Kaufable - Der Podcast von Erik Reintjes und Johannes Altmann Archiv
12 Episoden
55 Minuten
Ein Shopify-Shop, ein paar Anzeigen bei Meta, fertig ist das Online-Geschäft? So stellen es manche Beiträge in den sozialen Medien dar. Wir sehen das anders. Der Verkauf selbst ist einfach. Das Tagesgeschäft dahinter ist es nicht: Lager, Versand und Abläufe sind für viele Gründer die eigentliche Hürde.
In dieser Folge schauen wir auf 25 Jahre Online-Handel zurück. Die Technik ist heute ausgereift. Vieles, wofür man früher eine Agentur gebraucht hat, bauen Teams heute in kurzer Zeit selbst. Für den Online-Verkauf reichen deshalb ein gutes Shopsystem, ein starker Zahlungsanbieter und eine verlässliche Logistiksoftware. Umsatz entsteht nicht durch neue Software, sondern durch ein begehrtes Produkt und die richtige Ansprache der Kundschaft.
Außerdem sprechen wir darüber,
wozu Fachkonferenzen und Messen wie OMR, K5 oder DMEXCO heute noch dienen,
warum es künftig vor allem Amazon und starke Marken geben wird,
wie wir mit Miss Pompadour eine Lücke gefunden haben, die etablierte Farbhersteller offen gelassen haben,
warum man nicht selbst zur eigenen Zielgruppe gehören muss
und wann es Zeit ist, ein Geschäftsmodell aufzugeben, das sich nicht trägt.
Unser Fazit: E-Commerce ist nicht tot. Er ist erwachsen geworden und heute ein ganz normaler Vertriebsweg neben dem stationären Handel und dem Geschäft mit Firmenkunden.
Zum Schluss noch ein Hinweis: Die Anmeldung zum Usability Award läuft. Hier geht es zur Einreichung: usability-award.de
In dieser Folge schauen wir auf 25 Jahre Online-Handel zurück. Die Technik ist heute ausgereift. Vieles, wofür man früher eine Agentur gebraucht hat, bauen Teams heute in kurzer Zeit selbst. Für den Online-Verkauf reichen deshalb ein gutes Shopsystem, ein starker Zahlungsanbieter und eine verlässliche Logistiksoftware. Umsatz entsteht nicht durch neue Software, sondern durch ein begehrtes Produkt und die richtige Ansprache der Kundschaft.
Außerdem sprechen wir darüber,
wozu Fachkonferenzen und Messen wie OMR, K5 oder DMEXCO heute noch dienen,
warum es künftig vor allem Amazon und starke Marken geben wird,
wie wir mit Miss Pompadour eine Lücke gefunden haben, die etablierte Farbhersteller offen gelassen haben,
warum man nicht selbst zur eigenen Zielgruppe gehören muss
und wann es Zeit ist, ein Geschäftsmodell aufzugeben, das sich nicht trägt.
Unser Fazit: E-Commerce ist nicht tot. Er ist erwachsen geworden und heute ein ganz normaler Vertriebsweg neben dem stationären Handel und dem Geschäft mit Firmenkunden.
Zum Schluss noch ein Hinweis: Die Anmeldung zum Usability Award läuft. Hier geht es zur Einreichung: usability-award.de
48 Minuten
Wir sprechen in dieser Folge darüber, was es heißt, mit einer deutschen Marke ins europäische Ausland zu gehen. Anlass gibt es gleich doppelt: Miss Pompadour ist gerade mit dem eigenen Online-Shop in Schweden gestartet, und bei pinops lief am Morgen der Aufnahme die erste französischsprachige Fokusgruppe mit 15 Teilnehmenden – moderiert aus Deutschland.
Erik erzählt, warum Frankreich ein besonders anspruchsvoller Markt ist, warum Polen für Miss Pompadour das logische nächste Land ist und wie ein Markteintritt Schritt für Schritt abläuft: vom Instagram-Account ein halbes Jahr vor dem Start über die Übersetzung von Shop und Rechtstexten bis zu den ersten Anzeigen. Wir reden über Farbvorlieben, die sich von Land zu Land deutlich unterscheiden, über die Frage, ob „Made in Germany“ im Ausland hilft oder schadet (es hilft!), und über den Versand über Partner bis zur Abholstation in Polen.
Außerdem: Warum die größte Hürde nicht die neuen Länder waren, sondern der Umbau des eigenen Unternehmens. Warum die USA und Großbritannien für Erik vorerst nicht in Frage kommen und Hannes hier seine schlimmsten Albträume hatte.
