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Total Sozial! Archiv

325 Episoden
28 Minuten
Die Mehrgenerationenfamilie verschwindet immer mehr aus dem gesellschaftlichen Leben. Wer mit einem langen Leben gesegnet ist, lebt irgendwann alleine und ist damit auch Risiken ausgesetzt. Der Hausnotruf sorgt dafür, dass alleinstehende Senioren auf Knopfdruck möglichst schnell Hilfe erhalten. So können ältere Menschen möglichst lange zuhause wohnen und müssen nicht in eine Einrichtung gehen. Und je mehr die Gesellschaft altert, umso größer wird der Markt für den Hausnotruf. Allein die Malteser haben mittlerweile deutschlandweit 110.000 Kunden, die den Hausnotruf nutzen, erzählt der Malteser Seniorenberater Walter Mendisch. Das wiederum bedeutet gut 25.000 Einsätze im Jahr. Der Hausnotruf-Experte erklärt in der Sendung die Vorteile des Hausnotrufsystems und sagt, wieso gerade die Malteser als Anbieter so beliebt sind. Außerdem haben wir einen Hausnotruf-Mitarbeiter der Malteser auf seiner Tour begleitet und ihm beim Installieren der Notruf-Technik über die Schultern geschaut.
26 Minuten
Kein Geld, kein Job und dann auch keine Wohnung mehr. Was für die meisten Menschen einer der schlimmsten vorstellbaren Albträume ist, wurde für eine junge Mutter aus München vor etwas mehr als einem Jahr Wirklichkeit. Nachdem Sie sich von ihrem Mann getrennt hatte, steht Hana Mahler buchstäblich auf der Straße – nur mit einem Koffer Kleidung und ihren zwei Kindern an den Händen. Hilfe findet sie im Clearinghaus des Katholischen Männerfürsorgevereins KMFV in der Plinganserstraße. Dort kommt Hana Mahler, deren echten Namen wir zu ihrem Schutz nicht nennen, gemeinsam mit ihren Kindern in einer der Wohnungen unter. Nach dem Clearing – dem Klärungsprozess – und acht Monaten in der Plinganserstraße bekommt sie Ende letzten Jahres einen Platz im neuen gemeinsamen Pilotprojekt des Katholischen Männerfürsorgevereins und er Stadt München. Das „Unterstützte Wohnen Typ F“ richtet sich an ehemals wohnungslose Familien und unterstützt sie beim Start in ihr neues Leben. Hilfe bekommen sie dabei nicht nur in der Wohnungsfrage, sondern auch bei den anderen Herausforderungen, mit denen sich die Klienten konfroniert sehen.
26 Minuten
Die meisten von uns sind zwar ziemlich genervt, weil der Lockdown das Leben so kompliziert macht. Aber wer einen sicheren Job hat, eine schöne Wohnung und ausreichend Computer fürs Homeschooling, der kommt schon irgendwie klar. Es gibt in München aber auch eine Menge Menschen, denen es nicht so gut geht. Besonders im Münchner Norden. Dort hilft eine Einrichtung, die Johanna Hofmaier vor ziemlich genau 27 Jahren erfunden hat: Lichblick Hasenbergl heißt die. Jetzt, im Lockdown, kommen dorthin zum Beispiel Kinder in die Notbetreuung, aber auch zum Homeschooling. Denn für Viele ist es eh das zweite Zuhause. Den Link zum Hasenbergl gibt´s hier: www.mk-online.de/sozial
20 Minuten
Bezahlbarer Wohnraum für Mitarbeiter in sozialen Berufen: Das ist der Neujahrsvorsatz des katholischen Männerfürsorgevereins (KMFV) in München. 60 Wohnungen will der Verein gemeinsam mit anderen sozialen Trägern in der Wohnbaugenossenschaft der Wohlfahrtspflege München, kurz: "WWM", bauen. "In jedem Bewerbungsgespräch bei uns ist Wohnen Thema", sagt KMFV-Vorstandsvertreter Peter Pinck. Immer häufiger sei es in den letzten Jahren vorgekommen, dass dringend benötigte Stellen in sozialen Berufen kaum zu besetzen waren, weil gerade Bewerber von Außerhalb keine Wohnperspektive in München sahen. "Da wollen wir uns jetzt besser aufstellen." Wie dieses Projekt umgesetzt werden soll und warum der Katholische Männerfürsorgeverein das nicht alleine macht, sondern sich mit anderen sozialen Trägern zusammengeschlossen hat – darum geht es in der neuesten Ausgabe von „Total Sozial"
