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Total Sozial! Archiv

325 Episoden
28 Minuten
Kurze Sätze, keine Fremdwörter und bebilderte Arbeitsschritte. Das Kochbuch "Einfach Kochen", das die Offene Behinderten-Arbeit (OBA) der Münchner Caritas gerade herausgebracht hat, hat mit einem normalen Kochbuch wenig zu tun. "Wir wollen zum Beispiel Menschen mit Lernschwierigkeiten Informationen eigenständig zugänglich machen und ihnen damit mehr Selbstständigkeit ermöglichen“, sagt Gudrun Behrens, die das Kochbuch mitinitiiert hat. Dafür orientiert sich das Buch an den Regeln der "leichten Sprache". Wie gut das funktioniert, das hat "Total Sozial" getestet. Außerdem spricht Thorsten Lotze vom Verein "Netzwerk leichte Sprache" darüber, wie die Regeln für leichte Sprache entstanden sind und Anne Leichtfuß erzählt, wie sie Deutschlands erste Simultanübersetzerin für leichte Sprache wurde.
33 Minuten
Gut fünf Jahre ist es jetzt her, seit Bundeskanzlerin Angela Merkel den berühmten Satz "Wir schaffen das" gesagt hat. Damals waren täglich tausende Geflüchtete auch am Münchner Hauptbahnhof angekommen. Die Caritas hat seitdem viel zu tun gehabt. Asylberatung, Koordination von Ehrenamtlichen und jede Menge Hilfen bei der Integration. Zum 5. Jahrestag schauen wir heute mal zurück und ziehen eine Bilanz. Dazu hat Brigitte Strauß mit dem Caritasdirektor des Erzbistums München und Freising, Georg Falterbaum, zwei geflüchteten Frauen, einer Asylsozialberaterin und einem Anwalt geredet. Und da geht´s auch darum, warum eine Syrerin so gerne Latein in Deutschland gelernt hat.
30 Minuten
Salate und Dressings sind Erkans Spezialgebiet. Der 29-Jährige ist Beikoch beim Caterer "Hoch47", der zum Adelgundenheim der Katholischen Jugendfürsorge KJF gehört. Durch seine Behinderung hat er unter anderem auch Probleme beim Rechnen, was ihm das Arbeiten in vielen Küchen erschweren würde. Beim dem KJF-Caterer wird ihm aber bei seinen Schwächen geholfen, zugleich versucht man, seine Stärken zu fördern.
29 Minuten
Als Andrea Thiele am 1. April die kommissarische Leitung des Caritasressorts im Erzbischöflichen Ordinariat übernahm, befand sich Bayern gerade etwas mehr als eine Woche im Lockdown. Zugleich waren sie und Ihre sozialen Verbände in der Krise besonders gefordert. Im "Total Sozial"-Interview berichtet Andrea Thiele, wie sie das erste halbe Jahr als Ressortchefin unter Extrembedingungen erlebt hat. Außerdem spricht sie von ihrem Ziel, Frauen in den Verbänden während ihrer Amtszeit den Rücken zu stärken.
23 Minuten
Auf der Straße Bier oder anderen Alkohol trinken: Nicht nur während Corona wird das kontrovers diskutiert. Am Münchner Hauptbahnhof gilt bereits seit mehr als einem Jahr ein 24-stündiges Alkoholverbot. Wer trinken will, muss dafür woanders hin oder nach Hause. Für Obdachlose ist das ein Problem. Die Caritas betreibt deshalb seit letztem Winter das Begegnungszentrum D3 in der Dachauer Straße. „Das Grundkonzept von diesem Begegnungszentrum ist sehr niederschwellig", sagt Einrichtungsleiter Winfried Gehensel. Die Menschen können dort Kaffee und Biert trinken, duschen oder Wäsche waschen. Sie können einfach "sein", sagt Gehensel. In Total Sozial sprechen wir darüber, warum das Alkoholverbot diesen Aufenthaltsraum nötig machte und wie die Bilanz nach einem Jahr Alkoholverbot am Hauptbahnhof aussieht.
