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Heute möchte ich mit Ihnen ein weiteres Wort aus der Homepage der Benediktinerinnen in Varensell anschauen und bedenken. Es heißt: Leben teilen – und in der Ausführung dazu lese ich: "nicht ohne die anderen, wen willst du lieben, wenn du allein bist? Alle gemeinsam zum ewigen Leben""Leben teilen" ist etwas ganz anderes als nebeneinander her leben wie in einer Zweck-WG. Manchmal erzählen mir Jugendliche, dass sie zuhause nie zusammen essen, oder etwas als Familie zusammen machen, sondern jeder macht nur seins, wenn es gerade passt. Ich kann mir das gar nicht vorstellen, aber es ist nicht so selten. Im religiösen und geistlichen Sinn bedeutet "Leben teilen" sich gegenseitig in Liebe zu unterstützen und die eigenen Fähigkeiten, Zeit, Zuneigung und den eigenen Glauben an Gott mit anderen zu teilen. Weil Leben eben mehr ist als eine individuelle Erfahrung, wenn sie miteinander erlebt und auch mitgeteilt wird und man Freude und Trauer, Erfolge und Niederlagen teilt. Wir wissen, dass heute jede zweite Wohnung in Deutschland von Einzelpersonen bewohnt wird und auch, dass Einsamkeit als großes Problem quer durch die ganze Gesellschaft geht. Wie geht dann Leben teilen? Für viele sind die Kollegen am Arbeitsplatz ihre Familie, ihre Lebensgemeinschaft. Für andere sind es gemeinsame soziale oder fürsorgende Aktionen im Stadtteil, im Dorf, in der Kirchengemeinde oder in der Nachbarschaft. Und für sehr viele ist es das gemeinsame Tun in Vereinen, Chören oder Verbindungen. "Wen willst Du lieben, wenn Du allein bist?" ist es wirklich herausfordernde Frage an jede und jeden von uns. Es ist manchmal für kurze Zeit eine Lösung, sich zurückzuziehen und im Alleinsein Dinge zu bearbeiten. Aber es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist und nur im miteinander können wir uns entwickeln und Ziele erreichen. Und dieses Wort, was über die ersten Christen gesagt worden ist: "Seht, wie sie einander lieben" bleibt immer gültig und die Gemeinschaft der Glaubenden sollten die sein, die sich so umeinander kümmern, dass irgendwann alle gemeinsam zum Ewigen Leben bei Gott sein werden.
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Heute möchte ich mit Ihnen ein weiteres Wort aus der Homepage der Benediktinerinnen in Varensell anschauen und bedenken. Heute heißt das Wort: Wandeln. Ehrlicherweise fiel mir dazu als erstes ein, dass es in Kurhäusern oder großen Anlagen Wandelhallen gab und gibt, wo man umhergeht, sich trifft, miteinander plaudert und austauscht. Und, die Älteren von uns kennen noch die politische Strategie seit den Siebzigerjahren vom "Wandel durch Handel". Damit sollte durch den normalen Handelsaustausch mit Diktaturen ein Wandel in deren Gesinnung und den Lebenssituationen der Menschen ganz konkret erreicht werden. Wohl eher mit mäßigem Erfolg.Aber in der Erklärung der Varenseller Schwestern zum Begriff wandeln steht: uns wandeln lassen, wachsen in die Freiheit auf Gott zu – mehr und mehr."Wachsen auf Gott zu" ist also wieder nichts was fest und fertig ist. Es ist ein Prozess des persönlichen und spirituellen Werdens; sich von inneren und äußeren Einschränkungen lösen und sich dem lebendigen Gott nähern. Glaube und Vertrauen an und in Gott brauchen ihr tägliches Herangehen und üben und probieren. Manchmal sind es alte Ängste, anerzogene Bilder oder Zwänge, die mir ein Vertrauen in Gott schwer machen. Aber da kommt das Wort: mich wandeln lassen – also ich muss es nicht auf Biegen und Brechen selber hinkriegen, sondern ich darf all mein Bemühen um meinen Glauben, Gott machen lassen.Vor ein paar Tagen hieß es hier: "Hört und ihr werdet leben" und heute könnte man sagen: Bemüht euch mit allen Kräften, aber lasst euch wandeln – und ihr werdet leben, nicht Hände in den Schoß legen, abwarten und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. In die Freiheit auf Gott hin wachsen, scheint mir schon einiges an eigener Anstrengung wert zu sein.
