In dieser Wissensfolge geht es darum, Angst besser zu verstehen und wieder handlungsfähiger zu werden. Du erfährst, weshalb Angst zunächst eine normale und sinnvolle Alarmreaktion des Körpers ist, wann sie das Leben zunehmend einschränken kann und wie sich körperliche Symptome, bedrohliche Gedanken und Angst gegenseitig verstärken.
Wir schauen uns Vermeidung und Sicherheitsverhalten an und Du erfährst, wie Expositionsübungen in der Verhaltenstherapie verstanden werden, warum dabei nicht die maximal mögliche Angst das Ziel sein muss und weshalb neue Lernerfahrungen wichtiger sind als vollständige Angstfreiheit.
REFLEXIONSFRAGEN:
Vor einer Übung kannst Du Dich fragen:
Welche Situation möchte ich angehen?
Was genau befürchte ich?
Was glaube ich, wird passieren?
Was wäre heute ein Schritt in meiner Lernzone, aus der Komfortzone heraus?
Was möchte ich durch diese Übung neu lernen?
Während der Situation kannst Du versuchen, nicht nur zu beobachten, wie stark Deine Angst gerade ist. Frage Dich auch:
Was tue ich gerade, obwohl Angst da ist?
Was nehme ich in meiner tatsächlichen Umgebung wahr?
Kann ich noch einen Moment bleiben und dabei nicht von mir verlangen, dass die Angst sofort verschwinden muss?
Vielleicht hilft dir der folgende Satz: Die Angst ist da – und ich mache trotzdem das, was mir wichtig ist. Ich darf kleine Schritte machen.
Nach der Situation lohnt es sich, die Erfahrung bewusst auszuwerten.
Was hatte ich vorher befürchtet?
Was ist tatsächlich passiert?
Welche Sicherheitsstrategien habe ich genutzt?
Was habe ich trotz meiner Angst getan?
Was habe ich über mich gelernt?
Was könnte ein nächster kleiner Schritt sein?
Denn wenn wir eine Situation nur irgendwie überstehen und danach sofort zur Tagesordnung übergehen, bleibt manchmal vor allem die Erinnerung: „Das war schrecklich. Zum Glück ist es vorbei.“ Wenn Du dagegen bewusst reflektierst, kann auch etwas anderes hängen bleiben:
Ich hatte Angst. Ich bin geblieben. Ich konnte damit umgehen. Und ich habe einen Schritt gemacht.
️ Hinweis: Dieser Podcast ersetzt keine Psychotherapie. Bitte nutze die Impulse eigenverantwortlich. Neu auftretende, ungewöhnliche oder anhaltende körperliche Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden. In Krisen wende Dich an den ärztlichen Notdienst unter 116 117 oder in Notfällen an die 112.
Musik: Lizensiert über Uppbeat.
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