Re-Source: Leben als Spielraum Archiv
41 Episoden
15 Minuten
Selbstdisziplin wird oft mit Kampf und Zwang gleichgesetzt: Wir müssen den "inneren Schweinehund" überwinden oder brauchen einen „Tritt in den Hintern“, um anzufangen oder dranzubleiben. Hier erkunden wir eine andere Grundlage für Konsequenz: Klarheit darüber, was wir wirklich wollen und was uns guttut. Bernd beschreibt, wie leicht wir in vertrauten Gewohnheiten hängen bleiben – etwa beim Scrollen durch Social Media oder auf dem Sofa –, obwohl wir wissen, dass uns etwas anderes guttun würde. Dittmar betrachtet, wie neue Gewohnheiten entstehen: Was anfangs Überwindung kostet, wird durch wiederholte positive Erfahrungen selbstverständlich. Ein Beispiel dafür: Bewegung. Eine Alternative zum inneren Zwang liegt darin, die Unterschiede im eigenen Erleben bewusst wahrzunehmen. Wie fühlt sich der Körper nach Bewegung an? Und wie nach einer Stunde, in der wir uns mit Dingen beschäftigt haben, die uns eigentlich nicht interessieren? Wenn wir diese Erfahrungen nicht nur gedanklich bewerten, sondern unmittelbar fühlen, entsteht daraus eine natürliche Orientierung. Die Aufmerksamkeit wendet sich dem zu, was wir als stimmig, sinnvoll und lebendig erleben. Das bedeutet nicht, auf Disziplin und Verbindlichkeit zu verzichten. Feste Termine, Verabredungen und bewusst geschaffene Rahmenbedingungen können neue Gewohnheiten unterstützen. Entscheidungen müssen nicht immer wieder neu ausgehandelt werden. Wesentlich ist der Unterschied zwischen dem Gefühl, sich selbst zu etwas zwingen zu müssen, und der Klarheit, aus eigener Überzeugung konsequent zu handeln. Gerade bei Social Media zeigt sich, wie Gewohnheiten unsere Aufmerksamkeit binden können. Ein Video folgt auf das nächste, begleitet von dem Gefühl, noch etwas zu brauchen. Während die Aufmerksamkeit auf den nächsten Reiz gerichtet ist, gerät das eigene Empfinden leicht in den Hintergrund. Ein bewusstes Innehalten kann diesen Automatismus unterbrechen: Wie fühlt sich dieser Moment tatsächlich an? Ist die Aufmerksamkeit getrieben und auf der Suche nach mehr, oder offen und empfänglich für das gegenwärtige Erleben? Hier zeigt sich eine Gelegenheit zu lernen. Wenn wir den Unterschied zwischen Ablenkung und wirklicher Befriedigung direkt erleben, verändert sich unsere Beziehung zu den eigenen Gewohnheiten. Konsequenz ist dann kein Kampf gegen einen vermeintlichen inneren Gegner (oder „Schweinehund“). Sie wird Ausdruck der Klarheit darüber, was wir lieben und wie wir leben wollen. Gesprächsthemen: · Selbstdisziplin, Selbstüberwindung und innerer Zwang · Der „Tritt in den Hintern“ und der „innere Schweinehund“ · Gewohnheiten verändern und neue Gewohnheiten entwickeln · Bewegung, Gesundheit und positive Körpererfahrungen · Klarheit über das, was uns wichtig ist · Sich zwingen oder aus eigener Überzeugung handeln · Feste Termine, Verabredungen und Regelmäßigkeit · Social Media, Ablenkung und das Bedürfnis nach immer mehr · Aufmerksamkeit und unmittelbares Erleben · Bewusstes Innehalten und die Frage „Wie fühlt sich das an?“ · Lernen durch den erlebten Unterschied · Konsequenz aus Klarheit statt innerem Kampf Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source
10 Minuten
