Dentition & Zahnwechsel Archiv
309 Episoden
10 Minuten
Haltephase in der Kieferorthopädie (Retention)
Nach der aktiven kieferorthopädischen Behandlung schließt sich die Halte- oder Retentionsphase an. Sie ist notwendig, weil Zähne und Kiefer dazu neigen, in ihre ursprüngliche Position zurückzuwandern (Rezidiv). Ziel der Retention ist es, das erreichte funktionelle und ästhetische Ergebnis langfristig zu stabilisieren.
Herausnehmbare Haltegeräte
Zu den herausnehmbaren Retentionsgeräten zählen durchsichtige Retentionsschienen und stabile Retentionsplatten. Diese werden meist nachts getragen, in der Regel über etwa zwei Jahre. Anschließend kann die Tragezeit schrittweise reduziert werden.
Die Reinigung erfolgt außerhalb des Mundes mit Zahnbürste und lauwarmem Wasser; heißes Wasser sollte vermieden werden, da sich das Material verformen kann. Retentionsplatten können zusätzlich mit Zahnpasta gereinigt werden, besonders an Drähten und Unterseiten, wo sich Beläge ansammeln.
Festsitzender Retainer
Eine weitere Möglichkeit ist der feste Retainer – ein dünner Draht, der auf der Innenseite der Frontzähne befestigt wird. Er hält vor allem die Stellung der Schneide- und Eckzähne stabil. Dieser Draht verbleibt meist mindestens zwei Jahre im Mund, häufig jedoch deutlich länger. Die normale Zahnpflege und professionelle Zahnreinigung sind weiterhin möglich, regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt bleiben wichtig.
Warum die Retention entscheidend ist
Ohne ausreichende Haltephase könnten sich Zähne erneut verschieben, wodurch das Behandlungsergebnis verloren gehen würde. Konsequentes Tragen der Retentionsgeräte ist daher ebenso wichtig wie die vorherige Behandlung selbst.
Fazit
Die Retentionsphase sichert den langfristigen Erfolg einer kieferorthopädischen Therapie. Nur durch konsequente Stabilisierung bleibt das erreichte Ergebnis dauerhaft erhalten.
Nach der aktiven kieferorthopädischen Behandlung schließt sich die Halte- oder Retentionsphase an. Sie ist notwendig, weil Zähne und Kiefer dazu neigen, in ihre ursprüngliche Position zurückzuwandern (Rezidiv). Ziel der Retention ist es, das erreichte funktionelle und ästhetische Ergebnis langfristig zu stabilisieren.
Herausnehmbare Haltegeräte
Zu den herausnehmbaren Retentionsgeräten zählen durchsichtige Retentionsschienen und stabile Retentionsplatten. Diese werden meist nachts getragen, in der Regel über etwa zwei Jahre. Anschließend kann die Tragezeit schrittweise reduziert werden.
Die Reinigung erfolgt außerhalb des Mundes mit Zahnbürste und lauwarmem Wasser; heißes Wasser sollte vermieden werden, da sich das Material verformen kann. Retentionsplatten können zusätzlich mit Zahnpasta gereinigt werden, besonders an Drähten und Unterseiten, wo sich Beläge ansammeln.
Festsitzender Retainer
Eine weitere Möglichkeit ist der feste Retainer – ein dünner Draht, der auf der Innenseite der Frontzähne befestigt wird. Er hält vor allem die Stellung der Schneide- und Eckzähne stabil. Dieser Draht verbleibt meist mindestens zwei Jahre im Mund, häufig jedoch deutlich länger. Die normale Zahnpflege und professionelle Zahnreinigung sind weiterhin möglich, regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt bleiben wichtig.
Warum die Retention entscheidend ist
Ohne ausreichende Haltephase könnten sich Zähne erneut verschieben, wodurch das Behandlungsergebnis verloren gehen würde. Konsequentes Tragen der Retentionsgeräte ist daher ebenso wichtig wie die vorherige Behandlung selbst.
Fazit
Die Retentionsphase sichert den langfristigen Erfolg einer kieferorthopädischen Therapie. Nur durch konsequente Stabilisierung bleibt das erreichte Ergebnis dauerhaft erhalten.
12 Minuten
Weisheitszähne & Kieferorthopädie
Weisheitszähne sind die dritten großen Backenzähne und die letzten Zähne im bleibenden Gebiss. Während 28 Zähne meist bis etwa zum 14. Lebensjahr durchbrechen, erscheinen die vier Weisheitszähne häufig erst zwischen dem 16. und 40. Lebensjahr.
Warum Weisheitszähne Probleme machen können
Im Laufe der Evolution ist der menschliche Kiefer kleiner geworden. Deshalb fehlt den Weisheitszähnen oft der Platz, besonders im Unterkiefer. Häufig wachsen sie schief, brechen nur teilweise durch oder bleiben vollständig im Kiefer eingeschlossen. Dadurch können Entzündungen, Zysten oder Schäden an benachbarten Zähnen entstehen.
Bedeutung für die Kieferorthopädie
Weisheitszähne können Druck auf die übrigen Zähne ausüben und so Zahnverschiebungen begünstigen. Dies kann sich vor allem in einem erneuten Engstand der Frontzähne zeigen – auch nach abgeschlossener kieferorthopädischer Behandlung. Zwar sind sie nicht immer die alleinige Ursache für solche Veränderungen, doch spielen sie eine wichtige Rolle bei der langfristigen Stabilität des Behandlungsergebnisses.
Kontrolle und mögliche Entfernung
Während der Stabilisierungsphase nach einer Zahnspangenbehandlung – wenn Retainer oder andere Haltegeräte getragen werden – sollte gemeinsam mit dem Kieferorthopäden oder Zahnarzt entschieden werden, ob eine Entfernung der Weisheitszähne sinnvoll ist. Ziel ist es, das erreichte Ergebnis zu sichern und spätere Komplikationen zu vermeiden.
Fazit
Regelmäßige Kontrollen der Weisheitszähne sind wichtig, besonders nach kieferorthopädischer Behandlung. Eine rechtzeitige Entscheidung über ihre Entfernung kann dazu beitragen, die Zahnstellung langfristig stabil zu halten und die Mundgesundheit zu schützen.
Weisheitszähne sind die dritten großen Backenzähne und die letzten Zähne im bleibenden Gebiss. Während 28 Zähne meist bis etwa zum 14. Lebensjahr durchbrechen, erscheinen die vier Weisheitszähne häufig erst zwischen dem 16. und 40. Lebensjahr.
Warum Weisheitszähne Probleme machen können
Im Laufe der Evolution ist der menschliche Kiefer kleiner geworden. Deshalb fehlt den Weisheitszähnen oft der Platz, besonders im Unterkiefer. Häufig wachsen sie schief, brechen nur teilweise durch oder bleiben vollständig im Kiefer eingeschlossen. Dadurch können Entzündungen, Zysten oder Schäden an benachbarten Zähnen entstehen.
Bedeutung für die Kieferorthopädie
Weisheitszähne können Druck auf die übrigen Zähne ausüben und so Zahnverschiebungen begünstigen. Dies kann sich vor allem in einem erneuten Engstand der Frontzähne zeigen – auch nach abgeschlossener kieferorthopädischer Behandlung. Zwar sind sie nicht immer die alleinige Ursache für solche Veränderungen, doch spielen sie eine wichtige Rolle bei der langfristigen Stabilität des Behandlungsergebnisses.
Kontrolle und mögliche Entfernung
Während der Stabilisierungsphase nach einer Zahnspangenbehandlung – wenn Retainer oder andere Haltegeräte getragen werden – sollte gemeinsam mit dem Kieferorthopäden oder Zahnarzt entschieden werden, ob eine Entfernung der Weisheitszähne sinnvoll ist. Ziel ist es, das erreichte Ergebnis zu sichern und spätere Komplikationen zu vermeiden.
Fazit
Regelmäßige Kontrollen der Weisheitszähne sind wichtig, besonders nach kieferorthopädischer Behandlung. Eine rechtzeitige Entscheidung über ihre Entfernung kann dazu beitragen, die Zahnstellung langfristig stabil zu halten und die Mundgesundheit zu schützen.
11 Minuten
Kieferorthopädie mit 7 Jahren
Kieferorthopädie bedeutet, Kiefer und Zähne während des Wachstums in eine gesunde Position zu lenken. Der ideale Zeitpunkt für die erste Kontrolle ist der Beginn des Zahnwechsels – also wenn die ersten Milchzähne ausfallen und die bleibenden Zähne durchbrechen. Das ist meist im Alter von etwa 6½ bis 7 Jahren der Fall.
Warum eine frühe Kontrolle sinnvoll ist
Früh erkannte Fehlstellungen lassen sich oft mit einfachen, herausnehmbaren Geräten behandeln. Dadurch können spätere aufwendige Maßnahmen verkürzt, erleichtert oder sogar vermieden werden. Wartet man hingegen bis zum Alter von 12 oder 13 Jahren, können sich Fehlstellungen verstärken, Zwangsbisse entstehen und das Kieferwachstum ungünstig beeinflusst werden. Auch früh verlorene Milchzähne führen ohne Behandlung häufig zu Platzmangel für die bleibenden Zähne.
Wichtige Gründe für die Untersuchung mit 7 Jahren
Beginn des Zahnwechsels: Die ersten bleibenden Frontzähne und Backenzähne erscheinen – Fehlbisse wie Kreuzbiss können jetzt früh korrigiert werden.
Vorbeugung von Wachstumsstörungen: Unbehandelte Zwangsbisse können die Entwicklung von Kiefer und Gelenken negativ beeinflussen.
