Beutelgeschichten - aus dem Leben unserer Kängurufamilie

Beutelgeschichten - aus dem Leben unserer Kängurufamilie

Episoden

Kapitel 7: Eigentlich wollte ich nie Pflegemutter werden – Janas Geschichte
11.03.2026
51 Minuten
In dieser Folge wird es sehr persönlich. Denn eigentlich wollte ich nie Pflegemutter werden. Mein Wunsch war immer ein anderer: Ich wollte Adoptivmutter sein. Ich habe bereits ein Adoptivkind und hatte mir vorgestellt, dass vielleicht noch ein zweites Kind durch Adoption zu unserer Familie kommt. Doch manchmal entwickelt sich das Leben anders, als man es plant. Durch eine besondere Geschichte wurde aus diesem Wunsch schließlich ein Pflegekind – und kurze Zeit später kamen auch noch ihre Zwillingsschwestern dazu. In dieser Folge erzählt Jana, wie dieser Weg entstanden ist. Und Hartmut stellt die Fragen, die vielleicht auch euch beim Zuhören durch den Kopf gehen. Es ist ein Gespräch über Erwartungen, Entscheidungen und darüber, wie sich manchmal ein ganz anderer Weg öffnet, als man ursprünglich gedacht hat. Schön, dass ihr mit auf unserer Reise seid.
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Kapitel 6: Wie oft kann ein Kind neu anfangen? – Die Sicht eines ehemaligen Pflegekindes
04.03.2026
48 Minuten
In dieser Folge wechseln wir die Perspektive. Ariane ist 57 Jahre alt. Sie ist in Pflegefamilien und im Heim aufgewachsen. Und sie blickt zurück – auf viele Wechsel, viele Neuanfänge und viele Beziehungsabbrüche. Immer wieder neu ankommen. Immer wieder neu vertrauen. Und doch nie ganz sicher sein, wie lange es bleibt. Wie fühlt es sich an, wenn Zugehörigkeit nicht selbstverständlich ist? Wenn Nähe vorsichtig wird, weil man gelernt hat, dass sie enden kann? Ariane spricht darüber, wie diese frühen Erfahrungen sie bis ins Erwachsenenalter begleitet haben. Wie sie Beziehungen geprägt haben. Wie Vertrauen schwerer fällt. Wie Nähe gleichzeitig Sehnsucht und Unsicherheit sein kann. Wir sprechen über Bindung, über professionelle Distanz – aber vor allem über das Gefühl, nirgends ganz anzukommen. Und am Ende bleibt eine Frage: Wie oft kann ein Kind neu anfangen? Wir sind sehr gespannt auf eure Gedanken. Schreibt uns gern eure Erfahrungen – als Pflegeeltern, Fachkräfte oder ehemalige Pflegekinder. Schön, dass ihr mit auf unserer Reise seid.
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Kapitel 5: Darf man als Pflegeeltern zu nah sein?
25.02.2026
32 Minuten
Professionelle Distanz“ – ein Begriff, der in der Pflegekinderhilfe immer wieder fällt. Und einer, den wir für uns hinterfragt haben. Denn was bedeutet Distanz, wenn Kinder im eigenen Alltag leben? Wenn sie Bindung suchen, Sicherheit brauchen und Teil des Familienlebens sind? Darf man als Pflegeeltern zu nah sein? Oder gehört emotionale Unabhängigkeit zur Professionalität? Und was heisst das eigentlich? In dieser Folge sprechen wir sehr persönlich über Nähe, Haltung und innere Klarheit. Über die Angst, sich zu verlieren – und die Angst, nicht nah genug zu sein. Und darüber, warum wir glauben, dass Professionalität nicht Abstand bedeutet, sondern bewusste Beziehung. Wir erzählen auch, was das für einen Pflegevater bedeutet. Wie Nähe und Präsenz Halt geben können. Wie man Bindung lebt, ohne sich selbst aufzugeben. Und warum Stärke manchmal leise ist. Gleichzeitig sind wir überzeugt: Professionelle Nähe entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie braucht ein tragendes Umfeld. Ein Jugendamt als Partner an der Seite. Begleitung statt Misstrauen. Struktur statt Unsicherheit. Denn niemand kann dauerhaft nah bleiben, wenn er sich allein gelassen fühlt. Und jetzt interessiert uns eure Sicht: Wie seht ihr das? Darf man als Pflegeeltern zu nah sein? Schreibt uns gern eure Gedanken – wir freuen uns auf den Austausch. Schön, dass ihr mit uns unterwegs seid. INSTAGRAM: @kaenguru_familie @kaenguru_bus Alle Kontaktinformationen findet ihr in unseren Accounts
