Podcaster
Episoden
13.03.2026
53 Minuten
Kleine Orte prägen den Alpenraum stärker, als oft wahrgenommen
wird. Und doch werden sie häufig vor allem über Defizite
beschrieben: Abwanderung, wirtschaftliche Schwäche, Rückzug,
Perspektivenlosigkeit. In dieser Folge von Transalpin spricht
Harald Gohm mit der Regionalentwicklerin Daria Habicher
https://dariahabicher.com/ darüber, warum diese Sicht zu kurz
greift.
Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, wie man einen Ort
eigentlich liest. Nicht vorschnell, nicht nur über Zahlen, nicht
nur aus touristischer oder urbaner Perspektive, sondern über
Geschichte, Identität, Bedürfnisse, Konflikte und Möglichkeiten.
Daria Habicher zeigt, warum Narrative für die Entwicklung
ländlicher Räume eine zentrale Rolle spielen und weshalb es einen
Unterschied macht, ob ein Dorf als Problemfall oder als
Möglichkeitsraum erzählt wird.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Projekt „Stilfs Resilienz
erzählen“ im Vinschgau. Das Dorf Stilfs hat einen
außergewöhnlichen Förderzuschlag erhalten und nutzt diese Chance,
um Infrastruktur, Nahversorgung, leistbaren Wohnraum, Handwerk,
Landwirtschaft und neue Formen des Zusammenlebens neu zu denken.
Die Folge zeigt, dass Regionalentwicklung weit mehr ist als
Bauen. Es geht um Beteiligung, Kommunikation, kulturellen Wandel
und die Fähigkeit, Zukunft gemeinsam zu entwerfen.
Darüber hinaus geht es um das Spannungsverhältnis zwischen Stadt
und Land, um die besondere Dynamik des Vinschgaus, um Reallabore
im Alpenraum und um die Frage, ob Rückbau, Begrenzung und
Umnutzung in manchen Regionen zukunftsfähiger sein können als
permanentes Wachstum.
Eine Folge für alle, die sich mit Dorfentwicklung,
Regionalpolitik, Transformation und der Zukunft des Alpenraums
beschäftigen.
Projekt Stilfs Resilienz erzählen:
https://www.gemeinde.stilfs.bz.it/system/web/archiv.aspx?detailonr=225422410&menuonr=225422411
LIA Collective: https://www.lia-collective.com/
Hotel Waldhof:
https://www.lia-collective.com/work-1/project-one-tbzap-renca-dztad-543k9-ylp83
#Alpenraum #Regionalentwicklung #Dorf #Nachhaltigkeit #Innovation
#Gemeinschaft #Kultur #Tourismus #Demografie #Zukunft
00:56 Der Alpenraum jenseits der bekannten Tourismusorte
02:16 Orte lesen: Identität und Charakterzüge erkennen
06:20 Zukunftsvisionen und Erzählungen für Orte
12:47 Das Projekt Stilfs Resilienz erzählen: Ziele und Maßnahmen
14:12 Erste Ergebnisse und Herausforderungen des Projekts
18:01 Bürgerbeteiligung und partizipative Entwicklung
19:54 Projektkoordination und Teamstrukturen vor Ort
22:17 Sozio-kulturelle Entwicklung statt technischer Innovation
27:15 Herausforderungen und Reibungspunkte im Projekt
29:08 Das Dorf als Ökosystem: Ingredienzien für Funktionalität
34:34 Der Rückschritt als Chance: Südtirols Entwicklung
35:04 Kritischer Geist und Pioniergeist im Vinschgau
37:22 Kulturelle Impulse und urbane Dynamik im ländlichen Raum
38:19 Herausforderungen bei Fördermitteln und nachhaltiger
Entwicklung
40:11 Innovative Herangehensweisen in Raum- und Ortsentwicklung
41:35 Beispiele für nachhaltige Tourismus- und Kulturprojekte
49:27 Abschluss und Ausblick: Herausforderungen und Chancen im
Alpenraum
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26.02.2026
53 Minuten
In diesem Beitrag beleuchtet Transalpin die Einsichten von Charly
Kleissner, einem erfahrenen Technologieexperten und
Impact-Investor, zu den dringend notwendigen Transformationen
unserer Wirtschaft, insbesondere im Alpenraum.
