Suhrkamp espresso (Video-Podcast) Archiv
60 Episoden
21 Minuten
Die anstehenden Bundestagswahlen rücken brisante Fragen zur Zukunft der Demokratie in den Fokus: Wieso ist der radikalisierte Konservatismus ein prägendes Phänomen unserer Zeit? Woher kommt der inzwischen seit Jahrzehnten währende Absturz der SPD – und gelingt ihr tatsächlich vor der Wahl noch die Kehrtwende? Und wie müsste ein funktionierendes demokratisches Zusammenleben heute überhaupt aussehen? Moderator Max Spallek spricht dazu mit Politikwissenschaftlerin und Publizistin Natascha Strobl, Soziolog:in Sabine Hark und Suhrkamp-Lektor Heinrich Geiselberger.
Natascha Strobl analysiert in ihrem Buch »Radikalisierter Konservatismus« die rhetorischen und politischen Strategien der konservativen Mitte-rechts Parteien in Europa und beschreibt damit ein Phänomen, das auf diese Weise bisher noch nicht zusammenfassend in den Blick genommen wurde.
Seit vielen Jahren lässt sich beobachten, wie die SPD die Beziehung zu ihren Wählerinnen und Wählern verliert. In »Vorwärts oder abwärts?« beschrieb Franz Walter bereits vor zehn Jahren die Ursachen für den Niedergang der Sozialdemokratie, der, so Walter, schon 1973 begann.
In »Gemeinschaft der Ungewählten« entwirft Sabine Hark ein politisches Ethos für ein plurales, demokratisches Zusammenleben. Sie erzählt die Geschichte von Zugehörigkeit und Gleichheit ausgehend von den Leben jener, deren Stimmen sonst unerhört bleiben.
Der Sammelband »Unbedingte Solidarität«, erschienen 2021 im Unrast Verlag, beschäftigt sich mit der Frage, was Solidarität heute bedeutet, was ihr entgegensteht und diskutiert aus unterschiedlichen Perspektiven Beispiele praktizierter Solidarität.
Die Bücher zur Folge:
»Radikalisierter Konservatismus« von Natascha Strobl: http://shrk.vg/Konservatismus-P
»Vorwärts oder abwärts« von Franz Walter: http://shrk.vg/Vorwaerts-P
»Gemeinschaft der Ungewählten« von Sabine Hark: http://shrk.vg/Gemeinschaft-P
»Unbedingte Solidarität«: http://shrk.vg/Solidaritaet-P
Natascha Strobl analysiert in ihrem Buch »Radikalisierter Konservatismus« die rhetorischen und politischen Strategien der konservativen Mitte-rechts Parteien in Europa und beschreibt damit ein Phänomen, das auf diese Weise bisher noch nicht zusammenfassend in den Blick genommen wurde.
Seit vielen Jahren lässt sich beobachten, wie die SPD die Beziehung zu ihren Wählerinnen und Wählern verliert. In »Vorwärts oder abwärts?« beschrieb Franz Walter bereits vor zehn Jahren die Ursachen für den Niedergang der Sozialdemokratie, der, so Walter, schon 1973 begann.
In »Gemeinschaft der Ungewählten« entwirft Sabine Hark ein politisches Ethos für ein plurales, demokratisches Zusammenleben. Sie erzählt die Geschichte von Zugehörigkeit und Gleichheit ausgehend von den Leben jener, deren Stimmen sonst unerhört bleiben.
Der Sammelband »Unbedingte Solidarität«, erschienen 2021 im Unrast Verlag, beschäftigt sich mit der Frage, was Solidarität heute bedeutet, was ihr entgegensteht und diskutiert aus unterschiedlichen Perspektiven Beispiele praktizierter Solidarität.
Die Bücher zur Folge:
»Radikalisierter Konservatismus« von Natascha Strobl: http://shrk.vg/Konservatismus-P
»Vorwärts oder abwärts« von Franz Walter: http://shrk.vg/Vorwaerts-P
»Gemeinschaft der Ungewählten« von Sabine Hark: http://shrk.vg/Gemeinschaft-P
»Unbedingte Solidarität«: http://shrk.vg/Solidaritaet-P
15 Minuten
Wie schaffen wir es, im Rahmen unserer Möglichkeiten besonders effektiv Gutes zu tun? Wieso sind Selbstsorge und Altruismus unweigerlich miteinander verbunden? Und warum ist eine Gesellschaft, die sich permanent selbst optimiert, nicht automatisch eine gute Gesellschaft?
Der Begriff »Effektiver Altruismus«, der maßgeblich von Peter Singer geprägt wurde, beschreibt eine Philosophie und Bewegung, die danach strebt, möglichst effektiv Gutes zu tun – wie zum Beispiel durch Spenden. In seinem Buch »Effektiver Altruismus – Eine Anleitung« zeigt Singer anhand von Fakten und wissenschaftlichen Methoden, welcher gute Zweck der bessere ist.
Kae Tempests erster großer Essay »Verbundensein« ist ein Plädoyer für mehr Selbstsorge, Empathie und Gemeinsinn. Darin fragt sich Tempest, wie eine Gesellschaft aussehen könnte, die nicht von Leistung und Selbstoptimierung, sondern von Nähe und Miteinander geprägt ist und wie uns die Kreativität dabei helfen kann, uns gegenseitig näher zu kommen.
Was hat es eigentlich mit der permanenten Selbstoptimierung in unserer Gesellschaft auf sich? Anja Röcke entwickelt in »Soziologie der Selbstoptimierung« eine Begriffsdefinition dieses weit verbreiteten Phänomens, diskutiert dessen Geschichte und bestimmt die Faktoren, die diese als ambivalentes Phänomen der spätmodernen Gesellschaft ausmachen.
Thomas Alexander Szlezák, einer der berühmtesten Platonforscher Deutschlands, stellt in seinem Buch »Platon – Meisterdenker der Antike« den Denker und Menschen Platon vor, der bekannt ist für seine Thesen über das gute Leben. Das Buch erschien 2020 im Verlag C.H.Beck .
Die Bücher zur Folge
»Effektiver Altruismus – Eine Anleitung« von Peter Singer: http://shrk.vg/EffektiverAltruismus-P
»Verbundensein« von Kae Tempest: http://shrk.vg/Verbundensein-P
»Soziologie der Selbstoptimierung« von Anja Röcke: http://shrk.vg/Selbstoptimierung-P
»Platon – Meisterdenker der Antike« von Thomas Alexander Szlezák: http://shrk.vg/Platon-P
Der Begriff »Effektiver Altruismus«, der maßgeblich von Peter Singer geprägt wurde, beschreibt eine Philosophie und Bewegung, die danach strebt, möglichst effektiv Gutes zu tun – wie zum Beispiel durch Spenden. In seinem Buch »Effektiver Altruismus – Eine Anleitung« zeigt Singer anhand von Fakten und wissenschaftlichen Methoden, welcher gute Zweck der bessere ist.
Kae Tempests erster großer Essay »Verbundensein« ist ein Plädoyer für mehr Selbstsorge, Empathie und Gemeinsinn. Darin fragt sich Tempest, wie eine Gesellschaft aussehen könnte, die nicht von Leistung und Selbstoptimierung, sondern von Nähe und Miteinander geprägt ist und wie uns die Kreativität dabei helfen kann, uns gegenseitig näher zu kommen.
Was hat es eigentlich mit der permanenten Selbstoptimierung in unserer Gesellschaft auf sich? Anja Röcke entwickelt in »Soziologie der Selbstoptimierung« eine Begriffsdefinition dieses weit verbreiteten Phänomens, diskutiert dessen Geschichte und bestimmt die Faktoren, die diese als ambivalentes Phänomen der spätmodernen Gesellschaft ausmachen.
Thomas Alexander Szlezák, einer der berühmtesten Platonforscher Deutschlands, stellt in seinem Buch »Platon – Meisterdenker der Antike« den Denker und Menschen Platon vor, der bekannt ist für seine Thesen über das gute Leben. Das Buch erschien 2020 im Verlag C.H.Beck .
