischen Ereignissen zu einem bedeutenden religiösen Fest verschmolzen ist. Und das mindert nicht die Bedeutung. Bis in die Kulinarik hinein findet man überall Symbole, die für einen positiven Neuanfang stehen und das Osterfest gerade zu dieser Jahreszeit zu einem derart beliebten Fest der Hoffnung machen.
20 Minuten
Episode 028 

Kunst ist ein riesiger Investment-Markt ist und es gibt seit jeher viele wertvolle, traditionelle Kunstwerke, die in tresor-ähnlichen Lagern aufbewahrt werden, statt an der Wand zu hängen. Gutachten und Echtheitszertifikate spielen eine große Rolle und die Blockchain-Technologie bietet sich hier an, für fälschungssichere Zertifikate und die Einzigartigkeit eines künstlerischen Werks zu gewährleisten. Und auch Computerkunst gibt es schon sehr lange. Mit NFT´s werden diese Aspekte miteinander verknüpft. Digitale Kunst wird zum attraktiven, fälschungssicheren Investment und lässt sich mittels Krypto-Währungen bezahlen. Nur ein Hype? Wenn man sieht, wie viele Galerien, Museen und Auktionshäuser in den letzten Monaten das Thema aufgreifen, sicher nicht.
20 Minuten
Episode 027 

Fakt ist, dass Supermärkte regelmäßig palettenweise Joghurts und andere unbedenklich verzehrfähige Lebensmittel entsorgen und Fakt ist auch, dass das Containern bzw. die Aneignung in unserem Rechtssystem aus diversen Gründen strafbar sein kann. Als sinnvolle Lösung für die Supermärkte, die ja nicht aus Spaß wegwerfen und für die rund um ihre Müllcontainer ja auch zahlreiche Sorgfaltspflichten und Haftungsprobleme bestehen, hat sich daher eine Abgabe an Tafeln erwiesen. Aber das kann natürlich nur einen kleinen Teil der wegzuwerfenden Lebensmittel betreffen. In Frankreich gibt es mittlerweile ein Gesetz, dass das normale Wegwerfen verbietet und eine größtmögliche Weiterverarbeitung, z.B. als Tierfutter, Dünger oder für die Energie vorsieht. Aber auch hier wird das Problem von hinten angegangen, die Frage müsste ja eigentlich sein, warum so viele Lebensmittel weggeworfen werden müssen.
20 Minuten
Episode 026 

Auch unter Tierschützern und Ernährungsexperten werden die ganzen Labels und Ampeln hitzig diskutiert. Fakt bleibt, dass wir mit Abstand das Land in Europa mit den niedrigsten Kampfpreisen im Lebensmittelhandel sind und die Discounter auch bei Bioprodukten extrem niedrige Preise im Einkauf verhandeln, der wenig Luft für die Erzeuger lässt über das Minimum an Anforderungen für ein Label hinauszugehen. Weil es die Kunden angeblich so wollen. Und über allem schwebt immer die unterschwellige Drohung, wie teuer alles werden würde, wenn man sich konsequent an Tierwohl und Gesundheit orientieren würde. Tatsächlich wären die wirklichen Verteuerungen wesentlich niedriger als suggeriert. Und unsere Lebensmittelpreise immer noch vergleichsweise niedrig. Einige bringen auch eine Tierwohlsteuer in die Debatte ein. Aber was sollen eine Steuer, Label und Tierwohlkennzeichen bringen, wenn damit nicht gleichzeitig klare gesetzliche Regelungen für die Tierhaltung und Lebensmittelerzeugung verbunden sind. Die Freiwilligkeit und das reine Vertrauen auf trügerische Positivsiegel ist eine Art Mogelpackung. In jedem Fall sehr mutlos und kurz gesprungen – denn die Bedingungen für die Tiere werden sich damit nur sehr langsam verbessern.
20 Minuten
Episode 025 