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Heute möchte ich mit Ihnen ein weiteres Wort aus der Homepage der Benediktinerinnen in Varensell anschauen und bedenken.Bleiben - stehen zu Gott und zu mir, entschieden und verbindlich leben, euer Ja sei ein JaEinen einmal eingeschlagenen Lebensweg, eine einmal gefasste Entscheidung nicht leichtfertig wieder aufzugeben, ist glaube ich schon Konsens unter vielen Menschen. Bei unserer Gründerin heißt das zum Beispiel ganz konkret: "Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten".  Hier heißt es aber noch anders: stehen zu Gott und zu mir. Also weder weglaufen vor Gott und seinen Herausforderungen an meine Art zu leben, noch weglaufen vor mir und allem, was ich an mir für unzulänglich halte, was mich an mir selber stört. Bei jüngeren Leuten gibt es seit vielen Jahren den Trend, mit dem eigenen Körper und Erscheinungsbild nicht mehr zufrieden zu sein und ihn mit Schönheitsoperationen und unendlichen Sitzungen im Fitnessstudio zu stylen. Hier ist der Versuch, mich so zu verändern, dass ich mir und mehr noch, den anderen gefallen möchte. Zu mir stehen bedeutet, mich zu akzeptieren und anzunehmen wie ich bin mit allen Stärken und Schwächen und trotzdem wachsam zu bleiben, für mich und mein Denken, Reden und Tun. Und stehen zu Gott? Für mich bedeutet das, mich jeden Tag diesem unendlichen Gott zu stellen und seiner Liebe, seinem Wort und seinen Herausforderungen nicht auszuweichen. Nicht mit nie endender Arbeit, nicht mit Dauergeräuschkonsum und auch nicht mit immer neuer Action, scheinbar für IHN. "Euer Ja sei ein Ja" ist der Aufruf zum Bleiben bei der einmal getroffenen Entscheidung und sich daraus ergebendem Lebensstil, im Reden, im Tun, im Sein und im Lassen. Es ist egal, in welcher Art ich lebe: ob verheiratet oder als Single lebend, ob als Ordensfrau oder Priester, ob als Chef oder Studierende: immer muss ich schauen, ob das, was ich tue und rede und arbeite und bin, zu meiner Grundentscheidung passt, damit mein Ja ein Ja bleibt und ich verbindlich und entschieden lebe.
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Wenn es um Heilige geht wie heute an Allerheiligen, dann schauen wir so gern auf das Außergewöhnliche, auf Wunder und Begebenheiten, die das Normale übersteigen, auf das Übernatürliche. Aber wir Menschen sind für das Normale geschaffen. Unser Christsein besteht ja wohl eben nicht im Unnormalen, sondern wohl eher darin, das Normale zu leben und das im Glauben an Gott treu und aus Liebe zu den Menschen halbwegs gut zu erfüllen, so zu erfüllen, dass durch uns ein bisschen mehr Liebe in die Welt kommen kann. Und genau diese Menschen, die das versucht und getan haben, die feiern wir heute. Zusammen mit den spektakulären und großen Heiligen. Da feiern wir die heilige Elisabeth, aber genauso auch die Frau, die jahrelang ihre kranken Eltern gepflegt hat. Ohne jedes Wunder, aber mit ganz viel Hingabe, mit Ausdauer und Herzlichkeit. Da feiern wir den heiligen Franziskus, aber auch genauso den Mann, der in eine Welt hineingeboren wurde, in der er immer nur die Schattenseiten kennengelernt hat, in der er für gar nichts anderes auch nur eine Chance gehabt hätte. Der aber trotzdem nicht verbittert ist und der sich immer noch um den Frieden bemüht hat, dort, wo er gelebt hat. Da feiern wir die Muttergottes. Aber auch all die anderen Mütter und Väter, die für ihre Familien getan haben, was ihnen möglich war, um das Not-wendige zu tun, das, was Not wendet und Leben möglich macht. Menschen, die da waren, wenn man sie gebraucht hat und die sich und den Menschen, die ihnen anvertraut waren, treu geblieben sind. Ohne Wunder, ohne Aufsehen, ohne die Naturgesetze außer Kraft gesetzt zu haben, einfach aus Liebe und Pflichtbewusstsein und ohne dauernd auf sich selbst zu schauen. Und wir feiern sicher auch die Menschen, die sich vielleicht ihre weiße Weste nicht bewahren konnten, aber die sich trotz allem ein Herz bewahrt haben. Ein Herz für die anderen und für Gott.