90 Sekunden
Eigentlich stellen wir Ihnen hier immer soziale Einrichtungen vor. Vor Ort sprechen wir mit Menschen, die besonderen Schutz brauchen. Genau das wäre derzeit unserer Meinung nach grob fahrlässig. Und auch die meisten Einrichtungen sind froh über jeden, der jetzt nicht zu ihnen kommt. Die nächste Folge "Total Sozial" kommt am 15. Januar und dann wird es voraussichtlich um eine total soziale Wohnbaugenossenschaft gehen. Bis dahin wünschen wir ihnen ein Weihnachten, dass trotz allem schön wird – wenn auch sicher anders und ein neues Jahr, das hoffentlich weniger gefährlich und kompliziert wird als 2020. Und vor allem: Bleiben Sie Gesund!
30 Minuten
Wenn man durch die Münchner Fußgängerzonen geht, dann sieht man fast immer einige von ihnen: Menschen, die mit Pappschildern und Kaffeebechern auf der Straße sitzen, und dort Geld erbetteln. Wer an ihnen vorbeigeht, der fragt sich meist: "Gebe ich jetzt was, oder nicht?" Gleizeitig fragen sich viele Menschen dann aber auch, ob sie der Person, die da bettelt, mit eine paar Cent in den Kaffeebecher überhaupt helfen können. Auch die Caritas beschäftigt sich mit diesem Thema – seit inzwischen rund elf Jahren betreibt sie das Projekt „Bildung statt Betteln“. Die Beratungsstelle nimmt dabei ganz unterschiedliche Aufgaben war – allen gemein ist aber, dass sie zum Ziel haben, Bettelnden zu einem besseren Leben zu verhelfen. Vor allem will der Caritas-Verband aber dazu beitragen, Bettler zu entstigmatisieren und zu entkriminalisiseren. Um herauszufinden, wie die Beratungsstelle, das macht begleitet "Total Sozial" zwei Streetworker von „Bildung statt Betteln“ bei einer Tour durch das Münchner Bahnhofsviertel. In der neuen Ausgabe erfahre Sie, wie die Sozialpädagogen den Bettlern helfen und auch was dran ist am Klischee der osteuropäischen Bettelbanden.
29 Minuten
Das Jahr 2020 war in vielerlei Hinsicht historisch - trotzdem werden einige Menschen es auch gerne schnell vergessen. Wegen Corona waren gerade im caritativen Bereich die Herausforderungen besonders groß: Egal ob geschlossene Essensausgabestellen für Obdachlose, Besuchsverbote in Alten- und Pflegeeinrichtungen oder Social Distancing in der Behindertenarbeit. Doch die meisten dieser Herausforderungen konnten durch das persönliche Engagement vieler Menschen gemeistert werden. In ihrem Jahresrückblick erinnern sich die Total Sozial-Redakteure Brigitte Strauß-Richters und Korbinian Bauer an die letzten zwölf Monate und sprechen über bewegende Geschichten, die sie erlebt haben, inspirierende Menschen, die ihnen begegnet sind, und spannende Projekte, die angestoßen wurden.
28 Minuten
Ein Tasse halten, um selbstständig trinken zu können: In der Förderstätte des Einrichtungsverbundes Steinhöring ist das harte Arbeit. Hier nehmen Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen an verschiedenen Förderangeboten teil, die ihnen zu mehr Selbstständigkeit im Alltag verhelfen sollen. Ursprünglich diente das Gebäude, in dem seit mehr als 30 Jahren täglich behinderte Menschen gefördert werden, den Nationalsozialisten als erstes Lebensbornheim. Die Symbolik, dass heute dort gerade die Menschen bejaht werden, die von den ursprünglichen Erbauern als "unwertes Leben" eingestuft und getötet wurden, ist bemerkenswert. Um die Lebensqualität der Förderstättenteilnehmer zu erhöhen und die historische Bedeutung zu wahren, soll das Gebäude nun saniert werden. Am ersten Advent, dem "Jugendopfersonntag", sammelt die KJF im Erzbistum dafür bei den Kollekten in den Gottesdiensten.
