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Episoden
12.04.2026
20 Minuten
Christliche Theologen und Geistliche können ins Stammeln geraten bei der Frage „Gibt es Gott?“ Manche retten sich in Umschreibungen, etwa vom „Allmächtigen“ und „Allgütigen“ bis zu Abstraktionen: Gott sei „das Ganze“ oder „die Wahrheit“ oder „die Natur“. Aber bei aller Aufgeklärtheit schleicht sich in unser Leben immer wieder die verlorene Gestalt eines personalen Gottes. Aber wen oder was können wir meinen, wenn wir uns wieder einmal bei einem „Oh Gott“-Ausruf ertappen? Ist er mehr und anderes als die Verinnerlichung schützender und strafender Väter? Oder: ist die Frage falsch gestellt?
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05.04.2026
23 Minuten
Ex oriente lux. Aus dem Orient, aus dem Osten kommt das Licht. Die meisten Kirchen sind geostet, damit sich durch die Altarfenster die Morgensonne bricht. Mehr noch: jeder Sonntags-Gottesdienst will an den Tag des HERRN erinnern, an die Auferstehung Christi. Ostern statt Western. Glaubt das noch jemand? Ja, manchmal stehen wir auf – zur Auferstehung, mitten am Tage, wie es bei der Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz heißt. Doch ist Auferstehung nicht viel mehr? Wie das heute bezeugen? Was sprengt die Fesseln des Todes und unsere Todesangst? Da muss man wohl tief ins Grab schauen.
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03.04.2026
20 Minuten
Kaum eine biblische Gestalt ist so gegensätzlich gedeutet worden wie Maria Magdalena: als Sünderin und Heilige, als Vertraute, ja Geliebte Jesu und als erste Zeugin des Ostermorgens. Der Essay richtet den Blick auf einen früheren Moment. In den Erzählungen vom Karfreitag erscheint Maria Magdalena als eine Frau ohne Stimme, an einem Ort, an dem alle Hoffnung zerbricht. Es lohnt sich, von hier aus die späteren Deutungen dieser Frau zu verfolgen. Und zu fragen, was ihre Präsenz unter dem Kreuz für heute bedeuten könnte. Für eine Zeit, die das Schweigen schwer aushält.
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29.03.2026
20 Minuten
Die Lüge gehört zum Alltag der Menschen. Sie ist ein Manipulationsinstrument, im Großen wie im Kleinen und auch ein Mittel, Macht auszuüben. Andererseits lügt man oft, um andere zu schonen, sie nicht zu verletzen. Aber auch in diesem Fall stellt der Lügner sich über den anderen Menschen. Die Lüge trennt die Menschen und nicht zufällig sagt denn auch Jesus: „Ich bin die Wahrheit“, und entwirft damit das Bild einer Welt ohne Manipulation. Der Essay analysiert die soziale, psychologische und kulturelle Funktion der Lüge und versucht, den spirituellen Kern des achten Gebots herauszuarbeiten.
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22.03.2026
20 Minuten
Alle wollen sie, aber jede und jeder versteht etwas anderes darunter: Freiheit. Ex-Kanzlerin Angela Merkel hat sogar ihre Memoiren so betitelt. Allerdings scheint der Konsens darüber zu schwinden, was Freiheit bedeutet: Ist Freiheit das Recht auf Hassrede? Macht sie Solidarität überflüssig? Rechtfertigt sie die Abwesenheit von Moral? Religiöse Menschen sagen, dass ihr Glaube sie frei mache – obwohl fast jede Religion das Befolgen von Regeln einfordert. Vor 500 Jahren setzten viele Christen ihre Hoffnungen auf persönliche und politische Freiheit auf die Reformation. Was ist davon geblieben?
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Über diesen Podcast
In Essays, Features und Erzählungen stellt die Reihe religiöse und
ethische Grenzfragen der Gegenwart zur Diskussion.
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