Lebensregeln können hilfreich sein: Sie geben Orientierung und Disziplin. Neben solchen Leitsätzen gibt es auch eine andere Art der Orientierung: das eigene Empfinden dafür, was stimmig, sinnvoll und liebevoll ist. Am Beispiel der Richtlinie „Ich akzeptiere keine Negativität“ erkunden Bernd und Dittmar, was wir überhaupt als negatives Denken bezeichnen. Ein Einwand wie „Das wird nicht funktionieren“ kann entmutigend wirken, aber auch auf ein tatsächliches Risiko aufmerksam machen. Mögliche Schwierigkeiten zu bedenken, sich zu versichern oder im Auto anzuschnallen, muss kein Ausdruck einer negativen Einstellung sein. Es kann ebenso aus Fürsorge und dem Wunsch nach Sicherheit entstehen. Dittmar beschreibt eine andere Art der Orientierung: liebevolle Aufmerksamkeit für den gegenwärtigen Moment. Dabei geht es nicht darum, unangenehme Gedanken oder Gefühle auszuschließen, sondern sie neugierig und offen wahrzunehmen. In diesem Erleben entfalten sich Klarheit und sinnvolle Handlungsmöglichkeiten. Wenn wir verliebt sind, müssen wir uns nicht daran erinnern, an den geliebten Menschen zu denken. Die Aufmerksamkeit wird ganz von selbst dorthin gezogen. Ähnlich kann liebevolle Aufmerksamkeit zu einer natürlichen Ausrichtung werden – nicht als Disziplin oder Pflicht, sondern weil wir den Unterschied im eigenen Erleben fühlen und diese Art der Aufmerksamkeit lieben. Im Alltag fordern Denken und Planen viel Aufmerksamkeit. Sie kann sich dabei fokussieren und verengen, zum Beispiel beim Kopfrechnen. Gleichzeitig bleibt das Bewusstsein, das diese Bewegung der Aufmerksamkeit erlebt, weiterhin offen. Die Aufmerksamkeit kann sich dieser Offenheit wieder zuwenden und aus der gedanklichen Fokussierung lösen. So führt die Frage nach Lebensregeln zu einer tieferen Unterscheidung: zwischen einer Richtlinie, die wir befolgen, und der liebevollen Ausrichtung, die sich aus direkter Erfahrung entwickelt. Gesprächsthemen: · Lebensregeln und innere Orientierung · Negatives Denken und übertriebener Optimismus · Risiken erkennen, Vorsorge und Sicherheit · Die liebevolle Absicht hinter Gedanken · Stimmigkeit, Fühlen und sinnvolles Handeln · Liebevolle Aufmerksamkeit im gegenwärtigen Moment · Verliebtsein als Metapher für natürliche Aufmerksamkeit · Gewohnheiten, Disziplin und innere Anziehung · Denken, Planen und Konzentration · Verengung und Öffnung der Aufmerksamkeit · Bewusstsein und unmittelbares Erleben Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source
12 Minuten
Die Erfahrung, nicht das „Ich“ zu sein, wofür wir uns gehalten haben, kann befreiend sein. Die Identifikation mit dem eigenen Selbstbild, dem gedachten Stellvertreter-Ich, kann sich auflösen. Anstelle der Ich-Identifikation tritt bei manchen Menschen dann aber eine neue Überzeugung: dass nicht nur dieses „Ich“, sondern die ganze Welt, der Körper, Gefühle und alles sinnliche Erleben Illusion sind. Solche Vorstellungen finden sich auch in der Nondualität: „Da ist niemand, der fühlt“, alles Veränderliche ist Illusion, wirklich ist nur das Einssein, die Leere oder das reine Bewusstsein. Aus einer befreienden spirituellen Erfahrung kann so eine neue Erklärung werden, die das einfache, direkte Erleben der Wirklichkeit überschreibt. Bernd erzählt von einer Phase, in der ihm tatsächlich alles gleichgültig erschien. Gefühle wurden mit dem Gedanken „Das ist eh nicht echt“ weggeschoben. Diese Distanz wirkte erleichternd und versprach Sicherheit: Was nicht wirklich ist, kann mich auch nicht berühren. Doch letztlich wurde diese Art der Dissoziation selbst als schmerzhaft erlebt. Das führte zu einer erneuten Öffnung für Gefühle, Berührtheit und das unmittelbare Erleben. Hier geht es nicht darum, Erfahrungen von Leere, Offenheit oder Einssein abzuwerten. Einssein und Vielfalt sind keine