In den nächsten Folgen teilen wir, was wir aus den französischen Fokusgruppen gelernt haben.
Erik erzählt, warum Frankreich ein besonders anspruchsvoller Markt ist, warum Polen für Miss Pompadour das logische nächste Land ist und wie ein Markteintritt Schritt für Schritt abläuft: vom Instagram-Account ein halbes Jahr vor dem Start über die Übersetzung von Shop und Rechtstexten bis zu den ersten Anzeigen. Wir reden über Farbvorlieben, die sich von Land zu Land deutlich unterscheiden, über die Frage, ob „Made in Germany“ im Ausland hilft oder schadet (es hilft!), und über den Versand über Partner bis zur Abholstation in Polen.
Außerdem: Warum die größte Hürde nicht die neuen Länder waren, sondern der Umbau des eigenen Unternehmens. Warum die USA und Großbritannien für Erik vorerst nicht in Frage kommen und Hannes hier seine schlimmsten Albträume hatte.
In den nächsten Folgen teilen wir, was wir aus den französischen Fokusgruppen gelernt haben.
41 Minuten
In der Folge Nummer 10 starten wir mit Galeria Kaufhof, denn das Unternehmen ist ja wieder einmal insolvent. Wir sprechen darüber, warum das klassische Warenhaus seinen Platz verloren hat: Statt Töpfen, Glühbirnen und Knöpfen gibt es heute vor allem Mode und an Marken vermietete Flächen, dazu mittelmäßige Ware und kaum Beratung.
Danach geht es um die Frage, wie neue Marken in die Regale von Edeka, Rewe oder dm kommen, und warum Erik Gründerinnen und Gründern rät, zuerst online zu starten: Dort behält man die Kontrolle über Produkt, Preis und Werbung. Erik erzählt, wie Miss Pompadour Kennzahlen wie Suchanfragen als Grundlage für Gespräche mit dem Handel nutzt.
Wir sprechen außerdem über Läden auf Zeit in der Fußgängerzone, über Städte wie Kiel und Augsburg, die leere Flächen kurzfristig vermieten, und über das Hanauer Modell: ein ehemaliges Kaufhaus mit Marktständen, Leseraum, Spielecke und Treppen zum Verweilen, bei dem jeder Laden wirtschaftlich arbeiten muss. Zum Schluss geht es um die Mieten in Innenstädten wie München und die Frage, ob nicht eher sie als die Handelsspanne das eigentliche Problem des stationären Handels sind.
Diese Folge wird unterstützt von Shopware. E
Und noch etwas: Sobald wir 50 Bewertungen haben, laden wir alle, die bewertet haben, zur Weihnachtsfeier ein. Los gehts!
Danach geht es um die Frage, wie neue Marken in die Regale von Edeka, Rewe oder dm kommen, und warum Erik Gründerinnen und Gründern rät, zuerst online zu starten: Dort behält man die Kontrolle über Produkt, Preis und Werbung. Erik erzählt, wie Miss Pompadour Kennzahlen wie Suchanfragen als Grundlage für Gespräche mit dem Handel nutzt.
Wir sprechen außerdem über Läden auf Zeit in der Fußgängerzone, über Städte wie Kiel und Augsburg, die leere Flächen kurzfristig vermieten, und über das Hanauer Modell: ein ehemaliges Kaufhaus mit Marktständen, Leseraum, Spielecke und Treppen zum Verweilen, bei dem jeder Laden wirtschaftlich arbeiten muss. Zum Schluss geht es um die Mieten in Innenstädten wie München und die Frage, ob nicht eher sie als die Handelsspanne das eigentliche Problem des stationären Handels sind.
Diese Folge wird unterstützt von Shopware. E
Und noch etwas: Sobald wir 50 Bewertungen haben, laden wir alle, die bewertet haben, zur Weihnachtsfeier ein. Los gehts!
43 Minuten
Erik hat bei MissPompadour ein eigenes Forum in der App gestartet, den „Pompclub". Hannes startet bei pinops ein Community Lab, um in der Community von Kunden zu lernen. Für uns der Anlass, über Communities zu sprechen: Was ist das eigentlich, warum scheitern so viele Unternehmen daran, und was machen junge Marken anders?
Wir sprechen darüber, warum Kundinnen und Kunden ein Produkt untereinander oft besser verkaufen als das Unternehmen selbst – von der Tupperparty bis zur Kommentarspalte auf Instagram. Und warum sich eine Community weder mit einem Tool noch mit Geld bauen lässt, sondern aus der Marke und den Menschen dahinter wachsen muss.