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Seit Montag bin ich in der Benediktinerinnenabtei Varensell zu Gast. Und ich habe auf der Internetseite einige Worte und Begriffe entdeckt, die ich gerne mit Ihnen bedenken möchte.Das zweite ist: Hören - Stille und Schweigen achtsam, erwartungsvoll leben, hört und ihr werdet leben"Höre Israel. Der Ewige, unser Herr, der Ewige ist eins." Dieser Vers aus dem Buch Deuteronomium wird von jeher von jedem gläubigen Juden zweimal am Tag gebetet. Dieses Schma Jisrael ist die tägliche Ermutigung und Aufforderung zu hören, dass es den ewigen Gott gibt.Und beim Ordensgründer Benedikt von Nursia beginnt der Prolog seiner Ordensregel mit dem: "Lausche, mein Sohn, den Lehren des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, nimm willig hin die Mahnung deines liebreichen Vaters und erfüll’ sie im Werk, damit du in der Mühsal des Gehorsams heimkehrest zu dem, den du in der Trägheit des Ungehorsams verlassen hattest."Und Stille und Schweigen sind zwei Begriffe für etwas, was wir oft nicht so trennen würden. Stille beginnt mit dem äußere Stille Schaffen - keine Musik, kein Internet, keine Nebengeräusche. Und wer äußere Stille geschaffen hat, spürt, dass jetzt die innere Lautstärke beginnt. All die Stimmen, alle Fragen, Sorgen und Probleme haben jetzt eine Chance, an mein inneres Ohr zu dringen und gehört zu werden. Und wenn ich dann geschafft habe, auch die innere Lautstärke zu befrieden, dann kann Stille werden. In der Stille kann ich Gott hören, in der Stimme meines Gewissens, in der Sehnsucht meines Herzens."Hört und ihr werdet leben" aus dem Buch Jesaja im 55. Kapitel heißt der Aufruf der Schwestern hier im Kloster Varensell. Er gilt auch für alle, die sich auf die Suche nach Gott machen. Hört und ihr werdet leben.

Gott suchen

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Seit Montag bin ich in der Benediktinerinnenabtei Varensell zu Gast. Und ich habe auf der Internetseite einige Worte und Begriffe entdeckt, die ich gerne mit Ihnen bedenken möchte.Das erste ist:  Gott suchen - das Leben birgt ein Geheimnis, sucht so werdet ihr finden du wirst ankommenDas Leben birgt ein Geheimnis, lese ich da, und diese Gewissheit ist nicht so ohne. Dieses Geheimnis zu suchen und zu finden bleibt tatsächlich ein Prozess, eine spirituelle Reise, die ein Leben lang dauert und bei dem ich nicht sagen kann: Jetzt habe ich es oder hier ist es. Es gibt einige Hilfen auf diesem Weg: Gebet und Meditation gehören sehr offensichtlich dazu, egal aus welcher Religion heraus ich mich auf die Suche mache. Heilige Texte lesen und reflektieren ist ebenso eine Möglichkeit. Wie soll ich sonst von Gott wissen, wenn ich nicht in den heiligen Schriften lese und über sie allein und mit anderen nachdenke? Für viele Menschen ist das Erleben der Natur als der göttlichen Schöpfung eine gute Möglichkeit, dem Schöpfer allen Lebens auf die Spur zu kommen und seine Fülle zu bestaunen.Die Gemeinschaft der Glaubenden zu suchen und mit ihr im Dialog zu bleiben ist ebenso eine gute Gelegenheit, im Kreis Gleichgesinnter neue Perspektiven zu finden und die persönliche Suche intensiver zu machen.Achtsamkeit und innere Einkehr ist ein weiterer, sehr wichtiger Schritt, um auf das eigene Herz und Gewissen zu achten, in Kontakt zu sich selbst zu kommen und zu spüren, dass ich diesen großen Gott auch im Universum meiner unsterblichen Seele finde.Das Göttliche findet sich auch in Menschen, die mir auf dem Lebensweg begegnen. Da gilt die Zusage aus der Bibel: "Gott erschuf den Menschen als sein Ebenbild."Und es braucht Geduld und Offenheit. Der Gott meiner Kindheit war der Gott dieser Zeit. Mein und ich denke auch Ihr Gottesbild hat sich im Laufe des Lebens sehr stark gewandelt.Und manchmal ist es anstrengend zu spüren, dass MEIN Gott anders ist als ich bisher dachte. Es bleibt eine spannende Reise, dieses "Gott suchen".
