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PsychoPferd & Spitzensportler Archiv

67 Episoden
38 Minuten
Die Zeit heilt alle Wunden. Wirklich? Was, wenn dein Pferd längst in Sicherheit lebt, sein Nervensystem aber noch immer auf Gefahr eingestellt ist? Trauma bedeutet nicht zwangsläufig Misshandlung, Gewalt oder ein einziges schreckliches Erlebnis. Manchmal sind es die vermeintlich kleinen Erfahrungen, die tiefe Spuren hinterlassen. In Teil 3 unserer Pseudonarkolepsie-Reihe stellen wir eine unbequeme Frage: Hat jedes Pferd ein Trauma? Wir sprechen über die unsichtbaren Wunden im Nervensystem, wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Trauma-Forschung und darüber, warum die Vergangenheit eines Pferdes auch Jahre später noch seine Gegenwart beeinflussen kann.
41 Minuten
Was, wenn dein Pferd nicht zur Ruhe kommt, weil sein Leben längst zu laut geworden ist? Jedes Pferd trägt seine eigene Geschichte mit sich. Erfahrungen, Veränderungen, Belastungen – manche offensichtlich, andere kaum sichtbar. Doch was passiert, wenn das Nervensystem irgendwann nicht mehr richtig abschalten kann? Wenn aus Anspannung ein Dauerzustand wird und selbst der Schlaf darunter leidet? In Teil 2 unserer Reihe über Pseudonarkolepsie gehen wir den möglichen Ursachen auf den Grund. Wir zeichnen die ganz persönliche Landkarte eines Pferdelebens, sprechen über chronischen Stress, die Bedeutung von Selbstregulation und darüber, was eine aktuelle Studie an Fohlen über die Entwicklung des Nervensystems verrät. Dabei teilen wir auch unsere eigenen Erfahrungen aus dem Pferdetraining. Denn manchmal liegt die Antwort nicht allein im Hier und Jetzt, sondern in der Geschichte, die ein Pferd mitbringt.
36 Minuten
199 Mal. Innerhalb von nur 24 Stunden. So oft knickte ein Pferd in einer wissenschaftlichen Untersuchung vor Erschöpfung ein. Weil ihm etwas fehlte, das für uns selbstverständlich ist: Schlaf. Pferde, deren Beine plötzlich nachgeben. Die zusammenbrechen, sich verletzen und trotzdem immer wieder aufstehen. Weil sie sich nicht ausreichend hinlegen und schlafen können. Über Monate. Manchmal sogar Jahre. Und während wir Menschen über Trainingspläne, Muskelaufbau und die perfekte Haltung diskutieren, können manche Pferde nicht einmal eines ihrer grundlegendsten Bedürfnisse ausreichend erfüllen. Wie viel deutlicher muss ein Pferd eigentlich noch zeigen, dass etwas gewaltig nicht stimmt? In dieser Folge sprechen wir über Pseudonarkolepsie, die erschütternden Folgen von REM-Schlafmangel und darüber, was im Körper passiert, wenn ein Pferd vor Erschöpfung einknickt. Wir werfen einen Blick auf wissenschaftliche Untersuchungen und gehen einer entscheidenden Frage nach: Warum kann ein Pferd nicht ausreichend schlafen, obwohl es völlig erschöpft ist? Eine Folge, die aufrütteln soll. Weil Pseudonarkolepsie keine Erklärung für die Ursache ist, sondern ein Warnsignal, das wir endlich ernst nehmen müssen.
43 Minuten
Stress ist schlecht fürs Pferd. Oder etwa nicht? Wir versuchen, unsere Pferde vor Stress zu schützen, vermeiden unangenehme Situationen und gewöhnen sie an alles, was ihnen Angst macht. Doch was, wenn genau das am eigentlichen Problem vorbeigeht? Denn Stress ist zunächst einmal überlebenswichtig. Entscheidend ist nicht nur, wie stark ein Pferd reagiert, sondern vor allem, ob es anschließend wieder zur Ruhe finden kann. In dieser Folge sprechen wir darüber, was bei Stress im Körper passiert, warum ein äußerlich ruhiges Pferd noch lange nicht entspannt sein muss und weshalb klassische Desensibilisierung an ihre Grenzen stoßen kann. Außerdem erzählen wir von einem Klebepferd, dessen Verhalten sich durch gezielte Grundlagenarbeit innerhalb weniger Wochen deutlich verändert hat – ohne dass wir das Trennen von der Herde gezielt geübt haben. Eine Folge über Stressregulation, Nervensystem, Stressresilienz und die Frage, warum echte Veränderung oft ganz woanders beginnt, als wir zunächst vermuten.
