Podcaster
Episoden
30.01.2026
58 Minuten
KI machte es möglich: Tribute-Songs für den rechtsextremen
Influencer Charlie Kirk tauchten kurz nach dessen Ermordung u.a.
auf Youtube auf und wurden millionenfach gestreamt. Gesungen wurden
diese Fake-Tributes von den gefälschten Stimmen Ed Sheerans, Adeles
oder Eminems. Ist das eine neue Dimension des Kulturkampfes in der
Stars und deren Fans zum Spielball von politischer Propaganda
geraten? Woran liegt es, dass von Künstlern wie Ed Sheeran kaum
eine Reaktion auf den Missbrauch ihrer Stimmen zu vernehmen ist?
Kursiert im Pop womöglich die Angst, den us-amerikanischen Markt zu
verlieren, wenn man sich mit Trump und Co. anlegt?
Sabrina Carpenter scheint davon zumindest nicht befallen zu sein:
"Benutzen sie niemals meine Musik für ihre unmenschliche Agenda",
teilte sie der Einwanderungsbehörde ICE mit, als die ihren Song
"Juno" für einen Clip benutzte, der zeigt, wie Menschen gewaltsam
auf offener Straße festgenommen werden. Der Missbrauch von Musik
hat aber eine viel längere Tradition: Von den Nazis entstellte
Volkslieder, der zur Wahlpropaganda umfunktionierte Pop-Hit oder
die Dauerschleife von Metallica oder AC/DC-Riffs als Folter in
Guantanamo. Doch durch KI und andere Entwicklungen scheinen
Vereinnahmung und Missbrauch von Popkultur immer gängiger zu
werden.
Wie können Künstler*innen sich dagegen zur Wehr setzen? Ist durch
KI eine Art Grauzone entstanden, bei der sich unumstößlich
geglaubte Gegebenheiten wie der Schutz von geistigem Eigentum oder
Identität sich in der Weite des digitalen Raumes auflösen? Über
diese und andere Fragen sprach Goetz Steeger mit: Jenni Zylka -
Schriftstellerin und Journalistin, Robert Rotifer - Journalist und
Musiker und Matthies van Eendenburg - Rechtsanwalt, der
Kunstschaffende und Medienunternehmen vertritt.
(00:00:00) Intro
(01:19) What Have They Done To My Song, Ma
(11:45) Jolene
(19:45) Juno
(24:20) All American Bitch
(28:14) Die Alten Lieder
(31:52) Bella Ciao
(36:12) Life Is Life
(38:13) Leben Heißt Leben
(39:36) Bombtrack
(41:55) Torturin James Het Eld
(48:02) Born In The USA
(53:46) The Universal
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16.01.2026
57 Minuten
Zum Jahresbeginn blickt Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop
auf zwei neue popkulturelle Projekte, die 2026 in Hamburg an den
Start gehen. Glimmer ist der Name eines Clubs, der im Hamburger
Kreativquartier Oberhafen eröffnen wird - in einem ehemaligen
Lokschuppen auf einer Fläche von 548 Quadratmetern. Mit Schwerpunkt
auf Musik und Nachtleben, ergänzt durch Lesungen, Flohmärkte und
Theater. Glimmer-Mitbetreiber Anton Burmester ist ebenso zu Gast im
Studio wie Thomas Harsman von der Karsten Jahnke Konzertdirektion,
seines Zeichens Kurator, Booker und Initiator des Amplifire
Festivals. Dieses neue Open-Air für Rockmusik wird am 7. und 8.
August auf dem Dockville-Gelände in Wilhelmsburg zu erleben sein.
Mit Acts wie Frank Turner, Laura Jane Grace, Rauchen und Still
Talk.
Im Nachtclub Überpop sprechen sie über ihre Ideen und deren
Umsetzung, über Mut und Teamwork, über Herausforderungen und
Vorfreude. Zudem richtet sich der Blick immer wieder auf die
Situation der Musikbranche insgesamt.
(00:00:00) Intro
(02:06) STEAM WALTZ
(14:54) YOU WHA M8
(23:19) Guts
(36:37) ETP
(50:47) Hunting Season
(53:38) Bow Down
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19.12.2025
57 Minuten
Eine Sendung von Birgit Reuther, zu Gast: Anna Wydra (Musikerin)
und Maria Preuß (Journalistin) vom NeNe Netzwerk für
neurodivergente Music Professionals
Bei neurodivergenten Menschen wird das Denken, Fühlen und Handeln
in verschiedenen Formen als abweichend von der Norm erlebt. Sei es
zum Beispiel durch ADHS, Autismus, Tourette, Hochsensibilität,
Legasthenie oder Dyskalkulie. Und Forschungen deuten darauf hin,
dass der kreative Sektor, vor allem die Musikbranche in besonderem
Maße neurodivergente Personen anzieht. Warum ist das so? Welche
Vorteile und Herausforderungen sind damit verbunden? Wie lassen
sich neurodivergente Menschen ganz praktisch stärker in die
Popkultur inkludieren? Und wie kann die Musikbranche womöglich als
Plattform fungieren, um neu auszuloten, was vermeintlich normal ist
und was nicht oder inwiefern diese Maßstäbe überhaupt wichtig
sind?