Kontrolle der Backenzähne: Durchbruchstörungen der ersten großen Backenzähne können rechtzeitig erkannt und behandelt werden.
Sicherung von Zahnlücken: Nach frühzeitigem Verlust von Milchzähnen können Platzhalter eingesetzt werden, damit genügend Raum für bleibende Zähne bleibt.
Schutz vor Zahnverletzungen: Stark vorstehende Frontzähne sind unfallgefährdet und können frühzeitig korrigiert werden.
Behandlung von Tiefbiss: Wenn untere Schneidezähne den Gaumen verletzen, kann dies früh behoben werden.
Platzgewinn bei Engstand: Bei zu wenig Platz im Kiefer kann rechtzeitig Raum für korrektes Durchbrechen der Zähne geschaffen werden.
Vorteile der frühen Behandlung
Kinder im Schulalter können meist gut mit herausnehmbaren Spangen umgehen und lassen sich leichter motivieren. Zudem kann der Kieferorthopäde den Zahnwechsel aktiv begleiten und bei Bedarf früh eingreifen.
Fazit
Eine erste kieferorthopädische Kontrolle sollte spätestens mit 7 Jahren erfolgen. Frühzeitiges Handeln verbessert die Entwicklung von Kiefer und Zähnen und reduziert die Wahrscheinlichkeit späterer, aufwendiger Behandlungen.
Kieferorthopädie bedeutet, Kiefer und Zähne während des Wachstums in eine gesunde Position zu lenken. Der ideale Zeitpunkt für die erste Kontrolle ist der Beginn des Zahnwechsels – also wenn die ersten Milchzähne ausfallen und die bleibenden Zähne durchbrechen. Das ist meist im Alter von etwa 6½ bis 7 Jahren der Fall.
Warum eine frühe Kontrolle sinnvoll ist
Früh erkannte Fehlstellungen lassen sich oft mit einfachen, herausnehmbaren Geräten behandeln. Dadurch können spätere aufwendige Maßnahmen verkürzt, erleichtert oder sogar vermieden werden. Wartet man hingegen bis zum Alter von 12 oder 13 Jahren, können sich Fehlstellungen verstärken, Zwangsbisse entstehen und das Kieferwachstum ungünstig beeinflusst werden. Auch früh verlorene Milchzähne führen ohne Behandlung häufig zu Platzmangel für die bleibenden Zähne.
Wichtige Gründe für die Untersuchung mit 7 Jahren
Beginn des Zahnwechsels: Die ersten bleibenden Frontzähne und Backenzähne erscheinen – Fehlbisse wie Kreuzbiss können jetzt früh korrigiert werden.
Vorbeugung von Wachstumsstörungen: Unbehandelte Zwangsbisse können die Entwicklung von Kiefer und Gelenken negativ beeinflussen.
Kontrolle der Backenzähne: Durchbruchstörungen der ersten großen Backenzähne können rechtzeitig erkannt und behandelt werden.
Sicherung von Zahnlücken: Nach frühzeitigem Verlust von Milchzähnen können Platzhalter eingesetzt werden, damit genügend Raum für bleibende Zähne bleibt.
Schutz vor Zahnverletzungen: Stark vorstehende Frontzähne sind unfallgefährdet und können frühzeitig korrigiert werden.
Behandlung von Tiefbiss: Wenn untere Schneidezähne den Gaumen verletzen, kann dies früh behoben werden.
Platzgewinn bei Engstand: Bei zu wenig Platz im Kiefer kann rechtzeitig Raum für korrektes Durchbrechen der Zähne geschaffen werden.
Vorteile der frühen Behandlung
Kinder im Schulalter können meist gut mit herausnehmbaren Spangen umgehen und lassen sich leichter motivieren. Zudem kann der Kieferorthopäde den Zahnwechsel aktiv begleiten und bei Bedarf früh eingreifen.
Fazit
Eine erste kieferorthopädische Kontrolle sollte spätestens mit 7 Jahren erfolgen. Frühzeitiges Handeln verbessert die Entwicklung von Kiefer und Zähnen und reduziert die Wahrscheinlichkeit späterer, aufwendiger Behandlungen.
13 Minuten
13 Gründe für Kieferorthopädie
Kieferorthopädie bedeutet, Kiefer und Zähne funktionell und ästhetisch richtig auszurichten – idealerweise während des Wachstums. Während die Kieferorthopädie vor allem die Kieferlage beeinflusst, konzentriert sich die Orthodontie auf die Stellung der Zähne. Beide tragen wesentlich zur Mundgesundheit und zum allgemeinen Wohlbefinden bei.
Die wichtigsten Vorteile im Überblick
Besser kauen und verdauen: Eine korrekte Verzahnung erleichtert das Zerkleinern der Nahrung und unterstützt die Verdauung.
Entlastung der Kiefergelenke: Fehlstellungen können zu Fehlbelastungen führen. Ihre Korrektur beugt Schmerzen und Funktionsstörungen vor.
Leichtere Zahnpflege: Gerade Zähne lassen sich besser reinigen, wodurch Karies, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis vorgebeugt wird.
Schonung der Zähne: Fehlstellungen verursachen ungleichmäßige Belastungen und erhöhten Verschleiß – eine funktionelle Bisslage schützt davor.
Geringeres Verletzungsrisiko: Stark vorstehende Frontzähne oder ein tiefer Biss erhöhen die Gefahr von Zahnverletzungen, die durch Behandlung reduziert werden kann.
Einordnung verlagerter Zähne: Nicht durchgebrochene Zähne können Schäden verursachen und sollten frühzeitig in den Zahnbogen integriert werden.
Operationen vermeiden: Frühzeitige Behandlung kann schwere Fehlstellungen korrigieren und spätere chirurgische Eingriffe verhindern.
Unterstützung der Logopädie: Korrekte Kieferverhältnisse erleichtern die Behandlung von Sprach- und Schluckstörungen.
Bessere Voraussetzungen für Zahnersatz: Gerade Zähne erleichtern spätere prothetische Versorgungen.
Ästhetik und Selbstbewusstsein: Ein harmonisches Lächeln stärkt das Selbstvertrauen und die Lebensqualität.
Verbesserung der Atmung: Bei Kindern können bestimmte Behandlungen schlafbezogene Atemstörungen positiv beeinflussen.
Abbau schädlicher Gewohnheiten: Angewohnheiten wie Daumenlutschen oder Lippensaugen können frühzeitig korrigiert werden.
Überwachung des Zahnwechsels: Der Kieferorthopäde erkennt frühzeitig Störungen beim Durchbruch der bleibenden Zähne und kann rechtzeitig eingreifen.
Fazit
Kieferorthopädie trägt wesentlich zu Gesundheit, Funktion und Ästhetik bei. Eine erste Kontrolle beim Kieferorthopäden wird spätestens im Alter von etwa 7 Jahren empfohlen, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und optimal zu behandeln.
Kieferorthopädie bedeutet, Kiefer und Zähne funktionell und ästhetisch richtig auszurichten – idealerweise während des Wachstums. Während die Kieferorthopädie vor allem die Kieferlage beeinflusst, konzentriert sich die Orthodontie auf die Stellung der Zähne. Beide tragen wesentlich zur Mundgesundheit und zum allgemeinen Wohlbefinden bei.
Die wichtigsten Vorteile im Überblick
Besser kauen und verdauen: Eine korrekte Verzahnung erleichtert das Zerkleinern der Nahrung und unterstützt die Verdauung.
Entlastung der Kiefergelenke: Fehlstellungen können zu Fehlbelastungen führen. Ihre Korrektur beugt Schmerzen und Funktionsstörungen vor.
Leichtere Zahnpflege: Gerade Zähne lassen sich besser reinigen, wodurch Karies, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis vorgebeugt wird.
Schonung der Zähne: Fehlstellungen verursachen ungleichmäßige Belastungen und erhöhten Verschleiß – eine funktionelle Bisslage schützt davor.
Geringeres Verletzungsrisiko: Stark vorstehende Frontzähne oder ein tiefer Biss erhöhen die Gefahr von Zahnverletzungen, die durch Behandlung reduziert werden kann.
Einordnung verlagerter Zähne: Nicht durchgebrochene Zähne können Schäden verursachen und sollten frühzeitig in den Zahnbogen integriert werden.
Operationen vermeiden: Frühzeitige Behandlung kann schwere Fehlstellungen korrigieren und spätere chirurgische Eingriffe verhindern.
Unterstützung der Logopädie: Korrekte Kieferverhältnisse erleichtern die Behandlung von Sprach- und Schluckstörungen.
Bessere Voraussetzungen für Zahnersatz: Gerade Zähne erleichtern spätere prothetische Versorgungen.
Ästhetik und Selbstbewusstsein: Ein harmonisches Lächeln stärkt das Selbstvertrauen und die Lebensqualität.
Verbesserung der Atmung: Bei Kindern können bestimmte Behandlungen schlafbezogene Atemstörungen positiv beeinflussen.
Abbau schädlicher Gewohnheiten: Angewohnheiten wie Daumenlutschen oder Lippensaugen können frühzeitig korrigiert werden.
Überwachung des Zahnwechsels: Der Kieferorthopäde erkennt frühzeitig Störungen beim Durchbruch der bleibenden Zähne und kann rechtzeitig eingreifen.
Fazit
Kieferorthopädie trägt wesentlich zu Gesundheit, Funktion und Ästhetik bei. Eine erste Kontrolle beim Kieferorthopäden wird spätestens im Alter von etwa 7 Jahren empfohlen, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und optimal zu behandeln.