Technische Grundlage ist das Deep Learning, eine Methode der Künstlichen Intelligenz, und Generative Adversarial Networks. Klingt harmlos und spannend, kann aber nicht nur in den Händen von politischer Propaganda und Geheimdiensten Schäden anrichten, sondern wird auch bei Kriminellen immer beliebter – zum Beispiel für Erpressungen. Für Unternehmen und die Werbung attraktiv sind aber künstlich generierte Portraits wie sie die Firma Generated Media des Gründers Ivan Braun mittlerweile mit einem Bestand von fast 3 Millionen Bildern bietet, die alle täuschend echt aussehen, ganz individuell generiert werden können und keinerlei Rechte verletzen. Solche Projekte sind zweifelsfrei nützlich, verwenden aber dieselbe Technologie-Grundlage wie die negativ behafteten Deep Fakes. Und auch die Entertainment-Industrie und Hollywood setzen große Hoffnungen in die Technologie. Was wird aus Bildern und Bewegtbildern als Kulturgut und wichtiges Element von journalistischen und historischen Dokumentationen? Eine spannende Debatte!
20 Minuten
Episode 024 

Während immer noch die Phantom-Debatte über vermeintliche Impfprivilegien läuft und der Gedanke an urlaubende Senioren für eine Unmuts- und Neidwelle sorgt –angesichts der sehr schleppenden Impfangebote – laufen in den verschiedenen Ländern, aber auch auf EU-Ebene die Arbeiten an einem digitalen Impfpass. Wie so oft werden die Initiativen begleitet von einem Storytelling über technische Innovationen und Neuentwicklungen, das elegant von jahrelangen Versäumnissen ablenkt. Ist ein digitaler Impfpass wirklich eine Herausforderung? Braucht es eine neue App? Oder fehlt es nicht vielmehr an der digitalen Patientenakte? Spannend zu sehen ist auch die 180 Grad-Wendung in der Kommunikation. Nach Monaten der empörenden Ablehnung von Test- & Impfnachweisen mit der Befürchtung, dass diese als indirekter Impfzwang oder ethisch abzulehnende Ungleichbehandlungen aufgefasst werden könnten, muss nun alles sehr schnell gehen. Was jedoch augenscheinlich fehlt ist eine Strategie – idealerweise eine europaweit abgestimmte Strategie. Unfairer Vorwurf oder traurige Realität?
20 Minuten
Episode 023 

Der Trend zu den non-linearen Streaming-Plattformen ist ungebrochen und damit sinken natürlich die Einschaltquoten und Marktanteile der klassischen linearen Broadcast-Medien wie Fernsehen und Radio. Eine Studie von Deloitte aus 2020 hat in mehreren Erhebungen gezeigt, dass zwar der Informationsbedarf rund um akute Lockdown-Maßnahmen durchaus auch die althergebrachten Medien wieder attraktiv gemacht hat. Das war aber eher die opportunistische Suche nach aktuellen Informationen und hat nicht zu einer dauerhaften Bindung oder gar einer Renaissance der linearen Medien geführt. Sobald es sich die Menschen irgendwie in der neuen Situation eingerichtet haben waren wieder Netflix, Prime & Co. angesagt. Oder halt Games. Und Netflix, Prime & Co. produzieren wie die Weltmeister neue Serien. Denn der Trend zum schnellen Konsumieren einer ganzen Serie am Stück, dem Binge Watching, hat den Bedarf nach dem Entertainment-Gold massiv ansteigen lassen. Und der Serien-Boom prägt auch alle weiteren gesellschaftlichen Bereiche. Wissenschaftler haben untersucht wie die Wechselwirkung zwischen dramaturgisch raffinierter Fiktion und den Zuschauern aussieht. Akzeptieren wir die kurzatmige politische Kommunikation mit oft nur angedachten Lösungsvorschlägen und Meinungs-Pirouetten deswegen so genügsam, weil wir den „offenen“ Ausgang und die Cliffhanger seit Kindertagen aus unseren Lieblingsserien kennen?
20 Minuten
Episode 022 

Die Initiative „Made in China 2025“ von Xi Jinping zielt auf Hightech, Pharma und weitere dedizierte Industriezweige ab, die helfen sollen einer globalen Technologieführerschaft Chinas deutlich näher zu kommen. Dazu beinhaltet sie gezielte Investitionen in Technologieunternehmen im Ausland und auch eine Stärkung der Binnenkonjunktur. Die Abhängigkeit vom Export soll geringer werden, ebenso der Import von Industrie-Technologie. Und bis 2049, dem 100-jährigen Jubiläum der Gründung der Volksrepublik will man China zum modernen, starken und demokratischen Vorzeigeland mit sozialistischer Prägung machen. Aber man will dann auch militärisch ebenso stark sein wie die USA. China wird außenpolitisch immer aktiver und hat den Anspruch mitzureden. Nicht nur wirtschaftspolitisch. Und die Rolle als stärkste Volkswirtschaft wird man vermutlich viel früher erreichen. Es macht also Sinn sich mit möglichen Szenarien auseinanderzusetzen. Begnügt sich China mit immer mehr Wohlstand und Technologieführerschaft oder eifert man den USA nach, deren Rolle als Weltpolizei ja stark geschwächt ist?
20 Minuten
Episode 021 