28 Minuten
Ein Sprichwort sagt: Essen hält Leib und Seele zusammen. In vielen Kulturen ist das Essen wichtiger Bestandteil von Feiern und Festen. Essen ist Emotion. Für essgestörte Menschen ist Essen – oder auch Nicht-Essen - ein Ventil für Emotionen. In dieser Podcast Folge erklärt Eva Hitzler, Leiterin der Fachambulanz für Essstörungen bei der Caritas in München, wie ihr Team den Betroffenen einer Essstörung hilft. Und sie berichtet von ihren Erfahrungen und Erlebnissen, zum Beispiel einem 11-Jährigen, der nichts mehr gegessen hat, weil er einen Waschbrettbauch haben wollte. In Deutschland zeigt etwa ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen Symptome einer Essstörung. Die Caritas hilft diesen Betroffenen – zum Beispiel durch Einzel- und Gruppentherapie, aber auch durch Ernährungsberatung. Es geht darum, die Essstörung akut zu bekämpfen, aber auch langfristig den Betroffenen ins normale Leben zurück zu helfen. So wie auch Carolin und Lisa, zwei Betroffene, die Sie im Podcast kennen lernen werden. Die Gruppe der Caritas ist für die beiden Frauen ein geschützter Raum, in dem sie alles sagen können – und Mut schöpfen.
34 Minuten
Die dritte Stufe des Bundesteilhabegesetzes ist jetzt seit einem halben Jahr in Kraft. Der Gedanke dahinter ist, dass Menschen mit Behinderung die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden soll. Brigitte Strauß war im Einrichtungsverbund Steinhöring. Dort leben und arbeiten Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung. Für sie hat sich der Umfang der Leistungen bisher nicht verändert. Die Betreuung war dort nämlich immer schon gut. Aber: Das Geld, das die öffentliche Hand für die Arbeit ausgibt, fließt jetzt anders. Was das für die Betroffenen bedeutet, erzählen die Einrichtungsleiterin, eine Mutter, der Verwaltungsleiter und ein Bewohner. Und die kommen einstimmig zu dem Urteil: da ist ein neues Bürokratiemonster geboren worden.
26 Minuten
Jeden Abend fliegt sie: Die Möwe Jonathan, der Tee-Bus der Schwestern und Brüder vom heiligen Benedikt Labre. Seit mehr als 30 Jahren versorgt er Obdachlose in München jeden Abend mit belegten Broten, Tee – und bei Bedarf – einem neuen Paar Socken. Auch während der Corona-Krise haben sich die freiwilligen Helfer nicht ausbremsen lassen, denn sie wussten, dass ihre Hilfe auch im Frühling und Sommer gebraucht wird. „Total Sozial“ hat die Helfer bei einer ihrer Fahrten begleitet und mit Menschen von der Straße über die Corona-Zeit gesprochen.
25 Minuten
Gefühlt ist dieses Schuljahr ja schon lange zu Ende. Aber tatsächlich dauert es noch eine Woche, bis die Sommerferien beginnen. Zeit also, mal zu schauen, wie die Schüler das wohl merkwürdigste Schuljahr des Jahrtausends überstanden haben. Wolfgang Goß ist Schulsozialarbeiter der Caritas. Er arbeitet an einer Mittelschule in München. Wie er den Lockdown erlebt hat und welche Sorgen er sich jetzt um seine Schülerinnen und Schüler macht, das erzählt er in dieser Folge.
24 Minuten
Das Besondere an dem Verein ist, dass fast alle Beraterinnen und Gruppenleiter ebenfalls verwaiste Eltern sind und sich deswegen gut in die Betroffenen einfühlen können. Die Angebote reichen von der Akutbegleitung „Primi Passi“, bei der Eltern in den ersten Tagen nach dem Tod des Kindes betreut werden, bis zu Gruppentherapien mit anderen Betroffenen. Für diese Ausgabe von Total Sozial hat Moderator Lukas Schöne mit Gabriele Zandler gesprochen. Sie hat vor über vier Jahren ihren Sohn bei einem Skiunfall verloren, sie musste das Unglück aus nächster Nähe mit ansehen. Sie und ihr inzwischen verstorbener Mann haben bei den Verwaisten Eltern schnelle Hilfe und Geborgenheit erfahren. Besonders dankbar ist Gabriele Zandler Freya von Stülpnagel, die ebenfalls im Studio zu Gast war. Sie ist seit 20 Jahren bei den Verwaisten Eltern, im Vorstand aktiv und leitet eine Gruppe für Eltern, die ihr Kind durch Suizid verloren haben. Auch ihr Sohn nahm sich vor 20 Jahren das Leben. Sie weiß, dass es ein langer Prozess ist, wieder ins Leben zurückzufinden. Und genau dabei will sie die betroffenen Eltern unterstützen. Wie das konkret aussieht, das erzählt sie in dieser Sendung.