Außerdem in dieser Folge:
Ein Blick zurück: Chip Online Forum, Motor-Talk, „Mein schöner Garten", Lokalisten, SchülerVZ und StudiVZ
Warum MissPompadour das Forum in die eigene App holt, statt den Austausch Meta oder Reddit zu überlassen
63 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer öffnen die MissPompadour-App einmal täglich
20 Prozent weniger Google-Sichtbarkeit durch KI-Overviews, und warum eine eigene Community davor schützt
Communities als Marktforschung: Starbucks Idea, Lego, Dell Idea Storm – und warum Firmen bei ihren eigenen Events oft nicht zuhören
Wie junge Gründerinnen und Gründer direkt in bestehende Szenen einsteigen, am Beispiel der Islandpferde-Community
Warum Konzerne mit eingekauften Marken und Tools scheitern, und was Adidas mit den Runclubs über zehn Jahre richtig gemacht hat
Ankerkraut und Nestlé: wenn ein Verkauf zum Vertrauensbruch wird
Der Shopware Circle als Beispiel für ein Format, in dem offen über Probleme gesprochen wird
Clubhouse: viel Begehrlichkeit, aber keine echte Community
Unser Fazit: Communities gibt es zu jedem Thema schon. Marken müssen sie nicht bauen, sondern den richtigen Ort finden und sich anschließen. Das funktioniert wie eine Freundschaft: Es braucht Geduld, und der Ertrag lässt sich nicht vorher ausrechnen.
Zum Schluss ein Versprechen: Sobald wir 50 Bewertungen mit fünf Sternen haben, veranstalten wir ein Community-Event in München. Also: Bitte bewertet uns.
Diese Folge wird unterstützt von Shopware.
Wir sprechen darüber, warum Kundinnen und Kunden ein Produkt untereinander oft besser verkaufen als das Unternehmen selbst – von der Tupperparty bis zur Kommentarspalte auf Instagram. Und warum sich eine Community weder mit einem Tool noch mit Geld bauen lässt, sondern aus der Marke und den Menschen dahinter wachsen muss.
Außerdem in dieser Folge:
Ein Blick zurück: Chip Online Forum, Motor-Talk, „Mein schöner Garten", Lokalisten, SchülerVZ und StudiVZ
Warum MissPompadour das Forum in die eigene App holt, statt den Austausch Meta oder Reddit zu überlassen
63 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer öffnen die MissPompadour-App einmal täglich
20 Prozent weniger Google-Sichtbarkeit durch KI-Overviews, und warum eine eigene Community davor schützt
Communities als Marktforschung: Starbucks Idea, Lego, Dell Idea Storm – und warum Firmen bei ihren eigenen Events oft nicht zuhören
Wie junge Gründerinnen und Gründer direkt in bestehende Szenen einsteigen, am Beispiel der Islandpferde-Community
Warum Konzerne mit eingekauften Marken und Tools scheitern, und was Adidas mit den Runclubs über zehn Jahre richtig gemacht hat
Ankerkraut und Nestlé: wenn ein Verkauf zum Vertrauensbruch wird
Der Shopware Circle als Beispiel für ein Format, in dem offen über Probleme gesprochen wird
Clubhouse: viel Begehrlichkeit, aber keine echte Community
Unser Fazit: Communities gibt es zu jedem Thema schon. Marken müssen sie nicht bauen, sondern den richtigen Ort finden und sich anschließen. Das funktioniert wie eine Freundschaft: Es braucht Geduld, und der Ertrag lässt sich nicht vorher ausrechnen.
Zum Schluss ein Versprechen: Sobald wir 50 Bewertungen mit fünf Sternen haben, veranstalten wir ein Community-Event in München. Also: Bitte bewertet uns.
Diese Folge wird unterstützt von Shopware.
39 Minuten
Wir haben uns ja vorgenommen, nichts zu schneiden. Deshalb: 3 – 2 – 1 und los geht's, direkt von der DMEXCO! Inspiriert von der Messe diskutieren wir, ob sich das alles überhaupt noch lohnt, denn online ist es brutal teuer geworden. Und Erik hat da so ganz andere Ideen. Schnuppert rein in unser Messe-Special!
37 Minuten
Marken stecken viel Geld und Testaufwand in ihre Verpackung. Im Onlinehandel wird die Präsentation im Shop dagegen oft vernachlässigt. Ist im Direktvertrieb nicht eigentlich der Shop die Verpackung?
