Cash or Crash - Der Wirtschaftspodcast

Cash or Crash - Der Wirtschaftspodcast

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Episoden

#9: Wieviel uns die Bürokratie von Bund, Ländern und Gemeinden kostet
02.04.2026
14 Minuten
Österreichs Politiker wollen den Staat reformieren und die Bürokratie abbauen. Dazu haben sie eine sogenannte Reformpartnerschaft gegründet. Vertreten sind dabei die Spitzenpolitiker der Bundes- und Landesregierungen sowie des Gemeindebundes.  Reformiert werden sollen unter anderem die Bereiche Gesundheit, Bildung und Verwaltung. Bis zum Sommer soll es eine Lösung geben. 


Passend dazu hat die Wirtschaftskammer neue Zahlen präsentiert. Österreichs Unternehmer müssen demnach jährlich rund 320 Millionen Arbeitsstunden für bürokratische Aufgaben aufwenden. Darunter fällt die gesamte Bandbreite administrativer Tätigkeiten, von der Buchhaltung bis hin zu umfangreichen Melde- und Dokumentationspflichten, wie die Wirtschaftskammer berichtet. Umgerechnet entspricht das rund 195.000 Vollzeitstellen, die mit Bürokratie beschäftigt sind.


Auch das Wirtschaftsforschungsinstitut Economica hat den „Bürokratiestandort Österreich“ untersucht. Dabei hat das Institut herausgefunden, dass jährlich allein durch die Bürokratie zehn bis 15 Milliarden Euro an Kosten für die Wirtschaft entstehen. Zudem herrscht zwischen Bund, Ländern und Gemeinden ein Wirrwarr an Doppelgleisigkeiten. Allein in den Bereichen Verwaltung, Bildung und Gesundheit könnte man laut dem Institut zwischen zehn und 19 Milliarden Euro einsparen. Ohne, dass darunter das Leistungsangebot leiden würde. 


Links: 


https://www.iv.at/news/detail/buerokratie-standort-oesterreich/#:~:text=%C3%96sterreich%20ist%20B%C3%BCrokratie%2DMittelma%C3%9F,deren%20Vollzug%20durch%20heimische%20Beh%C3%B6rden.


https://orf.at/stories/3424596/


https://de.linkedin.com/comm/pulse/bürokratie-kostet-und-zwar-mehr-als-viele-denken-wirtschaftskammer-fnnbf?lipi=urn%3Ali%3Apage%3Aemail_email_series_follow_newsletter_02%3Bmio8UQZDS5mQMavWmQUsMw%3D%3D&midToken=AQHCRF208nvMqQ&midSig=28D0ONCOlAcsc1&trk=eml-email_series_follow_newsletter_02-newsletter_content_preview-0-read_more_banner_cta_&trkEmail=eml-email_series_follow_newsletter_02-newsletter_content_preview-0-read_more_banner_cta_-null-rwmtmm~mn1eqg2y~dp-null-null&eid=rwmtmm-mn1eqg2y-dp


Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 
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#8: Warum die Preise im Supermarkt steigen und wem Spar, Billa und Co. gehören
26.03.2026
18 Minuten
Die Krise im Nahen Osten rund um den Iran macht unser Leben wieder teurer. Weil es aus dem Krisengebiet keine Öl- und Gaslieferungen gibt, sind die Spritpreise in die Höhe geschossen. Das verteuert die Lebensmittelproduktion und die Kosten für die Lebensmitteleinzelhändler. Die Preise für die Grundnahrungsmittel in den Supermärkten werden also bald kräftig anziehen. Zählen die Eigentümer der großen Supermarktketten somit zu den Krisengewinnern? Und wem gehören Spar, Billa, Hofer und Lidl eigentlich? Diese Fragen versuche ich in diesem Podcast zu beantworten. Soviel vorab: Österreichs große Supermarktketten sind in deutscher Hand. Bis auf eine große Ausnahme.