Die Bücher zur Folge
»Effektiver Altruismus – Eine Anleitung« von Peter Singer: http://shrk.vg/EffektiverAltruismus-P
»Verbundensein« von Kae Tempest: http://shrk.vg/Verbundensein-P
»Soziologie der Selbstoptimierung« von Anja Röcke: http://shrk.vg/Selbstoptimierung-P
»Platon – Meisterdenker der Antike« von Thomas Alexander Szlezák: http://shrk.vg/Platon-P
14 Minuten
Was können wir gegen die fehlende Gleichberechtigung von Frauen in unserer Sprache, Geschichte und Gesellschaft tun? Wie kann eine feministische Revolution aussehen? Und warum lohnt sich in diesem Kontext ein Blick auf die Protestbewegung in Belarus?
In ihrem Buch »Im Wir und Jetzt« sucht die Schriftstellerin Priya Basil nach ihrer eigenen feministischen Stimme. Dabei verbindet sie persönliche Erfahrungen – insbesondere das Aufwachsen zwischen einer Mutter und einer Großmutter mit grundlegend gegensätzlichen Ansichten – mit einer scharfen Gegenwartsanalyse.
Im direkten Dialog mit dem Denken Simone de Beauvoirs untersucht Manon Garcia in ihrem Buch »Wir werden nicht unterwürfig geboren« die Mechanismen der Selbstunterwerfung von Frauen gegenüber Männern. Denn diese zu verstehen, so Garcias These, ist die notwendige Voraussetzung für jede Emanzipation.
Als Reaktion auf die gefälschten Präsidentschaftswahlen im August 2020 entstand in Belarus eine von Frauen iniziierte, friedliche Protestbewegung. Philosophin und Aktivistin Olga Shparaga beschreibt in ihrem Buch »Die Revolution hat ein weibliches Gesicht – Der Fall Belarus«, wie Frauen auf die Gewaltexzesse des Regimes antworteten und stellt die Ereignisse in den Kontext europäischer und globaler Emanzipationsbewegungen.
Lyrikerin Volha Hapeyeva, 1982 in Minsk geboren, blickt in ihrem Gedichtband »Mutantengarten«, der 2020 in der Edition Thanhäuser erschien, aus einer dezidiert weiblichen Perspektive auf die Politik und Geschichte von Belarus.
Die Bücher zur Folge:
• »Im Wir und Jetzt« von Priya Basil: http://shrk.vg/Basil-P
• »Wir werden nicht unterwürfig geboren« von Manon Garcia: http://shrk.vg/Garcia-P
• »Die Revolution hat ein weibliches Gesicht – Der Fall Belarus« von Olga Shparaga: http://shrk.vg/Shparaga-P
• »Mutantengarten« von Volha Hapeyeva: http://shrk.vg/Mutantengarten-P
In ihrem Buch »Im Wir und Jetzt« sucht die Schriftstellerin Priya Basil nach ihrer eigenen feministischen Stimme. Dabei verbindet sie persönliche Erfahrungen – insbesondere das Aufwachsen zwischen einer Mutter und einer Großmutter mit grundlegend gegensätzlichen Ansichten – mit einer scharfen Gegenwartsanalyse.
Im direkten Dialog mit dem Denken Simone de Beauvoirs untersucht Manon Garcia in ihrem Buch »Wir werden nicht unterwürfig geboren« die Mechanismen der Selbstunterwerfung von Frauen gegenüber Männern. Denn diese zu verstehen, so Garcias These, ist die notwendige Voraussetzung für jede Emanzipation.
Als Reaktion auf die gefälschten Präsidentschaftswahlen im August 2020 entstand in Belarus eine von Frauen iniziierte, friedliche Protestbewegung. Philosophin und Aktivistin Olga Shparaga beschreibt in ihrem Buch »Die Revolution hat ein weibliches Gesicht – Der Fall Belarus«, wie Frauen auf die Gewaltexzesse des Regimes antworteten und stellt die Ereignisse in den Kontext europäischer und globaler Emanzipationsbewegungen.
Lyrikerin Volha Hapeyeva, 1982 in Minsk geboren, blickt in ihrem Gedichtband »Mutantengarten«, der 2020 in der Edition Thanhäuser erschien, aus einer dezidiert weiblichen Perspektive auf die Politik und Geschichte von Belarus.
Die Bücher zur Folge:
• »Im Wir und Jetzt« von Priya Basil: http://shrk.vg/Basil-P
• »Wir werden nicht unterwürfig geboren« von Manon Garcia: http://shrk.vg/Garcia-P
• »Die Revolution hat ein weibliches Gesicht – Der Fall Belarus« von Olga Shparaga: http://shrk.vg/Shparaga-P
• »Mutantengarten« von Volha Hapeyeva: http://shrk.vg/Mutantengarten-P
16 Minuten
Was bedeutet Mannsein heutzutage, was Vatersein? Wieso schadet das Patriarchat nicht nur Frauen, sondern auch Männern? Und was muss sich in der Gesellschaft ändern, um die veralteten Narrative von Heldentum und Männlichkeit zu überwinden?
In elf Erzählungen seziert Rumena Bužarovska in »Mein Mann« verschiedene Mann-Frau-Konstellationen. Gemeinsam ist allen die ernüchterte Sicht der Frauen auf ihre Männer sowie die tiefen Einblicke in das Innenleben, in die Schwächen und psychischen Abgründe der Protagonist:innen.
In »Fast ein Vater« erzählt Alejandro Zambra die Geschichte von Gonzalo, der von seiner Jugendliebe Carla eine zweite Chance bekommt, und damit auch eine neue Aufgabe: Vater sein. Zambra erzählt von der Beziehung zwischen Stiefvater und Stiefsohn und den inneren Kämpfen eines Mannes, der veraltete Narrative von Männlichkeit ablehnt, sie aber selbst noch in sich trägt.
Nora Hespers ist die Enkelin des Widerstandskämpfers Theo Hespers, der von den Nazis gejagt und umgebracht wurde. In ihrem Buch »Mein Opa, sein Widerstand gegen die Nazis und ich« erzählt sie die Geschichte ihres Opas, aber auch die ihres Vaters und ihre eigene – und stellt sich die Frage, was man aus dem Widerstand von damals lernen kann.
JJ Bola sucht in seinem Buch »Sei kein Mann«, das 2020 im Hanser Verlag erschien, Lösungen für eine Gesellschaft, die noch immer von toxischer Männlichkeit dominiert wird. Anhand von Beispielen aus nichtwestlichen Traditionen, aus Popkultur und der LGBTQ+-Community zeigt er, wie vielfältig Männlichkeit eigentlich sein kann.
Die Bücher zur Folge:
• »Mein Mann« von Rumena Bužarovska: http://shrk.vg/MeinMann-P
• »Fast ein Vater« von Alejandro Zambra: http://shrk.vg/FastEinVater-P
• »Mein Opa, sein Widerstand gegen die Nazis und ich« von Nora Hespers: http://shrk.vg/MeinOpa-P
• »Sei kein Mann« von JJ Bola: http://shrk.vg/SeiKeinMann-P
In elf Erzählungen seziert Rumena Bužarovska in »Mein Mann« verschiedene Mann-Frau-Konstellationen. Gemeinsam ist allen die ernüchterte Sicht der Frauen auf ihre Männer sowie die tiefen Einblicke in das Innenleben, in die Schwächen und psychischen Abgründe der Protagonist:innen.
In »Fast ein Vater« erzählt Alejandro Zambra die Geschichte von Gonzalo, der von seiner Jugendliebe Carla eine zweite Chance bekommt, und damit auch eine neue Aufgabe: Vater sein. Zambra erzählt von der Beziehung zwischen Stiefvater und Stiefsohn und den inneren Kämpfen eines Mannes, der veraltete Narrative von Männlichkeit ablehnt, sie aber selbst noch in sich trägt.
Nora Hespers ist die Enkelin des Widerstandskämpfers Theo Hespers, der von den Nazis gejagt und umgebracht wurde. In ihrem Buch »Mein Opa, sein Widerstand gegen die Nazis und ich« erzählt sie die Geschichte ihres Opas, aber auch die ihres Vaters und ihre eigene – und stellt sich die Frage, was man aus dem Widerstand von damals lernen kann.