Wir sprechen darüber, warum Miss Pompadour ihre Farbeimer so gestaltet, dass man sie gern ins Regal stellt, und warum wir den Versand bewusst im eigenen Haus behalten. Es geht um eine einheitliche Markensprache vom Inserat bis zum Shop, für die Miss Pompadour sechs bis acht Jahre gebraucht hat.
Außerdem kleiner Blick auf den älteren Verpackungsfail von Tropicana, bei dem ein neues Etikett zu einem Umsatzeinbruch von 20 Prozent und einem Schaden von rund 30 Millionen US-Dollar führte. Wir diskutieren, warum sich solche Fehler online per A/B-Test schnell erkennen lassen, im Handelsregal aber nicht. Wir fragen uns, ob ein schön gestalteter Shop überhaupt mehr Umsatz bringt, wenn Zara auch schlicht erfolgreich ist. Und wir sind uns einig: Bei Wein und Bier entscheidet fast allein das Etikett über den Kauf.
Zum Einstieg wollte Hannes bei der Supermarkt-Abholstation in Frankreich tanken, Erik ist wenig erholt aus dem Urlaub zurück und gemeinsam blicken auf die DMEXCO in Köln.
Diese Folge wird unterstützt von Shopware.
Wir sprechen darüber, warum Miss Pompadour ihre Farbeimer so gestaltet, dass man sie gern ins Regal stellt, und warum wir den Versand bewusst im eigenen Haus behalten. Es geht um eine einheitliche Markensprache vom Inserat bis zum Shop, für die Miss Pompadour sechs bis acht Jahre gebraucht hat.
Außerdem kleiner Blick auf den älteren Verpackungsfail von Tropicana, bei dem ein neues Etikett zu einem Umsatzeinbruch von 20 Prozent und einem Schaden von rund 30 Millionen US-Dollar führte. Wir diskutieren, warum sich solche Fehler online per A/B-Test schnell erkennen lassen, im Handelsregal aber nicht. Wir fragen uns, ob ein schön gestalteter Shop überhaupt mehr Umsatz bringt, wenn Zara auch schlicht erfolgreich ist. Und wir sind uns einig: Bei Wein und Bier entscheidet fast allein das Etikett über den Kauf.
Zum Einstieg wollte Hannes bei der Supermarkt-Abholstation in Frankreich tanken, Erik ist wenig erholt aus dem Urlaub zurück und gemeinsam blicken auf die DMEXCO in Köln.
Diese Folge wird unterstützt von Shopware.
38 Minuten
Es gibt diese eine Frage, die uns beide gerade wirklich umtreibt: Was passiert mit der Customer Journey, wenn KI den Anfang übernimmt?
Denn genau da beginnt heute alles. Und ChatGPT, Gemini oder Perplexity nennen bei einer Empfehlung maximal drei Marken. Wer nicht dabei ist, existiert nicht. Erik erzählt, wie MissPompadour dagegenhält – mit einer eigenen, ziemlich teuren Bild-KI, mit der man das eigene Zimmerfoto sofort in echten Farben sieht.
Wir nennen es Beratungsklau 2.0: Früher ließ man sich im Laden beraten und kaufte online. Heute lernt die KI von unseren Inhalten und empfiehlt am Ende Schöner Wohnen, weil die die bessere PR haben. Reine Suchmaschinenoptimierung reicht nicht mehr – die KI zieht ihre Relevanz aus Presseartikeln und Publikationen, die längst geschrieben wurden.
Und dann geht's raus aus dem Digitalen: MissPompadour bildet jeden Monat zehn Frauen zu zertifizierten Streichpatinnen aus, die in ihren Heimatstädten Workshops geben. Adidas baut Running Clubs. Octopus Energy steht auf dem Wacken, Lidl auf dem Hurricane. Warum das kein Nostalgie-Trip ist, sondern die logische Antwort, besprechen wir ausführlich.
Eriks Steuerberater hat dreieinhalb Jahre gebraucht, bis er den Auftrag bekam. Genau so lange dauert Vertrauen heute. Der schnelle Direktvertrieb über Meta-Anzeigen – der ist tot.
Danke für die fünf Fünf-Sterne-Bewertungen auf Spotify! Wir freuen uns über jede weitere Rückmeldung.
Diese Folge wird unterstützt von Shopware.