16 Minuten
Die kieferorthopädische Hauptbehandlung
Die kieferorthopädische Hauptbehandlung beginnt häufig ab etwa dem 10. Lebensjahr. In dieser Phase wechseln die seitlichen Milchzähne zu bleibenden Zähnen, während noch ausreichend Kieferwachstum vorhanden ist. Zunächst kann die Kieferlage mit herausnehmbaren Spangen beeinflusst werden. Sobald die bleibenden Seitenzähne durchgebrochen sind, erfolgt die Feinkorrektur der Zahnstellung meist mit einer festen Zahnspange. Anschließend sichern Haltegeräte (Retainer) das erreichte Ergebnis.
Warum ein früher Beginn sinnvoll ist
Viele Kinder werden erst im Alter von 13 Jahren oder später vorgestellt, wenn bereits alle bleibenden Zähne vorhanden sind. Dann ist jedoch ein wichtiger Teil des Kieferwachstums bereits abgeschlossen. Eine frühere Behandlung bietet mehrere Vorteile:
Nutzung von Platzreserven: Milchzähne sind größer als ihre bleibenden Nachfolger. Während der Wechselphase entsteht dadurch zusätzlicher Platz, der zur Korrektur von Engständen genutzt werden kann.
Beeinflussung des Kieferwachstums: Fehlstellungen der Kiefer lassen sich am besten korrigieren, solange der Kiefer noch wächst.
Schnellere Anpassung: Jüngere Kinder gewöhnen sich meist leichter an Spangen, und die Umformung von Kiefer und Zähnen gelingt schneller.
Vorbeugung von Folgeschäden: Unbehandelte Fehlbisse können über Jahre zu Zahnfleischrückgang, Kiefergelenkproblemen oder Zwangsbissen führen.
Vermeidung von Verschlechterungen: Fehlstellungen können sich mit der Zeit verstärken, etwa wenn Lippen- oder Zungendruck eine Zahnlücke vergrößert.
Abbau schädlicher Gewohnheiten: Angewohnheiten wie Daumenlutschen oder Zungenpressen sollten frühzeitig beendet werden, um das Wachstum nicht negativ zu beeinflussen.
Ziel der Hauptbehandlung
Kieferorthopädie bedeutet wörtlich „den Kiefer gerade erziehen“. Ziel ist es, Zahn- und Kieferfehlstellungen zu korrigieren, solange Wachstumspotenzial vorhanden ist, um stabile und funktionelle Ergebnisse zu erreichen.
Fazit
Eine Hauptbehandlung sollte idealerweise um das 10. Lebensjahr beginnen. Noch besser ist eine erste Kontrolle bereits im Alter von etwa 7 Jahren, da ausgeprägte Fehlstellungen zuvor eine Frühbehandlung erforderlich machen können. Frühzeitiges Handeln verbessert die Behandlungsmöglichkeiten und die langfristigen Ergebnisse.
Die kieferorthopädische Hauptbehandlung beginnt häufig ab etwa dem 10. Lebensjahr. In dieser Phase wechseln die seitlichen Milchzähne zu bleibenden Zähnen, während noch ausreichend Kieferwachstum vorhanden ist. Zunächst kann die Kieferlage mit herausnehmbaren Spangen beeinflusst werden. Sobald die bleibenden Seitenzähne durchgebrochen sind, erfolgt die Feinkorrektur der Zahnstellung meist mit einer festen Zahnspange. Anschließend sichern Haltegeräte (Retainer) das erreichte Ergebnis.
Warum ein früher Beginn sinnvoll ist
Viele Kinder werden erst im Alter von 13 Jahren oder später vorgestellt, wenn bereits alle bleibenden Zähne vorhanden sind. Dann ist jedoch ein wichtiger Teil des Kieferwachstums bereits abgeschlossen. Eine frühere Behandlung bietet mehrere Vorteile:
Nutzung von Platzreserven: Milchzähne sind größer als ihre bleibenden Nachfolger. Während der Wechselphase entsteht dadurch zusätzlicher Platz, der zur Korrektur von Engständen genutzt werden kann.
Beeinflussung des Kieferwachstums: Fehlstellungen der Kiefer lassen sich am besten korrigieren, solange der Kiefer noch wächst.
Schnellere Anpassung: Jüngere Kinder gewöhnen sich meist leichter an Spangen, und die Umformung von Kiefer und Zähnen gelingt schneller.
Vorbeugung von Folgeschäden: Unbehandelte Fehlbisse können über Jahre zu Zahnfleischrückgang, Kiefergelenkproblemen oder Zwangsbissen führen.
Vermeidung von Verschlechterungen: Fehlstellungen können sich mit der Zeit verstärken, etwa wenn Lippen- oder Zungendruck eine Zahnlücke vergrößert.
Abbau schädlicher Gewohnheiten: Angewohnheiten wie Daumenlutschen oder Zungenpressen sollten frühzeitig beendet werden, um das Wachstum nicht negativ zu beeinflussen.
Ziel der Hauptbehandlung
Kieferorthopädie bedeutet wörtlich „den Kiefer gerade erziehen“. Ziel ist es, Zahn- und Kieferfehlstellungen zu korrigieren, solange Wachstumspotenzial vorhanden ist, um stabile und funktionelle Ergebnisse zu erreichen.
Fazit
Eine Hauptbehandlung sollte idealerweise um das 10. Lebensjahr beginnen. Noch besser ist eine erste Kontrolle bereits im Alter von etwa 7 Jahren, da ausgeprägte Fehlstellungen zuvor eine Frühbehandlung erforderlich machen können. Frühzeitiges Handeln verbessert die Behandlungsmöglichkeiten und die langfristigen Ergebnisse.
14 Minuten
Die kieferorthopädische Frühbehandlung
Die kieferorthopädische Frühbehandlung hat das Ziel, ausgeprägte Zahn- und Kieferfehlstellungen bereits im Kindesalter so zu korrigieren, dass sich Kiefer und Gebiss normal weiterentwickeln können. Dadurch lassen sich Wachstumshemmungen, Zwangsbisse, erhöhte Unfallgefahr für Frontzähne, Platzmangel für bleibende Zähne sowie Probleme mit Atmung und Lippenschluss vermeiden. In manchen Fällen kann eine spätere umfangreiche Behandlung dadurch vereinfacht oder sogar überflüssig werden. Die Frühbehandlung dauert meist etwa 1 bis 1½ Jahre.
Behandlungsbeginn je nach Fehlstellung
Bei stark vorstehendem Unterkiefer (Progenie) kann bereits ab dem 4. Lebensjahr begonnen werden, sofern das Kind gut mitarbeitet.
Ab etwa dem 6. Lebensjahr – mit Beginn des Zahnwechsels – lassen sich viele Fehlstellungen gezielt behandeln, da nun die ersten bleibenden Zähne durchbrechen.
Typische Indikationen für eine Frühbehandlung
Seitlicher Kreuzbiss: Der Oberkiefer ist zu schmal, der Unterkiefer weicht beim Beißen zur Seite aus. Eine Erweiterung des Oberkiefers verhindert Wachstumsstörungen und Kiefergelenkprobleme.
Frontaler Kreuzbiss: Untere Frontzähne stehen vor den oberen. Eine frühe Korrektur verhindert Belastung einzelner Zähne und Wachstumshemmungen.
Große Stufe (stark vorstehende obere Frontzähne): Erhöhtes Risiko für Zahnverletzungen. Funktionskieferorthopädische Geräte können die Kieferlage verbessern, den Lippenschluss fördern und die Nasenatmung unterstützen.
Starker Platzmangel: Nach frühzeitigem Verlust von Milchzähnen können Nachbarzähne in die Lücke wandern. Ziel ist es, Platz für die bleibenden Zähne zurückzugewinnen.
Offener Biss: Fehlender Lippenschluss und Mundatmung sind häufige Folgen. Spezielle Spangen können den Biss schließen und die richtige Zungenfunktion fördern.
Starker Tiefbiss: Untere Schneidezähne können die Gaumenschleimhaut verletzen. Frühzeitige Behandlung unterstützt eine normale Bissentwicklung.
Nutzen der frühen Therapie
Durch das Ausnutzen des natürlichen Wachstums lassen sich Fehlstellungen schonend korrigieren. Gleichzeitig werden Funktionen wie Atmung, Schlucken und Lippenverschluss verbessert.
Fazit
Eine frühzeitige Untersuchung beim Kieferorthopäden ist entscheidend, um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen. Kinder sollten daher spätestens im Alter von etwa 7 Jahren vorgestellt werden – bei auffälligen Befunden auch früher.
Die kieferorthopädische Frühbehandlung hat das Ziel, ausgeprägte Zahn- und Kieferfehlstellungen bereits im Kindesalter so zu korrigieren, dass sich Kiefer und Gebiss normal weiterentwickeln können. Dadurch lassen sich Wachstumshemmungen, Zwangsbisse, erhöhte Unfallgefahr für Frontzähne, Platzmangel für bleibende Zähne sowie Probleme mit Atmung und Lippenschluss vermeiden. In manchen Fällen kann eine spätere umfangreiche Behandlung dadurch vereinfacht oder sogar überflüssig werden. Die Frühbehandlung dauert meist etwa 1 bis 1½ Jahre.
Behandlungsbeginn je nach Fehlstellung
Bei stark vorstehendem Unterkiefer (Progenie) kann bereits ab dem 4. Lebensjahr begonnen werden, sofern das Kind gut mitarbeitet.
Ab etwa dem 6. Lebensjahr – mit Beginn des Zahnwechsels – lassen sich viele Fehlstellungen gezielt behandeln, da nun die ersten bleibenden Zähne durchbrechen.
Typische Indikationen für eine Frühbehandlung
Seitlicher Kreuzbiss: Der Oberkiefer ist zu schmal, der Unterkiefer weicht beim Beißen zur Seite aus. Eine Erweiterung des Oberkiefers verhindert Wachstumsstörungen und Kiefergelenkprobleme.