JJ Bola sucht in seinem Buch »Sei kein Mann«, das 2020 im Hanser Verlag erschien, Lösungen für eine Gesellschaft, die noch immer von toxischer Männlichkeit dominiert wird. Anhand von Beispielen aus nichtwestlichen Traditionen, aus Popkultur und der LGBTQ+-Community zeigt er, wie vielfältig Männlichkeit eigentlich sein kann.
Die Bücher zur Folge:
• »Mein Mann« von Rumena Bužarovska: http://shrk.vg/MeinMann-P
• »Fast ein Vater« von Alejandro Zambra: http://shrk.vg/FastEinVater-P
• »Mein Opa, sein Widerstand gegen die Nazis und ich« von Nora Hespers: http://shrk.vg/MeinOpa-P
• »Sei kein Mann« von JJ Bola: http://shrk.vg/SeiKeinMann-P
19 Minuten
Wie wirkt sich Migration auf die Gesellschaft aus? Welche Erfahrungen machen Migrant:innen auf der Suche nach einer neuen Heimat? Und weshalb wird das Thema seit jeher so gern von Agitatoren instrumentalisiert? In dieser Folge von »Suhrkamp espresso« stellen wir Bücher vor, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit den Themen Flucht und Migration beschäftigen.
In »Falsche Propheten«, einem erstmals 1949 erschienenen Klassiker der politischen Psychologie, analysiert Leo Löwenthal Themen und Techniken politischer Demagogie. Er untersucht dabei, wie faschistische Agitatoren das Unbehagen in der Gesellschaft für ihre Zwecke nutzen und legt dar, weshalb dem Agitator so schwer beizukommen ist. Inwiefern es auch ein Buch für unsere Gegenwart ist, zeigt Carolin Emcke in ihrem Nachwort zu dieser Neuausgabe.
In »Guldenberg« zeichnet Christoph Hein anhand einer Dorfgemeinschaft, in der eine Gruppe minderjähriger Migranten untergebracht wird, exemplarisch das Sittengemälde einer Gesellschaft, die aus den Fugen gerät. Er erzählt von Menschen, die sich als Opfer sehen und dabei zu Tätern werden und von Rassismus, wie er uns jeden Tag und überall begegnet.
»Kleiner Bruder – Die Geschichte meiner Suche« von Ibrahima Balde und Amets Arzallus erzählt die wahre Geschichte der Suche des in Guinea geborenen Ibrahima nach seinem jüngeren Bruder. Das Buch gewährt die Innenansicht einer Fluchterfahrung von Westafrika nach Europa.
Carolin Emcke analysiert in ihrem 2021 im S. Fischer Verlag erschienen »Journal« sowohl auf persönlicher als auch auf politischer Ebene das Pandemiejahr 2020. Dabei geht sie auf die nationalistischen Reflexe Europas wie auf die autoritäre Verführung ein, die vom Corona-Virus ausgeht.
Die Bücher zur Folge:
• »Falsche Propheten« von Leo Löwenthal: http://shrk.vg/FalschePropheten-P
• »Guldenberg« von Christoph Hein: http://shrk.vg/Guldenberg-P
• »Kleiner Bruder« von Ibrahima Balde: http://shrk.vg/KleinerBruder-P
• »Journal« von Carolin Emcke: http://shrk.vg/JournalEmcke-P
In »Falsche Propheten«, einem erstmals 1949 erschienenen Klassiker der politischen Psychologie, analysiert Leo Löwenthal Themen und Techniken politischer Demagogie. Er untersucht dabei, wie faschistische Agitatoren das Unbehagen in der Gesellschaft für ihre Zwecke nutzen und legt dar, weshalb dem Agitator so schwer beizukommen ist. Inwiefern es auch ein Buch für unsere Gegenwart ist, zeigt Carolin Emcke in ihrem Nachwort zu dieser Neuausgabe.
In »Guldenberg« zeichnet Christoph Hein anhand einer Dorfgemeinschaft, in der eine Gruppe minderjähriger Migranten untergebracht wird, exemplarisch das Sittengemälde einer Gesellschaft, die aus den Fugen gerät. Er erzählt von Menschen, die sich als Opfer sehen und dabei zu Tätern werden und von Rassismus, wie er uns jeden Tag und überall begegnet.
»Kleiner Bruder – Die Geschichte meiner Suche« von Ibrahima Balde und Amets Arzallus erzählt die wahre Geschichte der Suche des in Guinea geborenen Ibrahima nach seinem jüngeren Bruder. Das Buch gewährt die Innenansicht einer Fluchterfahrung von Westafrika nach Europa.
Carolin Emcke analysiert in ihrem 2021 im S. Fischer Verlag erschienen »Journal« sowohl auf persönlicher als auch auf politischer Ebene das Pandemiejahr 2020. Dabei geht sie auf die nationalistischen Reflexe Europas wie auf die autoritäre Verführung ein, die vom Corona-Virus ausgeht.
Die Bücher zur Folge:
• »Falsche Propheten« von Leo Löwenthal: http://shrk.vg/FalschePropheten-P
• »Guldenberg« von Christoph Hein: http://shrk.vg/Guldenberg-P
• »Kleiner Bruder« von Ibrahima Balde: http://shrk.vg/KleinerBruder-P
• »Journal« von Carolin Emcke: http://shrk.vg/JournalEmcke-P
17 Minuten
Sie haben großen Einfluss auf uns, bleiben aber für die meisten von uns unsichtbar: Nahezu jeden Tag begegnen wir Algorithmen, ob es uns bewusst ist oder nicht. Doch wie weit reicht die Macht der Algorithmen? Sind wir auf dem Weg in einen digitalen Monopolkapitalismus? Und was passiert, wenn die KI nicht mehr nur für logische, sondern auch für kreative Prozesse genutzt wird?
Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt analysieren in ihrem gleichnamigen Buch das Phänomen der »Influencer« und zeigen, warum sie als Sozialfiguren symptomatisch für Abstiegsgesellschaft und Spätkapitalismus sind, für welche Ideologien die Werbekörper stehen, wie Influencer rückwärtsgewandte Rollenbilder, Konsumismus und rigide Körpernormen propagieren – und damit einem konservativen Backlash Vorschub leisten.
Adrian Daub ist Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Stanford University und kennt das Silicon Valley aus nächster Nähe. In seinem Essay Was das Valley denken nennt gibt er einen aufschlussreichen Einblick in die Ideengeschichte eines Orts, der gerne so tut, als hätten seine Ideen keine Geschichte.
Hanno Rauterberg nimmt in seinem Essay Die Kunst der Zukunft die Kreativität im Zeitalter ihrer technischen Reproduzierbarkeit in den Blick. Dabei geht es weniger darum, wie kreativ künstliche Intelligenz ist, als darum, was es über uns Menschen aussagt, dass wir von einer kreativen künstlichen Intelligenz träumen.
In seinem Buch Plattform-Kapitalismus, das 2018 in der Hamburger Edition auf Deutsch erschien, thematisiert Nick Srnicek aus US-amerikanischer Sicht die digitale Transformation des Kapitalismus und die durch monopolistische Unternehmen vorangetriebene Entwicklung von digitalen Plattformen als neues Geschäftsmodell.
Die Bücher zur Folge:
• »Influencer« von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt: http://shrk.vg/Influencer-P
• »Was das Valley denken nennt« von Adrian Daub: http://shrk.vg/Valley-P
• »Die Kunst der Zukunft« von Hanno Rauterberg: http://shrk.vg/KunstZukunft-P
• »Plattform-Kapitalismus« von Nick Srnicek: http://shrk.vg/Srnicek-P
Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt analysieren in ihrem gleichnamigen Buch das Phänomen der »Influencer« und zeigen, warum sie als Sozialfiguren symptomatisch für Abstiegsgesellschaft und Spätkapitalismus sind, für welche Ideologien die Werbekörper stehen, wie Influencer rückwärtsgewandte Rollenbilder, Konsumismus und rigide Körpernormen propagieren – und damit einem konservativen Backlash Vorschub leisten.