Denn genau da beginnt heute alles. Und ChatGPT, Gemini oder Perplexity nennen bei einer Empfehlung maximal drei Marken. Wer nicht dabei ist, existiert nicht. Erik erzählt, wie MissPompadour dagegenhält – mit einer eigenen, ziemlich teuren Bild-KI, mit der man das eigene Zimmerfoto sofort in echten Farben sieht.
Wir nennen es Beratungsklau 2.0: Früher ließ man sich im Laden beraten und kaufte online. Heute lernt die KI von unseren Inhalten und empfiehlt am Ende Schöner Wohnen, weil die die bessere PR haben. Reine Suchmaschinenoptimierung reicht nicht mehr – die KI zieht ihre Relevanz aus Presseartikeln und Publikationen, die längst geschrieben wurden.
Und dann geht's raus aus dem Digitalen: MissPompadour bildet jeden Monat zehn Frauen zu zertifizierten Streichpatinnen aus, die in ihren Heimatstädten Workshops geben. Adidas baut Running Clubs. Octopus Energy steht auf dem Wacken, Lidl auf dem Hurricane. Warum das kein Nostalgie-Trip ist, sondern die logische Antwort, besprechen wir ausführlich.
Eriks Steuerberater hat dreieinhalb Jahre gebraucht, bis er den Auftrag bekam. Genau so lange dauert Vertrauen heute. Der schnelle Direktvertrieb über Meta-Anzeigen – der ist tot.
Danke für die fünf Fünf-Sterne-Bewertungen auf Spotify! Wir freuen uns über jede weitere Rückmeldung.
Diese Folge wird unterstützt von Shopware.
36 Minuten
Warum wir Dinge kaufen, die wir gar nicht brauchen
Angefangen hat diese Folge mit einer harmlosen Kundenfrage über Puppen. Fünf Minuten später waren wir mittendrin in der Frage, die uns beide seit Jahren nicht loslässt: Warum kaufen Menschen eigentlich Dinge, die sie gar nicht brauchen?
Erik erzählt von seinem Mountainbike – gekauft nicht, weil das alte kaputt war, sondern weil da dieser Drang war, dieses „ich will das jetzt". Hannes gesteht seine Stanley-Kühlbox, die Getränke drei Tage kalt hält und die er vielleicht nicht unbedingt braucht. Inspiriert von Amerikanern in Kalifornien, die ihre Yeti-Boxen durch die Gegend schleppten.
Genau darum geht's: Ein Bedarf ist ein Loch in der Socke. Ein Wunsch fängt immer mit einem Bild an – und mit anderen Menschen, bei denen wir etwas sehen und denken, so möchte ich auch sein.
Wir sprechen darüber, warum Farrow & Ball dreimal so teuer sein darf, warum MissPompadour funktioniert, obwohl Farbe technisch austauschbar ist, und warum ausgerechnet Decathlon und Action ohne große Markengeschichte so gut laufen.
Und dann wird's unbequem: Hannes hat in Fokusgruppen 100 Wohnzimmer fotografieren lassen und mit Konsumenten diskutiert. Ergebnis – die schön gebauten Inspirationswelten in Onlineshops interessieren wirklich niemanden. Echte Wohnzimmer sind zusammengewürfelt und pragmatisch. Inspiration holen sich Menschen längst woanders.
Was das für Händler bedeutet, die keine Marke sind? Da wird Erik ziemlich deutlich. Und zum Schluss erzählen wir von einem Nähmaschinenhändler im Bayerischen Wald, der genau das richtig gemacht hat.
Angefangen hat diese Folge mit einer harmlosen Kundenfrage über Puppen. Fünf Minuten später waren wir mittendrin in der Frage, die uns beide seit Jahren nicht loslässt: Warum kaufen Menschen eigentlich Dinge, die sie gar nicht brauchen?
Erik erzählt von seinem Mountainbike – gekauft nicht, weil das alte kaputt war, sondern weil da dieser Drang war, dieses „ich will das jetzt". Hannes gesteht seine Stanley-Kühlbox, die Getränke drei Tage kalt hält und die er vielleicht nicht unbedingt braucht. Inspiriert von Amerikanern in Kalifornien, die ihre Yeti-Boxen durch die Gegend schleppten.
Genau darum geht's: Ein Bedarf ist ein Loch in der Socke. Ein Wunsch fängt immer mit einem Bild an – und mit anderen Menschen, bei denen wir etwas sehen und denken, so möchte ich auch sein.
Wir sprechen darüber, warum Farrow & Ball dreimal so teuer sein darf, warum MissPompadour funktioniert, obwohl Farbe technisch austauschbar ist, und warum ausgerechnet Decathlon und Action ohne große Markengeschichte so gut laufen.