Frontaler Kreuzbiss: Untere Frontzähne stehen vor den oberen. Eine frühe Korrektur verhindert Belastung einzelner Zähne und Wachstumshemmungen.
Große Stufe (stark vorstehende obere Frontzähne): Erhöhtes Risiko für Zahnverletzungen. Funktionskieferorthopädische Geräte können die Kieferlage verbessern, den Lippenschluss fördern und die Nasenatmung unterstützen.
Starker Platzmangel: Nach frühzeitigem Verlust von Milchzähnen können Nachbarzähne in die Lücke wandern. Ziel ist es, Platz für die bleibenden Zähne zurückzugewinnen.
Offener Biss: Fehlender Lippenschluss und Mundatmung sind häufige Folgen. Spezielle Spangen können den Biss schließen und die richtige Zungenfunktion fördern.
Starker Tiefbiss: Untere Schneidezähne können die Gaumenschleimhaut verletzen. Frühzeitige Behandlung unterstützt eine normale Bissentwicklung.
Nutzen der frühen Therapie
Durch das Ausnutzen des natürlichen Wachstums lassen sich Fehlstellungen schonend korrigieren. Gleichzeitig werden Funktionen wie Atmung, Schlucken und Lippenverschluss verbessert.
Fazit
Eine frühzeitige Untersuchung beim Kieferorthopäden ist entscheidend, um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen. Kinder sollten daher spätestens im Alter von etwa 7 Jahren vorgestellt werden – bei auffälligen Befunden auch früher.
13 Minuten
Warum Tiefbiss behandeln?
Ein Tiefbiss liegt vor, wenn die oberen Schneidezähne die unteren beim Zusammenbeißen stark überdecken, sodass die unteren Zähne kaum sichtbar sind. Beim sogenannten Deckbiss ist diese Überdeckung besonders ausgeprägt. Normalerweise beträgt der Überbiss etwa 2–3 mm.
Ursachen und mögliche Folgen
Ein Tiefbiss entsteht häufig, weil die unteren Frontzähne die oberen nicht ausreichend stützen. Dadurch können die oberen Zähne weiter aus dem Kiefer herauswachsen. In schweren Fällen beißen die unteren Schneidezähne in die Gaumenschleimhaut und verursachen Verletzungen.
Unbehandelt kann ein Tiefbiss zu Kiefergelenksproblemen, Schäden am Zahnhalteapparat sowie zu Wachstums- und Bewegungshemmungen des Unterkiefers führen.
Behandlung im Kindes- und Jugendalter
Die Therapie sollte möglichst während der Wachstumsphase beginnen, idealerweise etwa im Alter von 10 bis 11 Jahren. Solange noch Milchzähne vorhanden sind, können herausnehmbare Spangen eingesetzt werden. Später erfolgt meist eine Behandlung mit einer festen Zahnspange, oft unterstützt durch spezielle Hilfsapparaturen.
Hilfsgeräte bei fester Spange
Zur Anhebung des Bisses und zum Schutz der Zahnspange kommen ergänzende Maßnahmen zum Einsatz, zum Beispiel:
Aufbiss-Nance: Ein Gaumenbügel, der die Backenzähne stabilisiert und Schäden an der unteren Spange verhindert.
Bite-Ramps (Turbo-Bites): Kleine Aufbissflächen hinter den oberen Schneidezähnen, die das Abbeißen verändern und die unteren Brackets schützen.
Okklusale Aufbisse: Aufbauten auf den Kauflächen der Backenzähne, die den Biss vorübergehend erhöhen.
Diese Hilfsmittel unterstützen in der Anfangsphase die Korrektur des Tiefbisses und verhindern, dass die feste Spange beschädigt wird.
Behandlung bei Erwachsenen
Auch im Erwachsenenalter ist eine Korrektur möglich, meist mit fester Spange oder – bei ausgeprägten Fällen – kombiniert mit kieferchirurgischen Maßnahmen.
Fazit
Ein unbehandelter Tiefbiss kann langfristig zu Beschwerden und Schäden führen. Deshalb ist eine frühzeitige kieferorthopädische Kontrolle wichtig – idealerweise bereits im Kindesalter, spätestens etwa mit 6½ Jahren.
Ein Tiefbiss liegt vor, wenn die oberen Schneidezähne die unteren beim Zusammenbeißen stark überdecken, sodass die unteren Zähne kaum sichtbar sind. Beim sogenannten Deckbiss ist diese Überdeckung besonders ausgeprägt. Normalerweise beträgt der Überbiss etwa 2–3 mm.
Ursachen und mögliche Folgen
Ein Tiefbiss entsteht häufig, weil die unteren Frontzähne die oberen nicht ausreichend stützen. Dadurch können die oberen Zähne weiter aus dem Kiefer herauswachsen. In schweren Fällen beißen die unteren Schneidezähne in die Gaumenschleimhaut und verursachen Verletzungen.
Unbehandelt kann ein Tiefbiss zu Kiefergelenksproblemen, Schäden am Zahnhalteapparat sowie zu Wachstums- und Bewegungshemmungen des Unterkiefers führen.
Behandlung im Kindes- und Jugendalter
Die Therapie sollte möglichst während der Wachstumsphase beginnen, idealerweise etwa im Alter von 10 bis 11 Jahren. Solange noch Milchzähne vorhanden sind, können herausnehmbare Spangen eingesetzt werden. Später erfolgt meist eine Behandlung mit einer festen Zahnspange, oft unterstützt durch spezielle Hilfsapparaturen.
Hilfsgeräte bei fester Spange
Zur Anhebung des Bisses und zum Schutz der Zahnspange kommen ergänzende Maßnahmen zum Einsatz, zum Beispiel:
Aufbiss-Nance: Ein Gaumenbügel, der die Backenzähne stabilisiert und Schäden an der unteren Spange verhindert.
Bite-Ramps (Turbo-Bites): Kleine Aufbissflächen hinter den oberen Schneidezähnen, die das Abbeißen verändern und die unteren Brackets schützen.
Okklusale Aufbisse: Aufbauten auf den Kauflächen der Backenzähne, die den Biss vorübergehend erhöhen.
Diese Hilfsmittel unterstützen in der Anfangsphase die Korrektur des Tiefbisses und verhindern, dass die feste Spange beschädigt wird.
Behandlung bei Erwachsenen
Auch im Erwachsenenalter ist eine Korrektur möglich, meist mit fester Spange oder – bei ausgeprägten Fällen – kombiniert mit kieferchirurgischen Maßnahmen.
Fazit
Ein unbehandelter Tiefbiss kann langfristig zu Beschwerden und Schäden führen. Deshalb ist eine frühzeitige kieferorthopädische Kontrolle wichtig – idealerweise bereits im Kindesalter, spätestens etwa mit 6½ Jahren.
14 Minuten
Warum Kreuzbiss behandeln?
Ein seitlicher Kreuzbiss entsteht, wenn der Oberkiefer zu schmal ist und der Unterkiefer beim Zubeißen nach links oder rechts ausweichen muss. Da das Kiefergelenk direkt mit dem Unterkiefer verbunden ist, kann diese Fehlstellung langfristig zu Gelenkproblemen, asymmetrischem Wachstum und Beschwerden beim Kauen führen.
Ziel der Behandlung
Bei Kindern und Jugendlichen wird der Oberkiefer verbreitert, damit der Unterkiefer wieder mittig schließen kann. Dadurch werden auch die Kiefergelenke entlastet und können sich gesund entwickeln. Je früher die Behandlung erfolgt, desto besser lässt sich das Wachstum nutzen.
Herausnehmbare Dehnapparaturen
Leichte Fälle können mit herausnehmbaren Spangen behandelt werden, die eine Dehnschraube enthalten. Diese sollten regelmäßig nachmittags, abends und nachts getragen werden (außer bei Schule, Sport und Essen). Durch das schrittweise Nachstellen der Schraube nach Anleitung des Kieferorthopäden wird der Oberkiefer allmählich erweitert.
Feste Apparaturen
Für stärkere Fehlstellungen stehen feste Geräte zur Verfügung:
Quadhelix: Eine Drahtapparatur, die an den Backenzähnen befestigt wird und den Oberkiefer über mehrere Monate verbreitert. Sie wirkt kontinuierlich und eignet sich für leichtere bis mittlere Fälle.
Gaumennahterweiterung: Bei sehr schmalem Oberkiefer kommt eine stärkere Erweiterungsapparatur mit Schraube zum Einsatz. Sie wird regelmäßig aktiviert, erweitert den Kiefer innerhalb weniger Wochen und bleibt anschließend mehrere Monate im Mund, um das Ergebnis zu stabilisieren.
Warum frühe Behandlung wichtig ist
Unbehandelte Kreuzbisse können das Wachstum von Kiefer und Gesicht beeinträchtigen und später umfangreichere Therapien erforderlich machen. Im Kindesalter lässt sich die Fehlstellung meist einfacher und schonender korrigieren.
Fazit
Ein Kreuzbiss sollte frühzeitig behandelt werden, um Kiefergelenksprobleme und Wachstumsstörungen zu vermeiden. Eine kieferorthopädische Untersuchung wird für betroffene Kinder spätestens im Alter von etwa sieben Jahren empfohlen.
Ein seitlicher Kreuzbiss entsteht, wenn der Oberkiefer zu schmal ist und der Unterkiefer beim Zubeißen nach links oder rechts ausweichen muss. Da das Kiefergelenk direkt mit dem Unterkiefer verbunden ist, kann diese Fehlstellung langfristig zu Gelenkproblemen, asymmetrischem Wachstum und Beschwerden beim Kauen führen.