Darüber spricht Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop beim
Nachtclub ÜberPop mit der studierten Psychologin und Journalistin
Maria Preuß sowie mit der Musikerin Anna Wydra aus Hamburg.
Gemeinsam haben die beiden NeNe gegründet, ein Netzwerk für
neurodivergente Music Professionals.
Mit Musik von Mina Richman, Tori Amos, Anna B Savage, MIMI und Anna
Wydra.
(00:00:00) Intro
(02:32) Nearly To The End
(13:41) My Adderall
(24:01) in FLUX
(34:52) The Things In Between
(42:44) Lonely Motherfucker
(52:31) Silent All These Years
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24.10.2025
59 Minuten
Kinderlieder sind nicht pillepalle - zumindest nicht per se. Sie
verlangen von Musikerinnen und Musikern, gekonnt zu reduzieren.
Einfach, eingängig, wirkungsvoll sollen die Lieder sein - und im
Ideal auch noch tiefgründig. Musik spielt eine wichtige Rolle in
der kindlichen Entwicklung. Sie hilft etwa beim Aneignen von
Sprache, beim Verstehen und Ausdrücken von Gefühlen und sie kann
sogar die Körperkoordination positiv beeinflussen, vorausgesetzt,
man bewegt sich dazu.
In dieser Überpop-Ausgabe gibt es Einblicke in die Theorie und
Praxis des Kinderliedes und Erklärungen, wie Musik auf Kinder
wirkt. Der mit dem Deutschen Kinderliederpreis ausgezeichnete
Musiker Herr Jan und der Musikpädagoge Wilfried Gruhn teilen ihre
Expertise zum Wer, Wie, Was, Der, Die, Das, Wieso, Weshalb und
Warum der Kinderlieder.
(00:00:00) Intro
(01:13) Probier’s mal mit Gemütlichkeit
(09:47) Frühling
(20:38) Grummelbär
(54:51) Wir bauen eine Stadt
(55:48) Gibst du mir Steine
(57:02) Das Feuerwehrlied
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10.10.2025
59 Minuten
Wie lässt sich auch morgen noch von Musik leben? Und wie kann
gemeinsames Musikmachen in Zukunft funktionieren? Zwischen
Bühne und Bürokratie, zwischen introvertiertem Kreativprozess und
extrovertiertem Community-Building – was brauchen Musiker*innen, um
ihre Karrieren langfristig aufzubauen? Was sind Trends und
Tools, Fallstricke und Chancen? Moderatorin Birgit Reuther
alias Biggy Pop nimmt die Hamburger Musikkonferenz Operation Ton
zum Anlass, auf Bedingungen und Perspektiven popkulturellen
Arbeitens zu schauen.
Am 17. und 18. Oktober 2025 findet im Bunker an der Feldstraße die
Future Music Convention Operation Ton statt. Ein Mix aus
Masterclasses, Workshops, Artist-Talks, künstlerischen
Realitätschecks, Networking, Konzerten und DJ-Sets. Mit dem
Ziel: Information, Inspiration, Irritation. Im Fokus stehen
Artists, Produzent*innen, DJs und Bands, Branchenprofis ebenso wie
der Musikszene-Nachwuchs.
Präsentiert wird Operation Ton von RockCity Hamburg.
Geschäftsführerin Andrea Rothaug ist ebenso zu Gast im Studio wie
Musikerin Catharina Boutari aka Puder und Thomas Fitschen,
Künstler*innen-Berater und Versicherungsmakler. Wie lässt sich die
Lust am Kreativprozess mit der Angst vor Finanzfragen vereinbaren?
Was sind organisatorische Must-haves für Musikschaffende? Wie
umgehen mit Panik und Perfektionismus? Und wie lässt sich
künstlerische Solidarität herstellen, um sich kollektiv zu
empowern? Die Profis im Studio geben praxisnahe Antworten und
anregende Einblicke in den künstlerischen Alltag. Und sie blicken
kritisch, konstruktiv und durchaus optimistisch nach vorne.
Mit Musik von Mine, Sera Kalo, Oliver Anthony und Puder.
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Über diesen Podcast
Politik, Gesellschaft, Literatur oder Mode – wie das alles mit
Popmusik in Verbindung steht, darüber sprechen wir mit Gästen aus
dem Kulturbetrieb.
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