Adrian Daub ist Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Stanford University und kennt das Silicon Valley aus nächster Nähe. In seinem Essay Was das Valley denken nennt gibt er einen aufschlussreichen Einblick in die Ideengeschichte eines Orts, der gerne so tut, als hätten seine Ideen keine Geschichte.
Hanno Rauterberg nimmt in seinem Essay Die Kunst der Zukunft die Kreativität im Zeitalter ihrer technischen Reproduzierbarkeit in den Blick. Dabei geht es weniger darum, wie kreativ künstliche Intelligenz ist, als darum, was es über uns Menschen aussagt, dass wir von einer kreativen künstlichen Intelligenz träumen.
In seinem Buch Plattform-Kapitalismus, das 2018 in der Hamburger Edition auf Deutsch erschien, thematisiert Nick Srnicek aus US-amerikanischer Sicht die digitale Transformation des Kapitalismus und die durch monopolistische Unternehmen vorangetriebene Entwicklung von digitalen Plattformen als neues Geschäftsmodell.
Die Bücher zur Folge:
• »Influencer« von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt: http://shrk.vg/Influencer-P
• »Was das Valley denken nennt« von Adrian Daub: http://shrk.vg/Valley-P
• »Die Kunst der Zukunft« von Hanno Rauterberg: http://shrk.vg/KunstZukunft-P
• »Plattform-Kapitalismus« von Nick Srnicek: http://shrk.vg/Srnicek-P
17 Minuten
Lyrik gilt vielen als die Königsdisziplin der Literatur. Vier Gedichtbände, die es zu entdecken lohnt, stellt Max Spallek im Gespräch mit dem Lyriker und Übersetzer Steffen Popp und der Lektorin Martina Wunderer in dieser Folge von Suhrkamp espresso vor.
Der Gedichtband Das ist hier der Fall, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Steffen Popp und Monika Rinck, versammelt ausgewählte Gedichte aus dem umfassenden Werk von Elke Erb – angefangen mit den ersten Arbeiten bis hin zu ihren jüngsten Gedichten.
Der zweisprachige Gedichtband No Art von Ben Lerner wurde von Steffen Popp in Zusammenarbeit mit Monika Rinck ins Deutsche übertragen. Der Band zeigt das breite Spektrum lyrischer Formate, das Lerner beherrscht und kontinuierlich weiterentwickelt: das zerstörte Sonett, das poetische Denkbild, die gestisch verschobene Elegie.
Juliane Liebert, Journalistin und freie Autorin, hat mit lieder an das große nichts ihren ersten Lyrikband im Suhrkamp Verlag veröffentlicht. Ihre Gedichte verorten sich zwischen Popkultur und der Tradition des literarischen Sprechens, sind emotional und persönlich, ohne dabei ins Kitschige zu driften.
In über 80 Gedichten geht Dana Ranga in Cosmos! der Frage nach, was Menschen in den Weltraum treibt, was sie dort erleben und was sie vor, während und nach der Reise empfinden. Der Gedichtband erschien 2020 im Verlag Matthes & Seitz Berlin.
Die Bücher der Folge:
Elke Erb, Das ist hier der Fall: http://shrk.vg/FallErb-P
Ben Lerner, No Art: http://shrk.vg/NoArt-P
Juliane Liebert, lieder an das große nichts: http://shrk.vg/LiebertLieder-P
Dana Ranga, Cosmos!: http://shrk.vg/RangaCosmos-P
Der Gedichtband Das ist hier der Fall, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Steffen Popp und Monika Rinck, versammelt ausgewählte Gedichte aus dem umfassenden Werk von Elke Erb – angefangen mit den ersten Arbeiten bis hin zu ihren jüngsten Gedichten.
Der zweisprachige Gedichtband No Art von Ben Lerner wurde von Steffen Popp in Zusammenarbeit mit Monika Rinck ins Deutsche übertragen. Der Band zeigt das breite Spektrum lyrischer Formate, das Lerner beherrscht und kontinuierlich weiterentwickelt: das zerstörte Sonett, das poetische Denkbild, die gestisch verschobene Elegie.
Juliane Liebert, Journalistin und freie Autorin, hat mit lieder an das große nichts ihren ersten Lyrikband im Suhrkamp Verlag veröffentlicht. Ihre Gedichte verorten sich zwischen Popkultur und der Tradition des literarischen Sprechens, sind emotional und persönlich, ohne dabei ins Kitschige zu driften.
In über 80 Gedichten geht Dana Ranga in Cosmos! der Frage nach, was Menschen in den Weltraum treibt, was sie dort erleben und was sie vor, während und nach der Reise empfinden. Der Gedichtband erschien 2020 im Verlag Matthes & Seitz Berlin.
Die Bücher der Folge:
Elke Erb, Das ist hier der Fall: http://shrk.vg/FallErb-P
Ben Lerner, No Art: http://shrk.vg/NoArt-P
Juliane Liebert, lieder an das große nichts: http://shrk.vg/LiebertLieder-P
Dana Ranga, Cosmos!: http://shrk.vg/RangaCosmos-P
15 Minuten
Mit welchen Themen beschäftigt sich junge Literatur? Wie greifen die Autor:innen Fragen nach Identitäts- und Sinnsuche auf und welche Ausdrucksformen nutzen sie dafür? Und welche Rolle spielt die Realität in ihren Texten?
Anhand der Bücher von Mischa Mangel, Jakob Nolte, Niña Weijers und Mary MacLane gewähren wir in dieser Folge Suhrkamp espresso einen Einblick in Inhalte und Formen junger Literatur.
Die Bücher der Folge:
Mischa Mangel, Ein Spalt Luft: http://shrk.vg/SpaltLuft-P
Jakob Nolte, Kurzes Buch über Tobias: http://shrk.vg/BuchTobias-P
Niña Weijers, Ich. Sie. Die Frau. http://shrk.vg/IchSieDieFrau-P
Mary MacLane, Ich erwarte die Ankunft des Teufels: http://shrk.vg/AnkunftDesTeufels
Anhand der Bücher von Mischa Mangel, Jakob Nolte, Niña Weijers und Mary MacLane gewähren wir in dieser Folge Suhrkamp espresso einen Einblick in Inhalte und Formen junger Literatur.
Die Bücher der Folge:
Mischa Mangel, Ein Spalt Luft: http://shrk.vg/SpaltLuft-P
Jakob Nolte, Kurzes Buch über Tobias: http://shrk.vg/BuchTobias-P
Niña Weijers, Ich. Sie. Die Frau. http://shrk.vg/IchSieDieFrau-P
Mary MacLane, Ich erwarte die Ankunft des Teufels: http://shrk.vg/AnkunftDesTeufels
17 Minuten
Die Liebe lenkt und leitet unser Leben – kein Wunder also, dass sie zentrales Thema zahlreicher Bücher ist. Neben literarischen Werken, die sich mit der romantischen Liebe beschäftigen, wird sie auch aus wissenschaftlicher Perspektive untersucht. Doch kann man dieses größte aller Gefühleüberhaupt theoretisch erfassen, ohne seine Magie zu zerstören? Welche Formen der Liebe gibt es? Und wie hat sie sich im Laufe der Zeit gewandelt? In dieser Folge Suhrkamp espresso stellen wir Bücher vor, die sich in literarischer und theoretischer Form sowie anhand von Fotografien mit dem Gefühl der Liebe zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten auseinandersetzen.
Eva Illouz ist eine der wichtigsten Wissenschaftlerinnen, wenn es darum geht, das Mysterium der Liebe zu erforschen. Seit zwei Jahrzehnten beschäftigt sie sich mit der Frage, wie der Konsumkapitalismus und die Kultur der Moderne unser Gefühls- und Liebesleben transformiert haben. In Gefühle in Zeiten des Kapitalismus (2007) prägt Illouz den Begriff des »emotionalen Kapitalismus« und zeigt dessen unterschiedliche gesellschaftliche Ausformungen. In Warum Liebe weh tut betrachtet Illouz die Schattenseite der Liebe. Sie zeigt, inwiefern der Liebesschmerz wesentlich von den gesellschaftlichen Bedingungen der jeweiligen Zeit geprägt wird und wie sich das heutige Liebesleiden von dem in vormodernen Zeiten unterscheidet.