Ziel der Behandlung
Bei Kindern und Jugendlichen wird der Oberkiefer verbreitert, damit der Unterkiefer wieder mittig schließen kann. Dadurch werden auch die Kiefergelenke entlastet und können sich gesund entwickeln. Je früher die Behandlung erfolgt, desto besser lässt sich das Wachstum nutzen.
Herausnehmbare Dehnapparaturen
Leichte Fälle können mit herausnehmbaren Spangen behandelt werden, die eine Dehnschraube enthalten. Diese sollten regelmäßig nachmittags, abends und nachts getragen werden (außer bei Schule, Sport und Essen). Durch das schrittweise Nachstellen der Schraube nach Anleitung des Kieferorthopäden wird der Oberkiefer allmählich erweitert.
Feste Apparaturen
Für stärkere Fehlstellungen stehen feste Geräte zur Verfügung:
Quadhelix: Eine Drahtapparatur, die an den Backenzähnen befestigt wird und den Oberkiefer über mehrere Monate verbreitert. Sie wirkt kontinuierlich und eignet sich für leichtere bis mittlere Fälle.
Gaumennahterweiterung: Bei sehr schmalem Oberkiefer kommt eine stärkere Erweiterungsapparatur mit Schraube zum Einsatz. Sie wird regelmäßig aktiviert, erweitert den Kiefer innerhalb weniger Wochen und bleibt anschließend mehrere Monate im Mund, um das Ergebnis zu stabilisieren.
Warum frühe Behandlung wichtig ist
Unbehandelte Kreuzbisse können das Wachstum von Kiefer und Gesicht beeinträchtigen und später umfangreichere Therapien erforderlich machen. Im Kindesalter lässt sich die Fehlstellung meist einfacher und schonender korrigieren.
Fazit
Ein Kreuzbiss sollte frühzeitig behandelt werden, um Kiefergelenksprobleme und Wachstumsstörungen zu vermeiden. Eine kieferorthopädische Untersuchung wird für betroffene Kinder spätestens im Alter von etwa sieben Jahren empfohlen.
16 Minuten
Präventive Kieferorthopädie
Viele Zahn- und Kieferfehlstellungen entstehen nicht angeboren, sondern durch schädliche Gewohnheiten wie Daumenlutschen, falsches Schlucken, Zungenpressen oder Lippensaugen. Folgen können unter anderem offener Biss, Kreuzbiss oder stark vorstehende Frontzähne sein. Durch frühzeitige Prävention lassen sich solche Fehlentwicklungen oft vermeiden.
Vorbeugung im Kleinkindalter (bis 4 Jahre)
Eltern können bereits früh Einfluss nehmen:
Verwendung kiefergerechter Sauger und Schnuller ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns bis etwa zum 2. Lebensjahr.
Abgewöhnung von Schnuller und Daumenlutschen spätestens bis zum 4. Lebensjahr, da sonst Kieferverformungen drohen.
Für Kinder zwischen 2 und 4 Jahren können spezielle Entwöhnungssauger beim Abgewöhnen helfen.
Maßnahmen ab dem 4. Lebensjahr
Ab diesem Alter kann der Kieferorthopäde aktiv vorbeugend eingreifen:
Mundvorhofplatten bei leichten bis mittleren Fehlstellungen helfen, schädliche Gewohnheiten zu stoppen und das natürliche Kieferwachstum zu fördern.
Frühe funktionskieferorthopädische Geräte bei stärkeren Problemen wie offenem Biss oder großer Stufe unterstützen die richtige Zungenlage, den Lippenschluss und die Nasenatmung. Sie werden meist abends und nachts getragen.
Ab dem 7. Lebensjahr
Geht ein Milchzahn früh verloren und der bleibende Zahn lässt auf sich warten, kann ein Platzhalter notwendig sein, damit benachbarte Zähne nicht in die Lücke wandern.
Bei ausgeprägten Fehlstellungen empfiehlt sich eine kieferorthopädische Frühbehandlung, um spätere umfangreiche Maßnahmen zu erleichtern oder zu vermeiden.
Kosten und Nutzen
Viele präventive Maßnahmen werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dennoch kann frühes Handeln spätere, aufwendigere Behandlungen verhindern und ist eine sinnvolle Investition in die langfristige Zahn- und Kiefergesundheit.
Fazit
Kieferorthopädische Prävention beginnt idealerweise schon im Säuglingsalter durch das Vermeiden schädlicher Gewohnheiten. Spätestens ab dem 4. Lebensjahr kann der Kieferorthopäde unterstützend eingreifen. Eine erste Kontrolle sollte für Kinder spätestens im Alter von etwa 7 Jahren erfolgen, um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Viele Zahn- und Kieferfehlstellungen entstehen nicht angeboren, sondern durch schädliche Gewohnheiten wie Daumenlutschen, falsches Schlucken, Zungenpressen oder Lippensaugen. Folgen können unter anderem offener Biss, Kreuzbiss oder stark vorstehende Frontzähne sein. Durch frühzeitige Prävention lassen sich solche Fehlentwicklungen oft vermeiden.
Vorbeugung im Kleinkindalter (bis 4 Jahre)
Eltern können bereits früh Einfluss nehmen:
Verwendung kiefergerechter Sauger und Schnuller ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns bis etwa zum 2. Lebensjahr.
Abgewöhnung von Schnuller und Daumenlutschen spätestens bis zum 4. Lebensjahr, da sonst Kieferverformungen drohen.
Für Kinder zwischen 2 und 4 Jahren können spezielle Entwöhnungssauger beim Abgewöhnen helfen.
Maßnahmen ab dem 4. Lebensjahr
Ab diesem Alter kann der Kieferorthopäde aktiv vorbeugend eingreifen:
Mundvorhofplatten bei leichten bis mittleren Fehlstellungen helfen, schädliche Gewohnheiten zu stoppen und das natürliche Kieferwachstum zu fördern.
Frühe funktionskieferorthopädische Geräte bei stärkeren Problemen wie offenem Biss oder großer Stufe unterstützen die richtige Zungenlage, den Lippenschluss und die Nasenatmung. Sie werden meist abends und nachts getragen.
Ab dem 7. Lebensjahr
Geht ein Milchzahn früh verloren und der bleibende Zahn lässt auf sich warten, kann ein Platzhalter notwendig sein, damit benachbarte Zähne nicht in die Lücke wandern.
Bei ausgeprägten Fehlstellungen empfiehlt sich eine kieferorthopädische Frühbehandlung, um spätere umfangreiche Maßnahmen zu erleichtern oder zu vermeiden.
Kosten und Nutzen
Viele präventive Maßnahmen werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dennoch kann frühes Handeln spätere, aufwendigere Behandlungen verhindern und ist eine sinnvolle Investition in die langfristige Zahn- und Kiefergesundheit.
Fazit
Kieferorthopädische Prävention beginnt idealerweise schon im Säuglingsalter durch das Vermeiden schädlicher Gewohnheiten. Spätestens ab dem 4. Lebensjahr kann der Kieferorthopäde unterstützend eingreifen. Eine erste Kontrolle sollte für Kinder spätestens im Alter von etwa 7 Jahren erfolgen, um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.
15 Minuten
Außenbogen, Pendulum & Co. – die Platzschaffer in der Kieferorthopädie
In vielen kieferorthopädischen Fällen muss Platz im Zahnbogen geschaffen werden, damit alle bleibenden Zähne korrekt einordnen können. Häufig geschieht dies, indem die ersten großen Backenzähne – die etwa im Alter von 6 bis 7 Jahren durchbrechen – gezielt nach hinten bewegt werden (Distalisation).
Ein häufiger Grund für Platzmangel ist der vorzeitige Verlust von Milchzähnen, die eigentlich als natürliche Platzhalter dienen. Werden keine Lückenhalter eingesetzt, wandern die großen Backenzähne nach vorne und nehmen den Raum für die nachfolgenden bleibenden Zähne ein. Um spätere Zahnextraktionen zu vermeiden, kann versucht werden, diese Backenzähne wieder nach hinten zu bewegen. Der Erfolg hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor allem vom rechtzeitigen Behandlungsbeginn. Eine Vorstellung beim Kieferorthopäden sollte daher möglichst früh erfolgen – idealerweise bereits um das 7. Lebensjahr.
Herausnehmbare Geräte zur Distalisation
Es gibt mehrere herausnehmbare Apparaturen, die vor allem nachmittags, abends und nachts getragen werden:
Aktive Platten: Herausnehmbare Spangen mit Schrauben für Ober- oder Unterkiefer, die regelmäßig nachgestellt werden.
Headgear (Außenbogen): Überträgt Kräfte von außen auf die oberen Backenzähne und bewegt sie nach hinten; wird nur im Oberkiefer eingesetzt.
Lipbumper: Nutzt den Druck der Unterlippe, um die unteren Backenzähne nach hinten zu bewegen; geeignet für den Unterkiefer.
Während Schule, Essen und Sport werden diese Geräte in der Regel herausgenommen.
Feste Distalisationsgeräte
Alternativ gibt es festsitzende Apparaturen wie die Pendulum-Apparatur für den Oberkiefer. Sie werden unauffällig am Gaumen befestigt und wirken rund um die Uhr. Ihr großer Vorteil liegt darin, dass der Behandlungserfolg nicht von der Mitarbeit des Kindes abhängt. Dennoch bleiben gründliche Zahnpflege und regelmäßige Kontrollen unerlässlich.
Fazit
Frühes Eingreifen kann Platzprobleme oft lösen und spätere aufwendige Maßnahmen vermeiden. Kinder sollten deshalb spätestens im Alter von etwa 7 Jahren kieferorthopädisch untersucht werden, damit das Kieferwachstum optimal genutzt werden kann.