Den Werdegang von Charly, Einblicke zu seinen Projekten und
umfassende Ressourcen zu Regenerativer Wirtschaft und
Spiritualität finden sich auf seiner
Website: www.charlykleissner.com
Es geht ihm um grundlegende Denkfehler im aktuellen
Wirtschaftssystem, die Notwendigkeit eines regenerativen Ansatzes
und darum, wie individuelle Bewusstseinsveränderungen zu
umfassendem gesellschaftlichem Wandel führen können.
Zentrale Erkenntnisse aus dem Gespräch
Bedeutung von Ressourcenbewusstsein: Charly Kleissner
unterstreicht die Notwendigkeit einer regenerativen Wirtschaft,
die Ressourcen nicht nur schont, sondern aktiv erneuert. Er
plädiert für Resilienz und Regionalität als Leitprinzipien
wirtschaftlicher Planung.
Hier einige Links zu im Gespräch angesprochenen Projekten:
Der Fondfs von Lisa und Charly: KL Felicitas Foundation
https://klfelicitasfoundation.org
Impact HUB Tirol: https://tirol.impacthub.net
TWIST Investing in System Change:
https://www.wearetwist.org
Hawaii Investment Ready: https://hiready.net
dark matter lab: https://darkmatterlabs.org
Aufruf zur Transformation:
Obwohl bekannt ist, was sich ändern müsste, bestehe oft eine
Lücke zwischen Wissen und Umsetzung, insbesondere bei
Großprojekten und politischen Entscheidungen. Diese Diskrepanz
müsse überwunden werden, um echten Wandel zu ermöglichen.
Spiritualität und Ökonomie zusammendenken:
Charly weist auf die Schnittstelle zwischen Spiritualität und
Wirtschaft hin. Ein vertieftes Verständnis unserer kollektiven
Verantwortung gegenüber dem Planeten und unseren Mitmenschen sei
Voraussetzung für echte Transformation.
Charly Kleissners persönlicher Weg vom erfolgreichen
Silicon-Valley-Manager hin zu nachhaltigen Investitionen zeigt,
welche Wirkung innere Transformation entfalten kann. Er fordert
dazu auf, die eigenen Werte zu reflektieren und zu prüfen,
inwiefern sie mit dem beruflichen Handeln übereinstimmen.
Transalpin ist ein Projekt von ALPERIS. www.alperis.at
#ImpactInvesting #Sustainability #Nachhaltigkeit #Kuleana
#TransformationalLeadership #Alpenraum #CharlyKleissner
00:00 Begrüßung und Vorstellung
01:31 Gespräch über die Transformation des Wirtschaftssystems
09:36 Spirituelle Praxis und innere Stärke
11:01 Innere Haltung und gesellschaftlicher Wandel
12:27 Bewusstsein, Seele und die Zukunft der Menschheit
17:45 Folgen des Massentourismus und Innovationen
21:39 Der Alpenraum als Zukunftslabor
25:00 Einsicht, Bewusstsein und gesellschaftliche Verantwortung
31:30 Instrumente für nachhaltige Tourismusentwicklung
33:51 Best Practice Beispiele aus der Welt
39:58 Langfristige Projekte und Prototypen für die Alpenregion
44:26 Systemische Ansätze und Leuchtturmprojekte
45:42 Bewahrung der Hoffnung und Verantwortung
47:07 Kulturelle Wurzeln und spirituelle Verbundenheit
50:19 Bewusstsein, Verantwortung und die Zukunft
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13.02.2026
55 Minuten
In dieser Episode des Transalpin Podcasts ist der niederländische
Botschafter in Österreich S.E. Peter Potman Gesprächspartner von
Harald Gohm.
https://www.netherlandsandyou.nl/web/pr-un-vienna/about-us/permanent-representative
Gemeinsam beleuchten sie die Herausforderungen der Transformation
im Alpenraum und ziehen Parallelen zur historischen
Auseinandersetzung der Niederlande mit dem Thema
Wassermanagement. Das Gespräch zeigt, wie entscheidend
Anpassungsfähigkeit und strategisches Denken für beide Regionen
im Umgang mit ökologischen Veränderungen sind.