Und dann wird's unbequem: Hannes hat in Fokusgruppen 100 Wohnzimmer fotografieren lassen und mit Konsumenten diskutiert. Ergebnis – die schön gebauten Inspirationswelten in Onlineshops interessieren wirklich niemanden. Echte Wohnzimmer sind zusammengewürfelt und pragmatisch. Inspiration holen sich Menschen längst woanders.
Was das für Händler bedeutet, die keine Marke sind? Da wird Erik ziemlich deutlich. Und zum Schluss erzählen wir von einem Nähmaschinenhändler im Bayerischen Wald, der genau das richtig gemacht hat.
37 Minuten
Diese Woche haben sich Erik und Hannes an ein Thema gewagt, bei dem man möglicherweise nur verlieren kann: Wie viel Haltung verträgt ein Unternehmen – und wem nützt sie eigentlich?
Aufhänger war der Fall Müllermilch. Theo Müller, Treffen mit Alice Weidel, und keine 24 Stunden später der übliche Reflex: Boykott. Eine Civey-Umfrage vom Handelsblatt sagt, 42 % würden künftig zur Konkurrenz greifen. Erik ist da ziemlich unromantisch: Die meisten, die jetzt laut boykottieren, haben das Produkt vorher auch nicht gekauft. Nestlé wird seit Jahrzehnten boykottiert – dem Aktienkurs ist das bemerkenswert egal.
Wir sind dann ziemlich schnell bei der unangenehmen Frage gelandet, wo man eigentlich aufhört. Ritter Sport bleibt in Russland und wurde dafür geprügelt – aber eine Fabrik ist eben kein Abo, das man kündigt. Und wenn man moralische Maßstäbe wirklich konsequent anlegt, wird die Liste der Länder, mit denen man noch Geschäfte machen darf, sehr kurz. Nach Meinung von Erik die USA übrigens inklusive.
Hannes geht diese Personalisierung von Marken auf die Nerven. Wenn Elon Musk Unsinn macht, trifft der Boykott 100.000 Mitarbeitende, die nichts dafür können. Erik hält es pragmatischer – er kauft bestimmte Sachen einfach nicht mehr, macht daraus aber keinen LinkedIn-Post. Was uns zum zweiten großen Reizthema brachte: Regenbogen-Washing. Logo bunt im Juni, in Saudi-Arabien dann lieber nicht. Das merken die Leute.
Am Ende sind wir uns einig, dass es keinen sauberen Weg gibt. Unternehmen nach Meinung von Hannes keine eigene politische Meinung – Erik sagt, Gründer sollten ihre Werte einfach leben statt sie zu plakatieren. Beides zusammen ist vermutlich näher an der Wahrheit als jeder einzelne Standpunkt.
Danke an Shopware für die Unterstützung dieser Folge.
Aufhänger war der Fall Müllermilch. Theo Müller, Treffen mit Alice Weidel, und keine 24 Stunden später der übliche Reflex: Boykott. Eine Civey-Umfrage vom Handelsblatt sagt, 42 % würden künftig zur Konkurrenz greifen. Erik ist da ziemlich unromantisch: Die meisten, die jetzt laut boykottieren, haben das Produkt vorher auch nicht gekauft. Nestlé wird seit Jahrzehnten boykottiert – dem Aktienkurs ist das bemerkenswert egal.
Wir sind dann ziemlich schnell bei der unangenehmen Frage gelandet, wo man eigentlich aufhört. Ritter Sport bleibt in Russland und wurde dafür geprügelt – aber eine Fabrik ist eben kein Abo, das man kündigt. Und wenn man moralische Maßstäbe wirklich konsequent anlegt, wird die Liste der Länder, mit denen man noch Geschäfte machen darf, sehr kurz. Nach Meinung von Erik die USA übrigens inklusive.
Hannes geht diese Personalisierung von Marken auf die Nerven. Wenn Elon Musk Unsinn macht, trifft der Boykott 100.000 Mitarbeitende, die nichts dafür können. Erik hält es pragmatischer – er kauft bestimmte Sachen einfach nicht mehr, macht daraus aber keinen LinkedIn-Post. Was uns zum zweiten großen Reizthema brachte: Regenbogen-Washing. Logo bunt im Juni, in Saudi-Arabien dann lieber nicht. Das merken die Leute.