In vielen kieferorthopädischen Fällen muss Platz im Zahnbogen geschaffen werden, damit alle bleibenden Zähne korrekt einordnen können. Häufig geschieht dies, indem die ersten großen Backenzähne – die etwa im Alter von 6 bis 7 Jahren durchbrechen – gezielt nach hinten bewegt werden (Distalisation).
Ein häufiger Grund für Platzmangel ist der vorzeitige Verlust von Milchzähnen, die eigentlich als natürliche Platzhalter dienen. Werden keine Lückenhalter eingesetzt, wandern die großen Backenzähne nach vorne und nehmen den Raum für die nachfolgenden bleibenden Zähne ein. Um spätere Zahnextraktionen zu vermeiden, kann versucht werden, diese Backenzähne wieder nach hinten zu bewegen. Der Erfolg hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor allem vom rechtzeitigen Behandlungsbeginn. Eine Vorstellung beim Kieferorthopäden sollte daher möglichst früh erfolgen – idealerweise bereits um das 7. Lebensjahr.
Herausnehmbare Geräte zur Distalisation
Es gibt mehrere herausnehmbare Apparaturen, die vor allem nachmittags, abends und nachts getragen werden:
Aktive Platten: Herausnehmbare Spangen mit Schrauben für Ober- oder Unterkiefer, die regelmäßig nachgestellt werden.
Headgear (Außenbogen): Überträgt Kräfte von außen auf die oberen Backenzähne und bewegt sie nach hinten; wird nur im Oberkiefer eingesetzt.
Lipbumper: Nutzt den Druck der Unterlippe, um die unteren Backenzähne nach hinten zu bewegen; geeignet für den Unterkiefer.
Während Schule, Essen und Sport werden diese Geräte in der Regel herausgenommen.
Feste Distalisationsgeräte
Alternativ gibt es festsitzende Apparaturen wie die Pendulum-Apparatur für den Oberkiefer. Sie werden unauffällig am Gaumen befestigt und wirken rund um die Uhr. Ihr großer Vorteil liegt darin, dass der Behandlungserfolg nicht von der Mitarbeit des Kindes abhängt. Dennoch bleiben gründliche Zahnpflege und regelmäßige Kontrollen unerlässlich.
Fazit
Frühes Eingreifen kann Platzprobleme oft lösen und spätere aufwendige Maßnahmen vermeiden. Kinder sollten deshalb spätestens im Alter von etwa 7 Jahren kieferorthopädisch untersucht werden, damit das Kieferwachstum optimal genutzt werden kann.
13 Minuten
Funktionskieferorthopädie (FKO)
Was ist Funktionskieferorthopädie?
Die Funktionskieferorthopädie nutzt das natürliche Wachstum von Kindern und Jugendlichen, um Kieferfehlstellungen frühzeitig zu korrigieren. Ziel ist es, Ober- und Unterkiefer in eine harmonische Position zu bringen, solange sich der Kiefer noch entwickelt. Meist erfolgt die Behandlung in zwei Phasen: Zunächst wird die Kieferlage mit funktionskieferorthopädischen Geräten eingestellt, anschließend korrigiert eine feste Spange die Zahnstellung. Danach stabilisiert eine Retentionsphase das Ergebnis.
Da Kieferwachstum notwendig ist, findet diese Therapie überwiegend im Alter von etwa 6 bis 12 Jahren statt. In bestimmten Fällen, etwa bei starkem Unterkiefer-Vorbiss (Progenie), kann sie bereits im Vorschulalter beginnen.
Geräte wie Bionator und Aktivator
Zu den bekanntesten FKO-Apparaturen zählen Bionator, Aktivator und Funktionsregler. Diese herausnehmbaren Spangen werden täglich etwa 13 bis 16 Stunden getragen – vor allem nachmittags, abends und nachts. Beim Essen oder Sport werden sie herausgenommen. Wichtig sind sorgfältige Pflege und sichere Aufbewahrung in einer Spangendose.
Die Geräte wirken wie ein Trainingsgerät für die Kaumuskulatur. Durch das Zusammenspiel von Muskeln, Zähnen und Kiefer wird die Fehlstellung schrittweise korrigiert. Dabei verändern sich sowohl die Kieferposition als auch die Zahnstellung.
Vorteile der Funktionskieferorthopädie
Früher Behandlungsbeginn während des Wachstums möglich
Geringere Rückfallneigung, da sich Muskeln und Weichteile an die neue Kieferlage anpassen
Herausnehmbare Geräte erleichtern die Zahnpflege
Kontrolltermine meist nur alle 6 bis 10 Wochen erforderlich
Mögliche Nachteile
Der Behandlungserfolg hängt stark von der Mitarbeit des Kindes ab. Ohne konsequentes Tragen ist die Therapie nicht wirksam. Außerdem reicht die Funktionskieferorthopädie allein oft nicht aus, sodass später zusätzlich eine feste Zahnspange notwendig wird, um die Feinkorrektur der Zähne zu erreichen.
Fazit
Eine frühzeitige Untersuchung beim Kieferorthopäden – spätestens im Alter von etwa 6½ Jahren – ermöglicht es, das Kieferwachstum optimal zu nutzen und Fehlstellungen schonend zu behandeln.
Was ist Funktionskieferorthopädie?
Die Funktionskieferorthopädie nutzt das natürliche Wachstum von Kindern und Jugendlichen, um Kieferfehlstellungen frühzeitig zu korrigieren. Ziel ist es, Ober- und Unterkiefer in eine harmonische Position zu bringen, solange sich der Kiefer noch entwickelt. Meist erfolgt die Behandlung in zwei Phasen: Zunächst wird die Kieferlage mit funktionskieferorthopädischen Geräten eingestellt, anschließend korrigiert eine feste Spange die Zahnstellung. Danach stabilisiert eine Retentionsphase das Ergebnis.
Da Kieferwachstum notwendig ist, findet diese Therapie überwiegend im Alter von etwa 6 bis 12 Jahren statt. In bestimmten Fällen, etwa bei starkem Unterkiefer-Vorbiss (Progenie), kann sie bereits im Vorschulalter beginnen.
Geräte wie Bionator und Aktivator
Zu den bekanntesten FKO-Apparaturen zählen Bionator, Aktivator und Funktionsregler. Diese herausnehmbaren Spangen werden täglich etwa 13 bis 16 Stunden getragen – vor allem nachmittags, abends und nachts. Beim Essen oder Sport werden sie herausgenommen. Wichtig sind sorgfältige Pflege und sichere Aufbewahrung in einer Spangendose.
Die Geräte wirken wie ein Trainingsgerät für die Kaumuskulatur. Durch das Zusammenspiel von Muskeln, Zähnen und Kiefer wird die Fehlstellung schrittweise korrigiert. Dabei verändern sich sowohl die Kieferposition als auch die Zahnstellung.
Vorteile der Funktionskieferorthopädie
Früher Behandlungsbeginn während des Wachstums möglich
Geringere Rückfallneigung, da sich Muskeln und Weichteile an die neue Kieferlage anpassen
Herausnehmbare Geräte erleichtern die Zahnpflege
Kontrolltermine meist nur alle 6 bis 10 Wochen erforderlich
Mögliche Nachteile
Der Behandlungserfolg hängt stark von der Mitarbeit des Kindes ab. Ohne konsequentes Tragen ist die Therapie nicht wirksam. Außerdem reicht die Funktionskieferorthopädie allein oft nicht aus, sodass später zusätzlich eine feste Zahnspange notwendig wird, um die Feinkorrektur der Zähne zu erreichen.
Fazit
Eine frühzeitige Untersuchung beim Kieferorthopäden – spätestens im Alter von etwa 6½ Jahren – ermöglicht es, das Kieferwachstum optimal zu nutzen und Fehlstellungen schonend zu behandeln.
15 Minuten
Platzhalter in der Kieferorthopädie
Platzhalter – auch Lückenhalter genannt – werden eingesetzt, wenn Milchbackenzähne vorzeitig verloren gehen oder entfernt werden müssen. Diese Milchzähne dienen normalerweise als natürliche Platzhalter für die bleibenden Zähne. Fehlen sie zu früh, können die großen Backenzähne nach vorne wandern und den Platz für noch nicht durchgebrochene Vorbacken- und Eckzähne einengen. Lückenhalter verhindern diese Verschiebung, indem sie den vorhandenen Raum im Zahnbogen sichern.
Bleibt eine solche Lücke über längere Zeit unbehandelt, kann später Platzmangel entstehen. In manchen Fällen müssen dann sogar gesunde bleibende Zähne entfernt werden, um genügend Raum im Zahnbogen zu schaffen – eine Situation, die durch rechtzeitige Platzhalter oft vermeidbar ist.
Feste und herausnehmbare Platzhalter
Es gibt zwei Hauptformen:
Feste Platzhalter:
Diese werden individuell angepasst, im Labor hergestellt und mit Spezialkleber eingesetzt. Sie bleiben im Mund, bis der bleibende Zahn durchbricht.
Vorteil: Keine Mitarbeit des Kindes erforderlich, da das Gerät dauerhaft eingesetzt ist.
Nachteile: Erschwerte Zahnpflege, für jede Lücke meist ein eigenes Gerät nötig, außerdem können sich bei klebriger Nahrung Teile lösen.
Herausnehmbare Platzhalter:
Sie werden ebenfalls individuell angefertigt, jedoch meist nur nachts getragen.
Vorteile: Leichtere Zahnpflege, Herausnehmen beim Essen möglich, ein Gerät kann mehrere Lücken gleichzeitig offenhalten.
