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Total Sozial! Archiv

325 Episoden
26 Minuten
In Deutschland gibt es die Krankenversicherungspflicht. So soll die medizinische Grundversorgung für jeden gesichert sein. Doch es gibt Menschen, die sind nicht krankenversichert. Geflüchtete ohne Aufenthaltsstatus zum Beispiel, aber auch Deutsche, die die Beiträge nicht mehr zahlen können. Die Malteser haben ein Angebot, bei dem sie Erstuntersuchungen und Notfallversorgungen in solchen Fällen übernehmen. Lukas Schöne hat die Praxis in München besucht.
25 Minuten
Zwei Sozialarbeiterinnen sind an der St. Nikola Mittelschule in Landshut für Schüler und Lehrer bei allen möglichen Problemen und Sorgen ansprechbar. Zu Ulrike Brunnbauer und Corinna Ostermeier kommen Mädchen und Jungen, die aggressiv sind und Streit suchen, die Probleme zu Hause haben, die in einem schwierigen Umfeld aufwachsen. Denn: Die St. Nikola Schule ist eine Brennpunktschule. Etwa 80 der 250 Schülerinnen und Schüler suchen mindestens einmal im Schuljahr die Hilfe der JAS. Natürlich gibt es auch die Fälle, wo die JAS an ihre Grenzen stößt: Wenn die Eltern sich quer stellen zum Beispiel. Aber oft können Ostermeier und Brunnbauer ihren Schützlingen helfen und sind Vertrauenspersonen. Eine Schülerin sagt: „Ich kann hier alles erzählen!“
26 Minuten
Das können zum Beispiel Suizidgedanken, Beziehungsprobleme und psychische Erkrankungen sein. Gespräche in der Nacht sind dabei eine besondere Herausforderung. Moderator Lukas Schöne hat den Leiter der Telefonseelsorge, Alexander Fischhold, bei einer Nachtschicht begleitet und schildert seine Eindrücke. Da so eine Nachtschicht natürlich sehr anstrengend ist und die Anrufer jederzeit Vorrang haben, ist Alexander Fischhold auch noch ausgeruht im Studio, um allgemein über die Telefonseelsorge zu sprechen. Er berichtet, welche Anrufe ihm besonders nahegehen und wie er damit umgeht. Neben ihm als Leiter arbeiten vor allem Ehrenamtliche in der Einrichtung. Etwa 30.000 Anrufe bearbeiten sie pro Jahr. Worum es dabei immer geht: zuhören, ein authentischer Gesprächspartner sein und alle Anliegen ernst nehmen. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr und kostenlos zu erreichen unter: 0800/111 0 222
24 Minuten
Das Haus Bethanien ist ein mehrstöckiges Haus im Münchner Stadtteil Obermenzing. Dort leben 23 Frauen, die meisten im Seniorenalter. Die Bewohnerinnen sind wohnungslos, haben unter anderem durch psychische Probleme oder weil sie Messies waren, ihre frühere Bleibe verloren. Bei Leiterin Marianne Kopietz und ihrem Team aus Sozialpädagoginnen, Pflegerinnen und einer Psychologin finden sie ein neues zuhause und werden rund um die Uhr betreut. Lukas Schöne hat die Einrichtung besucht.
29 Minuten
„Im Moment kommt das Geld noch über die herkömmlichen Spendenformen, aber digitale Möglichkeiten wie Homepage und Social Media gewinnen an Bedeutung“, sagt Julia Schäfer. Sie ist bei der Caritas im Erzbistum München und Freising für das Thema Spenden zuständig. Eine wichtige Rolle spielt dabei immer noch die Haussammlung, die die Caritas zwei Mal im Jahr gemeinsam mit den Pfarreien in der Erzdiözese durchführt. Aber da die Einnahmen hier kontinuierlich zurückgehen, muss die Caritas andere Wege ausprobieren. Entscheidende Stichpunkte sind dabei Fundraising oder Crowdfunding. Was es damit auf sich hat, darüber spricht Lukas Schöne mit Julia Schäfer ausführlich in Total Sozial.