Am Ende sind wir uns einig, dass es keinen sauberen Weg gibt. Unternehmen nach Meinung von Hannes keine eigene politische Meinung – Erik sagt, Gründer sollten ihre Werte einfach leben statt sie zu plakatieren. Beides zusammen ist vermutlich näher an der Wahrheit als jeder einzelne Standpunkt.
Danke an Shopware für die Unterstützung dieser Folge.
40 Minuten
Miss Pompadour geht in die Schweiz! Erik erzählt, warum der Markteintritt bei Hornbach Schweiz regulatorisch kniffliger war als gedacht – und wie ein Schweizer Partner den Verkaufsstart zum Jahresende möglich macht.
Danach wird's grundsätzlich: Nach über einem Jahr Entwicklungszeit launcht Miss Pompadour im August eine eigene KI-Lösung für die Kundenberatung. Erik erklärt, warum fertige SaaS-Chatbots für den eigenen Qualitätsanspruch zu oberflächlich waren, wie die KI "Tony" auf sechs Jahre Kundenkommunikation trainiert wurde – und warum eine Abbruch-Logik dafür sorgt, dass bei kniffligen Fragen (Stichwort Bierlack!) proaktiv ein Mensch übernimmt.
Passend dazu: Ab dem 20. August gilt der KI-Act. Was bedeutet die Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte konkret? Und warum bekommen Kundinnen und Kunden bei Miss Pompadour immer die Wahl, ob sie mit der KI oder einem echten Menschen chatten?
Johannes und Erik diskutieren außerdem kontrovers:
– Warum "spooky" KI-Mails und automatisierte Outbound-Anrufe mehr kaputt machen als sie bringen
– Wo KI wirklich Sinn ergibt: Lead-Qualifizierung, Warteschleifen, Moderationsleitfäden
– Warum Erik sein E-Mail-Postfach trotzdem lieber selbst bearbeitet
– Und die große These der Folge: Echte menschliche Interaktion wird zum Wettbewerbsvorteil, wenn überall nur noch Bots miteinander reden
Eine Folge über den schmalen Grat zwischen Effizienz und Entmenschlichung – und darüber, warum mehr Output nicht automatisch mehr Relevanz bedeutet.
Diese Folge wird gesponsert von Shopware – der Open-Source-E-Commerce-Plattform für komplexe B2B-Anforderungen, bereit für Agentic Commerce.
Danach wird's grundsätzlich: Nach über einem Jahr Entwicklungszeit launcht Miss Pompadour im August eine eigene KI-Lösung für die Kundenberatung. Erik erklärt, warum fertige SaaS-Chatbots für den eigenen Qualitätsanspruch zu oberflächlich waren, wie die KI "Tony" auf sechs Jahre Kundenkommunikation trainiert wurde – und warum eine Abbruch-Logik dafür sorgt, dass bei kniffligen Fragen (Stichwort Bierlack!) proaktiv ein Mensch übernimmt.
Passend dazu: Ab dem 20. August gilt der KI-Act. Was bedeutet die Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte konkret? Und warum bekommen Kundinnen und Kunden bei Miss Pompadour immer die Wahl, ob sie mit der KI oder einem echten Menschen chatten?
Johannes und Erik diskutieren außerdem kontrovers:
– Warum "spooky" KI-Mails und automatisierte Outbound-Anrufe mehr kaputt machen als sie bringen
– Wo KI wirklich Sinn ergibt: Lead-Qualifizierung, Warteschleifen, Moderationsleitfäden
– Warum Erik sein E-Mail-Postfach trotzdem lieber selbst bearbeitet
– Und die große These der Folge: Echte menschliche Interaktion wird zum Wettbewerbsvorteil, wenn überall nur noch Bots miteinander reden
Eine Folge über den schmalen Grat zwischen Effizienz und Entmenschlichung – und darüber, warum mehr Output nicht automatisch mehr Relevanz bedeutet.
Diese Folge wird gesponsert von Shopware – der Open-Source-E-Commerce-Plattform für komplexe B2B-Anforderungen, bereit für Agentic Commerce.
40 Minuten
WhatsApp nutzen fast alle – in den Niederlanden 98 %, in Spanien 95 % der Bevölkerung –, aber kaum ein Händler nutzt es richtig. In dieser Folge sprechen Johannes und Erik darüber, warum WhatsApp der wohl am meisten unterschätzte Kanal in der Kundenkommunikation ist, und wie MissPompadour ihn seit acht Jahren zu echter Kundenbindung statt zu Werbe-Spam macht.