Links: 


https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/brauchen-wir-staatliche-lebensmittelbevorratung-ja-meint-spar-chef-hans-reisch-im-interview-art-640040


https://kurier.at/wirtschaft/spar-reisch-supermarkt-kette-lebensmittelhandel-shrinkflation-teuerung/403114600


https://www.krone.at/4083086


https://www.manager-magazin.de/unternehmen/lidl-aldi-edeka-und-co-das-sind-die-besitzer-der-wichtigsten-supermarkt-ketten-a-ee1745ad-2f6b-43bb-879c-9a406ff1556f


https://kurier.at/wirtschaft/karriere/firmenuebernahme-lebensmittel-marke-oesterreich-wiesbauer-truenkel/403069671


 


 


 


 


 


Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 
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#7: Das Schreckgespenst Inflation ist wieder da
19.03.2026
19 Minuten
Das Schreckgespenst namens Inflation kehrt zurück. Dabei sah es zu Jahresbeginn noch gut aus. Da lag die Teuerungsrate in Österreich bei zwei Prozent; im Februar waren es dann 2,2 Prozent gewesen. Doch dann sorgte der Iran-Krieg für einen Anstieg der Öl- und Gaspreise. Das wird eine Kettenreaktion auslösen. Sehr bald werden die Preise für Heizöl, Strom und Lebensmittel steigen. Bereits gestiegen sind die Flugpreise, wie der ORF berichtet hat. Der Treibstoff-Preis für das Kerosin macht bei den Fluglinien ein Viertel der gesamten Kosten aus. 


Das hat dramatische Folgen. So hat das deutsche „Handelsblatt“ berichtet, dass ein Economy-Flug von München nach Bangkok jetzt 3.200 Euro kostet. Das ist ein Plus von 160 Prozent. Bei Singapore Airlines haben sich die Preise für Flüge von Frankfurt nach Singapur verzehnfacht, schreibt das deutsche Portal Reisereporter. Wie  sehr das alles die Inflation befeuern wird, ist noch unklar. Laut ersten Experten-Schätzungen wird die Inflation in Österreich bereits im März wieder von 2,2 auf 2,6 Prozent steigen. In den Folgemonaten wird sie sich dann weiter erhöhen, wenn der Iran-Krieg andauert. 


Zugleich kommen schlechte Nachrichten von der Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK. 2020 hatte die ÖGK noch finanzielle Reserven von 1,4 Milliarden Euro verbucht. Die sind jetzt aufgebraucht, hat die Kronen Zeitung berichtet. Grund sind die hohen Verluste. Seit 2020 schreibt die ÖGK jährlich Verluste zwischen 300 und 600 Millionen Euro. Und es wird schlimmer. In zwei Jahren rechnet die ÖGK mit einem Verlust von knapp einer Milliarde Euro. 


Der Grund ist einfach. Die Österreicher werden immer älter. Das strapaziert das Gesundheitssystem. Haupttreiber der Kosten sind steigende Ausgaben – vor allem für Spitäler Ärztehonorare und teure Medikamente. 


Links


https://www.derstandard.at/story/3000000312818/inflation-bei-22-prozent-wegen-des-kriegs-wird-die-teuerung-richtung-drei-prozent-springen


https://kurier.at/wirtschaft/iran-krieg-inflation-duenger-gas-oel-halbleiter-chips-hormus-blockade/403140476


https://www.reisereporter.de/reisenews/fluege-fuer-2026-und-2027-jetzt-buchen-warum-das-sinnvoll-sein-kann-XW3WS27FP5E7BI6ONKT4XERFUU.html


https://www.focus.de/reisen/flug/preishammer-bei-lufthansa-fluege-bis-zu-300-euro-teurer_fb66e883-71f3-4c71-a89f-54a17f0201a2.html


https://orf.at/stories/3423994/


https://www.krone.at/4080076


 


Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 
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#6: Cash or Crash History: Die Geschichte der USA
17.03.2026
45 Minuten
Am Anfang steht Hochverrat. Am 4. Juli 1776 sagen sich die Vertreter von 13 britischen Kolonien in Nordamerika von ihrem Mutterland los und gründen einen eigenen Staatenbund. Grund waren die hohen Steuern und Zölle, die London seinen amerikanischen Kolonien auferlegt hatte, wie Newald erläutert. Die Briten verlieren Krieg und Kolonien. 1783 anerkennt Großbritannien die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika. Ein Glück für die Gründerväter. Hätten sie den Krieg verloren, wären sie gehängt worden. 


Was folgt, ist eine politische und ökonomische Expansion, wie sie die neuere Geschichte selten kennt. Rund acht Jahrzehnte nach ihrer Gründung erstrecken sich die USA bis an den Pazifik. Nach dem Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 erfolgt der Aufstieg zur stärksten Wirtschaftsmacht der Welt. 