Isaac Bashevis Singer (1902-1991), Nobelpreisträger und Dichter jiddischer Sprache, erzählt in den Bänden Old Love und Ein Tag des Glücks kurze Geschichten über die Liebe, Lust und Leidenschaft – von den ersten Momenten des Glücks, über Eifersucht bis zu ihren traurigen Enden.
Der Bildband LOVING – Männer, die sich lieben, herausgegeben vom New Yorker Ehepaar Hugh Nini und Neal Treadwell, gewährt Einblicke in bisher unbekannte Fotografien von homosexuellen Paaren in der Zeit zwischen 1850 und 1950. Die Fotos zeigen die Liebe als ein universelles Gefühl – zu verschiedenen Zeiten und in all ihren Facetten.
In dem Buch Sarahs Gesetz, das 2018 im S. Fischer Verlag erschien, erzählt Silvia Bovenschen von ihrer Lebensgefährtin, der Malerin Sarah Schumann. Es ist die Hommage an eine außergewöhnliche Frau und die Geschichte einer liebevollen Freundschaft.
Die Bücher der Folge:
Eva Illouz, Gefühle in Zeiten des Kapitalismus – Adorno Vorlesungen 2004: http://shrk.vg/Illouz-Gefuehle-P
Eva Illouz, Warum Liebe weh tut: http://shrk.vg/Illouz-LiebeWehTut-P
Isaac Bashevis Singer, Old Love: Geschichten von der Liebe: http://shrk.vg/Singer-OldLove-P
Isaac Bashevis Singer, Ein Tag des Glücks: Geschichten von der Liebe: http://shrk.vg/Singer-TagDesGluecks-P
Neal Treadwell, Hugh Nini (Hg.), LOVING: Männer, die sich lieben – Fotografien von 1850-1950: http://shrk.vg/LOVING-P
Silvia Bovenschen, Sarahs Gesetz: http://shrk.vg/SarahsGesetz-P
Eva Illouz ist eine der wichtigsten Wissenschaftlerinnen, wenn es darum geht, das Mysterium der Liebe zu erforschen. Seit zwei Jahrzehnten beschäftigt sie sich mit der Frage, wie der Konsumkapitalismus und die Kultur der Moderne unser Gefühls- und Liebesleben transformiert haben. In Gefühle in Zeiten des Kapitalismus (2007) prägt Illouz den Begriff des »emotionalen Kapitalismus« und zeigt dessen unterschiedliche gesellschaftliche Ausformungen. In Warum Liebe weh tut betrachtet Illouz die Schattenseite der Liebe. Sie zeigt, inwiefern der Liebesschmerz wesentlich von den gesellschaftlichen Bedingungen der jeweiligen Zeit geprägt wird und wie sich das heutige Liebesleiden von dem in vormodernen Zeiten unterscheidet.
Isaac Bashevis Singer (1902-1991), Nobelpreisträger und Dichter jiddischer Sprache, erzählt in den Bänden Old Love und Ein Tag des Glücks kurze Geschichten über die Liebe, Lust und Leidenschaft – von den ersten Momenten des Glücks, über Eifersucht bis zu ihren traurigen Enden.
Der Bildband LOVING – Männer, die sich lieben, herausgegeben vom New Yorker Ehepaar Hugh Nini und Neal Treadwell, gewährt Einblicke in bisher unbekannte Fotografien von homosexuellen Paaren in der Zeit zwischen 1850 und 1950. Die Fotos zeigen die Liebe als ein universelles Gefühl – zu verschiedenen Zeiten und in all ihren Facetten.
In dem Buch Sarahs Gesetz, das 2018 im S. Fischer Verlag erschien, erzählt Silvia Bovenschen von ihrer Lebensgefährtin, der Malerin Sarah Schumann. Es ist die Hommage an eine außergewöhnliche Frau und die Geschichte einer liebevollen Freundschaft.
Die Bücher der Folge:
Eva Illouz, Gefühle in Zeiten des Kapitalismus – Adorno Vorlesungen 2004: http://shrk.vg/Illouz-Gefuehle-P
Eva Illouz, Warum Liebe weh tut: http://shrk.vg/Illouz-LiebeWehTut-P
Isaac Bashevis Singer, Old Love: Geschichten von der Liebe: http://shrk.vg/Singer-OldLove-P
Isaac Bashevis Singer, Ein Tag des Glücks: Geschichten von der Liebe: http://shrk.vg/Singer-TagDesGluecks-P
Neal Treadwell, Hugh Nini (Hg.), LOVING: Männer, die sich lieben – Fotografien von 1850-1950: http://shrk.vg/LOVING-P
Silvia Bovenschen, Sarahs Gesetz: http://shrk.vg/SarahsGesetz-P
21 Minuten
Suhrkamp espresso mal anders: Für diese Spezialfolge haben wir unsere Lektorinnen und Lektoren und unseren Verleger Jonathan Landgrebe gebeten, heimliche und weniger heimliche Klassiker vorzustellen, die man unbedingt gelesen haben sollte. Wir haben tief in die Schatztruhe gegriffen, fast in Vergessenheit geratene Meisterwerke gefunden und sicherlich auch den einen oder anderen großen Klassiker, der schon bekannt sein dürfte.
Die Jahre von Annie Ernaux ist ein moderner Klassiker, der 2008 erstmals in Frankreich erschien. In dem Buch erkundet die große französische Autorin das eigene Selbst und stellt dabei anhand von Fotografien, Liedzeilen und Werbeanzeigen bestimmte Episoden aus ihrem Leben in einen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang.
Auf der Plaça del Diamant von Mercè Rodoreda ist ein Klassiker der katalanischen Literatur, in dem die Lebensgeschichte der jungen Frau Colometa geschildert wird, die im Spanischen Bürgerkrieg ihren Mann verliert und dadurch gezwungen ist, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen.
Im Dezember 1991 erkrankte Isabel Allendes Tochter Paula schwer und fiel ins Koma. Das Schicksal ihrer Tochter wurde für lsabel Allende zur schwersten Prüfung ihres Lebens. Um die Hoffnung nicht zu verlieren, schrieb sie, der Tochter zur Erinnerung um sich selbst zur Tröstung, mit Paula ihr persönlichstes und intimstes Buch.
In Eine Jugend erzählt Patrick Modiano die Geschichte eines jungen Paares Mitte der sechziger Jahre. Nachdem beide auf schwere Zeiten zurückblicken, in denen sie von Menschen ausgenutzt wurden, fassen sie eine Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändern wird.
Ein Baum wächst in Brooklyn von Betty Smith erschien 1943 in den USA und eroberte die Bestsellerlisten im Sturm. Der Roman über ein Mädchen, das gegen alle Hindernisse anliest, ist eine Geschichte erfüllt von Lebenslust und Kraft, beseelt von der Euphorie über das Sein.
Der historische Roman Die Verlobten von Alessandro Manzoni, erstmals erschienen im Jahr 1827, erzählt vor dem Hintergrund einer politisch bewegten Zeit die Geschichte eines Liebespaars im Jahr 1630 in Mailand, deren Heirat durch Intrigen, Kriege, Aufstände und die Pest über Jahre verhindert wird.
In Wittgensteins Neffe schildert Thomas Bernhard auf ungewohnt warmherzige Weise die Freundschaft zu Paul Wittgenstein und führt dabei seine Autobiographie, die Beschreibung seiner Kindheit und Jugend in fünf Bänden, weiter in die Jahre 1967 bis 1979.
1984, der dystopische Klassiker von George Orwell, in dem er das düstere Szenario eines totalitären Überwachungsstaats zeichnet, wurde von Eike Schönfeld in ein neues und zeitgemäßes Deutsch übersetzt.
Tante Julia und der Schreibkünstler gilt als einer der berühmtesten Romane der lateinamerikanischen Literatur. Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa erzählt in dem Buch eine rasante Liebes- und Gesellschaftskomödie voll lebensklugem Witz.
In Die Autonauten auf der Kosmobahn beschreiben Carol Dunlop und ihr Mann Julio Cortázar, die zu dem Zeitpunkt bereits sterbenskrank sind, ihre letzte Reise mit dem VW-Bus von Paris nach Marseille.