Der Kern: WhatsApp als Beziehungskanal, nicht als Werbeschleuder
Erik erklärt den Grundsatz hinter dem Erfolg: kein proaktives Zuspammen, sondern konsequent auf eingehende Anfragen setzen. WhatsApp dient bei MissPompadour vor allem der langfristigen Beratung – bis hin dazu, dass über eine Schnittstelle der Warenkorb für die Kundin vorbereitet wird (Plentymarkets in Verbindung mit Shopware). Die Zahlen zeigen, wie sehr Kundinnen den schriftlichen Dialog dem Telefon vorziehen: 350 bis 500 Gespräche starten täglich, über alle Kanäle sind es 1.500 bis 1.800. Die Chat-Kultur hat sich gedreht – schreiben ist effizienter und erzeugt weniger Druck als ein Anruf.
Und natürlich wieder viele Themen am Rande, die Hannes und Erik die Woche so erlebt haben.
Der Kern: WhatsApp als Beziehungskanal, nicht als Werbeschleuder
Erik erklärt den Grundsatz hinter dem Erfolg: kein proaktives Zuspammen, sondern konsequent auf eingehende Anfragen setzen. WhatsApp dient bei MissPompadour vor allem der langfristigen Beratung – bis hin dazu, dass über eine Schnittstelle der Warenkorb für die Kundin vorbereitet wird (Plentymarkets in Verbindung mit Shopware). Die Zahlen zeigen, wie sehr Kundinnen den schriftlichen Dialog dem Telefon vorziehen: 350 bis 500 Gespräche starten täglich, über alle Kanäle sind es 1.500 bis 1.800. Die Chat-Kultur hat sich gedreht – schreiben ist effizienter und erzeugt weniger Druck als ein Anruf.
Und natürlich wieder viele Themen am Rande, die Hannes und Erik die Woche so erlebt haben.
32 Minuten
Willkommen bei Kaufable – dem Podcast über alles, was mit Kaufen, Marken und echter Kundenorientierung zu tun hat. In Folge 0 gibt's erstmal keine große Bühne, kein Skript, kein Schnitt: einfach zwei, die sich in Wien zusammengesetzt und beschlossen haben, dass es diesen Podcast jetzt braucht.
Mit dabei:
Erik Reintjes – Mitgründer & CEO von Miss Pompadour, der D2C-Marke aus Regensburg, die Wandfarben und Lacke in die DACH-Region und nach ganz Europa bringt. Kaufmann aus einer Einzelhandelsfamilie, dreifacher Vater und jemand, der lieber verkauft als sich selbst inszeniert.
Johannes Altmann – 25 Jahre E-Commerce auf dem Buckel, heute bei Pinops unterwegs, wo er mit Fokusgruppen echte User Research macht. Früher Produktmanager für Poesiealben, heute mit einem fast schon nervigen Fokus auf: Was will der Kunde eigentlich wirklich?
Ach ja – der Name
Warum „Kaufable"? Weil es am Ende aller Aktivität doch nur darum geht, dass man etwas verkauft - du kannst es drehen und wenden wie du willst.
Format
Kaufable erscheint jeden Donnerstag, wöchentlich. Kein aufwendiger Schnitt, keine Hochglanz-Politur – bewusst so. Wir wollen, dass es sich anhört wie das, was es ist: ein echtes Gespräch.
Reinhören, dranbleiben, und wenn's gefällt: weitersagen.
Mit dabei:
Erik Reintjes – Mitgründer & CEO von Miss Pompadour, der D2C-Marke aus Regensburg, die Wandfarben und Lacke in die DACH-Region und nach ganz Europa bringt. Kaufmann aus einer Einzelhandelsfamilie, dreifacher Vater und jemand, der lieber verkauft als sich selbst inszeniert.
Johannes Altmann – 25 Jahre E-Commerce auf dem Buckel, heute bei Pinops unterwegs, wo er mit Fokusgruppen echte User Research macht. Früher Produktmanager für Poesiealben, heute mit einem fast schon nervigen Fokus auf: Was will der Kunde eigentlich wirklich?
Ach ja – der Name
Warum „Kaufable"? Weil es am Ende aller Aktivität doch nur darum geht, dass man etwas verkauft - du kannst es drehen und wenden wie du willst.
Format
Kaufable erscheint jeden Donnerstag, wöchentlich. Kein aufwendiger Schnitt, keine Hochglanz-Politur – bewusst so. Wir wollen, dass es sich anhört wie das, was es ist: ein echtes Gespräch.
Reinhören, dranbleiben, und wenn's gefällt: weitersagen.