Das Gespräch bietet wertvolle Einsichten in die Dynamiken von
Veränderung und unterstreicht die Bedeutung von
Anpassungsfähigkeit, strategischem Denken und der Bereitschaft,
neue Wege im Umgang mit natürlichen Ressourcen zu gehen.
Angesichts zunehmender ökologischer Herausforderungen können die
niederländischen Erfahrungen als Orientierung für die zukünftige
Entwicklung alpiner Regionen dienen.
Transalpin ist ein Projekt von ALPERIS. www.alperis.at
#Alpenraum, #niederländische Perspektive, #Klimawandel,
#Wassermanagement, #Anpassungsfähigkeit, #strategische
Entscheidungsfindung, #ökologische Herausforderungen, #Tourismus,
#Transformation.
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30.01.2026
45 Minuten
In dieser Folge 2 von Transalpin spricht Harald Gohm mit
dem Architekten Peter Lorenz
(https://www.lorenzateliers.at/kontakt/) über den Zustand und die
Zukunft des alpinen Raums. Ausgehend von seiner eigenen Biografie
zwischen Innsbruck, Wien und Triest analysiert Lorenz
schonungslos die baulichen und gesellschaftlichen Entwicklungen
der letzten Jahrzehnte.
Im Zentrum stehen die Zerstörung alpiner Dörfer, die
Ausbreitung von Gewerbewüsten, der Verlust von
Schönheit und Maßstab sowie die zunehmende Reduktion des
Alpenraums auf eine touristische Kulisse. Lorenz kritisiert den
unreflektierten Erfolg, der zu Dekadenz und Handlungsunfähigkeit
führt, und stellt die Frage nach einem gesellschaftlichen Ziel
jenseits von Wachstum und Besucherzahlen.
Das Gespräch beleuchtet die Rolle von Architektur, Raumplanung
und individueller Verantwortung ebenso wie die Grenzen
politischer Steuerung. Lorenz plädiert für Nachverdichtung statt
weiterer Versiegelung, für einen sofortigen Widmungsstopp und für
eine neue Diskurskultur, in der Kritik nicht als Angriff, sondern
als Voraussetzung für Entwicklung verstanden wird.
Abschließend geht es um Demokratie, Beteiligung und die Hoffnung,
dass der Alpenraum durch offenen Diskurs, Kooperation und Mut zur
Begrenzung wieder zu einer zukunftsfähigen Vorbildregion werden
kann.
Die im Talk angesprochenen Projekt von Peter Lorenz /
lorenzateliers
METAMORPHOSE STADTVISION
https://www.lorenzateliers.at/portfolio/metamorphose-stadtvision/
ILIRIJA SPORTCITY LJUBLJANA I SLOWENIEN
https://www.lorenzateliers.at/portfolio/ilirija-stadtsport/
BLAUE HALLE
https://www.lorenzateliers.at/portfolio/blaue-halle/
Takeaways
Transalpin bietet einen Diskussionsraum für wichtige Themen.
Die Zerstörung alpiner Dörfer ist ein zentrales Problem.
Planungswüsten sind ein Zeichen für gescheiterte
Stadtplanung.
Architekten müssen die Natur respektieren.
Schönheit in der Architektur hat an Bedeutung verloren.
Krisen bieten Chancen zur Reflexion und Veränderung.
Nachhaltige Lösungen für Wohnraum sind notwendig.
Demokratie erfordert aktives Engagement der Bürger.
Tirol sollte eine Vorbildregion im Alpenraum werden.
Der Diskurs ist entscheidend für die Lösung von Problemen.