Stadt der Engel, das letzte große Buch der 2011 verstorbenen Christa Wolf, erzählt in einer Art autobiographischer Prosa von einem Menschenleben, das drei deutschen Staats- und Gesellschaftsformen standhält, von einer Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und von der Kunst, sich zu erinnern.
Die Bücher der Folge:
Annie Ernaux, Die Jahre:
Die Jahre von Annie Ernaux ist ein moderner Klassiker, der 2008 erstmals in Frankreich erschien. In dem Buch erkundet die große französische Autorin das eigene Selbst und stellt dabei anhand von Fotografien, Liedzeilen und Werbeanzeigen bestimmte Episoden aus ihrem Leben in einen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang.
Auf der Plaça del Diamant von Mercè Rodoreda ist ein Klassiker der katalanischen Literatur, in dem die Lebensgeschichte der jungen Frau Colometa geschildert wird, die im Spanischen Bürgerkrieg ihren Mann verliert und dadurch gezwungen ist, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen.
Im Dezember 1991 erkrankte Isabel Allendes Tochter Paula schwer und fiel ins Koma. Das Schicksal ihrer Tochter wurde für lsabel Allende zur schwersten Prüfung ihres Lebens. Um die Hoffnung nicht zu verlieren, schrieb sie, der Tochter zur Erinnerung um sich selbst zur Tröstung, mit Paula ihr persönlichstes und intimstes Buch.
In Eine Jugend erzählt Patrick Modiano die Geschichte eines jungen Paares Mitte der sechziger Jahre. Nachdem beide auf schwere Zeiten zurückblicken, in denen sie von Menschen ausgenutzt wurden, fassen sie eine Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändern wird.
Ein Baum wächst in Brooklyn von Betty Smith erschien 1943 in den USA und eroberte die Bestsellerlisten im Sturm. Der Roman über ein Mädchen, das gegen alle Hindernisse anliest, ist eine Geschichte erfüllt von Lebenslust und Kraft, beseelt von der Euphorie über das Sein.
Der historische Roman Die Verlobten von Alessandro Manzoni, erstmals erschienen im Jahr 1827, erzählt vor dem Hintergrund einer politisch bewegten Zeit die Geschichte eines Liebespaars im Jahr 1630 in Mailand, deren Heirat durch Intrigen, Kriege, Aufstände und die Pest über Jahre verhindert wird.
In Wittgensteins Neffe schildert Thomas Bernhard auf ungewohnt warmherzige Weise die Freundschaft zu Paul Wittgenstein und führt dabei seine Autobiographie, die Beschreibung seiner Kindheit und Jugend in fünf Bänden, weiter in die Jahre 1967 bis 1979.
1984, der dystopische Klassiker von George Orwell, in dem er das düstere Szenario eines totalitären Überwachungsstaats zeichnet, wurde von Eike Schönfeld in ein neues und zeitgemäßes Deutsch übersetzt.
Tante Julia und der Schreibkünstler gilt als einer der berühmtesten Romane der lateinamerikanischen Literatur. Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa erzählt in dem Buch eine rasante Liebes- und Gesellschaftskomödie voll lebensklugem Witz.
In Die Autonauten auf der Kosmobahn beschreiben Carol Dunlop und ihr Mann Julio Cortázar, die zu dem Zeitpunkt bereits sterbenskrank sind, ihre letzte Reise mit dem VW-Bus von Paris nach Marseille.
Stadt der Engel, das letzte große Buch der 2011 verstorbenen Christa Wolf, erzählt in einer Art autobiographischer Prosa von einem Menschenleben, das drei deutschen Staats- und Gesellschaftsformen standhält, von einer Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und von der Kunst, sich zu erinnern.
Die Bücher der Folge:
Annie Ernaux, Die Jahre:
17 Minuten
Laufen und Alleinsein – manchmal braucht es nicht mehr als das, um den Kopf freizubekommen von der Überzahl an Bildern, die sich jeden Tag in uns ansammeln. Die Bewegung in der Natur belebt Körper und Geist und zeigt uns, dass wir auch mit weniger auskommen, uns mit weniger zufrieden geben können. Was aber ist es noch, das uns am Gehen so glücklich macht?
Robert Moor reiste sieben Jahre lang rund um den Globus, beschritt große Routen ebenso wie schmale Cherokee-Pfade. In seinem Buch Wo wir gehen begibt er sich auf die Suche nach dem Ursprung und der Entstehung von Wegen und verbindet dabei seine eigenen Erlebnisse mit Erkenntnissen aus Wissenschaft, Geschichte und Philosophie.
Ausgehend von den Abenteuern, die er auf seinen Reisen erlebt hat, zeigt Erling Kagge in seinem Buch Philosophie für Abenteurer in siebzehn reich bebilderten Kapiteln wie wir nicht nur abenteuerliche Expeditionen, sondern auch die Abenteuer des alltäglichen Lebens meistern können, indem wir uns auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist.
Sigrid Damm, bekannt für ihre Biographien von Personen aus der Weimarer Klassik, schreibt in ihrem Buch Wandern – ein stiller Rausch eine Hommage an die Natur Lapplands, an die Langsamkeit und an das einsame Gehen in der Natur.
Im Roman Der Sommer im Garten meiner Mutter, der 2020 im bilgerverlag erschien, erzählt Ariela Sarbacher, wie sich Mutter und Tochter im Angesicht einer unheilbaren Krankheit in einem kurzen, aber intensiven Sommer voneinander verabschieden.
Die Bücher der Folge:
Robert Moor, Wo wir gehen: http://shrk.vg/WoWirGehen-P
Erling Kagge, Philosophie für Abenteurer: http://shrk.vg/PhilosophieFuerAbenteurer-P
Sigrid Damm, Wandern – ein stiller Rausch: http://shrk.vg/Wandern-P
Ariela Sarbacher, Der Sommer im Garten: http://shrk.vg/SommerImGarten-P
Robert Moor reiste sieben Jahre lang rund um den Globus, beschritt große Routen ebenso wie schmale Cherokee-Pfade. In seinem Buch Wo wir gehen begibt er sich auf die Suche nach dem Ursprung und der Entstehung von Wegen und verbindet dabei seine eigenen Erlebnisse mit Erkenntnissen aus Wissenschaft, Geschichte und Philosophie.
Ausgehend von den Abenteuern, die er auf seinen Reisen erlebt hat, zeigt Erling Kagge in seinem Buch Philosophie für Abenteurer in siebzehn reich bebilderten Kapiteln wie wir nicht nur abenteuerliche Expeditionen, sondern auch die Abenteuer des alltäglichen Lebens meistern können, indem wir uns auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist.
Sigrid Damm, bekannt für ihre Biographien von Personen aus der Weimarer Klassik, schreibt in ihrem Buch Wandern – ein stiller Rausch eine Hommage an die Natur Lapplands, an die Langsamkeit und an das einsame Gehen in der Natur.
Im Roman Der Sommer im Garten meiner Mutter, der 2020 im bilgerverlag erschien, erzählt Ariela Sarbacher, wie sich Mutter und Tochter im Angesicht einer unheilbaren Krankheit in einem kurzen, aber intensiven Sommer voneinander verabschieden.
Die Bücher der Folge:
Robert Moor, Wo wir gehen: http://shrk.vg/WoWirGehen-P
Erling Kagge, Philosophie für Abenteurer: http://shrk.vg/PhilosophieFuerAbenteurer-P
Sigrid Damm, Wandern – ein stiller Rausch: http://shrk.vg/Wandern-P
Ariela Sarbacher, Der Sommer im Garten: http://shrk.vg/SommerImGarten-P
18 Minuten
Für die einen gilt der Kapitalismus als Quelle des Wohlstands und des Fortschritts, andere wiederum kritisieren die Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten, die das Wirtschaftssystem mit sich bringt. Wie zukunftsfähig ist der entfesselte globale Kapitalismus? Und wie entsteht überhaupt Kapital?