Die zugespitzte Headline „Ethikrat gegen Privilegien für Geimpfte“ ist unpräzise. In der aktuellen Empfehlung hat sich der Ethikrat vielmehr mit mehreren Aspekten beschäftigt und differenziert zwischen der Frage, ob die Politik bei staatlicher Freiheitsbeschränkungen individuelle Unterschiede zwischen geimpften und nicht geimpften Personen machen darf und der Frage, ob die Unterscheidung zwischen geimpften und nicht geimpften Personen durch private Anbieter durch die Privatautonomie gedeckt sind oder einer besonderen Rechtfertigung bedürfen. Angesichts des immer größeren Wunsches nach einer Rückkehr in ein „normales Leben“, erscheint es in der Tat wichtig, geeignete Konzepte rechtlich und ethisch besonnen abzuwägen und dabei nicht der Versuchung mancher Politiker zu erliegen, die reichlich populistische Phantom-Debatte um vermeintliche Sonderrechte für Geimpfte oder eine verkappte Impfpflicht noch zu befeuern.
20 Minuten
Episode 020 

Die Handelsgebühren werden dank zahlreicher Neo-Broker günstiger oder entfallen. Und auch der Zugriff auf relevante Unternehmens- und Handelsinformationen in Echtzeit wird immer einfacher. Wird jetzt jeder Kleinanleger zum Daytrader und wird jedes Smartphone zum vollwertigen Handelsplatz? Ja und nein. Der kurzfristig orientierte Handel an den Börsen ist immer noch ein Vollzeitjob. Und genau da kommt Corona ins Spiel. Viele der jungen Nutzer von Robinhood & Co. haben derzeit Zeit. Viel Zeit im Homeoffice. Und entdecken ihre Chancen. Ein Schwarm von Amateurinvestoren -viele selber Gamer- haben sich im Internet verabredet, in den Retailer Gamestop zu investieren und damit für Kurssprünge und Achterbahnfahrten gesorgt. Dies hat Profi-Shortseller wie Hedgefonds kalt erwischt. Milliarden-Verluste bei den Profis und überraschende Kursgewinne zugunsten der Amateure waren die Folge. Beinahe eine Art Revolution eines Schwarms gegen die Macht und Auswüchse der Profi-Trader, deren Strategien „Short“ zu gehen schon oft Unternehmen gefährdet und viele Werte von anderen Investoren zerstört haben.
20 Minuten
Episode 019 

Als es zu Beginn der Siebziger Jahre um die Herabsetzung des Mindestalters für Wähler ging, gab es eine Grundgesetzänderung und wenige Jahre später wurde dann auch die Volljährigkeit auf 18 Jahre heruntergesetzt. Willy Brandt hatte sich unter dem Motto „Mehr Demokratie wagen“ auch für das herabgesetzte Wahlalter eingesetzt – aber bis heute dreht sich die Debatte, auch unter rechtlichen Gesichtspunkten, vornehmlich um Rechte und Pflichten. Die Forderung nach einer erneuten Herabsetzung auf 16 Jahre gibt es seit vielen Jahren und wurde wieder lauter, als vor 2 Jahren "Fridays for Future" gezeigt und vor Augen geführt hat, dass sich junge Leute sehr wohl und engagiert für Politik interessieren. Einige Interessenvertreter fordern sogar ein Wahlrecht ab 0 Jahren, was den Einfluss von Familien mit Kindern auf politische Entscheidungen stärken soll.
20 Minuten
Episode 018 

Wann war unser letzter Konzert- oder Theaterbesuch? Welche Ausstellung haben wir zuletzt gesehen und wie war der Sommer 2020 ohne Festivals? Und wie wird es 2021 weitergehen? Das Abfilmen von Bildern in Museen oder Videos von Theaterproben sind kein Ersatz. Ebenso wenig wie das Livestreaming von virtuellen Festivals. Das kann temporär ein wenig Freude spenden – ist aber nur eine absolute Notlösung. Im Gegensatz zu immer digitaleren Arbeitswelten, braucht Kultur ein Erlebnis mit vielen Sinnen und Präsenz. Wenn wir also die Kultur retten wollen, müssen wir konsequent auf eine Überwindung der Pandemie hinarbeiten.
20 Minuten
Episode 017 