Nachteil: Der Behandlungserfolg hängt stark von der regelmäßigen Anwendung durch das Kind ab.
Wann ist ein Platzhalter notwendig?
Eine Behandlung wird empfohlen, wenn absehbar ist, dass der bleibende Nachfolgerzahn noch länger als etwa ein Jahr für den Durchbruch benötigt. Grundlage ist eine Röntgenaufnahme, mit der der Zahnarzt oder Kieferorthopäde die Entwicklung der bleibenden Zähne beurteilen kann. Während der Tragezeit erfolgen Kontrollen etwa alle drei bis vier Monate, um Sitz und Wachstum anzupassen.
Nutzen für die spätere Behandlung
Früh eingesetzte Platzhalter können spätere umfangreiche kieferorthopädische Maßnahmen reduzieren oder sogar vermeiden. Insbesondere lassen sich Behandlungen verhindern, bei denen bleibende Zähne aus Platzgründen entfernt werden müssten.
Fazit
Eine erste kieferorthopädische Kontrolle wird für Kinder spätestens im Alter von etwa 6½ Jahren empfohlen. So können frühzeitig Maßnahmen wie Platzhalter eingesetzt und optimale Voraussetzungen für eine gesunde Gebissentwicklung geschaffen werden.
Platzhalter – auch Lückenhalter genannt – werden eingesetzt, wenn Milchbackenzähne vorzeitig verloren gehen oder entfernt werden müssen. Diese Milchzähne dienen normalerweise als natürliche Platzhalter für die bleibenden Zähne. Fehlen sie zu früh, können die großen Backenzähne nach vorne wandern und den Platz für noch nicht durchgebrochene Vorbacken- und Eckzähne einengen. Lückenhalter verhindern diese Verschiebung, indem sie den vorhandenen Raum im Zahnbogen sichern.
Bleibt eine solche Lücke über längere Zeit unbehandelt, kann später Platzmangel entstehen. In manchen Fällen müssen dann sogar gesunde bleibende Zähne entfernt werden, um genügend Raum im Zahnbogen zu schaffen – eine Situation, die durch rechtzeitige Platzhalter oft vermeidbar ist.
Feste und herausnehmbare Platzhalter
Es gibt zwei Hauptformen:
Feste Platzhalter:
Diese werden individuell angepasst, im Labor hergestellt und mit Spezialkleber eingesetzt. Sie bleiben im Mund, bis der bleibende Zahn durchbricht.
Vorteil: Keine Mitarbeit des Kindes erforderlich, da das Gerät dauerhaft eingesetzt ist.
Nachteile: Erschwerte Zahnpflege, für jede Lücke meist ein eigenes Gerät nötig, außerdem können sich bei klebriger Nahrung Teile lösen.
Herausnehmbare Platzhalter:
Sie werden ebenfalls individuell angefertigt, jedoch meist nur nachts getragen.
Vorteile: Leichtere Zahnpflege, Herausnehmen beim Essen möglich, ein Gerät kann mehrere Lücken gleichzeitig offenhalten.
Nachteil: Der Behandlungserfolg hängt stark von der regelmäßigen Anwendung durch das Kind ab.
Wann ist ein Platzhalter notwendig?
Eine Behandlung wird empfohlen, wenn absehbar ist, dass der bleibende Nachfolgerzahn noch länger als etwa ein Jahr für den Durchbruch benötigt. Grundlage ist eine Röntgenaufnahme, mit der der Zahnarzt oder Kieferorthopäde die Entwicklung der bleibenden Zähne beurteilen kann. Während der Tragezeit erfolgen Kontrollen etwa alle drei bis vier Monate, um Sitz und Wachstum anzupassen.
Nutzen für die spätere Behandlung
Früh eingesetzte Platzhalter können spätere umfangreiche kieferorthopädische Maßnahmen reduzieren oder sogar vermeiden. Insbesondere lassen sich Behandlungen verhindern, bei denen bleibende Zähne aus Platzgründen entfernt werden müssten.
Fazit
Eine erste kieferorthopädische Kontrolle wird für Kinder spätestens im Alter von etwa 6½ Jahren empfohlen. So können frühzeitig Maßnahmen wie Platzhalter eingesetzt und optimale Voraussetzungen für eine gesunde Gebissentwicklung geschaffen werden.
17 Minuten
Mundhygiene in der Kieferorthopädie – Saubere Zähne und gesundes Zahnfleisch während der gesamten Behandlung
Gute Zahnpflege ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche kieferorthopädische Behandlung. Besonders bei einer festsitzenden Spange ist die Mundhygiene erschwert, wodurch das Risiko für Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), Entkalkungen (weiße Flecken) und Karies steigt.
Gründliches Putzen als Basis
Zähne sollten mindestens dreimal täglich – morgens, mittags und abends – gereinigt werden. Entscheidend ist dabei auch das Putzen des Zahnfleischrandes, also des Übergangs zwischen Zahn und Zahnfleisch. Diese Massage beugt Entzündungen vor. Wird dieser Bereich vernachlässigt, kann sich das Zahnfleisch entzünden, anschwellen und Bakterien einen idealen Nährboden bieten. Wichtig: Auch bei Zahnfleischbluten sollte vorsichtig weitergeputzt werden. Meist beruhigt sich das Zahnfleisch innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder.
Fluorid schützt die Zähne
Fluoridhaltige Zahnpasta stärkt den Zahnschmelz und schützt vor Karies und Entkalkung. Ergänzend empfiehlt sich einmal wöchentlich ein Fluoridgel sowie abends eine fluoridhaltige Mundspülung (ohne Alkohol). Diese Maßnahmen bieten zusätzlichen Schutz während der Behandlung.
Hilfsmittel für die Reinigung mit Spange
Neben der Zahnbürste sind spezielle Hilfsmittel sinnvoll:
Elektrische oder Handzahnbürste: Beide sind geeignet; wichtig ist eine Putzdauer von mindestens zwei bis drei Minuten und der regelmäßige Wechsel des Bürstenkopfes.
Interdentalbürsten: Sie reinigen schwer erreichbare Stellen zwischen Brackets und Drähten und sollten täglich verwendet werden.
Munddusche: Kann Speisereste entfernen, ersetzt jedoch nicht das Zähneputzen.
Zahnseide: Ist bei festsitzenden Spangen oft schwer anzuwenden, daher sind Interdentalbürsten meist praktischer.
Zusätzliche Schutzmaßnahmen
Eine Versiegelung der Zahnoberflächen vor dem Einsetzen der Brackets kann Entkalkungen vorbeugen. Regelmäßige Kontrollen beim Hauszahnarzt (etwa zweimal jährlich) sowie professionelle Zahnreinigungen unterstützen die Mundgesundheit während der Behandlung.
Ernährung und Alltag
Zuckerhaltige Lebensmittel fördern Kariesbakterien und sollten reduziert werden. Nach süßen Speisen möglichst die Zähne putzen. Ausreichender Speichelfluss hilft bei der natürlichen Reinigung; zuckerfreie Kaugummis können ihn anregen – allerdings nur nach Rücksprache mit dem Kieferorthopäden, da klebrige Lebensmittel Brackets lösen können.
Fazit
Erfolgreiche Kieferorthopädie ist nur mit konsequenter Mundhygiene möglich. Wer seine Zähne und sein Zahnfleisch während der Behandlung sorgfältig pflegt, schützt nicht nur das Behandlungsergebnis, sondern auch die langfristige Zahngesundheit.
Gute Zahnpflege ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche kieferorthopädische Behandlung. Besonders bei einer festsitzenden Spange ist die Mundhygiene erschwert, wodurch das Risiko für Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), Entkalkungen (weiße Flecken) und Karies steigt.
Gründliches Putzen als Basis
Zähne sollten mindestens dreimal täglich – morgens, mittags und abends – gereinigt werden. Entscheidend ist dabei auch das Putzen des Zahnfleischrandes, also des Übergangs zwischen Zahn und Zahnfleisch. Diese Massage beugt Entzündungen vor. Wird dieser Bereich vernachlässigt, kann sich das Zahnfleisch entzünden, anschwellen und Bakterien einen idealen Nährboden bieten. Wichtig: Auch bei Zahnfleischbluten sollte vorsichtig weitergeputzt werden. Meist beruhigt sich das Zahnfleisch innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder.
Fluorid schützt die Zähne
Fluoridhaltige Zahnpasta stärkt den Zahnschmelz und schützt vor Karies und Entkalkung. Ergänzend empfiehlt sich einmal wöchentlich ein Fluoridgel sowie abends eine fluoridhaltige Mundspülung (ohne Alkohol). Diese Maßnahmen bieten zusätzlichen Schutz während der Behandlung.
Hilfsmittel für die Reinigung mit Spange
Neben der Zahnbürste sind spezielle Hilfsmittel sinnvoll:
Elektrische oder Handzahnbürste: Beide sind geeignet; wichtig ist eine Putzdauer von mindestens zwei bis drei Minuten und der regelmäßige Wechsel des Bürstenkopfes.
Interdentalbürsten: Sie reinigen schwer erreichbare Stellen zwischen Brackets und Drähten und sollten täglich verwendet werden.
Munddusche: Kann Speisereste entfernen, ersetzt jedoch nicht das Zähneputzen.
Zahnseide: Ist bei festsitzenden Spangen oft schwer anzuwenden, daher sind Interdentalbürsten meist praktischer.
Zusätzliche Schutzmaßnahmen
Eine Versiegelung der Zahnoberflächen vor dem Einsetzen der Brackets kann Entkalkungen vorbeugen. Regelmäßige Kontrollen beim Hauszahnarzt (etwa zweimal jährlich) sowie professionelle Zahnreinigungen unterstützen die Mundgesundheit während der Behandlung.