Gegensätze. Nicht die Welt fällt weg, sondern die Trennung zwischen Welt und Erleben. Dann zeigt sich Einssein als Verbundenheit mit dem Leben: darin, ganz natürlich als fühlender Organismus da zu sein. Die Leere wird dadurch nicht ausgeschlossen: Lebendigkeit ist das Erleben von Inhalten in diesem offenen, wachen Raum. Die Aufmerksamkeit kann sich zwischen diesen Polen bewegen: zwischen Leere und Fülle, Einssein und Vielheit, der Weite des Bewusstseins und dem konkreten sinnlichen Erleben. Beides schließt sich nicht aus. Präsenz und Verbundenheit werden gerade im Zusammen-Sein mit der Welt und mit anderen Menschen erlebt. Gesprächsthemen: · Nondualität und spirituelle Gleichgültigkeit · Selbstbild, Ich-Identifikation und Stellvertreter-Ich · „Alles ist Illusion“ als neue Orientierung · Dissoziation und emotionale Distanz · Unberührbarkeit und Sicherheit · Gefühle, Körper und sinnliches Erleben · Leere und reines Bewusstsein · Einssein, Vielheit und Verbundenheit · Aufmerksamkeit und Wahrnehmung · Präsenz und Lebendigkeit Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source
14 Minuten
Widerstand erleben wir meist als etwas, das bremst: Wir wollen etwas tun – und ein Teil von uns will etwas anderes. Oder die Wirklichkeit entspricht nicht dem, was wir uns wünschen. Unsere Energie zieht in verschiedene Richtungen und es entsteht ein Gefühl von innerem Konflikt und Zerrissenheit. In diesem Gespräch erkunden wir Widerstand als natürliches Phänomen und als Ausdruck unterschiedlicher Interessen. Nicht jeder Widerstand muss aufgelöst oder ausführlich untersucht werden. Manchmal ist klar, was zu tun ist. In anderen Situationen kann es sinnvoll sein, genauer wahrzunehmen: Was sind eigentlich die verschiedenen Interessen, die hier aufeinandertreffen? Oft identifizieren wir uns mit einer Seite und erleben die andere als störenden Widerstand. Wenn beide Seiten gleichzeitig wahrgenommen werden, entsteht eine andere Möglichkeit: Der Konflikt muss nicht dadurch verschwinden, dass eine Seite gewinnt oder unterdrückt wird. Beide können als Aspekte desselben Bewusstseins sichtbar werden – und damit als Spielraum, in dem vielleicht mehr möglich ist als ein Entweder-oder. So kann Widerstand auch helfen, Gewohnheiten und Routinen zu verlassen, neue Möglichkeiten zu entdecken und den eigenen Horizont zu erweitern. Wie beim Spiel braucht es ein Gegenüber, das nicht einfach immer nachgibt. Widerstand kann Entwicklung ermöglichen, wenn wir ihn nicht nur als Gegeneinander erleben, sondern als Teil eines Zusammenspiels. Es geht also nicht darum, widerstandslos zu werden. Entscheidend ist, den Konflikt klarer wahrzunehmen, die unterschiedlichen Interessen ernst zu nehmen und offen dafür zu werden, wie sie zusammenwirken können. Aus einem inneren Gegeneinander kann so mehr Spielraum für Wahlmöglichkeiten, Kreativität und Lebendigkeit entstehen. Gesprächsthemen: Widerstand und Interessenkonflikte Wenn Energie in verschiedene Richtungen zieht Akzeptieren oder sich einsetzen Beide Seiten gleichzeitig wahrnehmen Innere Zerrissenheit und Klarheit Widerstand und Gewohnheiten Spielraum statt Entweder-oder Neue Wahlmöglichkeiten entdecken Widerstand als Teil von Entwicklung Konkurrenzkampf und Zusammenspiel Kapitel: 00:00 Was ist Widerstand? 01:12 Widerstand als Interessenkonflikt 02:22 Widerstand und Einssein 03:55 Widerstand unterdrücken oder wahrnehmen? 06:09 Innere Konflikte wahrnehmen 07:42 Vom Konflikt zum Spielraum 10:42 Widerstand und Gewohnheiten 13:00 Vom Gegeneinander zum Zusammenspiel Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source