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Kapitel 4: Verantwortung mit Haltung – wenn wir für und mit unseren Kindern entscheiden
18.02.2026
30 Minuten
In dieser Woche standen wir vor einer Entscheidung, die auf den ersten Blick klein wirkt – und doch viel größer ist: Unsere Kinder können hier in Griechenland eine halbe Klasse überspringen. Die Schule hat festgestellt, dass es ihrem Alter und ihrer emotionalen Entwicklung besser entspricht. Und plötzlich stehen wir mitten in der Frage: Wie entscheidet man so etwas – als Pflegefamilie? In unserem Fall ist die Situation besonders: Wir tragen nicht nur die Verantwortung im Alltag, sondern auch die Vormundschaft für unsere Kinder. Das bedeutet, wir sind rechtlich sorgeberechtigt und treffen die grundlegenden Entscheidungen – und gleichzeitig bleiben wir eingebunden in Abstimmung, Transparenz und Struktur. Verantwortung fühlt sich für uns nicht nach „Macht“ an. Sondern nach Abwägen. Nach Zuhören. Nach Haltung. In dieser Folge nehmen wir euch mit in genau diesen Entscheidungsprozess. Wir sprechen darüber, was Selbstbestimmung als Pflegefamilie wirklich bedeutet, wo Mitspracherecht beginnt und wo es endet, welche Rolle Vormundschaft und rechtliche Klarheit spielen. Denn am Ende geht es nicht um Paragraphen. Sondern um ein Kind. Und um die Frage: Was tut ihm jetzt gut? Schön, dass ihr mit uns unterwegs seid.
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Kapitel 3 : Das GO für unseren Weg - ein JA mit Widerstand
10.02.2026
24 Minuten
In diesem Kapitel erzählen wir von einem Ja, das nicht leicht war. Wir sprechen darüber, wie wir als Pflegefamilie zunächst über anderthalb Jahre mit unseren Kindern unterwegs waren – und wie sich daraus Schritt für Schritt ein neuer Lebensentwurf entwickelt hat: ein Leben jenseits klassischer Strukturen, das wir inzwischen seit zwei Jahren in Griechenland führen. Dieses Kapitel handelt davon, wie wir für diesen Weg das Go bekommen haben. Nicht schnell. Nicht selbstverständlich. Und nicht ohne Widerstand. Wir erzählen von vielen Gesprächen, von Zweifeln, von Aushalten und Dranbleiben. Davon, was es gebraucht hat, damit ein Jugendamt einen ungewöhnlichen Weg mitträgt – und warum es dabei weniger um Orte ging als um Haltung, Verlässlichkeit und die Frage, wie Sicherheit für Kinder auch außerhalb gewohnter Modelle entstehen kann. Wir sprechen darüber, welche Rolle die Herkunftsfamilien dabei spielen, ob und wann ihre Zustimmung notwendig ist und warum für uns immer das Kind im Mittelpunkt stand – nicht die Reise, nicht das Land, nicht das Projekt. Ein weiterer Teil dieses Kapitels widmet sich unserer Haltung zu Umgangskontakten: Warum Herkunft Teil der Geschichte bleibt. Warum Beziehung nicht endet, wenn sich Lebensorte verändern. Und warum Schutz, innere Stabilität und das Tempo der Kinder für uns immer der Maßstab waren. Dieses Kapitel ist kein Erfahrungsbericht mit einfachem Fazit. Es ist ein ehrlicher Einblick in einen Weg mit Reibung, Verantwortung und Beharrlichkeit – und in ein Ja, das am Ende getragen wurde, weil Beziehung schwerer wog als das Ungewohnte. Schön, dass ihr mit uns unterwegs seid.
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Über diesen Podcast

Beutelgeschichten – aus dem Leben unserer Kängurufamilie ist ein ehrlicher Podcast über Pflegefamilie, Adoption und die Kraft eines Neuanfangs. Wir sind die Kängurufamilie: eine Pflege- und Adoptivfamilie, die mit drei Kindern anderthalb Jahre auf Reisen war und heute in Griechenland lebt. Wir haben uns für eine besondere Art von Familienleben entschieden – getragen von Nähe, Verlässlichkeit und dem festen Glauben, dass Veränderung möglich ist. Wir erzählen von Aufbruch und Ankommen, von Zusammenarbeit mit Jugendämtern, vom Umgang mit Herkunftsfamilien und davon, wie Kinder durch sichere

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