39 Minuten
Offenstall, Herde, viel Bewegung, mehrere Fressplätze und ausreichend Platz – eigentlich müsste es diesem Pferd doch richtig gut gehen. Aber was, wenn es trotzdem ständig wachsam ist, kaum zur Ruhe kommt, immer wieder vom Futter weicht, extrem an einem anderen Pferd klebt oder schon bei kleinen Reizen hochfährt? In dieser Folge schauen wir hinter das Etikett „artgerechte Haltung“. Denn gute Rahmenbedingungen sind unverzichtbar – aber sie erzählen noch nicht die ganze Geschichte. Wir sprechen darüber, warum eine Herde nicht automatisch soziale Sicherheit bedeutet, weshalb vorhandene Ressourcen nicht für jedes Pferd wirklich verfügbar sein müssen und welche Rolle die Systemstabilität des einzelnen Pferdes dabei spielt. Dazu gibt es Studien, persönliche Erfahrungen und eine ganz konkrete Aufgabe für euch.
48 Minuten
Putzen gehört für die meisten von uns ganz selbstverständlich zum Pferdealltag. Wir verbinden es mit Pflege, Fürsorge, Nähe – vielleicht sogar mit Bindung. Aber wann haben wir uns eigentlich das letzte Mal gefragt, wie unser Pferd selbst das Putzen empfindet? In dieser Folge nehmen wir eines der selbstverständlichsten Rituale im Stall genauer unter die Lupe. Warum ist uns ein sauberes Pferd überhaupt so wichtig? Was hat unser eigenes Bedürfnis nach Berührung und Beschäftigung damit zu tun? Und bedeutet ein Pferd, das beim Putzen ruhig dasteht, tatsächlich, dass es die Situation genießt? Wir sprechen über gegenseitige Fellpflege unter Pferden, Wahlmöglichkeiten und bevorzugte Körperstellen, aber auch über Stress und Schutzreflexe. Denn gut gemeint bedeutet nicht automatisch, dass es sich für unser Pferd auch gut anfühlt. Und vielleicht ist die spannendste Frage am Ende gar nicht, wie wir unser Pferd putzen – sondern warum wir es eigentlich tun.
41 Minuten
Fünf Trainingstage pro Woche klingen nach einem engagierten Pferdebesitzer. Zweimal trainieren dagegen nach ziemlich wenig. Aber warum setzen wir viel Aufwand so schnell mit gutem Training gleich? Wir sprechen darüber, warum uns ein voller Trainingsplan Sicherheit gibt, weshalb Schweiß und Trainingsstunden noch nichts über Trainingsqualität aussagen und warum es manchmal so schwer ist, die Finger vom Pferd zu lassen. Dabei wird es persönlich: Wir erzählen von unseren früheren Trainingsgewohnheiten, gesundheitlichen Rückschlägen unserer eigenen Pferde und Erkenntnissen, die unseren Blick auf Leistung und Verantwortung verändert haben. Denn ein voller Trainingskalender beweist Aktivität. Aber nicht automatisch Qualität.
37 Minuten
Eigentlich wissen wir längst, dass Pausen ein wichtiger Teil des Trainings sind. Und trotzdem fühlt sich ein Tag, an dem wir nichts mit unserem Pferd machen, erstaunlich schnell falsch an. „Ich könnte ja wenigstens eine kleine Runde spazieren gehen …“ „Nur ein bisschen Bodenarbeit …“ „Von nichts kommt schließlich nichts.“ Aber warum fällt es uns eigentlich so schwer, unser Pferd einfach mal in Ruhe zu lassen? In dieser Folge drehen wir die Perspektive um und schauen nicht auf das Pferd, sondern auf uns Menschen: auf schlechtes Gewissen, Leistungsdenken, Vergleich, Selbstoptimierung und unser Bedürfnis, etwas tun zu müssen. Und wir stellen eine vielleicht etwas unbequeme Frage: Braucht unser Pferd diese Beschäftigung gerade wirklich – oder brauchen vielleicht wir sie? Und weil wir beim Reden gemerkt haben, dass hinter diesem Thema noch viel mehr steckt, geht es in der nächsten Folge weiter. Dann wird es persönlicher: Wir schauen auf uns selbst, unsere eigenen Gedanken, Erfahrungen und darauf, warum auch wir unsere Pferde manchmal nicht einfach in Ruhe lassen können.