24 Minuten
Ein Selbstbild kann hilfreich sein: Es gibt uns Orientierung über unsere Vorlieben und Abneigungen, unsere Stärken und Schwächen ... Problematisch wird es nur, wenn wir uns mit dieser Beschreibung verwechseln – und das Bild von uns wichtiger scheint als das, was wir gerade tatsächlich erleben. In diesem Gespräch erkunden wir, wie Selbstbilder aus Erfahrungen, Erinnerungen und Verallgemeinerungen entstehen und wie sie unsere Selbstwahrnehmung und den Kontakt mit anderen prägen. Wer sich für schüchtern hält, geht vielleicht schon mit dieser Erwartung in eine Begegnung – und übersieht, dass es mit diesem Menschen gerade ganz anders sein könnte. Ein starres Selbstbild schränkt den Spielraum für Veränderung und Entwicklung ein. Das Selbstbild verspricht dem Denken Sicherheit und Vorhersehbarkeit. Aber es bleibt eine schematische Darstellung, ähnlich wie ein Navi nicht die Wirklichkeit einer Stadt zeigt. Im direkten Erleben zeigt sich, was in dieser Beschreibung nicht abgebildet ist: neue Möglichkeiten, Offenheit, Kreativität und Lebendigkeit. So erwacht das Gefühl für die Einzigartigkeit dieses Moments. Es geht nicht darum, das Selbstbild abzuschaffen. Manchmal ist es sinnvoll, ein zu enges oder negatives Selbstbild bewusst zu erweitern und aufmerksam für Gegenbeispiele zu werden. Eine andere Möglichkeit ist, das Selbstbild für den Moment zu pausieren und wahrzunehmen: Wie ist das Erleben jetzt, bevor ich mich beschreibe? So kann die Aufmerksamkeit sich der gegenwärtigen Wirklichkeit zuwenden statt dem Bild, das wir von uns haben. Gesprächsthemen: · Selbstbild und Selbstbeschreibung · Selbstwahrnehmung und Selbsteinschätzung · Fremdbilder und Erwartungen · Scham und die Schutzfunktion des Selbstbildes · Denken, Orientierung und Sicherheit · Direktes Erleben und Präsenz · Selbstbild aufpolieren oder pausieren · Spielraum, Entwicklung und Kreativität · Rollen und Identifikation · Offenheit, Freiheit und Lebendigkeit Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source
12 Minuten
Wenn wir Angst fühlen, halten wir oft die Gedanken und Befürchtungen für wahr, die mit ihr verbunden sind. Was ändert sich, wenn wir nicht gegen das Gefühl ankämpfen, sondern wahrnehmen, was gerade wirklich geschieht? Ausgehend von einem verletzten Kind erkunden wir in diesem Gespräch den Unterschied zwischen dem direkten Erleben und den Sorgen, was als Nächstes passieren könnte. Dabei spielt auch die Sprache eine Rolle: Was ändert sich, wenn wir die Energie, die wir spüren, nicht sofort „Angst“ nennen, sondern als „Aufregung“ erleben? Am Beispiel von Prüfungsangst wird deutlich, wie dieselbe Energie als bedrohlich erlebt werden kann – oder als Wachheit und Klarheit in einem besonderen Moment. Gefühlen Raum zu geben heißt nicht, jeden Gedanken für wahr oder wichtig zu halten. Wenn die Aufmerksamkeit sich von Befürchtungen löst und sich dem zuwendet, was wirklich geschieht, öffnet sich Spielraum. Gesprächsthemen: · Angst und Befürchtungen · Gefühlen Raum geben · Gedanken und Vorstellungen · Angst oder Aufregung? · Aufmerksamkeit und unmittelbares Erleben · Prüfungsangst · Energie, Wachheit und Klarheit · Gedanken und Gefühle unterscheiden · Spielraum im Umgang mit Angst Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source
11 Minuten