In der Außenpolitik folgen die USA lange Zeit dem Prinzip des Isolationismus, analysiert Newald. Erstmals durchbrechen die USA dieses Prinzip mit dem Eintritt in den Ersten Weltkrieg 1917. Das endgültige Ende des Isolationismus erfolgt im Zweiten Weltkrieg. Mit dem Kalten Krieg gegen die Sowjetunion wurde ein Rückzug auf die isolationistische Position undenkbar. 


Eines der Hauptinteressen der politischen Repräsentanten in Washington war seit jeher der Schutz der eigenen Wirtschaft. In Form von Zöllen. Schon 1789 verabschiedete der US-Kongress die ersten Zollgesetze. Auch der Aufstieg zur wirtschaftlichen Weltmacht zwischen 1865 und 1914 wurde durch Zölle begünstigt.


Newald bringt noch ein anderes wichtiges Beispiel. Nach dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise versuchte die US-Regierung 1930 mit flächendeckenden Zollerhöhungen die eigene Wirtschaft  vor dem Zusammenbruch zu wahren. Der globale Warenaustausch kam dadurch beinahe zum Erliegen und befeuerte die Krise erst so richtig. Die Zoll-Politik ist also keine Erfindung von Donald Trump. 


Stellt sich die Frage, wohin die USA in den kommenden Jahrzehnten steuern? Die USA werden in 25 Jahren so wie heute eine Demokratie sein, betont Newald. Mit einem klaren Bekenntnis zu den Prinzipien der freien Marktwirtschaft. 


Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 
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#5: Wem gehören eigentlich die Tankstellen-Konzerne
12.03.2026
19 Minuten
Durch den Iran-Krieg sind die Spritpreise an den Tankstellen nach oben geschossen. Durch den Krieg sind nämlich die Öl- und Gas-Lieferungen massiv beeinträchtigt worden. Allein durch die sogenannte Straße von Hormus wird ein Fünftel des weltweiten Bedarfs an Öl und Gas transportiert. Diese schmale Seestraße zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel wurde aber gleich nach Kriegsausbruch blockiert.


In dieser Folge geht es daher um die Tankstellenkonzerne in Österreich. Von der OMV bis zu Turmöl, von ENI bis Shell. Wem gehören diese Unternehmen eigentlich? Wieviel Gewinn haben sie zuletzt erzielt und wie steht es um ihre Aktienkurse? Und schließlich gehe ich noch der Frage nach, wie sich der Sprit-Preis eigentlich zusammensetzt. Und da habe ich dann eine große Überraschung für euch. 


Übrigens: Durch die höheren Öl- und Gaspreise wird die Inflation im März wieder steigen. IHS-Chef Holger Bonin rechnet mit einer Steigerung von 2,2 auf 2,6 Prozent. Damit werden auch die Lebensmittelpreise weiter anziehen. Und wer seinen Sommerurlaub - inklusive Flug - noch nicht geplant hat, sollte das rasch tun. Denn die Fluglinien werden die Preise ziemlich rasch erhöhen. 


Links zum Thema


https://www.bp.com/en/global/corporate/investors/results-reporting-and-presentations/annual-report.html#ar-highlights-1-1


https://www.tikr.com/de/blog/who-owns-shell-biggest-shareholders-and-insider-moves


https://goldesel.de/aktien/news/shell-erhoht-dividende-setzt-35-mrd-usd-ruckkaufe-fort-gewinn-2025-steigt


https://www.wko.at/oe/industrie/energierohstoff-kraftstoff/tankstellenstatistik


https://www.investopedia.com/articles/insights/062016/top-5-british-petroleum-shareholders-bp.asp


https://www.oeamtc.at/thema/verkehr/mineraloelsteuer-co2-bepreisung-17914742


Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 
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Über diesen Podcast

Der Podcast CashorCrash behandelt jede Woche die Hintergründe zu wichtigen nationalen wie internationalen Wirtschaftsthemen. Analysiert werden Zusammenhänge und die Folgen der jeweiligen Ereignisse sowie die Auswirkungen auf die finanzielle Situation für die Menschen in Österreich. Feedback bitte an: cashorcrash@missing-link.media
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