Kapital ist das bestimmende Merkmal moderner Volkswirtschaften, doch die meisten Menschen haben keine Ahnung, woher es tatsächlich kommt. Die Juristin Katharina Pistor erzählt in ihrem Buch Der Code des Kapitals die Geschichte der rechtlichen Schöpfung des Kapitals von der frühen Neuzeit bis ins digitale Zeitalter der Bitcoins. Dabei zeigt sie, wie das Recht Reichtum und Ungleichheit schafft – und liefert ganz nebenbei auch eine verständliche Erklärung, was in der Weltfinanzkrise 2008 bei Lehman Brothers eigentlich schiefgelaufen ist.
Branko Milanović untersucht in Kapitalismus global die Zukunftsfähigkeit von zwei Ausprägungen des Kapitalismus: dem liberalen, rechtsstaatlichen und dem autoritären. Dabei untersucht er die Spannungen, denen unser Wirtschaftssystem ausgesetzt ist und erklärt, weshalb der liberale Kapitalismus die Oberhand gewinnen muss, um eine gerechtere Welt zu ermöglichen.
Welche persönlichen Motive hinter dem Vorantreiben des Kapitalismus stehen können und wie sich die Schattenseiten des Systems im Leben einzelner Menschen manifestieren, zeigt Christoph Nußbaumeders Roman Die Unverhofften. Das Sozialepos erzählt die Geschichte einer Unternehmerdynastie und skizziert dabei die Entwicklung der Wirtschaftsordnung im Nachkriegsdeutschland bis hin zum entfesselten Neoliberalismus des beginnenden 21. Jahrhunderts.
Angefangen bei der Erfindung des Kredits erzählt David Graeber in seinem Buch Schulden. Die ersten 5000 Jahre, das 2012 bei Klett-Cotta erschien, die Geschichte der Menschheit als eine Geschichte der Schulden.
Die Bücher der Folge:
Katharina Pistor, Der Code des Kapitals: http://shrk.vg/CodeDesKapitals-P
Branko Milanović, Kapitalismus global: http://shrk.vg/KapitalismusGlobal-P
Christoph Nußbaumeder, Die Unverhofften: http://shrk.vg/Unverhofften-P
David Graeber, Schulden. Die ersten 5000 Jahre: http://shrk.vg/Schulden-P
Kapital ist das bestimmende Merkmal moderner Volkswirtschaften, doch die meisten Menschen haben keine Ahnung, woher es tatsächlich kommt. Die Juristin Katharina Pistor erzählt in ihrem Buch Der Code des Kapitals die Geschichte der rechtlichen Schöpfung des Kapitals von der frühen Neuzeit bis ins digitale Zeitalter der Bitcoins. Dabei zeigt sie, wie das Recht Reichtum und Ungleichheit schafft – und liefert ganz nebenbei auch eine verständliche Erklärung, was in der Weltfinanzkrise 2008 bei Lehman Brothers eigentlich schiefgelaufen ist.
Branko Milanović untersucht in Kapitalismus global die Zukunftsfähigkeit von zwei Ausprägungen des Kapitalismus: dem liberalen, rechtsstaatlichen und dem autoritären. Dabei untersucht er die Spannungen, denen unser Wirtschaftssystem ausgesetzt ist und erklärt, weshalb der liberale Kapitalismus die Oberhand gewinnen muss, um eine gerechtere Welt zu ermöglichen.
Welche persönlichen Motive hinter dem Vorantreiben des Kapitalismus stehen können und wie sich die Schattenseiten des Systems im Leben einzelner Menschen manifestieren, zeigt Christoph Nußbaumeders Roman Die Unverhofften. Das Sozialepos erzählt die Geschichte einer Unternehmerdynastie und skizziert dabei die Entwicklung der Wirtschaftsordnung im Nachkriegsdeutschland bis hin zum entfesselten Neoliberalismus des beginnenden 21. Jahrhunderts.
Angefangen bei der Erfindung des Kredits erzählt David Graeber in seinem Buch Schulden. Die ersten 5000 Jahre, das 2012 bei Klett-Cotta erschien, die Geschichte der Menschheit als eine Geschichte der Schulden.
Die Bücher der Folge:
Katharina Pistor, Der Code des Kapitals: http://shrk.vg/CodeDesKapitals-P
Branko Milanović, Kapitalismus global: http://shrk.vg/KapitalismusGlobal-P
Christoph Nußbaumeder, Die Unverhofften: http://shrk.vg/Unverhofften-P
David Graeber, Schulden. Die ersten 5000 Jahre: http://shrk.vg/Schulden-P
16 Minuten
Ob reale Geschichten oder fantastische Welten: Der Buchmarkt hält herausragende aktuelle wie zeitlose Jugendbücher bereit, deren außergewöhnliche, mutige und vor allem unvergessliche Protagonistinnen es zu entdecken gilt. Einige stellen wir in dieser Ausgabe von Suhrkamp espresso vor.
Sharon Cameron erzählt in ihrem Roman Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete, basierend auf einer wahren Geschichte, die sich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in Polen ereignete, von Stefania, die von 1943 bis 1944 dreizehn Menschen auf ihrem Dachboden vor den Nazis versteckte und ihnen so das Leben rettete.
Amelie Thoma, die Übersetzerin der Spiegelreisenden-Saga von Christelle Dabos, spricht über die französische Autorin, ihre vierbändige Saga und die Übersetzungsarbeit an den Büchern. Die Reihe handelt von der jungen Ophelia, die in der fantastischen Welt der Archen lebt und ganz besondere Fähigkeiten hat: Sie kann Gegenstände lesen und durch Spiegel reisen. Die vier Bücher begleiten Ophelia auf ihren Abenteuern, bei denen es um nichts Geringeres geht als die Lösung aller Rätsel und die Rettung der Welt der Archen.
Momo, der beliebte Kinder- und Jugendbuchklassiker von Michael Ende, der 1973 erstmalig im Thienemann Verlag erschien, handelt von einem kleinen Mädchen, das die Menschen vor Zeitdieben rettet.
Die Bücher der Folge:
Sharon Cameron, Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete: http://insel.vg/Cameron-Maedchen-P
Christelle Dabos, Die Spiegelreisende: http://insel.vg/Spiegelreisende-P
Michael Ende, Momo: http://insel.vg/Momo-P
Sharon Cameron erzählt in ihrem Roman Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete, basierend auf einer wahren Geschichte, die sich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in Polen ereignete, von Stefania, die von 1943 bis 1944 dreizehn Menschen auf ihrem Dachboden vor den Nazis versteckte und ihnen so das Leben rettete.
Amelie Thoma, die Übersetzerin der Spiegelreisenden-Saga von Christelle Dabos, spricht über die französische Autorin, ihre vierbändige Saga und die Übersetzungsarbeit an den Büchern. Die Reihe handelt von der jungen Ophelia, die in der fantastischen Welt der Archen lebt und ganz besondere Fähigkeiten hat: Sie kann Gegenstände lesen und durch Spiegel reisen. Die vier Bücher begleiten Ophelia auf ihren Abenteuern, bei denen es um nichts Geringeres geht als die Lösung aller Rätsel und die Rettung der Welt der Archen.
Momo, der beliebte Kinder- und Jugendbuchklassiker von Michael Ende, der 1973 erstmalig im Thienemann Verlag erschien, handelt von einem kleinen Mädchen, das die Menschen vor Zeitdieben rettet.
Die Bücher der Folge:
Sharon Cameron, Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete: http://insel.vg/Cameron-Maedchen-P
Christelle Dabos, Die Spiegelreisende: http://insel.vg/Spiegelreisende-P
Michael Ende, Momo: http://insel.vg/Momo-P
17 Minuten
Vom Thriller bis zur Detektivgeschichte, von zart bis hart: Das Genre der Kriminalliteratur ist beeindruckend vielseitig – vier ausgewählte Bücher stellen wir in dieser Folge Suhrkamp espresso vor.