29 Minuten
Normalerweise sollte es ja so sein, dass Schwangere eine Hebamme haben, die vor und nach der Geburt zu ihnen nach Hause kommt. Aber, wenn man in der bayrischen Hebammensuchmaschine die Postleitzahl von Milbertshofen eingibt, dann bekommt man genau zwei Treffer. Und die Wahrscheinlichkeit, dass diese beiden Frauen noch Kapazitäten haben, sind sehr gering. In die Hebammensprechstunde können die werdenden oder frisch gebackenen Mütter kommen und werden dort versorgt. Mehr Infos: www.hausderfamilie.de
27 Minuten
Gemeinsam mit der Leiterin des Hospizdienstes in Gräfelfing, Ina Weichel, ist Grosselfinger im Studio und spricht über Ihre Erfahrungen. Ihr Blick auf den Tod und ihr eigenes Leben habe sich durch die Tätigkeit grundlegend geändert. "Ich habe gelernt, wie kostbar unsere Zeit ist und wie viel Schönes wir damit machen können."
31 Minuten
Wie schön wäre es manchmal einfach noch einmal Kind zu sein – ohne Sorgen, ohne Verantwortung und mit viel Freizeit. So sehen viele vielleicht ihre Kindheit rückblickend. Vor allem, wenn sie diese nervigen „Erwachsenenthemen“ erledigen müssen. Da haben es Kinder einfach viel leichter. Alles ist unbeschwert. Doch ist das wirklich so? Schaut man sich zum Beispiel die Zahlen des Kinder- und Jugendreports an, eine Studie die von der DAK in Auftrag gegeben wurde, dann zeigt das ein anderes Bild: Ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern leiden an psychischen Erkrankungen. Und sogar 20 Prozent der Jungen im Alter zwischen 8 und 9 Jahren haben eine Verhaltens- oder emotionale Störung. Ist die Kindheit vielleicht doch keine so heile Welt? Oder hat sich das auch verschlimmert in den letzten Jahren? Das ist zumindest der Eindruck von Sozialpädagogin Sonja Gartner: „Was wir schon feststellen ist, dass psychische Erkrankungen zunehmen, auch Depressionen. Das ist nur ein Bauchgefühl, aber das wird schon mehr.“ Andere Institutionen und Studien bestätigen ihr Bauchgefühl jedoch. Sonja Gartner arbeitet beim SKF München, dem Sozialdienst katholischer Frauen. Dieser Verein bietet ein Beratungs- und Hilfsangebot für Kinder, Jugendliche und Familien an. Die sogenannten AEH - die ambulanten Erziehungshilfen.Was die AEH genau sind und was dort getan wird, um den Familien zu helfen, das hören Sie in dieser neuen Ausgabe von Total Sozial. Total Sozial, immer freitags 16 Uhr, auf DAB+, im Webradio und als Podcast für unterwegs überall wo es Podcasts gibt.
30 Minuten
Steigende Fallzahlen, eine neuer Lockdown und 27 Einrichtungen voll mit Risikogruppen: Gabriele Stark-Angermeier, Vorständin im diözesanen Caritasverband und zuständig für Altenhilfe, Soziale Dienste und Personal, hat einen Harten Corona-Herbst vor sich. Aber sie sieht die Alten- und Pflegeheime des Sozialverbandes auch gut vorbereitet und gerüstet für die neue Coronawelle. In "Total Sozial" erzählt die 59-Jährige, was die Altenpflege aus der Coronapandemie bisher gelernt hat, warum Pfleger nicht nur durch Corona-Boni und Tarifsteigerungen glücklich gemacht werden können und wo sie selbst einmal ihren Lebensabend verbringen möchte.