Vergleiche mit anderen nähren oft Selbstzweifel – wenn wir unseren Selbstwert davon abhängig machen, „besser“ sein zu müssen. Sich zu vergleichen kann aber auch interessant sein und Orientierung geben. In diesem Gespräch erkunden wir, was beim Vergleichen leicht aus dem Blick gerät: Jeder Mensch ist ein Original. Wertvoll zu sein und etwas gut zu können, sind nicht dasselbe. Auch ein Bild wie die Mona Lisa ist in nichts das „Beste“. Entscheidend ist die Art unserer Aufmerksamkeit. Sehen wir uns mit den vermeintlich kritischen Augen der anderen und versuchen, uns in ein Korsett von Erwartungen zu zwängen? Und wie ist es ohne Korsett – einzigartig in einem einzigartigen Moment? Wenn Bestätigung und Bewunderung weniger wichtig werden, entsteht Spielraum für unmittelbaren Kontakt, Präsenz und Freiheit – und für Lebendigkeit, die sich von selbst entfaltet. Gesprächsthemen: · Sich mit anderen vergleichen · Verschiedenheit und Einzigartigkeit · Original statt Kopie · Wertvoll sein und etwas können · Anerkennung und Bestätigung · Sich mit den Augen anderer sehen · Erwartungen und innere Vorgaben · Präsenz und unmittelbarer Kontakt · Freiheit und Lebendigkeit Kapitel: 00:00 Sich mit anderen vergleichen 00:38 Jeder Mensch ist einzigartig 03:33 Wertvoll statt Sieger 05:37 Selbstwert und Fähigkeiten 06:55 Bestätigung in den Augen der anderen 07:54 Aufmerksamkeit und Erwartungen 08:30 Lebendigkeit und Freiheit 09:50 Authentizität, Präsenz und Kontakt Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source
15 Minuten
Wir denken, dass wir Potenzial "haben": Talente, Fähigkeiten und Möglichkeiten. Auch von Bewusstsein sprechen wir, als wäre es etwas, das wir besitzen. Doch wo ist der Besitzer? Wir können beides als das wahrnehmen, was wir sind: lebendiges Bewusstsein, das sich entfaltet. In diesem Gespräch erkunden wir Potenzial als Freiraum: als Lebendigkeit und Offenheit, die sich in jedem Moment verwirklicht. Entscheidend ist dabei die Art unserer Aufmerksamkeit und unseres Kontakts mit der Wirklichkeit – beim Einkaufen ebenso wie im Beruf, im Zusammensein mit anderen oder in spontanen, ungeplanten Momenten. Diese Erlebensweise ersetzt nicht die Frage nach Talenten, Beruf oder Lebensentscheidungen. Sie verändert den Ausgangspunkt: Was geschieht, wenn wir uns nicht als Besitzer unseres Potenzials erleben, sondern als Potenzial selbst? Und wie wird in diesem Erleben klar, wohin es uns zieht? Gesprächsthemen: · Potenzial haben oder Potenzial sein · Potenzial als Freiraum · Lebendigkeit und gegenwärtiges Erleben · Aufmerksamkeit und Kontakt · Potenzial und Beruf · Wohin zieht es mich? · Plan und spontane Kreativität · Andere Erlebensweisen anprobieren · Potenzial und liebevolle Aufmerksamkeit Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source
6 Minuten
Was heißt es, lebendig zu sein – in der unfassbaren Weite des Kosmos? Seit Milliarden Jahren entwickelt und verwandelt sich das Universum. Und in ihm zeigt sich etwas sehr Seltenes: Leben. Die Fähigkeit zu erleben, wahrzunehmen und zu antworten. Wir sind nicht nur Beobachter des Kosmos. Wir sind Teil von ihm – und in unserem Bewusstsein und Erleben erfährt der Kosmos sich selbst. Probier diese Perspektive spielerisch an: als Fühler des Kosmos. Offen für Licht, Klang und Berührung. Wir lernen, spielen, verstehen, erschaffen und wirken mit anderen Lebewesen zusammen. Unser Wirklichkeitssinn erkundet, was ist. Unser Möglichkeitssinn erkundet, was werden kann. Lebendig sein heißt Spielraum haben: wahrnehmen, antworten und Möglichkeiten entfalten. Was verändert sich, wenn du dein eigenes Erleben so verstehst: als Teil einer kosmischen Erkundung? In diesem Experiment: · Bewusstsein und Erleben · Kosmos und Lebendigkeit · Beobachter und Mitspieler · Wahrnehmung und sinnliches Erleben · Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen · Erleben als kreatives Übersetzen · Kontakt und Antwortfähigkeit · Wirklichkeitssinn und Möglichkeitssinn · Spielraum, Kreativität und Lernen · Wir als Fühler des Kosmos Mehr Informationen: dittmar-kruse.com/re-source