Ernährung und Alltag
Zuckerhaltige Lebensmittel fördern Kariesbakterien und sollten reduziert werden. Nach süßen Speisen möglichst die Zähne putzen. Ausreichender Speichelfluss hilft bei der natürlichen Reinigung; zuckerfreie Kaugummis können ihn anregen – allerdings nur nach Rücksprache mit dem Kieferorthopäden, da klebrige Lebensmittel Brackets lösen können.
Fazit
Erfolgreiche Kieferorthopädie ist nur mit konsequenter Mundhygiene möglich. Wer seine Zähne und sein Zahnfleisch während der Behandlung sorgfältig pflegt, schützt nicht nur das Behandlungsergebnis, sondern auch die langfristige Zahngesundheit.
16 Minuten
Wann mit Kieferorthopädie beginnen? Je früher, desto besser
Ziele der Behandlung
Kieferorthopädie sorgt für gerade Zähne und korrekt zueinander passende Kiefer. Gerade Zähne lassen sich besser reinigen und werden gleichmäßig belastet – das senkt das Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen. Stimmen Ober- und Unterkiefer überein, werden auch Kiefergelenke geschont, Kauen und Abbeißen funktionieren optimal und sogar die Sprachentwicklung kann profitieren.
Daumenlutschen und Schnuller abgewöhnen (bis 4 Jahre)
Frühe Prävention beginnt bereits im Kleinkindalter. Daumenlutschen oder dauerhafte Schnullernutzung sollten spätestens bis zum 4. Lebensjahr beendet sein, da sonst Kieferverformungen entstehen können. Motivation und Belohnungssysteme helfen Kindern oft am besten beim Abgewöhnen. Kieferorthopäden beraten hierzu und stellen bei Bedarf unterstützende Hilfsmittel bereit.
Früher Behandlungsbeginn bei Progenie (ab 4–5 Jahre)
Bei einem Unterkiefer-Vorbiss (Progenie), meist genetisch bedingt, sollte die Behandlung möglichst früh starten – oft schon im Vorschulalter. Die Therapie ist langwierig, da das Kieferwachstum beobachtet werden muss. In schweren Fällen kann später zusätzlich ein chirurgischer Eingriff nötig sein.
Milchzähne als Platzhalter (ab ca. 7 Jahre)
Milchzähne halten den Platz für die bleibenden Zähne frei. Gehen sie zu früh verloren, können Nachbarzähne wandern und spätere Fehlstellungen verursachen. Deshalb sollte bei frühzeitigem Zahnverlust eine kieferorthopädische Kontrolle erfolgen; manchmal ist eine Platzhalter-Spange sinnvoll.
Frühbehandlung (ab ca. 6 Jahre)
Mit Durchbruch der ersten bleibenden Zähne kann eine aktive Frühbehandlung beginnen, meist mit herausnehmbaren Geräten. Sie ist besonders wichtig bei großem Abstand zwischen Ober- und Unterkieferfrontzähnen oder bei Kreuzbiss, um Fehlentwicklungen von Kiefer und Gelenken zu vermeiden und das Risiko von Zahnverletzungen zu senken.
Hauptbehandlung (ab ca. 10 Jahre)
Während der zweiten Zahnwechselphase lassen sich Zahnstellung und Kieferwachstum am effektivsten beeinflussen. Diese Behandlung dauert häufig 3–4 Jahre. Anschließend stabilisieren Retentionsgeräte (lose oder feste Halter) das Ergebnis, da Zähne sonst zur alten Position zurückwandern können.
Behandlung im Erwachsenenalter (ab ca. 18 Jahre)
Auch ohne weiteres Kieferwachstum können Zahnfehlstellungen in jedem Alter korrigiert werden. Lageveränderungen der Kiefer selbst sind bei Erwachsenen jedoch meist nur chirurgisch möglich.
Fazit
Eine erste Kontrolle beim Kieferorthopäden wird für jedes Kind spätestens im Alter von etwa 6½ Jahren empfohlen – bei Auffälligkeiten auch früher. Frühes Handeln erleichtert die Behandlung und verbessert die langfristigen Ergebnisse.
Ziele der Behandlung
Kieferorthopädie sorgt für gerade Zähne und korrekt zueinander passende Kiefer. Gerade Zähne lassen sich besser reinigen und werden gleichmäßig belastet – das senkt das Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen. Stimmen Ober- und Unterkiefer überein, werden auch Kiefergelenke geschont, Kauen und Abbeißen funktionieren optimal und sogar die Sprachentwicklung kann profitieren.
Daumenlutschen und Schnuller abgewöhnen (bis 4 Jahre)
Frühe Prävention beginnt bereits im Kleinkindalter. Daumenlutschen oder dauerhafte Schnullernutzung sollten spätestens bis zum 4. Lebensjahr beendet sein, da sonst Kieferverformungen entstehen können. Motivation und Belohnungssysteme helfen Kindern oft am besten beim Abgewöhnen. Kieferorthopäden beraten hierzu und stellen bei Bedarf unterstützende Hilfsmittel bereit.
Früher Behandlungsbeginn bei Progenie (ab 4–5 Jahre)
Bei einem Unterkiefer-Vorbiss (Progenie), meist genetisch bedingt, sollte die Behandlung möglichst früh starten – oft schon im Vorschulalter. Die Therapie ist langwierig, da das Kieferwachstum beobachtet werden muss. In schweren Fällen kann später zusätzlich ein chirurgischer Eingriff nötig sein.
Milchzähne als Platzhalter (ab ca. 7 Jahre)
Milchzähne halten den Platz für die bleibenden Zähne frei. Gehen sie zu früh verloren, können Nachbarzähne wandern und spätere Fehlstellungen verursachen. Deshalb sollte bei frühzeitigem Zahnverlust eine kieferorthopädische Kontrolle erfolgen; manchmal ist eine Platzhalter-Spange sinnvoll.
Frühbehandlung (ab ca. 6 Jahre)
Mit Durchbruch der ersten bleibenden Zähne kann eine aktive Frühbehandlung beginnen, meist mit herausnehmbaren Geräten. Sie ist besonders wichtig bei großem Abstand zwischen Ober- und Unterkieferfrontzähnen oder bei Kreuzbiss, um Fehlentwicklungen von Kiefer und Gelenken zu vermeiden und das Risiko von Zahnverletzungen zu senken.
Hauptbehandlung (ab ca. 10 Jahre)
Während der zweiten Zahnwechselphase lassen sich Zahnstellung und Kieferwachstum am effektivsten beeinflussen. Diese Behandlung dauert häufig 3–4 Jahre. Anschließend stabilisieren Retentionsgeräte (lose oder feste Halter) das Ergebnis, da Zähne sonst zur alten Position zurückwandern können.
Behandlung im Erwachsenenalter (ab ca. 18 Jahre)
Auch ohne weiteres Kieferwachstum können Zahnfehlstellungen in jedem Alter korrigiert werden. Lageveränderungen der Kiefer selbst sind bei Erwachsenen jedoch meist nur chirurgisch möglich.
Fazit
Eine erste Kontrolle beim Kieferorthopäden wird für jedes Kind spätestens im Alter von etwa 6½ Jahren empfohlen – bei Auffälligkeiten auch früher. Frühes Handeln erleichtert die Behandlung und verbessert die langfristigen Ergebnisse.
15 Minuten
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#isernhagen #altwarmbüchen #burgwedel #wedemark #garbsen #seelze
️توصیهی ما: مراجعه به ارتودنتیست در سن ۷ سالگی
مشاورهها در روزهای جمعه و شنبه
www.kfo-babai.de
ارتودنسی هانوفر: بهترین بریس دندانی برای کودک شما در زمان مناسب
KFOBABAI متخصص شما در زمینهی ارتودنسی کودکان در منطقهی هانوفر است.
ما اولین معاینهی ارتودنسی را از سن ۷ سالگی توصیه میکنیم. چرا؟ در این سن اولین دندانهای دائمی ظاهر میشوند و ناهنجاریهای شدید دندانی یا فکی را میتوان با درمان زودهنگام ارتودنسی و استفاده از بریس، بهویژه بهطور مؤثر درمان کرد.
در صورت از دست رفتن زودهنگام یک دندان شیری، از وسیلهی نگهدارندهی فضا استفاده میشود تا جای دندان دائمی بعدی حفظ شود. علاوه بر این، کودکان ۷ ساله دانشآموزانی باانگیزه هستند و همکاری بسیار خوبی در طول درمان دارند!
درمان اصلی ارتودنسی را حداکثر تا سن ۱۰ سالگی آغاز میکنیم تا از فضای موجود و پتانسیل رشد فک به بهترین شکل استفاده شود و تا حد امکان از کشیدن دندانهای دائمی جلوگیری گردد.
مناسب برای خانوادهها : مشاورههای اولیهی ما در روزهای جمعه و شنبه برگزار میشود. از همین حالا برای لبخند سالم کودک خود اقدام کنید – در هانوفر!
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ما اولین معاینهی ارتودنسی را از سن ۷ سالگی توصیه میکنیم. چرا؟ در این سن اولین دندانهای دائمی ظاهر میشوند و ناهنجاریهای شدید دندانی یا فکی را میتوان با درمان زودهنگام ارتودنسی و استفاده از بریس، بهویژه بهطور مؤثر درمان کرد.
در صورت از دست رفتن زودهنگام یک دندان شیری، از وسیلهی نگهدارندهی فضا استفاده میشود تا جای دندان دائمی بعدی حفظ شود. علاوه بر این، کودکان ۷ ساله دانشآموزانی باانگیزه هستند و همکاری بسیار خوبی در طول درمان دارند!
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