35 Minuten
„Heute hat mein Pferd Pause." – „Ach schön, dann machst du gar nichts?" – „Doch! Ich geh spazieren." Kommt dir bekannt vor? Uns auch. Und genau da liegt einer der größten Denkfehler im Pferdetraining: Wir wechseln nur die Trainingsform - Reiten, Longieren, Bodenarbeit, Spazierengehen - und nennen das dann Pause. Biologisch gesehen ist das ein Problem. Denn der Trainingsreiz entsteht zwar im Training. Aber der eigentliche Aufbau passiert erst danach - in genau der Zeit, die wir gedanklich oft schon abgehakt haben. In dieser Folge nehmen wir euch mit in das, was im Pferdekörper an einem echten Pausentag wirklich passiert: Was sich im Muskel verändert. Warum Sehnen viel länger brauchen als Muskeln, um sich anzupassen. Wie Knochen Mikroschäden reparieren - und warum genau das ohne Pause nicht gelingt. Und warum selbst das Nervensystem eures Pferdes nach dem Training noch mit Verarbeiten beschäftigt ist. Mit echten Studien, verständlichen Bildern und der Frage, die ihr euch ab jetzt vor jedem "Pausentag" stellen solltet: Ist das gerade wirklich Pause - oder nur eine andere Form von Training?
45 Minuten
Mehr Training müsste ein Pferd eigentlich fitter machen – oder? Nicht unbedingt. Denn genauso wie ein zu schwacher Trainingsreiz keine weitere Anpassung auslöst, kann auch zu viel Belastung zum Problem werden. Wenn neue Trainingsreize gesetzt werden, bevor der Körper die vorherigen ausreichend verarbeitet hat, kann die Leistung stagnieren oder sogar sinken. In dieser Folge sprechen wir darüber, was Untertraining und Übertraining eigentlich bedeuten, warum Bewegung nicht automatisch Training ist und weshalb ein Pferd trotz regelmäßigem Training nicht zwangsläufig fitter wird. Wir schauen uns an, was die Sportwissenschaft über Überlastung weiß, warum Leistungsabfall nicht immer sofort offensichtlich wird und weshalb „Der braucht einfach mehr Kondition“ manchmal genau die falsche Schlussfolgerung sein kann. Denn am Ende entscheidet nicht, wie oft du mit deinem Pferd trainierst – sondern ob Belastung, Anpassung und Erholung zusammenpassen.
31 Minuten
Woher weißt du eigentlich, ob dein Training heute wirklich gut war? Weil dein Pferd geschwitzt hat? Weil es danach müde war? Weil ihr besonders lange trainiert habt? In der letzten Folge haben wir erklärt, warum Training den Körper zunächst schwächt und erst in der anschließenden Erholung, Anpassung und Superkompensation entstehen können. Doch damit blieb eine entscheidende Frage offen: Woher wissen wir überhaupt, ob wir den richtigen Trainingsreiz gesetzt haben? In dieser Folge sprechen wir darüber, warum mehr Training nicht automatisch mehr Trainingswirkung bedeutet, was die sogenannte Reizschwelle damit zu tun hat und warum derselbe Trainingsreiz bei zwei Pferden vollkommen unterschiedlich wirken kann. Wir zeigen euch, woran ihr erkennen könnt, wie euer Pferd auf eine Belastung reagiert. Und warum genau diese individuelle Reaktion entscheidend für eine sinnvolle Trainingssteuerung ist. Denn gutes Training ist keine feste Dosis. Gutes Training bedeutet: Reiz setzen. Antwort beobachten. Nächsten Reiz eventuell anpassen.
42 Minuten
Wann wird ein Pferd eigentlich stärker? Während des Trainings? Direkt danach? Oder vielleicht erst dann, wenn wir längst wieder zu Hause sind? Viele von uns verbinden Training automatisch mit Aufbau: Wir reiten, longieren, arbeiten an Kraft oder Kondition – und gehen davon aus, dass der Körper genau dabei stärker wird. Biologisch betrachtet passiert zunächst allerdings das Gegenteil. Energie wird verbraucht, Muskulatur und Nervensystem ermüden und die verfügbare Leistungsfähigkeit sinkt. Training allein macht dein Pferd also noch nicht stärker. Es setzt zunächst einen Reiz, auf den der Körper anschließend reagieren kann. Und genau hier kommt die Superkompensation ins Spiel. In dieser Folge schauen wir uns an, was nach einem Trainingsreiz im Körper passiert – und warum der eigentliche Aufbau erst beginnt, wenn das Training längst vorbei ist. Denn ein Pferd müde zu machen, ist einfach. Einen sinnvollen Trainingsreiz zu setzen, ist die eigentliche Kunst.