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Jetzt bin ich doch tatsächlich mal wieder unterwegs. Seit gestern bin ich in der Benediktinerinnenabtei Varensell zu Gast. Auf der Internetseite, die ich mir natürlich vorher angeschaut habe, sind ein paar wichtige Worte verzeichnet, die ein wenig erklären können, worum es den Schwestern dort geht. Gott suchen, Hören, Bleiben, Wandeln und Leben teilen.Und als ich die einzelnen Begriffe angeklickt habe, entwickelten sie sich auf weißem Grund und gaben einen Satz oder einen Begriff frei.Gott suchen - das Leben birgt ein Geheimnis, sucht so werdet ihr finden du wirst ankommenHören - Stille und Schweigen achtsam, erwartungsvoll leben, hört, und ihr werdet lebenBleiben - stehen zu Gott und zu mir, entschieden und verbindlich leben, euer Ja sei ein JaWandeln - uns wandeln lassen, wachsen in die Freiheit auf Gott zu – mehr und mehrLeben teilen - nicht ohne die anderen, wen willst du lieben, wenn du allein bist? alle gemeinsam zum ewigen LebenIch gebe zu, ich bin jetzt schon beeindruckt und werde Sie in den nächsten Tagen an meinen Eindrücken, Gedanken und Überlegungen teilhaben lassen.Die Schwestern schreiben außerdem auf ihrer Website: "Wir sind Frauen, die Gott suchen. Weil, Gott ist ein Geheimnis. Ihn zu suchen, setzen wir unser Leben ein."Da bekomme ich Gänsehaut. Wann habe ich das zum letzten Mal so explizit gelesen, gedacht, gesagt?Und der Leitspruch der Abtei ist aus dem Matthäusevangelium und lautet:Obviam Christo Domino – Christus, dem Herrn, entgegen.Jetzt haben Sie und ich viele Gedanken, viele Worte, viele Ideen, an denen jede und jeder weiterdenken und beten kann. Nicht nur die Schwestern dort und ihre Gäste.