12 Minuten
Ist der Lebensweg vorbestimmt oder entsteht er beim Gehen? Was heißt „meinen Weg gehen“, „meinen Weg finden“ oder „vom Weg abkommen“? Kann man den eigenen Weg überhaupt verlieren oder verlassen? Und bedeutet ein Lebensweg, Ziele zu erreichen und irgendwann anzukommen – oder entwickelt sich immer wieder etwas Neues? Die Metapher des Wegs öffnet unterschiedliche Möglichkeiten: Wir können einem Weg folgen, einen Weg finden oder einen neuen Weg erschaffen. So führt die Frage nach dem Lebensweg zu Kreativität und Neuland: Neue Wege entstehen dort, wo es zuvor noch keinen Weg gab. Dabei ist der Richtungssinn wesentlich zur Orientierung: Wohin zieht es mein Herz? Was liebe ich? Hier zeigt sich der Lebensweg als die Richtung, in die sich unser Potenzial entfaltet. Gesprächsthemen: · Lebensweg als Metapher · Ankommen oder unterwegs sein · Ziele erreichen oder Potenzial entfalten · Der Weg entsteht beim Gehen · Orientierung und Richtungssinn · Dem Herzen folgen · Metaphern und ihre Bedeutungen · Kreativität und Neuland Kapitel: 00:00 Lebensweg als Metapher 01:00 Der Weg entsteht beim Gehen 02:00 Immer auf dem eigenen Weg 02:47 Ziele erreichen und ankommen 03:44 Entwicklung statt Endpunkt 05:20 Wohin zieht es das Herz? 06:38 Potenzial entfalten 08:05 Fragen helfen verstehen 09:09 Spielraum der Metaphern 09:45 Evolution, Kreativität und Neuland Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source
6 Minuten
Heißt „authentisch sein“, Emotionen ungefiltert auszudrücken? Dieses Gespräch lädt dazu ein, Authentizität im eigenen Erleben zu erkunden. Zwischen dem impulsiven Ausleben von Gefühlen und dem Verstellen aus Anpassung öffnet sich ein weiter Spielraum. Authentisch zu sein muss nicht bedeuten, von einer Emotion bestimmt zu werden und alles andere auszublenden. Wir können präsent bleiben: offen und aufmerksam dafür, was in diesem Moment unserer Natur entspricht. So kann "authentisch" auch als "originalgetreu“ und „naturgetreu“ verstanden werden. Gesprächsthemen: · Was Authentizität heißen kann · Emotionen sind nicht „der Boss" · Authentisch oder rücksichtslos · Stimmigkeit im Kontakt · Ganzheit wahrnehmen statt Verengung · Gefühl für den Moment statt Abreagieren · Freiheit: Spielraum im Ausdruck Kapitel: 00:00 Was heißt authentisch? 00:28 Erleben statt Soll 01:18 Gefühlen Raum geben 01:55 Originalgetreu und naturgetreu 03:32 Unsere Natur ist weiter 03:41 Unehrlich oder ungefiltert? 04:52 Spielraum schafft Weite Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source
9 Minuten
Erinnerungen sind wichtig für unsere Orientierung im Leben. Sie können aber auch den Blick auf die Gegenwart verstellen. Dieses Gespräch lädt dazu ein, zwischen Geschichten und dem direkten Jetzt-Erleben zu unterscheiden – der Offenheit für die Einmaligkeit dieses Moments und dieses Kontakts. Das wird besonders am Thema Vergebung deutlich. Vergeben heißt nicht vergessen, sondern frei werden vom emotionalen Ballast, den wir mit uns tragen. Erinnerungen bleiben wertvoll – solange sie nicht bestimmen, wie wir diesen Moment erleben. Ohne den Filter alter Geschichten wird das Erleben frei und der Spielraum weit. Gesprächsthemen: · Gemeinsame Geschichte kann Verständnis schaffen – oder den Blick verengen · Vergebung als Begegnung ohne den Filter alter Vorwürfe · Erinnerung als Orientierung – ohne die Gegenwart zu überlagern · Denken und direktes Erleben können sich ergänzen · Mit frischer Aufmerksamkeit wahrnehmen Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source
