Podcaster
Episoden
17.02.2026
32 Minuten
1. Wenn ich eine Sache nicht leiden kann, ist das, wenn ich Leute
sagen höre: Ja, typisch Frau halt. Oder: Naja, Jungs sind halt
wilder. Macht mich einfach nur wütend. Und ist auch sowas von
kurz gedacht. Das ist natürlich antrainiert. Und dazu habe ich
diese Woche jemanden sprechen hören, der das ganze mit brain
plasticity in Zusammenhang gebracht hat. Und das war eine so
gute, verständliche Erklärung, dass ich euch davon erzählen
muss.
2. Heißt so, weil – Dass Sprache ein mächtiges Werkzeug ist, wenn
es darum geht, Dinge zu framen, darüber habe ich ja schon öfter
nachgedacht. Aber diese Woche ist mir wieder mal krass vor Augen
geführt worden, was für eine mächtigeWaffe im Arsenal ekelhafter
Unterdrücker sie auch sein kann. Bestes Beispiel, das ich immer
wieder im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Epstein
Files gehört habe: Minderjährige Frauen. Ist doch zum Kotzen. Von
minderjährigen Männern hingegen hat noch keiner was gehört. Ein
Narrativ, das so klar ins Leben gerufen wurde, um Männer, die
Mädchen missbrauchen, zu schützen. Und erschreckend, dass es so
lange gedauert hat bis mir das aufgefallen ist.
3. Ich habe mich das erste Mal in meiner professionellen Laufbahn
bewusst dagegen entschieden, mich auf eine höhere Position zu
bewerben. Naja, ehrlich gesagt, kannte ich das auch nicht, das
man sich überhaupt intern auf irgendwas bewerben muss und
interviewen muss. Schrecklich. Mich dem ganzen zu entziehen war
die einzige Entscheidung, die ich treffen konnte, um einem
Ganzkörperschmerz vorzubeugen. Es sieht so aus als wäre ich
allergisch gegen corporate Strukturen. Jetzt zum Glück:
Erleichterung. Und Fokus auf das, was ich machen will.
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10.02.2026
25 Minuten
1.
Wie wahrscheinlich alle von euch habe auch ich irgendwann im
Laufe meiner Schulzeit gelernt, warum sich das Wetter ändert. Ich
glaube jeder kennt dieses Standart-Schaubild, wo sich die
Regenwolken vor dem hohen Gebirge noch mal abregnen. Trotzdem
kapiere ich irgendwie im Alltag nicht, warum das Wetter heute
anders ist als gestern. Und als ich mich gedanklich also diese
Woche dem Wetter hingegeben habe, bin ich auf etwas super cooles
gestoßen: Man kann Wetterpatin werden. Einfach bei der FU melden,
bisschen Geld auf den Tisch knallen und schon kann man
Wetterphänomenen einen Namen geben.
2.
Ted Lasso. Was für eine großartig geschriebene Show! Ich kann
nicht aufhören, zu gucken! Und bin so begeistert, dass ich egal
was ich am Tag so mache, stattdessen eigentlich immer lieber Ted
Lasso gucken möchte. Die Dialoge sind absolut fantastisch, die
Charaktere wunderbar entwickelt und ja... die Leinwand auf der
sich die Geschichte entwickelt ist ein Fussballfeld, aber es geht
um so viel mehr. Meine absolut-bitte-unbedingt-gucken-Empfehlung.
Und wenn ihr fertig seid, ruft mich an. Ich will über jede
Episode ausführlich sprechen.
3.
Wir waren bei einer Comedy Show. Und außer uns war im Publikum
unter vielen anderen Menschen auch eine Frau, die mir so hart auf
die Nerven gegangen ist... und eine heftige Fremd-schäm-Attacke
bei mir ausgelöst hat. Was denkt ihr: Wenn man zu betrunken ist,
um zu merken, dass man nur nochnervt, haben dann deine
Freundinnen die Pflicht, dich aus der Situation zu entfernen? Ich
sage: Ja, absolut.
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03.02.2026
26 Minuten
1. Ich wünschte, ich könnte mal für einen Tag du sein, um zu
gucken, wie es sich so anfühlt. Was für ein unmöglicher Satz. So
gerne ich auch mal in die Haut von anderen Menschen schlüpfen
möchte... je länger man darüber nachdenkt, wie genau das
eigentlich funktionieren soll, desto bewusster wird einem, dass
es tatsächlich ein Ding der Unmöglichkeit ist. Ein Gedankenspiel,
das mich ein wenig vereinsamt.
