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Episoden

1 Stunde 44 Minuten
Wenn wir über Tierhaltung sprechen, geht es oft um einzelne Missstände: abgeschnittene Schwänze bei Ferkeln, angebundene Kühe, lange Tiertransporte oder Hochleistungszucht. All das ist wichtig. Doch wer verstehen will, warum sich diese Probleme so hartnäckig halten, muss tiefer schauen – auf das Wirtschaftssystem, in dem die industrielle Tierproduktion entstanden ist und bis heute funktioniert.

In dieser Folge schauen wir uns Fleisch im Kapitalismus an. Wir fragen, wie Tiere zu Produktionseinheiten werden, weshalb Effizienz, Wachstum und niedrige Preise die Tierhaltung prägen und wer von diesem System profitiert. Dabei geht es um Schlachtfabriken und globale Lieferketten, um Soja- und Maismonokulturen, Regenwaldzerstörung und Arbeitsbedingungen – aber auch um die historischen Wurzeln der industriellen Fleischproduktion, von den Schlachthöfen Chicagos bis zum heutigen Milliardenmarkt.

Wie ist dieses System entstanden? Wer trägt seine tatsächlichen Kosten? Und kann sich wirklich etwas ändern, solange die Logik dahinter dieselbe bleibt?

(04:53) Vorgespräch

(11:04) Thema startet.

(01:39:09) Inspirierendes Projekt Kiezkantinen

Ab jetzt gibt es eine Folge pro Monat und wir schauen uns immer ein Thema tiefergehend an!

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Hinter „Was zu retten ist“ stehen Annemarie Botzki (Campaignerin & Aktivistin) und Friederike Schmitz (Autorin & Philosophin).

Schnitt & Bearbeitung: Tuki.

Ihr erreicht uns unter: waszurettenist@posteo.de
1 Stunde 1 Minute
Unsere Themen in dieser Folge:

Die Neuigkeit (2:04): Die Weltwetterorganisation erwartet in diesem Jahr einen besonders starken El Niño - also sehr warme Temperaturen im Pazifik. Laut Klimamodellen dürfte er auf fast allen Kontinenten für überdurchschnittlich hohe Temperaturen sorgen. Wir reden über die Auswirkungen auf Wetter und Lebensmittelpreise.

Die Frage (17:59): Wie schützen wir uns vor Waldbränden? Frankreich, Spanien, Portugal und Italien kämpfen seit Wochen gegen schwere Waldbrände. Wir reden über die emotionalen Auswirkungen, wie Tiere leiden und was jetzt zu tun ist. (Stelle mit Inhaltswarnung überspringen - wieder einsteigen z.B. bei 36:11)

Das inspirierende Projekt (50:30): „Gesellschaft Leben“ ist eine Initiative aus Oberhausen in NRW. Ehrenamtliche besuchen Menschen, die alleine leben oder eingeschränkt mobil sind und deshalb am gesellschaftlichen Leben kaum noch teilnehmen können. Wir reden über die gefährlichen politischen Folgen von Einsamkeit und warum solche solidarischen Projekte essentiell für die Demokratie sind.

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Hinter „Was zu retten ist“ stehen Annemarie Botzki (Campaignerin & Aktivistin) und Friederike Schmitz (Autorin & Philosophin).

Schnitt & Bearbeitung: Tuki.

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58 Minuten
Unsere Themen in dieser Folge:

Die Neuigkeit (02:03): Die Hühnerindustrie baut in Deutschland und global ihre Kapazitäten aus - mehr Mastanlagen, mehr Schlachthöfe. Aber es gibt auch erfolgreichen Protest.

Die Frage (21:45): Hitzewellen - was ist jetzt zu tun? Die jüngsten Rekordtemperaturen haben gezeigt, wie dringend nötig Maßnahmen zur Klimaanpassung sind – kann daraus eine neue Klima-Mobilisierung entstehen, weil mehr Menschen motiviert sind sich zu engagieren?

Das inspirierende Projekt (46:22): grüne, bewachsene Fassaden für überhitze Häuser. Unsere Beton-Städte werden immer heißer. Ketterpflanzen wie Efeu oder Wilder Wein beschatten Fassaden, kühlen sie durch Verdunstung und können deren Oberflächentemperatur erheblich senken. Die Fassade selbst kann 10-20 Grad abgekühlt werden. Gleichzeitig verbessern begrünte Fassaden das Mikroklima, binden Feinstaub, fördern die Artenvielfalt und dämpfen Straßenlärm.

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Schnitt & Bearbeitung: Tuki.

Neue Veröffentlichungsfrequenz seit April 2026: Alle drei Wochen statt alle zwei Wochen.

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1 Stunde 31 Minuten
Zu Gast ist Katharina van Bronswijk, Psychologische Psychotherapeutin und Sprecherin der Psychologists and Psychotherapists for Future. Sie kennt sich aus mit den Zusammenhängen zwischen Klimabedrohung und psychischer Gesundheit. 

In unserem ersten Interview geht es um die Psychologie der Klimakrise: Wie verändert Hitze unser Denken und Fühlen? Was passiert im Inneren von Menschen, die eine Überflutung erlebt haben? Wir fragen, warum ganze Gesellschaften die Klimakrise verdrängen, welche Rolle die Angst vor Veränderung dabei spielt und warum manche Gefühle als akzeptabel gelten und andere nicht. Wie halten wir es aus, in diesem Kontext zu leben?  Es war ein bewegendes Gespräch. Hört rein!

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Neue Veröffentlichungsfrequenz seit April 2026: Alle drei Wochen statt alle zwei Wochen.

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60 Minuten
Unsere Themen in dieser Folge:

Die Neuigkeit (2:40): Das bisherige Worst-Case-Szenario des Weltklimarates wird in einer aktuellen Publikation nicht mehr benutzt. Das sind gute Nachrichten, aber wie gut sind sie wirklich? Wir besprechen, wie Trump, AFD und & Co zu dem Thema Desinformation verbreiten und warum auch die seriösen Medien teilweise problematisch über die Entwicklung berichten.

Die These (23:48): Die Tierindustrie macht die Menschen kaputt, die in Tierbetrieben und Schlachthöfen arbeiten. Eine aktuelle Veröffentlichung von Team Tierschutz zeigt Menschen, die in einer Schweinezuchtanlage erschreckend brutal und grausam mit den Tieren umgehen. Wir diskutieren, wie es dazu kommen kann und inwiefern die üblichen, erlaubten Praktiken in dieser Industrie selbst die Bedingungen dafür schaffen.

Das inspirierende Projekt (51:47) ist die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. und das Projekt Geisternetze. Hier können Taucher*innen helfen gefährliche Fischernetze aus der Ostsee zu bergen.

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Über diesen Podcast

Ein Podcast über Klima, Kollaps und Ernährung. Dass die Erde immer heißer wird, ist nicht mehr aufzuhalten. Aber wie wir damit umgehen, liegt an uns - gesellschaftlich und persönlich. Annemarie Botzki (Campaignerin, Aktivistin) und Friederike Schmitz (Autorin, Philosophin) besprechen aktuelle Entwicklungen, beleuchten Zusammenhänge und machen Mut zum Handeln. Im Mittelpunkt steht das Ernährungssystem – von den zerstörerischen Folgen der Tierindustrie bis hin zu solidarischen Alternativen.
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„Was zu retten ist“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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