10 Minuten
Was suchen wir, wenn wir Erleuchtung suchen? Geht es um einen besonderen Zustand, um dauerhaftes Glück oder um Unverwundbarkeit? Menschen sehnen sich nach etwas „Höherem“ oder „Tieferem“. Es zieht uns dahin, die Tiefe der Lebendigkeit zu erkunden. Das ist nichts Übernatürliches, sondern das natürliche Wunder, als Mensch zu erleben: berührbar und wach für das Leben, wie es sich jetzt zeigt. Themen: · Warum suchen wir Erleuchtung? · Die Sehnsucht nach Tiefe · Die Suche nach einem besseren Zustand · Ganz da sein statt drüberstehen · Offenheit für das Erleben · Lebendig sein als Mensch · Das Wunder der Lebendigkeit · Natürlich statt übernatürlich Kapitel: 00:00 Warum suchen wir Erleuchtung? 00:42 Warum nichts dauerhaft Halt gibt 01:42 Die natürliche Sehnsucht nach Tiefe 02:25 Wenn man sich in der Suche verliert 03:20 Erleuchtung als ultimativer Zustand 04:50 Berührbar statt unverwundbar 05:40 Offenheit statt eines besseren Zustands 06:20 Ganz und leer da sein 07:34 Das Menschsein vollständig annehmen 08:22 Wie ist es, lebendig zu sein? 09:43 Natürlichkeit statt Übernatürlichkeit Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source
10 Minuten
Wie finde ich Orientierung im Leben? Was fühlt sich stimmig an, wenn ich mich nicht nach gesellschaftlichen Erwartungen richte? In diesem Gespräch geht es um den Unterschied zwischen dem, was wir haben wollen, und dem, was wir wirklich lieben. Wir können Orientierung nicht nur in Zielen finden, sondern auch in wacher Aufmerksamkeit und direktem Erleben. Themen: · Orientierung im Leben finden · Stimmigkeit statt Anpassung · Was wir wirklich lieben · Der Unterschied zwischen Haben und Lieben · Erwartungen, Normen und innere Orientierung · Aufmerksamkeit als Wegweiser · Kinder, Arbeit und Motivation aus Liebe · Was am Ende des Lebens wirklich zählt · Wachheit, Präsenz und Lebendigkeit · Liebe als Orientierung Re-Source – Gespräch 20 Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source
10 Minuten
Warum richtet sich unsere Aufmerksamkeit so oft nach außen? Wir beschäftigen uns mit dem, was in der Welt geschieht, mit Ereignissen, Problemen und Möglichkeiten. Doch was geschieht, wenn die Aufmerksamkeit sich dem Erleben selbst zuwendet? In diesem Gespräch erkunden wir die Beziehung zwischen Welt, Aufmerksamkeit und Erleben. Wir sprechen darüber, wie Gedanken und Gefühle unser Erleben prägen, warum äußere Reize die Aufmerksamkeit so leicht anziehen – und was sichtbar wird, wenn wir uns der Frage öffnen: Was ist das, was erlebt? Themen: · Was bedeutet es, sich mit sich selbst zu beschäftigen? · Gedanken, Gefühle und Aufmerksamkeit im Zusammenspiel · Warum Aufmerksamkeit so leicht nach außen geht · Die Welt erleben – und das Erleben verstehen · Was Gedanken über Erleben sagen können – und was nicht · Was ist das, was erlebt? · Stille, Aufmerksamkeit und unmittelbares Erleben · Die Quelle des Erlebens · Warum die Quelle kein Gegensatz zur Welt ist · Lebendigkeit als Stille und Bewegung zugleich Re-Source – Gespräch 19 Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source