27 Minuten
Ende 2014 kam Azad Miah als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach München. Heute ist er 22 Jahre alt und hervorragend integriert. Das verdankt er vor allem der Katholischen Jugendfürsorge KJF, in deren Erstaufnahmeeinrichtung er damals unterkam. Auch wenn er dort nur einige Monate war, blieb die Beziehung zur KJF und vor allem zu Andreas Seefried, seinem Erstbetreuer dort, bestehen. Als der Verband zu Beginn der Coronakrise mit dem Maskenmangel zu kämpfen hatte, organisierte Azad kurzerhand selbstständig mehr als 1.000 Masken aus seinem Heimatland Bangladesch - von seinem eigenen Geld. In der neuesten Ausgabe von "Total Sozial" erzählt Azad, was ihn motiviert hat, der KJF während Corona zu helfen. Gemeinsam mit Andreas Seefreid erinnert er sich außerdem an seine ersten Schritte in Deutschland und erzählt von seiner Flucht, die ihn über Libyen und Italien schließlich nach München führte.
26 Minuten
Bus und Bahnfahren, für die meisten Menschen ist das ganz alltäglich und problemlos machbar. Menschen mit einer Behinderung haben es da aber nicht so leicht – der Bus und Bahnbegleitservice des Katholischen Männerfürsorgevereins München hilft ihnen. An fünf Tagen die Woche von 8-18 Uhr sind die 24 Männer und Frauen des Begleitdienstes im Einsatz. Für die Klienten ist der Dienst kostenlos. Dabei wird aber nicht nur den Menschen mit Behinderung geholfen. Für die Begleiter selbst bedeutet der Job einen Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit. Beim Bus und Bahnbegleitservice soll ihnen ein beruflicher Neuanfang ermöglicht werden.
26 Minuten
Aufgrund von Corona gilt Distanz neuerdings zumindest theoretisch als Zeichen der Nähe. In der Praxis ist das aber gar nicht so leicht umzusetzen und besonders herausfordernd ist Social Distancing in der Arbeit mit Behinderten. Für „Total Sozial“ geht es diese Woche in das Monsignore-Bleyer-Haus in Pasing, wo die Corona Pandemie den Alltag von Bewohnern und Mitarbeitern massiv verändert hat. In den Wohn- und Werkstätten der Einrichtung, die das katholische Jugendsozialwerk München in Pasing betreibt, arbeiten normalerweise mehr als 400 Menschen, durch Corona steht die Produktion jetzt aber größtenteils still. Auch die Förderstätte, wo Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen beschäftigt werden, musst schließen. Stattdessen müssen externe Beschäftigte zuhause bleiben und die Bewohner des hauseigenen Wohnheims müssen dort plötzlich rund um die Uhr betreut werden. Für Mitarbeiter und Bewohner eine gewaltige Herausforderung.
32 Minuten
In München und Umgebung gibt es mehrere Betreuungsvereine. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) und das Katholische Jugendsozialwerk (KJSW) haben zwei davon. Sie beraten ältere und kranke Menschen und deren Angehörige bei rechtlichen Fragen. Vermögens- und Gesundheitsvorsorge, Versicherungen, Behördengänge und Wohnungsangelegenheiten gehören genauso dazu wie die Frage nach Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten. Schwierige Themen also, mit denen die Haupt- und Ehrenamtlichen in den Betreuungsvereinen zu tun haben. In dieser Ausgabe von Total Sozial sprechen sie darüber. Außerdem berichtet Renate Kallenberger, die von Angela Wieser (SKF) betreut wird, wie wichtig das für sie ist. "Sie ist mein Schutzengel. Ich habe vollstes Vertrauen zu ihr."