28 Minuten
Warum dauert gute Vorbereitung manchmal länger - bringt uns aber trotzdem schneller ans Ziel? Viele Pferde werden geritten, um körperlich stärker zu werden. Doch was, wenn genau dieser Gedanke der eigentliche Fehler ist? Wir erklären, warum ein gesunder Körper nicht unter Belastung entsteht, sondern auf Belastung vorbereitet werden muss - und weshalb eine gute Basis am Ende häufig Zeit, Geld und Nerven spart. Du erfährst: Warum Vorbereitung keine Zeit kostet, sondern Zeit spart Weshalb Leistung kein Beweis für Gesundheit ist Warum der Körper nur dann aufbaut, wenn der Trainingsreiz wirklich passt Weshalb Verletzungen oft lange vor den ersten Symptomen entstehen Und warum nachhaltiges Training immer den gesamten Organismus berücksichtigt. Eine Folge für alle, die ihre Pferde nicht möglichst schnell reiten, sondern möglichst lange gesund erhalten möchten.
29 Minuten
Muskelaufbau wird oft als das große Ziel im Training gesehen. Dabei sind Muskeln häufig nur die Spitze des Eisbergs. Denn ein belastbarer Körper besteht aus weit mehr als sichtbarer Muskulatur. Sehnen, Bänder, Knochen, Herz-Kreislauf-System und Nervensystem müssen sich ebenfalls an Belastung anpassen – und genau das geschieht in völlig unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Belastung ist dabei zunächst einmal nur eine Information. Die entscheidende Frage ist: Was macht der Körper daraus? Baut er Muskulatur auf? Verstärkt er Sehnen und Knochen? Oder war der Reiz vielleicht zu gering, zu groß oder einfach zum falschen Zeitpunkt gesetzt? In dieser Folge sprechen wir darüber, warum die ersten Trainingserfolge häufig gar nicht im Muskel entstehen, weshalb Sehnenverletzungen so langwierig sind und warum Belastbarkeit niemals in einem einzelnen Gewebe entsteht. Denn gutes Training bedeutet nicht, möglichst viel zu machen. Es bedeutet, den richtigen Reiz zur richtigen Zeit zu setzen – und dem Körper die Chance zu geben, sich als Ganzes weiterzuentwickeln.
23 Minuten
Vor genau einem Jahr haben wir die erste Folge von PsychoPferd & Spitzensportler veröffentlicht. 52 Folgen später feiern wir gemeinsam mit euch unseren ersten Podcast-Geburtstag - und starten gleichzeitig in ein völlig neues Kapitel unseres Podcasts: den Pferdekörper. Denn bevor wir darüber sprechen können, wie wir Pferde gesund aufbauen, müssen wir zunächst verstehen, wie der Pferdekörper überhaupt funktioniert. In der letzten Folge haben wir darüber gesprochen, warum wir Pferde körperlich auf das Reiten vorbereiten. Doch was trägt einen Reiter eigentlich wirklich? Ist es tatsächlich nur der Rücken? Oder steckt hinter dem Pferdekörper ein biomechanisches System, das deutlich komplexer ist, als viele von uns bisher gelernt haben? In dieser Folge tauchen wir tiefer in die Anatomie und Biomechanik des Pferdes ein und schauen uns an, warum der Rücken nur ein Teil eines viel größeren Gesamtsystems ist. Außerdem erfährst du: Warum der Pferderücken den Reiter nicht alleine trägt Welche Rolle Hals, Rücken-Nacken-Band und die thorakale Schlinge dabei spielen Weshalb der Hals biomechanisch wie ein Hebel wirkt Und weshalb ein belastbarer Pferdekörper immer als Ganzes trainiert werden sollte. Eine Folge für alle, die den Pferdekörper nicht nur kräftigen, sondern wirklich verstehen möchten.
PsychoPferd & Spitzensportler

PsychoPferd & Spitzensportler

Der Podcast, dem Pferde vertrauen.