24 Minuten
Jennifer Mennes (31) und Christopher Wenge (34) engagieren sich seit Dezember 2019 als ehrenamtliche Paten für ein fünfjähriges Mädchen, dessen Mutter psychisch krank ist. „Wir lieben Kinder, und unsere Nichten und Neffen sind leider relativ weit weg. Weil es uns finanziell gut geht, wir eine schöne Wohnung haben, haben wir schon länger das Gefühl, dass wir von unserem Glück etwas abgeben möchten,“ sagt Jennifer Mennes. Eine Patenschaft für ein Kind zu übernehmen ging dem Paar schon seit einiger Zeit durch den Kopf. Beim skf fanden sie kompetente Hilfe - und ein zauberhaftes Patenkind.

Sternenkinder

32 Minuten
Kinder die in der Schwangerschaft oder bei der Geburt gestorben sind, werden in der gesellschaftlichen Wahrnehmung immer präsenter. Das liegt vor allem daran, dass betroffene Eltern inzwischen verstärkt auch öffentlich über ihren Verlust sprechen. So gab zum Beispiel das US-Model Chrissy Teigen über die Social-Media-Plattform Instagram kürzlich bekannt, dass sie und ihr Mann, Sänger John Legend, ihr drittes Kind zur Hälfte der Schwangerschaft verloren haben. Wie 34-Jährigen geht es jedes Jahr auch tausenden Frauen in Deutschland. Hilfe bekommen die Betroffenen inzwischen bei vielen Organisationen wie zum Beispiel dem Verein „Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister“ im Erzbistum München und Freising. Hier bekam auch Petra Meyer nach dem Tod ihrer einzigen Tochter Eleni in der 36. Schwangerschaftswoche Unterstützung. "Total Sozial" hat mit der 43-Jährigen über diesen Verlust gesprochen und sich angeschaut, wie der Verein „Verwaiste Eltern und Geschwister“ Sterneneltern hilft. Außerdem erzählt Fotografin Susanne Krauss von ihrer Arbeit beim Netzwerk „Dein Sternenkind“, das es sich zum Ziel gesetzt hat, allen Eltern von Sternenkindern ein erstes und letztes Foto ihres Kindes zu ermöglichen.
27 Minuten
An die ersten Ausbildungs- und Studienjahre erinnert sich bestimmt jeder: Das erstes eigene Geld, der erste Tag in der Berufsschule oder Uni und vielleicht die erste eigene Wohnung. Alles ist neu und aufregend. Manche Dinge klappen vielleicht auch noch nicht so gut, aber dann zum Glück meist die Familie zur Stelle. Zum Beispiel wenn’s am Ende des Monats mit dem Geld mal knapp wird oder ein Umzug ansteht. Dieses Sicherheitsnetz der Familie fehlt vielen jungen Geflüchteten und Asylbewerbern komplett. Zwar haben die Azubis schon die deutsche Sprache erlernt, einen Schulabschluss geschafft und einen Ausbildungsplatz gefunden, aber der Start in die Ausbildung ist trotzdem hart, zumal viele junge Geflüchtete vollständig auf sich allein gestellt sind. Hier unterstützt das Projekt WiB - Wege in den Beruf von In VIA München. Seit 2012 versuchen die Mitarbeitenden gemeinsam mit viel ehrenamtlichem Engagement jungen Geflüchteten und Asylbewerbern den Weg durch die Ausbildung zu erleichterten: Mit Sprachkursen, Eins-zu-eins-Nachhilfe und regelmäßigen Austauschtreffen. Durch Corona konnten die Mitarbeitenden viel von dem normalen Angebot nicht anbieten oder mussten auf virtuelle Lösungen zurückgreifen. Jetzt konnte jedoch wieder ein erstes Austauschtreffen von Azubis und dem Team von In VIA - WiB stattfinden. Andrea Lindner war dabei und lernte zum Beispiel Schwester Francesca Hannen kennen, sie ist hauptamtliche Mitarbeiterin bei dem Projekt. Sie erzählt von den Unterstützungsangeboten, berichtet aber auch von Herausforderungen und Schwierigkeiten.