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  4. Selbstbild: polieren oder pausieren?
Ein Selbstbild kann hilfreich sein: Es gibt uns Orientierung über
unsere Vorlieben und Abneigungen, unsere Stärken und Schwächen ...
Problematisch wird es nur, wenn wir uns mit dieser Beschreibung
verwechseln – und das Bild von uns wichtiger scheint als das, was
wir gerade tatsächlich erleben. In diesem Gespräch erkunden wir,
wie Selbstbilder aus Erfahrungen, Erinnerungen und
Verallgemeinerungen entstehen und wie sie unsere Selbstwahrnehmung
und den Kontakt mit anderen prägen. Wer sich für schüchtern hält,
geht vielleicht schon mit dieser Erwartung in eine Begegnung – und
übersieht, dass es mit diesem Menschen gerade ganz anders sein
könnte. Ein starres Selbstbild schränkt den Spielraum für
Veränderung und Entwicklung ein. Das Selbstbild verspricht dem
Denken Sicherheit und Vorhersehbarkeit. Aber es bleibt eine
schematische Darstellung, ähnlich wie ein Navi nicht die
Wirklichkeit einer Stadt zeigt. Im direkten Erleben zeigt sich, was
in dieser Beschreibung nicht abgebildet ist: neue Möglichkeiten,
Offenheit, Kreativität und Lebendigkeit. So erwacht das Gefühl für
die Einzigartigkeit dieses Moments. Es geht nicht darum, das
Selbstbild abzuschaffen. Manchmal ist es sinnvoll, ein zu enges
oder negatives Selbstbild bewusst zu erweitern und aufmerksam für
Gegenbeispiele zu werden. Eine andere Möglichkeit ist, das
Selbstbild für den Moment zu pausieren und wahrzunehmen: Wie ist
das Erleben jetzt, bevor ich mich beschreibe? So kann die
Aufmerksamkeit sich der gegenwärtigen Wirklichkeit zuwenden statt
dem Bild, das wir von uns haben. Gesprächsthemen: · Selbstbild und
Selbstbeschreibung · Selbstwahrnehmung und Selbsteinschätzung ·
Fremdbilder und Erwartungen · Scham und die Schutzfunktion des
Selbstbildes · Denken, Orientierung und Sicherheit · Direktes
Erleben und Präsenz · Selbstbild aufpolieren oder pausieren ·
Spielraum, Entwicklung und Kreativität · Rollen und Identifikation
· Offenheit, Freiheit und Lebendigkeit Mehr Informationen:
https://dittmar-kruse.com/re-source
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„Selbstbild: polieren oder pausieren?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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