24 Minuten
„Die Hilfe für Geflüchtete ist ein Paradebeispiel, ob wir den christlichen Auftrag verstanden haben.“ Auch Papst Franziskus habe das in einem Brief schön zum Ausdruck gebracht: Die Hilfe für Flüchtende sei exemplarisch für den christlichen Grundauftrag, schreibt der Papst darin. „Nämlich sich dem Nächsten zuzuwenden, die Menschen aus der Einsamkeit zu holen und sich besonders Verletzten zuzuwenden“, ergänzt Boeck. Er arbeitet an diesem Auftrag mit. Lukas Schöne spricht mit ihm über seine Arbeit und auch über den Gegenwind, den er bekommt.
27 Minuten
Knapp 10.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr bei einem Suizid. Also weit mehr als beispielsweise bei Verkehrsunfällen. Trotzdem ist das Thema oft tabuisiert. Das sollte sich ändern, sagen Alexander Fischhold von der Telefonseelsorge und Sybille Löw von der Münchner Insel. Es geht darum, eine Gefährdung frühzeitig zu erkennen, denjenigen anzusprechen und sich professionelle Hilfe zu holen.
23 Minuten
Tagsüber geht es in der Münchner Bahnhofsmission sehr lebhaft zu. Menschen sitzen im Aufenthaltsraum, essen Brote, trinken Tee und ruhen sich aus. Andere warten draußen im Eingangsbereich auf die Beratung bei einer Sozialarbeiterin. Da ist die Frau mit Demenz, die nicht mehr zurück in ihr Heim findet oder der junge Mann, der kein Geld und keinen Schlafplatz hat. Um 21:30 Uhr aber ändert sich das Gesicht der Bahnhofsmission. Die letzten Gäste werden nach draußen gebeten, der Speiseraum leergeräumt und die Eingangstür verschlossen. Nun ist die Bahnhofsmission ein Schutzraum für Frauen, die obdachlos sind, vor häuslicher Gewalt fliehen oder auf Reisen am Bahnhof gestrandet sind. Zwei Ehrenamtliche kümmern sich um sie, geben aber natürlich durch ein Fenster am Eingang weiter Essen und Trinken aus. Wir haben sie eine Nacht lang begleitet.
31 Minuten
Der Fachkräftemangel trifft den sozialen Sektor stark. Das gilt vor allem für die Bereiche Pflege und Erziehung. Wer sich allerdings bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Beispiel der Caritas oder des Katholischen Jugendsozialwerks umhört, merkt schnell, wie gerne sie für die Verbände arbeiten. Sie bestätigen die Dinge, mit denen die Verantwortlichen für neue Arbeitskräfte werben: ein familienfreundliches Umfeld, menschlicher Umgang im Sinne der christlichen Werte und moderne Arbeitsbedingungen.
30 Minuten
Ruth Back ist beim Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) in München für die Personalentwicklung zuständig. „Schwierig“, sei die Personalsituation. Nicht nur beim SKF, sondern bei nahezu allen Sozialverbänden. „Es gibt insgesamt mehr Stellen als Bewerberinnen.“ Besonders Krippen und den Erziehungsbereich betreffe das. „Wir können manche Gruppen deswegen gar nicht erst eröffnen.“ Auch Schichtarbeit würde viele Bewerberinnen abschrecken. Und doch hätten Verbände wie der SKF viel zu bieten, sagt Back. „Wir wollen ein moderner und flexibler Arbeitgeber sein. Das fängt bei der Homepage an, die die Bewerber meist als erstes wahrnehmen.“ Flexible Arbeitszeiten, ein gutes Arbeitsklima und genügend Zeit für die Einarbeitung – auf all das legt Ruth Back Wert. Ähnlich handhaben das auch andere Verbände, wie zum Beispiel das Katholische Jugendsozialwerk. Auch Vertreter des KJSW sind in der Sendung zu Gast und berichten von ihren Strategien.