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Im Glaubensbekenntnis im Sonntagsgottesdienst beten wir immer: "Ich glaube an die heilige, katholische und apostolische Kirche." Heute feiern wir zwei dieser Menschen, auf die dieses Wort von der apostolischen Kirche zurückgeht –Simon und Judas, zwei Apostel Jesu.Wenn man jetzt den Sendungsauftrag der Apostel anschaut, den wir in den Evangelien und der Apostelgeschichte finden, sind es fünf Aufträge. Zum einen die Verkündung des Evangeliums, der frohen Botschaft von Leben, Tod und Auferstehung Jesu. Dann sollen sie Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde, sollen Gemeinschaft gründen und aufbauen und die Glaubenden in ihrem Glauben stärken. Einer der wichtigsten Aufträge an die Apostel war es zu taufen und damit den Kirchen immer neue Mitglieder zuzuführen. Und als letztes könnte man sagen, dass die Apostel die Menschen in den Lehren Jesu unterweisen und ihnen helfen sollten, wie sie als Jünger Jesu leben können.Aber wenn ich mir diese fünf Grundaufträge anschaue, dann wird mir bewusst, dass es auch weiterhin die gültigen Aufträge an uns heutige Christen sind. Das heißt, dass wir nicht nur bekennen und beten sollen, dass wir eine apostolische Kirche sind, sondern dass wir auch tun, was dazu gehört: Evangelium weitergeben im Alltag, Zeugen und Zeuginnen dafür sein, dass es Gott gibt, an der Gemeinschaft der Kirche arbeiten und in ihr leben und arbeiten und feiern und beten, neue Christen gewinnen und taufen und in die Kirche einführen und Angebote schaffen, damit Menschen sehen können, wofür die Christen eintreten und warum.Das Wort Apostel kommt aus dem Griechischen und heißt Apostolos, Bote oder Gesandter. Schon Paulus sagt uns das sehr deutlich im zweiten Brief an die Korinther: "So sind wir nun Gesandte für Christus, als ob Gott durch uns ermahnte; wir bitten an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!" Nehmen wir heute ernst, Bote und Gesandter an Stelle Christi zu sein, wie es Simon und Judas zu Jesu Lebzeiten und danach waren.
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In diesem Monat feiert der Sozialdienst Katholischer Frauen in Olpe das 100-jährige Bestehen. Die Gründerfrauen aus Olpe engagierten sich aus ihrer christlichen Überzeugung und ihrer gesellschaftlichen Stellung heraus für die in Not geratenen Mädchen, Frauen und Kinder besonders in den Zeiten während und nach den beiden Weltkriegen. Sie haben ein soziales Netz geschaffen, das bis heute besteht. Durch die Fachbereiche des Sozialdienstes Katholischer Frauen und des Sozialdienstes Katholischer Männer wurde hier in Olpe der gemeinsame Katholische Sozialdienst gebildet.Heute Nachmittag wird zunächst ein Wortgottesdienst gefeiert um Dank zu sagen: Gott, unter dessen Segen vieles gelingen konnte, den vielen Frauen und Männern, die sich in den vergangenen 100 Jahren engagiert und eingesetzt haben und den heutigen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, die die vielfältigen Dienste für Menschen leisten. Die Gründungsidee des SkF, der 1899 von Agnes Neuhaus in Dortmund ins Leben gerufen worden ist, war, dass es Not- und Konfliktsituationen gibt, von denen Frauen besonders betroffen sind und in denen Frauen anderen Frauen in besonderer Weise helfen können. Diese Idee ist damals wie heute von außerordentlicher Aktualität. Der SkF arbeitet, dem Gründungskonzept folgend, in vielfältigen sozialen Bereichen: Beratung und Hilfe im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe, Beratung und Hilfe für Frauen und Familien in besonderen Belastungssituationen, für psychisch Kranke und Betreuung und für Menschen mit Behinderungen. Aus diesem Anlass findet unter dem Motto "Ein Netz, das trägt" eine Bilderausstellung in der Hl. Geistkirche in Olpe statt. Die Bilder und Texte erzählen aus der Geschichte und der Gegenwart des SKF. Vielleicht haben Sie am Wochenende ja Zeit und Lust, sich diese Ausstellung anzuschauen und sich darüber zu informieren, wie vielleicht auch Sie in Ihrem Umfeld in diesen Anliegen für Mitmenschen tätig sein, für sie beten oder auch mit einer Spende hilfreich sein können.
