Mehr als Töne - Musikpädagogik und Gesellschaft Archiv
83 Episoden
39 Minuten
In October 2021, the “Musicians Without Borders“ (MWB) held their first “Music Leadership Summit“ in Ede, The Netherlands. In this and the upcoming episode, you will get a chance to listen to people who organized, created and participated in this event. In the first two conversations, I asked Laura Hassler (director of the MWB) and Otto de Jong (one of the organization’s most experienced trainers) these questions: What are the roots of the Musicians Without Borders‘ (MWB) understanding of justice? How do the MWB define musical quality? What kind of leadership do they think is needed today? Last but not least: How can musical leaders also use music as a tool to create order in a classroom or rehearsal room full of teenagers who are eager to make music? For more information about the MWB go to: https://www.musicianswithoutborders.org
25 Minuten
„Wir leben in einer für Männer entworfenen Welt,“ schreibt Caroline Criado-Perez. Diese Entwürfe machen natürlich auch keinen Halt vor der Musikpädagogik oder dem Musikbusiness. Wie feministisch ist die aktuelle Musikbranche eigentlich, auch im Vergleich zu anderen Berufszweigen? Und können Musiklehrer:innen auf die musikalischen Verhaltensweisen einwirken oder ist sowieso alles in die Wiege gelegt? Alice, Carla und Daniel tauschen sich über ihre eigenen Erfahrungen aus und diskutieren über Ansätze von u.a. Gabriele Schulz und Olaf Zimmermann, die einen möglichen gerechteren Umgang mit (angehenden) Musiker:innen darstellen. Diese Folge ist die Fortsetzung der Podcastreihe, die im Rahmen des Seminars „Musikpädagogik und die Rolle der Emotionen“ an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar entstanden ist.
27 Minuten
Diese Folge ist im Rahmen des Seminars „Musikpädagogik und die Rolle der Emotionen“ entstanden, das im Sommersemester 2021 an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar stattfand. Anselm und Stefanie setzen sich darin mit dem Thema Vulnerabilität (Verletzlichkeit) auseinander. Sie erklären, warum die sozialwissenschaftliche Forschung von Brené Brown sehr interessant in Hinblick auf Musikunterricht und das Musizieren in Gruppen ist. Seit fast zwei Jahrzehnten beschäftigt Brown sich mit den Themen Scham, Verletzlichkeit und Mut. Bei der Auseinandersetzung mit diesen Themen stießen Anselm und Stefanie u.a. auf die Fragen, wie sich Vulnerabilität bei Schüler:innen und Lehrpersonen äußern kann, wie ein adäquater Umgang mit Vulnerabilität im (Schul-)Alltag aussieht oder warum es den Menschen überhaupt so schwer fällt darüber zu reden…
14 Minuten
In dieser Folge blicke ich gemeinsam mit dem Musiklehrer Felix Oeser auf ein Podcastprojekt zurück, das wir in diesem Frühjahr mit Studierenden der UdK und Jugendlichen auf dem Campus Rütli durchgeführt haben. In Berlin und Brandenburg lautet ein für den 11. Jahrgang vorgegebenes Thema „Musik im gesellschaftlichen Kontext“. Wir haben uns dazu entschieden, dass die Jugendlichen Podcastfolgen zum Thema „Protest in der Musik“ produzieren und in ihren Gruppen selbst entscheiden, über wen sie sprechen möchten. Statt einer Klausur haben die Jugendlichen mithilfe der Studierenden Podcastfolgen produziert, in denen sie über eine Künstlerin, verschiedene Künstler oder eine Band gesprochen haben. Sie erklären, inwiefern die Künstler:innen Beth Ditto, Nura und Childish Gambino Protest ausdrücken und bringen dabei auch ihre eigenen Lebenserfahrungen ein. Wer mehr über unser didaktisches Vorgehen erfahren möchte, kann gern einen Kommentar auf dem Blog www.mehralstöne.de hinterlassen!
