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Retten wir so wirklich den Einzelhandel?

Retten wir so wirklich den Einzelhandel?

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Episode 016 

Unter dem aktuellen Lockdown leidet wieder insbesondere der
Einzelhandel, der das wertvolle Weihnachtsgeschäft weitestgehend
verloren hat. Manche Experten erwarten für 2021 eine
Insolvenzwelle. Doch die Probleme sind nicht neu und liegen
tiefer. Kleine, unabhängige Einzelhändler muss man in den
Innenstädten immer länger suchen, da überwiegend Filialisten wie
Primark, H&M, Zara oder Douglas das Bild prägen. Der boomende
Onlinehandel hat das Händlersterben nicht initial verursacht,
sondern die strukturellen Probleme deutlich gemacht und für
ungeahnte Sortiments- und Preis-Transparenz bei den Kunden
gesorgt. Viele Händler haben sich schwer damit getan, auf diese
veränderte Markt- und Kundenlandschaft zu reagieren. Wenn die CDU
Abgeordneten Jung und Haase nun eine Paketabgabe für
Onlinehändler fordern, kann man im ersten Moment verwundert
denken: „Endlich macht sich mal jemand um die kleinen
Ladenbesitzer und eine mögliche Insolvenzwelle im stationären
Einzelhandel Sorgen und will für Chancengerechtigkeit sorgen!. Es
kann und darf ja wohl nicht sein, dass die E-Commerce-Giganten
wie Amazon wenig Steuern zahlen und Tante Käthes Wolllädchen alle
Lasten trägt, hohe Mieten zahlt und zu Preisen einkauft, zu denen
Onlinehändler verkaufen!“. Und so erklären sich dann auch die,
vergleichsweise wenigen, positiven Stimmen zu dem überraschenden
Vorschlag der CDU. Doch bietet der Vorschlag überhaupt Lösungen
für alle diese Probleme? Eine Paketabgabe verhindert schließlich
weder Steuerschlupflöcher von globalen Konzernen, noch die
horrenden Innenstadtmieten oder das Erodieren vernünftiger
Händlermargen. Zumindest als Impuls für eine produktive und
kreative Debatte kann das Positionspapier seinen Beitrag leisten.
Im Turtlezone Tiny Talk machen Dr. Michael Gebert und Oliver
Schwartz einen Anfang.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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