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Wahrscheinlich haben Sie auch in diesen Tagen in den Nachrichten mitbekommen, dass es auf Kuba mal wieder landesweite Stromausfälle gegeben hat und dann noch ein Tropensturm auf die Insel zusteuert. In diesem kommunistischen Land gibt es ein völlig veraltetes Stromnetz und durch die Planwirtschaft wird es immer schwieriger, diverse Probleme schnell und effektiv zu lösen.Und dann fiel mein Blick auf den heutigen Heiligen. Antonius Maria Claret stammte aus einer armen Weberfamilie in Katalonien, wollte schon mit 12 Jahren Priester werden und hat es trotz vieler Widerstände auch geschafft. Mit gleichgesinnten Priestern gründet er eine Gemeinschaft für Männer, die heute als Claretiner gelten, und auch eine Schwesterngemeinschaft. 1849 wird er zum Erzbischof von Santiago de Cuba ernannt und 1850 geweiht. Im Februar 1851 trifft er auf Kuba ein, wo er Volksmissionen fördert, die Diözese ausbaut und selbst mehrfach in alle Gemeinden gereist ist. Gleichzeitig kümmert er sich auch um die großen sozialen Probleme und schuf zum Beispiel Genossenschaften und Sparkassen. Er kämpfte auch gegen Sklaverei und Rassismus, was ihm Hass und Verfolgung einbringt. Bei einem Attentat 1856 wird er lebensgefährlich verletzt. Nach Spanien zurückgerufen, wirkt er in vielfältiger Weise missionarisch in Madrid. Er war außerdem zuständig für die Ernennung der spanischen Bischöfe. Gleichzeitig förderte er in vielfältiger Weise die Gründung neuer Orden und Gemeinschaften. Wegen seiner vielen Aktivitäten war er wieder häufigen Angriffen und Anfeindungen ausgesetzt.Da ist also jemand, der sich, wie wir alle, seine Zeit und seinen Ort nicht ausgesucht hat und in allen Problemen, Verfolgungen und Attentaten nie daran gedacht hat, seine Berufung und sein Engagement für die Gläubigen und besonders für die Armen aufzugeben. "Die Liebe Christi drängt uns" ist das Leitwort der Claretiner weltweit, die die Treue ihres Gründers in bedrängenden Zeiten auch nach 175 Jahren weiterleben - "Die Liebe Christi drängt uns".
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Wir sind mitten im Oktober und die Älteren unter uns kennen ihn noch als Rosenkranzmonat. Bei einem Kurs im Schwesternalteneim in Drolshagen hat mir eine Schwester von Erlebnissen aus den schweren Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt."Es gab nur selten Strom und außer dem Holz- und Kohleherd in der Küche auch keine Heizung in der Wohnung. Abends im Dunkeln haben meine Mutter, meine Schwester und ich dann in der Küche gesessen. Meine Mutter hat die Feuerklappe am Ofen aufgemacht, damit wir ein bisschen Licht hatten, und dann die Backofentür nach unten aufgeklappt. Da haben wir dann unsere immer kalten Füße draufgelegt und zusammen den Rosenkranz gebetet.Das hat also alles warm gemacht: die Füße auf der Backofenklappe, die Küche und unser Herz und Gemüt. Zusammen zu beten war einfach etwas stark Verbindendes in der Not und hat uns gezeigt, dass meine Mutter in allen schwierigen Situationen immer doch auf Gott vertraut hat. Das hat uns Kinder sehr geprägt. Und außerdem war es schön gemütlich und wir konnten dann aufgewärmt und mit Gottes Segen schlafen gehen."Sie hat diese kleine aber wohl sehr bedeutende Begebenheit mit solch leuchtenden Augen erzählt, dass wir Zuhörerinnen noch sehr genau spüren konnten, was damals diese kleinen Geschwister beeindruckt hat. Zusammen beten schafft innere familiäre Beziehungen und manchmal erzählen Leute noch heute von Episoden, die sehr kurz und sehr eindrücklich waren, weil sie Vater oder Mutter beim Beten erlebt haben. 