Kapitel
00:00 Einführung in den Alpenraum
02:12 Heimat zwischen Berg und Meer
05:53 Die Planungswüste der Alpen
10:38 Architektur und ihre Verantwortung
15:30 Die Rolle der Schönheit in der Architektur
20:39 Krisen als Chance für Veränderung
25:52 Nachhaltige Lösungen für den Wohnraum
30:49 Demokratie und Diskurs im Alpenraum
35:37 Visionen für die Zukunft Tirols
Keywords
#Alpenraum, #Architektur, #Heimat, #Tourismus, #Nachhaltigkeit,
#Schönheit, #Demokratie, #Krisen, #Wohnraum, #Diskurs
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26.01.2026
5 Minuten
Transalpin: der Standortpodcast
Ideen, Widersprüche und Zukunftsfragen im Alpenraum
Transalpin ist ein Podcast über Zukunft, Transformation und
Entscheidungsfähigkeit im alpinen Raum. Im Mittelpunkt stehen
Regionen sowie Projekte und Initiativen im Spannungsfeld von
Tradition und Umbruch, touristischer
Prägung, wirtschaftlichem Druck und gesellschaftlichem Wandel.
In Gesprächen mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft,
Politik und Kultur fragt Harald Gohm in Transalpin, wie
Veränderung tatsächlich entsteht – jenseits von Schlagworten wie
Innovation oder Nachhaltigkeit. Der Podcast interessiert sich für
Konflikte, Ambivalenzen und unbequeme Wahrheiten ebenso wie für
neue Perspektiven, mutige Entscheidungen und lernende Systeme.
Der Name Transalpin ist bewusst gewählt. Er verweist auf den
legendären Transalpin-Zug der Österreichischen Bundesbahnen, der
einst als futuristisches Symbol für Fortschritt, Verbindung und
grenzüberschreitendes Denken galt. Der Zug verband Metropolen und
Alpenraum, Geschwindigkeit und Landschaft, Technik und Vision.
Genau daran knüpft der Podcast an:
Transalpin steht für das Überschreiten von Grenzen, für neue
Perspektiven im alpinen Raum und für die Frage, wie Zukunft
zwischen Tradition, Innovation und regionaler Identität gestaltet
werden kann.
Transalpin versteht Transformation nicht als Projekt mit klarem
Zielpunkt, sondern als Dauerzustand. Der Podcast richtet sich an
Menschen, die alpine Räume nicht nur bewahren, sondern aktiv
gestalten wollen – reflektiert,
verantwortungsvoll und mit Blick auf das große Ganze.
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Über diesen Podcast
Ideen, Widersprüche und Zukunftsfragen im Alpenraum.
Transalpin ist ein Podcast über Zukunft, Transformation und
Entscheidungsfähigkeit im alpinen Raum. Im Mittelpunkt stehen
Regionen sowie Projekte und Initiativen im Spannungsfeld von
Tradition und Umbruch, touristischer Prägung, wirtschaftlichem
Druck und gesellschaftlichem Wandel.
In Gesprächen mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft,
Politik und Kultur fragt Transalpin, wie Veränderung tatsächlich
entsteht – jenseits von Schlagworten wie Innovation oder
Nachhaltigkeit. Der Podcast interessiert sich für Konflikte,
Ambivalenzen und unbequeme Wahrheiten ebenso wie für neue
Perspektiven, mutige Entscheidungen und lernende Systeme.
Der Name Transalpin ist bewusst gewählt. Er verweist auf den
legendären Transalpin-Zug der Österreichischen Bundesbahnen, der
einst als futuristisches Symbol für Fortschritt, Verbindung und
grenzüberschreitendes Denken galt. Der Zug verband Metropolen und
Alpenraum, Geschwindigkeit und Landschaft, Technik und Vision.
Genau daran knüpft der Podcast an:
Transalpin steht für das Überschreiten von Grenzen, für neue
Perspektiven im alpinen Raum und für die Frage, wie Zukunft
zwischen Tradition, Innovation und regionaler Identität gestaltet
werden kann.
Transalpin versteht Transformation nicht als Projekt mit klarem
Zielpunkt, sondern als Dauerzustand. Der Podcast richtet sich an
Menschen, die alpine Räume nicht nur bewahren, sondern aktiv
gestalten wollen – reflektiert, verantwortungsvoll und mit Blick
auf das große Ganze.
Transalpin ist ein Projekt von ALPERIS, einer Agentur für
Standort- und Projektentwicklung. www.alperis.at
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