Umfrage & Gewinnspiel zu unserem Video-Podcast: https://www.suhrkamp.de/umfrage
In Tim MacGabhanns Thriller Der erste Tote recherchiert der Journalist Andrew nach dem Tod seines Partners und Lovers die Geschichte von Julían Gallardo, einem jungen Umweltaktivisten, der ermordet wurde. Damit bringt er nicht nur Polizei, Militär und Kartelle gegen sich auf… In Dark von Candice Fox machen sich eine verurteilte Mörderin, eine talentierte Diebin, eine skrupellose Gangsterin und eine desillusionierte Ermittlerin auf die Suche nach einem verschwundenen Mädchen. In der Todeszelle sitzt währenddessen der Bankräuber und Mörder Fishback und zieht die Fäden. Killerin Fiona und Dandy-Betrüger Bill, die beiden Protagonisten in Nick Kolakowskis Thriller Love & Bullets, sind das ideale Liebespaar. Als sich Bill von New Yorker Gangstern ein paar Millionen »borgt«, was er wohl lieber hätte bleiben lassen sollen, müssen die beiden fliehen wie einst Bonnie & Clyde. Mit Realismus, einer saftigen Portion Gewalt und dem ihm eigenen Humor entführt Un-Su Kim den Leser in seinem Krimi Heißes Blut, der kürzlich in der deutschen Übersetzung im Europa Verlag erschien, mitten ins südkoreanische Gangstermilieu.
Die Bücher der Folge:
Tim MacGabhann, Der erste Tote: http://shrk.vg/DerErsteTote-P
Candice Fox, Dark: http://shrk.vg/Dark-P
Nick Kolakowski, Love & Bullets: http://shrk.vg/LoveAndBullets-P
Un-Su Kim, Heißes Blut: http://shrk.vg/Blut-P
Umfrage & Gewinnspiel zu unserem Video-Podcast: https://www.suhrkamp.de/umfrage
In Tim MacGabhanns Thriller Der erste Tote recherchiert der Journalist Andrew nach dem Tod seines Partners und Lovers die Geschichte von Julían Gallardo, einem jungen Umweltaktivisten, der ermordet wurde. Damit bringt er nicht nur Polizei, Militär und Kartelle gegen sich auf… In Dark von Candice Fox machen sich eine verurteilte Mörderin, eine talentierte Diebin, eine skrupellose Gangsterin und eine desillusionierte Ermittlerin auf die Suche nach einem verschwundenen Mädchen. In der Todeszelle sitzt währenddessen der Bankräuber und Mörder Fishback und zieht die Fäden. Killerin Fiona und Dandy-Betrüger Bill, die beiden Protagonisten in Nick Kolakowskis Thriller Love & Bullets, sind das ideale Liebespaar. Als sich Bill von New Yorker Gangstern ein paar Millionen »borgt«, was er wohl lieber hätte bleiben lassen sollen, müssen die beiden fliehen wie einst Bonnie & Clyde. Mit Realismus, einer saftigen Portion Gewalt und dem ihm eigenen Humor entführt Un-Su Kim den Leser in seinem Krimi Heißes Blut, der kürzlich in der deutschen Übersetzung im Europa Verlag erschien, mitten ins südkoreanische Gangstermilieu.
Die Bücher der Folge:
Tim MacGabhann, Der erste Tote: http://shrk.vg/DerErsteTote-P
Candice Fox, Dark: http://shrk.vg/Dark-P
Nick Kolakowski, Love & Bullets: http://shrk.vg/LoveAndBullets-P
Un-Su Kim, Heißes Blut: http://shrk.vg/Blut-P
19 Minuten
Umfrage & Gewinnspiel: www.suhrkamp.de/umfrage
In vielen Ländern lässt sich in jüngster Zeit eine zunehmende Polarisierung der Gesellschaft beobachten und gerade 2020 wird in vielerlei Hinsicht als Krisenjahr in Erinnerung bleiben. Wie aber lassen sich gespaltene Gesellschaften wieder zusammenführen? Woran erkennt man, dass sich eine demokratische Gesellschaft in der Krise befindet? Und was kann Literatur in Zeiten von Krisen ausrichten?
In Krisen der Demokratie gibt Adam Przeworski einen Überblick über die gegenwärtige politische Lage in den gefestigten Demokratien der Welt, stellt sie in den Kontext historischer Fälle, in denen demokratische Regime scheiterten und untergingen, und spekuliert über die Zukunftsaussichten dieser Regierungsform. Die Welt und wir von Jedediah Purdy untersucht die von politischen Spaltungen geprägte US-amerikanische Gesellschaft. Dort stehen sich Liberale gegenüber, die sich für den Klimaschutz und gegen Rassismus und Sexismus engagieren und Menschen, die Donald Trump feiern und die das politische Establishment bekämpfen. Seit dem Beginn der Kämpfe in der Ostukraine hat Serhij Zhadan keine Herausforderung gescheut, um sich eine starke lyrische Stimme zu erarbeiten, die einer vom Krieg gezeichneten, zerfallenden Gesellschaft Trost spenden möchte. In seinem Gedichtband Antenne gedenkt er auch seines verstorbenen Vaters, er findet einen Ton, um über die Unvermeidlichkeit des Todes und den Schmerz der Liebe zu sprechen – und über die Trauer. Dmitri Strozew, einer der wichtigsten belarussischen Gegenwartslyriker, erkundet in seinem Gedichtband staub tanzend, der 2020 im hochroth Verlag erschien, Themen wie das schwere Erbe des 20. Jahrhunderts, existenzielle Glaubensfragen und die Kritik an der orthodoxen Kirche, aber auch Liebe und Familienbande.
Die Bücher der Folge:
Adam Przeworski, Krisen der Demokratie: http://shrk.vg/KrisenDerDemokratie-P
Jedediah Purdy, Die Welt und wir – Politik im Anthropozän: http://shrk.vg/DieWeltUndWir-P
Serhij Zhadan, Antenne: http://shrk.vg/Antenne-P
Dmitri Strozew, staub tanzend: http://shrk.vg/StaubTanzend-P
In vielen Ländern lässt sich in jüngster Zeit eine zunehmende Polarisierung der Gesellschaft beobachten und gerade 2020 wird in vielerlei Hinsicht als Krisenjahr in Erinnerung bleiben. Wie aber lassen sich gespaltene Gesellschaften wieder zusammenführen? Woran erkennt man, dass sich eine demokratische Gesellschaft in der Krise befindet? Und was kann Literatur in Zeiten von Krisen ausrichten?
In Krisen der Demokratie gibt Adam Przeworski einen Überblick über die gegenwärtige politische Lage in den gefestigten Demokratien der Welt, stellt sie in den Kontext historischer Fälle, in denen demokratische Regime scheiterten und untergingen, und spekuliert über die Zukunftsaussichten dieser Regierungsform. Die Welt und wir von Jedediah Purdy untersucht die von politischen Spaltungen geprägte US-amerikanische Gesellschaft. Dort stehen sich Liberale gegenüber, die sich für den Klimaschutz und gegen Rassismus und Sexismus engagieren und Menschen, die Donald Trump feiern und die das politische Establishment bekämpfen. Seit dem Beginn der Kämpfe in der Ostukraine hat Serhij Zhadan keine Herausforderung gescheut, um sich eine starke lyrische Stimme zu erarbeiten, die einer vom Krieg gezeichneten, zerfallenden Gesellschaft Trost spenden möchte. In seinem Gedichtband Antenne gedenkt er auch seines verstorbenen Vaters, er findet einen Ton, um über die Unvermeidlichkeit des Todes und den Schmerz der Liebe zu sprechen – und über die Trauer. Dmitri Strozew, einer der wichtigsten belarussischen Gegenwartslyriker, erkundet in seinem Gedichtband staub tanzend, der 2020 im hochroth Verlag erschien, Themen wie das schwere Erbe des 20. Jahrhunderts, existenzielle Glaubensfragen und die Kritik an der orthodoxen Kirche, aber auch Liebe und Familienbande.
Die Bücher der Folge:
Adam Przeworski, Krisen der Demokratie: http://shrk.vg/KrisenDerDemokratie-P
Jedediah Purdy, Die Welt und wir – Politik im Anthropozän: http://shrk.vg/DieWeltUndWir-P
Serhij Zhadan, Antenne: http://shrk.vg/Antenne-P
Dmitri Strozew, staub tanzend: http://shrk.vg/StaubTanzend-P