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Episoden

50 Minuten
Pierre Boulez und das Labor des Klangs

In dieser Folge von OPUS NULL geht es um Pierre Boulez und sein Livre pour quatuor – ein Streichquartett, das mehr sein will als ein Streichquartett.

Warum wollte Boulez nicht nur Tonhöhen, sondern auch Rhythmus, Dauer, Dynamik und Klangfarbe organisieren? Was passiert, wenn musikalische Ordnung so komplex wird, dass wir sie beim Hören kaum noch erkennen können? Und kann eine Musik gleichzeitig radikal rational und trotzdem voller Spannung und Ausdruck sein?

Wir sprechen über Serialismus, Totalserialismus, offene Form und die Frage, ob ein musikalisches Werk überhaupt eine endgültige Form besitzen muss.

Und dann führt uns die Geschichte von Boulez’ Streichquartett nach Paris zu IRCAM, dem von Boulez maßgeblich geprägten Zentrum für Akustik, Musik und Technologie. Dort treffen Komposition, Wissenschaft und Computertechnik aufeinander.

Besonders spannend: Der Komponist Philippe Manoury war später an der Rekonstruktion des unvollendeten vierten Teils des Livre pour quatuor beteiligt.

Kann man ein unvollendetes Werk Jahrzehnte später aus seinen musikalischen Strukturen rekonstruieren?

Und wenn ein Computer irgendwann jeden Klang analysieren und berechnen kann.

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49 Minuten
Ordnung wird Klang

https://www.universaledition.com/preview/3ec36cba7306c131658f1c156092744e

Mit KREUZSPIEL betritt Karlheinz Stockhausen musikalisches Neuland. In dieser Folge von Opus NULL werfen wir einen Blick auf das Werk, das der Komponist selbst als seine erste „wirkliche“ Komposition bezeichnete – ein Stück, in dem sich hohe und tiefe Töne kreuzen, Klänge zu Punkten werden und Musik nicht mehr als Melodie, sondern als Prozess gedacht wird.

Was bedeutet eigentlich Serialismus? Warum löste ein nur zwölfminütiges Werk bei seiner Uraufführung einen Skandal aus? Und weshalb verbirgt sich mitten in dieser streng organisierten Musik ein überraschend singbarer Moment?

Wir sprechen über die Entstehung von KREUZSPIEL, Stockhausens Arbeitsweise, den Einfluss Olivier Messiaens und darüber, wie aus einer einfachen Idee eines der Schlüsselwerke der musikalischen Avantgarde entstand.

Eine Folge über Ordnung und Freiheit, Mathematik und Intuition – und über den Augenblick, in dem Musik beginnt, sich selbst zu bewegen.

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54 Minuten
https://www.icloud.com/iclouddrive/0f1wMWPraahbU9KzfpiTPXUMA#_Streichquartett_No.2,_Op.10_(Schoenberg,_Arnold)_-_Complete_Score

OPUS NULL – Folge: „Luft von anderem Planeten“

1908 zerbricht Arnold Schönbergs Welt. Seine Ehe gerät in eine tiefe Krise, sein Freund, der Maler Richard Gerstl, nimmt sich das Leben, und gleichzeitig entsteht eines der folgenreichsten Werke der Musikgeschichte: das zweite Streichquartett op. 10.

War diese Musik die direkte Folge einer persönlichen Katastrophe? Oder vollzog sich hier ein Bruch, der längst in der Musik selbst angelegt war?

In dieser Folge von OPUS NULL gehen Guy Speyers und Gerald Futscher der Frage nach, warum Schönbergs zweites Streichquartett weit mehr ist als der Beginn der Atonalität. Sie sprechen über den Skandal der Uraufführung, über das Verhältnis von Biografie und Komposition, über den Verlust der Tonalität und über die berühmte Zeile aus Stefan Georges Gedicht: „Ich fühle Luft von anderem Planeten.“

Was geschieht, wenn die Harmonie ihre bindende Kraft verliert, die Form aber bestehen bleibt? Ist dieses Werk ein Abschied von der Romantik oder bereits der erste Schritt in eine völlig neue musikalische Welt?

Eine Folge über Liebe, Verrat, künstlerische Radikalität – und über den Moment, in dem Musik beginnt, nach anderen Gesetzen zu funktionieren.

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Folge 6 - Form

1 Stunde 15 Minuten
In dieser Folge von Opus Null, dem Podcast von Ensemble plus mit Guy Speyers und Gerald Futscher, geht es um eine der radikalsten Entwicklungen der Musikgeschichte: den Zerfall – oder die Befreiung – musikalischer Form.

Von der scheinbar „natürlichen“ Ordnung der klassischen Sonatenform über die Revolution der Atonalität bei Arnold Schoenberg, die strengen Systeme der seriellen Musik von Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen, bis hin zu Zufall, Momentform, Minimal Music und spektraler Klangforschung.

War das alles ein Weg zu mehr Freiheit – oder nur der Austausch eines Systems durch das nächste?

Mit John Cage verliert der Komponist plötzlich die Kontrolle über seine eigene Musik.

Mit Steve Reich wird Wiederholung zur Struktur.

Mit Gérard Grisey wird Klang selbst zum Ausgangspunkt der Form.

Und bei Helmut Lachenmann wird das Hören selbst zur ästhetischen Herausforderung.

Doch eine Frage bleibt:

Wenn heute alles möglich ist – gibt es dann überhaupt noch Form?

Eine Folge über Ordnung, Kontrolle, Freiheit – und darüber, ob die Musikgeschichte der letzten 120 Jahre ihre eigene Struktur zerstört hat.

Oder ob genau darin ihre größte kreative Kraft liegt.

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1 Stunde 5 Minuten
Skandale gehören zur Geschichte der Neuen Musik fast genauso wie neue Klänge. Immer wieder haben Werke das Publikum schockiert, irritiert oder sogar zu Tumulten geführt. In dieser Folge von Opus Null schauen Guy Speyers und Gerald Futscher auf einige der berühmtesten musikalischen Skandale der letzten 150 Jahre.

Vom berüchtigten Aufruhr bei der Uraufführung von The Rite of Spring von Igor Stravinsky über den rätselhaften Tristan-Akkord in Richard Wagners Tristan und Isolde bis zur radikalen Stille in John Cages 4′33″: Immer wieder haben Komponist:innen die Grenzen dessen verschoben, was wir als Musik verstehen.

Auch Werke von Arnold Schoenberg, György Ligeti, Luciano Berio und Helmut Lachenmann zeigen, dass musikalische Innovation oft zuerst als Provokation wahrgenommen wird.

Die Folge fragt: Warum lösen neue Klänge so oft Skandale aus? Und was passiert, wenn das, was einst als unerträglich galt, später ganz selbstverständlich wird?

Eine Episode über Aufruhr, Irritation – und die kreative Kraft der musikalischen Grenzüberschreitung.

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Über diesen Podcast

Zwei Freunde ins Gespräch über neue klassische Musik, aktuelle Strömungen und die Welt, die sie umgibt. In entspannter Atmosphäre tauschen sie Gedanken, Entdeckungen und persönliche Perspektiven aus – neugierig, kritisch und mit Leidenschaft für Klang, Kunst und Zeitgeschehen. Der Podcast verbindet zeitgenössische Musik mit kulturellen, gesellschaftlichen und manchmal auch ganz alltäglichen Fragen und lädt dazu ein, Neues zu hören und Bekanntes anders zu denken.
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„Opus NULL“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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