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1512 erhielt der Maler Raffael von Papst Julius II. den Auftrag, die Sixtinische Madonna zu malen. Das Werk wurde 1513 vollendet und befindet sich seit 1754 in Dresden. Während des Zweiten Weltkriegs wurde es von Soldaten unter Lebensgefahr geborgen und entging so der Zerstörung. Es gilt als bekanntestes Werk der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister.1978 wurde die Band Electra vom Zentralrat der FDJ der DDR beauftragt, ein musikalisches Werk zum Nationalen Jugendfestival zu schreiben. Es sollte "einen Beitrag leisten, der einen wesentlichen Aspekt unseres gesellschaftlichen Lebens zum Inhalt hat". Und Kurt Demmler schreibt den Text und Electra führt in der Uraufführung im August diesen Song innerhalb der Suite "Sixtinische Madonna" auf.Der Text zu dieser genialen Musik ist sehr erstaunlich, so wie die ganze Entstehungsgeschichte in tiefsten Sozialismuszeiten erstaunlich ist. Da heißt es:"Wie sie schwebt, schwebt über Wolken daher / Da geht der Papst auf die Knie / Und die Blitzgewohnte geblendet sieht fort / Einhält die Artillerie Setzten nicht gar Soldaten ihr Leben ein /Aus Kellernacht und Minen sie zu befrei’n Dass nicht zerstört wird was uns gehört / Uns den Menschen und nicht einem VolkAh, ah herrliche Frau, Himmel und Erde in eins /Ah, ah herrliche Frau, es ist auch unsre FrauWie sie lebt, lebt nicht als Heiligenschein, sondern ist Fleisch und ist Blut /Und geboren zu leben bis das man stirbt /Furchtsam ihr Schritt, doch voll MutHalten nicht wir in Ehren ihr Angesicht / Die wir verstehen, /dass es vom Menschen spricht. Kleinmut und Stolz aus diesem Holz Schuf der Mensch sich am sechsten Tag GottAh, ah herrliche Frau, Himmel und Erde in eins /Ah, ah herrliche Frau, es ist auch unsre Frau"In diesem Rosenkranzmonat Oktober finde ich diese Geschichte und diesen Text als einen interessant anderen Blickwinkel auf die Gottesmutter Maria.

Leben eben

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Einen schönen guten Morgen liebe Domradio-Morgenimpulshörer*innen. Ich freue mich sehr, mit Ihnen wieder in den Tag zu starten mit Gedanken und Texten, mit Gesängen und Psalmen mit Gebeten und Segen.In den drei Monaten meiner Sommerpause war unendlich viel los: die Professfeier meiner Novizin in der Ordensgemeinschaft und das goldene Ordensjubiläum der Generaloberin, die Olympischen Sommerspiele in Paris im Fernsehen und zwölf Tagen Urlaub in meinem geliebten Thüringen, beschäftigt sein mit der Volkskrankheit Rücken, neun Tage Dienstreise in die USA und Konferenz mit Mitschwestern aus drei Kontinenten, vier Tage Reise mit 25 Frauen nach Eisenach und Marburg auf den Spuren der heiligen Elisabeth, von Martin Luther und von Johann Sebastian Bach, Begleitung eines Exerzitienkurses in unserem Mutterhaus, Transitusfeier, also die Feier des Heimgangs des heiligen Franziskus mit 90 Mitmenschen am 3. Oktober, selbst Exerzitien halten für zwölf Mitschwestern in unserem Schwesternaltenheim, 140 Jahre Olper Franziskanerinnen in Bonn-Poppelsdorf feiern, dann 60- und tatsächlich 70-jährige Ordensjubiläen wunderbar feiern, ein Requiem und Beerdigung für eine 95-jährige Mitschwester erleben und so weiter und so fort. Viel Arbeit, viel Gestaltung, viel Vorbereitung, viel Stress, viel Freude, viel Neues, viele Aha-Erlebnisse: Leben eben.Es gab in den vielen Wochen meiner DOMRADIO-Abwesenheit viele Nachfragen, dankbare und vorfreudige Erwartungen und Mails mit guten Wünschen, aber auch böse Vermutungen und Unterstellungen an das DOMRADIO und das böse Bistum, weil sie mich rausgeworfen hätten, was aber überhaupt nicht stimmt. Also auch hier: Leben eben.Und in allem bleibt immer die Aufgabe der Unterscheidung der Geister. Glaube und vertraue ich dem guten Geist und den guten Entscheidungen anderer oder habe ich immer schnell Urteile und Verurteilungen zur Hand. Es bleibt Arbeit und Gebet und Lust auf Glauben, Hoffnung und Liebe und Gotteszukunft bei und mit uns: Leben eben.