25 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Felix Powroslo darüber, dass Lieder uns dabei helfen können, Emotionen zu empfinden, die vielleicht durch bestimme Erfahrungen im Verlauf unseres Lebens verschüttet worden sind. Wie können wir als musikalische Leitungspersonen damit umgehen? Welche Rückmeldungen können wir den Mitgliedern in Gruppen geben, wenn Lieder in ihnen ganz unterschiedliche emotionale Reaktionen hervorrufen? Worauf sollten wir allgemein achten, wenn wir beim Musikmachen in Gruppen über unsere Emotionen sprechen? In welche Phasen können wir den Probenprozess eines Stückes aufteilen und in welchen Momenten ist welche Aktivität sinnvoll? Für weitere Fragen ist Felix Powroslo über die Website www.buehnenpraesenz.de zu erreichen…
25 Minuten
Diese Folge ist der erste Zusammenschnitt eines Gesprächs, das wir im Rahmen des Seminars „Musikpädagogik und die Rolle der Emotionen“ mit dem Bühnen- und Gesangscoach Felix Powroslo geführt haben. Felix teilt darin sein praktisches Wissen über seine musikalische und zugleich emotionale Arbeit mit Menschen, die in seine Workshops und Webinare kommen, um sich in Bezug auf ihre Ausdrucksmöglichkeiten weiterzuentwickeln. In diesem ersten Teil sprechen wir über folgende Fragen: Was bedeutet sein Webinar-Titel „Viel mehr als nur Noten!“ eigentlich genau? Auf welche Art und Weise können wir mit Gruppen kommunizieren, wenn wir uns bei der musikalischen Interpretation in den Bereich der Emotionen begeben? Mit welchen methodischen Mitteln können wir Menschen dazu einladen, sich in ein Lied oder Stück „hineinzufühlen", und gleichzeitig in sich selbst?
24 Minuten
In dieser Folge dreht sich alles um Musik-Streamingdienste wie Spotify, Amazon Music, Apple Music & Co und um Algorithmen, die diesen zugrunde liegen. Die drei Lehramtsstudierenden Benjamin, Niklas und Felicitas diskutieren über mögliche Folgen der Streamingdienste für die Gesellschaft. Dabei stellen sie sich die Frage, ob die Nutzer*innen eher selbst- oder fremdbestimmt im Umgang mit Streaming-Diensten handeln können und was dies in Bezug auf ihre individuelle Freiheit bedeutet. Die drei Studierenden haben außerdem die drei Schüler*innen Paul, Nick und Paula zu ihren persönlichen Erfahrungen befragt, um daraus Schlussfolgerungen für die musikpädagogische Praxis ziehen zu können.
28 Minuten
Der Ausgangspunkt dieser Folge sind Gedanken der afroamerikanischen Literaturwissenschaftlerin bell hooks. Ausgehend von der Frage, wie ein „demokratischer Klassenraum“ aussehen kann, haben die Lehramtsstudentinnen Ronja und Friederike mit Schulleiter Phillip und den Schülern Jonathan und Mattis darüber gesprochen, was Freiheit für sie bedeutet, und wie junge Menschen den Umgang mit Freiheit in Schulen erlernen können. Weitere spannende Fragen, über die sie sprechen, sind: Wie können Lehrer*innen mit ihrer Macht so umgehen, dass sie jungen Menschen Räume für Freiheit eröffnen? In welchen Situationen missbrauchen Lehrer*innen ihre Macht im Schulalltag und begrenzen dabei die Freiheitsräume von Jugendlichen? Welche Möglichkeiten können wir ihnen in musikalischen Prozessen geben, Freiheit zu erfahren?
39 Minuten
Martin Seeliger hat sich in seinem frisch erschienenen Buch „Soziologie des Gangstarap" intensiv mit dem deutschsprachigem Gangstarap und seinen sozialen Hintergründen beschäftigt. Er hat sich das Genre im Kontext der deutschen Einwanderungsgeschichte angeschaut und erklärt in dieser Folge, dass im Gangstarap eine „historische Kränkung“ thematisiert wird, die viele nach Deutschland eingewanderte Familien erfahren haben. Und er plädiert dafür, dass wir uns möglichst offen und unaufgeregt mit Provokationen auseinandersetzen, die in Songs formuliert werden. Denn aus seiner Sicht ist der deutschsprachige Gangstarap ein tolles Werkzeug, um sich gemeinsam mit Jugendlichen in der Schule mit den gesellschaftspolitischen Entwicklungen der letzten siebzig Jahre auseinanderzusetzen.