2. Komisch, dass man sich darüber freuen kann, dass man traurig
ist. So ging es mir diese Woche als meine Eltern wieder gefahren
sind. Denn das erste Mal seit einiger Zeit war ich nicht wie
sonst erleichtert, sondern wirklich traurig darüber, dass ich sie
jetzt wieder lange nicht sehen werde und sie nicht in meiner Nähe
sind.
3. Der Blick in die Zukunft, der einem den richtigen Weg weisen
könnte, helfen könnte, wichtige Entscheidungen zu treffen oder
einem einfach ein bisschen beruhigende Gewissheit darüber gäbe,
was kommt... wäre das nicht was? Die Was-wäre-wenn-Maschine? Aber
auch hier, wenn man erstmal anfängt drüber nachzudenken, wird es
direkt kompliziert.
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27.01.2026
26 Minuten
1.Egal, wo wir Menschen aufschlagen, hinterlassen wir unseren
Müll. Und das gilt nicht nur für unseren eigenen Planeten, wir
machen auch vor dem Universum und dem Mond nicht halt. Unsere
Hinterlassenschaften sind, streng genommen, sogar vor uns
gelandet... und enthalten einiges an Bakterien. Was denkt ihr,
lebt da noch was? So ohne Sauerstoff? Sollte man mal nachschauen
gehen?
2. Ein Quicky! Nein, nichts sexuelles, sondern nur ein random
Fakt, über den ich gestolpert bin, den ich unbedingt mit euch
teilen muss. Es geht darum, wie der Teufelsberg nach Berlin kam.
3. Bleibe ich unter meinen Möglichkeiten? Und was sind überhaupt
meine Möglichkeiten? Ich habe diese Woche viel über Erfolg und
Wachstum nachgedacht, und darüber, wie man häufig auf einen
Aspekt im Leben guckt und den ganzen Restausklammert als würde
der einfach keine Rolle spielen. Was natürlich Quatsch ist. Sage
ich, und frage mich, ob das stimmt oder ob ich mir das einrede,
damit ich selbst besser bei weg komme. Selbst wenn, machen wir
das nicht die ganze Zeit? Uns das eigene Leben als immer neue
Geschichte erzählen?
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20.01.2026
28 Minuten
1.
Was macht man, wenn man durch Australien fährt und ständig eh aus
dem Fenster schaut? Man macht ein Spiel draus! Wer mehr Wild-Life
sieht, gewinnt. Einzige Regel: Herden zählen nur als ein Punkt.
Ich will nicht zu viel verraten, aber ich habe gewonnen. Und
mindestens ein super tödliches Tier war auf jeden Fall dabei.
2.
Es gibt im Grunde nur zwei Arten von Campern. Die komplett
durchorganisierten, die an den Handstaubsauger genauso denken,
wie an den Coffee-Grinder und die, die einfach eine Kühlbox, eine
Matratze und ein zweites Paar Unterhosen ins Auto feuern und
losbrettern. Keine Frage, zu welcher Art ich gehöre...
3.
Warum ist Kindern immer so schrecklich langweilig? Vor allem im
Sommerurlaub? Und haben Eltern wirklich den Auftrag, diese
Langeweile immer direkt im Keim zu ersticken und die
Dauerbespaßmaschinerie konstant am Laufen zu halten oder tut ein
bisschen Langeweile Kindern gut?
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Über diesen Podcast
Ein Podcast mit vielen Fragen und wenig Antworten... wie eine bunte
Tüte: Da weißt du nie, was du abbekommst, ob ein heiß begehrter
Cola-Kracher dabei ist oder doch die Ekel-Lakrize. Was ich hier
äußerst clever als meine All Time Favourite Späti Überraschung
beschreibe, sind natürlich in Wirklichkeit meine Gedanken und
Ideen, die mir die Woche über durch den Kopf gehen. Und damit sie
auch endlich mal nicht mehr einfach nur so durch mich
hindurchspazieren, habe ich beschlossen, sie mit euch zu teilen.
Sound Design & Audio Engineering: David Friedrich
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