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Es gibt so Tage, da braucht man nicht rausgehen am Abend und trotzdem bekommt man mit, dass irgendetwas anders ist als sonst. Gestern Abend spürte man so eine Aufregung in der Stadt und andere Stimmen, Klänge und Düfte. Der Donnerstag vor dem Schützenfest ist hier in Olpe FAHNE HISSEN. Jedes Grundstück hat einen Fahnenmast und da wird am Abend die grünweiße Schützenfahne gehisst. Das dauert ja nur eine Minute, aber gefeiert wird das den ganzen Abend mit Grillparty im Garten mit den Nachbarschaften, mit Musik und fröhlichem Geplauder. Die Stadt ist erfüllt davon und an jeder Ecke hört und sieht man vergnügte Leute, die sich vorfreuen auf das Fest und alle begrüßen, die aus nah und fern zu diesem Fest nach Hause kommen.Bei uns zu Hause in Thüringen gibt es die Kirmes, die eine ebensolche Bedeutung hat. Das Dorf wird auf Vordermann gebracht und geschmückt und der Prozessionsweg für den Sonntag besonders schön zurechtgemacht. Feste zu feiern sind die wunderbaren Gelegenheiten zusammen zu kommen, Gemeinschaft zu erleben, sich des Miteinanders zu versichern. Schon Demokrit, ein griechischer Philosoph aus dem dritten Jahrhundert vor Christus hat den sehr treffenden Satz geprägt:Ein Leben ohne Feste ist wie eine lange Wanderung ohne Einkehr!Ob nun also Schützenfest oder Kirchweih, ob die Großkonzerte von Taylor Swift oder kleine Geburtstagspartys, ob Sommerfest oder Kindergartenabschluss, ob Bundesligastart oder Strandparty, ob Sonntagsgottesdienst oder Tauffeier am Nachmittag, feiern Sie die Feste die vor Ihnen liegen und genießen Sie das Miteinander, den Austausch und die Unbeschwertheit."Unser Leben sei ein Fest" heißt nicht umsonst eins der Lieder im Gotteslob. Feiern wir den Geist Gottes in unsere Mitte, das Wort Jesu, dass uns beschwingt und befreit, die Worte der Wahrheit, die uns Jesus auf den Weg mitgibt. Feiern wir und genießen wir den Sommer!
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Es gibt einen Hymnus für das Morgenlob, den ich sehr gern mag und ihn auch immer mal zwischendurch auswähle. Nicht nur, weil er auch eine schöne Melodie hat und wir ihn gern singen, sondern auch, weil er mir mal ganz klar und deutlich Handlungsanweisungen gibt, aber verbunden mit der Bitte an Gott, mir das möglich zu machen. Öffne meine Augen, Herr,für die Wunder deiner Liebe.  Mit dem Blinden rufe ich:Heiland, mache, dass ich sehe.Öffne, meine Ohren, Herr,für den Anruf meiner Brüder. Lass nicht zu, dass sich mein Herzihrer großen Not verschließe.Öffne meine Hände, Herr,Bettler stehn vor meiner Türe und erwarten ihren Teil.Christus, mache, dass ich teile.Aber wenn ich dann noch ein bisschen müde in der Kapelle sitze und mit dem Gebet anfangen will, beginnt das genauso, wie jetzt der Hymnus: Da muss ich auch erst bitten, dass mir Gott die Lippen öffnet, damit ich überhaupt in der Lage bin ihn zu loben.Im Hymnus bitte ich dann zunächst, dass er mir die Augen öffnet, damit ich überhaupt fähig werde, die Wunder der Herrlichkeit zu sehen, die immer da sind und für die ich oft keinen Blick habe vor lauter Alltagskram. In Städten ist manchmal aufs Straßenpflaster gemalt: Blick heben! Und dann tut man das automatisch. Dann bitte ich um offene Ohren, damit ich mitkriege, wenn jemand auch nur ganz leise flüsternd oder in verklausulierter Sprache um Hilfe bittet.Und dann kann ich um offene Hände bitten, damit ich großzügig geben kann, wenn andere Bittende vor unserer Tür stehen oder eine Mail schicken oder am Telefon ganz kompliziert einen einfachen Wunsch haben.Also bitten wir: Öffne meine Augen, öffne meine Ohren und öffne meine Hände.
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