Opus NULL

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Episoden

Folge 6 - Form
01.06.2026
1 Stunde 15 Minuten
In dieser Folge von Opus Null, dem Podcast von Ensemble plus mit Guy Speyers und Gerald Futscher, geht es um eine der radikalsten Entwicklungen der Musikgeschichte: den Zerfall – oder die Befreiung – musikalischer Form.


Von der scheinbar „natürlichen“ Ordnung der klassischen Sonatenform über die Revolution der Atonalität bei Arnold Schoenberg, die strengen Systeme der seriellen Musik von Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen, bis hin zu Zufall, Momentform, Minimal Music und spektraler Klangforschung.


War das alles ein Weg zu mehr Freiheit – oder nur der Austausch eines Systems durch das nächste?


Mit John Cage verliert der Komponist plötzlich die Kontrolle über seine eigene Musik. Mit Steve Reich wird Wiederholung zur Struktur. Mit Gérard Grisey wird Klang selbst zum Ausgangspunkt der Form. Und bei Helmut Lachenmann wird das Hören selbst zur ästhetischen Herausforderung.


Doch eine Frage bleibt: Wenn heute alles möglich ist – gibt es dann überhaupt noch Form?


Eine Folge über Ordnung, Kontrolle, Freiheit – und darüber, ob die Musikgeschichte der letzten 120 Jahre ihre eigene Struktur zerstört hat.


Oder ob genau darin ihre größte kreative Kraft liegt.


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Folge 5 - Skandal
01.05.2026
1 Stunde 5 Minuten
Skandale gehören zur Geschichte der Neuen Musik fast genauso wie neue Klänge. Immer wieder haben Werke das Publikum schockiert, irritiert oder sogar zu Tumulten geführt. In dieser Folge von Opus Null schauen Guy Speyers und Gerald Futscher auf einige der berühmtesten musikalischen Skandale der letzten 150 Jahre.


Vom berüchtigten Aufruhr bei der Uraufführung von The Rite of Spring von Igor Stravinsky über den rätselhaften Tristan-Akkord in Richard Wagners Tristan und Isolde bis zur radikalen Stille in John Cages 4′33″: Immer wieder haben Komponist:innen die Grenzen dessen verschoben, was wir als Musik verstehen.


Auch Werke von Arnold Schoenberg, György Ligeti, Luciano Berio und Helmut Lachenmann zeigen, dass musikalische Innovation oft zuerst als Provokation wahrgenommen wird.


Die Folge fragt: Warum lösen neue Klänge so oft Skandale aus? Und was passiert, wenn das, was einst als unerträglich galt, später ganz selbstverständlich wird?


Eine Episode über Aufruhr, Irritation – und die kreative Kraft der musikalischen Grenzüberschreitung.


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Folge 4 - Dreck
01.04.2026
1 Stunde 1 Minute
Was passiert, wenn Musik nicht sauber sein will? In der vierten Folge von Opus Null sprechen wir über „Dreck“ – über Geräusche, Fehler, Reibung und alles, was sich der Idee des perfekten Klangs widersetzt.


Wir fragen, welchen Einfluss das Unreine auf die zeitgenössische Musik hat: Wann wird der Fehler zur Methode? Wann wird das Geräusch zum Material? Und ist der „dreckige“ Klang heute noch ein Zeichen von Widerstand – oder längst Teil der musikalischen Normalität?


Eine Folge über Klang, Körperlichkeit und die Frage, ob im Unsauberen vielleicht eine tiefere Wahrheit der Musik liegt.


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Folge 3 - wenn Noten nicht mehr ausreichen
01.03.2026
1 Stunde 8 Minuten
Was passiert, wenn Noten nicht mehr ausreichen?


In dieser Folge von Opus Null, dem Podcast von Ensemble plus, sprechen Guy Speyers und Gerald Futscher über grafische Notation und Instruktionsgrafiken. Über Linien, Zeichen und visuelle Anweisungen, die Musik nicht festlegen, sondern öffnen.


Ist das Freiheit – oder nur eine Verlagerung der Verantwortung? Wann wird Interpretation zur Mit-Komposition? Und was bleibt von einer Partitur, wenn sie mehr gesehen als gelesen wird?


Eine Folge über Kontrolle, Vertrauen und die Frage: Wer komponiert hier eigentlich?


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Folge 2 - Herkunft hören? Zeitgenössische Musik zwischen Herkunft und Handschrift
05.02.2026
59 Minuten
In dieser Folge von Opus Null sprechen wir über zeitgenössische Musik und die Frage, ob man heute noch hören kann, woher ein Komponist oder eine Komponistin stammt. Während nationale Stile früher oft klar erkennbar waren, scheint Herkunft in einer global vernetzten Musikwelt weniger eindeutig – oder zeigt sich auf andere, subtilere Weise.





Ausgehend von eigenen Hörerfahrungen denken wir darüber nach, wie kulturelle Prägung, persönliche Biografie und individuelle Handschrift im Klang präsent bleiben können. Dabei wird diese Folge auch sehr persönlich: Wir erinnern an Gerold Amman und Rudi Spring, zwei Komponisten aus unserer unmittelbaren Umgebung, die nicht mehr leben, deren Musik und Wirkung aber weiterhin nachklingen.





Eine Folge über Zuhören, Nähe und Erinnerung – und über die Frage, was im Klang bleibt.





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Über diesen Podcast

Zwei Freunde ins Gespräch über neue klassische Musik, aktuelle Strömungen und die Welt, die sie umgibt. In entspannter Atmosphäre tauschen sie Gedanken, Entdeckungen und persönliche Perspektiven aus – neugierig, kritisch und mit Leidenschaft für Klang, Kunst und Zeitgeschehen. Der Podcast verbindet zeitgenössische Musik mit kulturellen, gesellschaftlichen und manchmal auch ganz alltäglichen Fragen und lädt dazu ein, Neues zu hören und Bekanntes anders zu denken.
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