Jens Spahn wird in Umfragen teilweise als beliebtester Politiker genannt und man sagt ihm Ambitionen auf das Kanzleramt nach. Trotzdem steht er, wie viele andere Politiker auch, massiv unter Druck und muss sich angesichts der Vorwürfe einer mangelhaften Impfstoffbeschaffung Spitznamen wie „Verteidigungsminister“ gefallen lassen. Der SPIEGEL nennt ihn neckisch den „Vielversprechenden“ – ein nettes Wortspiel angesichts des sehr selbstbewussten Auftretens des Gesundheitsministers. Tauschen will derzeit sicher kaum Jemand mit den verantwortlichen Politikern. Und spannend ist auch zu sehen, wie die selbstbewussten Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten nun mit ganz unterschiedlichen Kommunikationsstrategien Fehler einräumen. Dabei steht es sicher außer Zweifel, dass im Bund, aber auch in jeder Gemeinde, Landkreis und Bundesland das Möglichste versucht und sprichwörtlich „rund um die Uhr“ gearbeitet worden ist. Erschreckend ist dabei, dass in der Summe dieser föderalen Anstrengungen so wenig Traktion aufgenommen werden konnte und wir mit offenen Augen im Herbst in die neue Infektionswelle und jetzt in eine rumpelige Impflogistik reingelaufen sind. Wenn man komplett auf Kritik verzichten will, bleibt zumindest die ernüchternde Erkenntnis, dass wir keineswegs gut vorbereitet waren und wie schwer wir uns mit Themen wie Digitalisierung, Beschaffung und Logistik tun. Aber verbietet sich deshalb konstruktive Kritik? Und wie kann im Superwahljahr eine Debatte stattfinden, wenn selbst namhafte Journalisten die Kritik an Spahn und Merkel als Kampagne verorten und als „unsäglich“ bezeichnen?
20 Minuten
Episode 016 

Unter dem aktuellen Lockdown leidet wieder insbesondere der Einzelhandel, der das wertvolle Weihnachtsgeschäft weitestgehend verloren hat. Manche Experten erwarten für 2021 eine Insolvenzwelle. Doch die Probleme sind nicht neu und liegen tiefer. Kleine, unabhängige Einzelhändler muss man in den Innenstädten immer länger suchen, da überwiegend Filialisten wie Primark, H&M, Zara oder Douglas das Bild prägen. Der boomende Onlinehandel hat das Händlersterben nicht initial verursacht, sondern die strukturellen Probleme deutlich gemacht und für ungeahnte Sortiments- und Preis-Transparenz bei den Kunden gesorgt. Viele Händler haben sich schwer damit getan, auf diese veränderte Markt- und Kundenlandschaft zu reagieren. Wenn die CDU Abgeordneten Jung und Haase nun eine Paketabgabe für Onlinehändler fordern, kann man im ersten Moment verwundert denken: „Endlich macht sich mal jemand um die kleinen Ladenbesitzer und eine mögliche Insolvenzwelle im stationären Einzelhandel Sorgen und will für Chancengerechtigkeit sorgen!. Es kann und darf ja wohl nicht sein, dass die E-Commerce-Giganten wie Amazon wenig Steuern zahlen und Tante Käthes Wolllädchen alle Lasten trägt, hohe Mieten zahlt und zu Preisen einkauft, zu denen Onlinehändler verkaufen!“. Und so erklären sich dann auch die, vergleichsweise wenigen, positiven Stimmen zu dem überraschenden Vorschlag der CDU. Doch bietet der Vorschlag überhaupt Lösungen für alle diese Probleme? Eine Paketabgabe verhindert schließlich weder Steuerschlupflöcher von globalen Konzernen, noch die horrenden Innenstadtmieten oder das Erodieren vernünftiger Händlermargen. Zumindest als Impuls für eine produktive und kreative Debatte kann das Positionspapier seinen Beitrag leisten. Im Turtlezone Tiny Talk machen Dr. Michael Gebert und Oliver Schwartz einen Anfang.