27 Minuten
In this second part of their conversation with music education professor Joseph Abramo, Juan-Esteban Rendón and Juliana Otto pose these questions: How can we translate Paulo Freire’s concept of a liberating education into our practice as music educators? Which of his ideas are still relevant for music teachers and our societies today? How can we pass on tradition without being “oppressive“ in the sense Freire describes? Should music education be obligatory in high schools? Joseph Abramo illustrates how the theoretical concepts of “banking education“ and “problem-posing education“ are realized in music education, and he explains in what way teaching can mean that teachers and students discover things together. If you are interested in his reading of “Pedagogy of the Oppressed“ go to https://www.youtube.com/watch?v=JKqwYMSwOIg
24 Minuten
In this and the upcoming episode, Juan-Esteban Rendón and Juliana Otto deal with Paulo Freire’s idea of education as a praxis of freedom. They present parts of their video conversation with Joseph Abramo, Associate Professor of Music Education at the University of Connecticut. In this first part, they discuss the following questions: Is it possible to have liberty within hierarchical structures? Is it possible that music ensembles or even orchestras enable individual players to develop their own musical visions? How much “free choice“ do professional musicians strive for? How much “free choice“ do we want in music education?
22 Minuten
Diese Folge ist nun der zweite Zusammenschnitt eines Gesprächs, das die Musikpädagogik-Studentinnen Donata Jagwitz, Marina Meistrowitz und Lilli Bücker mit Prof. Dr. Stefan Orgass geführt haben. Sie thematisieren hier die Konsequenzen und Herausforderungen einer demokratischen Unterrichtskultur. Stefan Orgass spricht über das „Risiko“, das Lehrer*innen eingehen, wenn sie Jugendlichen Freiheiten eröffnen. Er hinterfragt den Begriff der „Kontrolle“ und kritisiert die zurzeit vorherrschende Fokussierung auf Lernstandserhebungen und messbare Kompetenzen, die auch den Musikunterricht an vielen Schulen beeinflusst. Für die weitere Beschäftigung mit den angesprochenen Themen empfehlen die Studentinnen die Nr. 52 auf seiner Publikationsliste: https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/personen/lehrende/vollanzeige/personen-detail/prof-dr-stefan-orgass/
12 Minuten
Diese Folge haben die Musikpädagogikstudentinnen Donata Jagwitz von der Universität der Künste Berlin sowie Marina Meistrowitz und Lilli Bücker von der Folkwang Universität der Künste in Essen gemeinsam produziert. Sie thematisieren Hannah Arendts Freiheitsbegriff und sind der Frage nachgegangen, wie Arendts Vorstellung von menschlicher Freiheit im Musikunterricht realisiert werden kann. Im Rahmen ihrer Auseinandersetzung mit dieser Frage entdeckten sie Schnittmengen mit der „Kommunikativen Musikdidaktik“, die der Essener Musikpädagogik-Professor Stefan Orgass entwickelt hat. Daraufhin luden die Studentinnen ihn zu einer Videokonferenz ein und kamen ins Gespräch darüber, wie im schulischen Musikunterricht Wege zu Freiheit beschritten werden können…
25 Minuten
In diesem zweiten Teil unseres Gesprächs im Musikpädagogik-Seminar sprechen wir darüber, welche pädagogischen Fähigkeiten anderen Menschen dabei helfen können, sich in künstlerischen Prozessen zu öffnen und Dinge auszuprobieren – vom Vertrauen in die Fähigkeiten anderer Menschen, über die Bedeutung von Erfolgserlebnissen, bis hin zu Frage, wie wir anderen bei kreativen Aufgaben eine Struktur und Orientierung geben können. Es kommt auch die Frage auf, ob das musikpädagogische Ziel anderen Menschen sichere Räume anzubieten, vielleicht kulturell bedingt ist. Wer fühlt sich eigentlich in welchen Kontexten „sicher“?
29 Minuten
In dieser Folge geht es um die Anleitung von einem Gruppenmusizieren ohne Noten. Ausgehend von ihrem kürzlich in der Zeitschrift Diskussion Musikpädagogik erschienenen Artikel „Sichere Räume in Community Music – Eine konzeptionelle Spurensuche“ denken Annette Ziegenmeyer und Johann Honnens gemeinsam mit Berliner Musikpädagogik-Studierenden darüber nach, wie musikalische Leitungspersönlichkeiten durch ihr Handeln anderen Musizierenden ein Gefühl der Sicherheit geben können. Und wie können wir mit Gefühlen der Unsicherheit, verschiedenen ästhetischen Urteilen und Hierarchien umgehen? In diesem ersten Teil der Seminarsitzung werden von den Studierenden zunächst einmal viele große Fragen aufgeworfen und auch bereits erste Antworten gegeben…