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Irgendwas mit Nachhaltigkeit? Archiv

83 Episoden
58 Minuten
Viele junge Menschen (und auch manche ältere...) stellen sich heute eine ziemlich grundlegende Frage:

Kann ich einen Job machen, der nicht nur Geld bringt, sondern auch Sinn?

Und wenn man sich ein bisschen umhört, scheint die Antwort schnell klar:

Dann arbeite doch im Bereich Nachhaltigkeit.

Aber stimmt das wirklich?

In dieser Folge von „Irgendwas mit Nachhaltigkeit“ geht es um Nachhaltigkeitsjobs, Studiengänge und die Realität eines Arbeitsfeldes, das in den letzten Jahren enorm gewachsen ist.. und Überraschung: und gerade gleichzeitig eine kleine Ernüchterung erlebt. Mal wieder.

Ich spreche darüber,

wie Nachhaltigkeit überhaupt zu einem akademischen Feld geworden ist

warum daraus plötzlich ganze Berufsbilder entstanden sind

warum Nachhaltigkeit trotzdem kein exklusiver Expertenjob ist

und warum die wichtigsten Entscheidungen für Nachhaltigkeit oft ganz woanders getroffen werden

Wir schauen auch auf die Realität des Arbeitsmarktes, auf Zyklen wie den berühmten „Schweinezyklus“ und auf die Frustration, die viele Menschen in diesem Bereich gerade spüren.

Und am Ende geht es um eine vielleicht wichtigere Frage:

Vielleicht ist Nachhaltigkeit gar kein eigener Beruf.

Vielleicht ist sie eher eine Perspektive darauf, wie wir unsere Arbeit verstehen.

Diese Folge richtet sich nicht nur an Menschen, die bereits im Nachhaltigkeitsbereich arbeiten, sondern auch an Schülerinnen, Schüler, Studierende und alle, die gerade überlegen, welchen Weg sie beruflich einschlagen wollen.

Denn „Jobs mit Sinn“ gibt es an mehr Orten, als wir oft denken.
37 Minuten
CSRD Omnibus - wo stehen wir nun 2026?

Der EU-Rat hat am 24. Februar 2026 die Omnibus-Richtlinie verabschiedet. Neue Schwellenwerte: mehr als 1.000 Mitarbeitende und mehr als 450 Millionen Euro Umsatz. Wer darunter liegt, ist raus aus der direkten CSRD-Pflicht. Geschätzte 80 Prozent der ursprünglich betroffenen Unternehmen.

Gleichzeitig: Die überarbeiteten ESRS existieren noch als Entwurf. Der delegierte Rechtsakt der EU-Kommission kommt frühestens Mitte 2026. Deutschland hat bis heute kein nationales Umsetzungsgesetz. Und eure Großkunden schicken trotzdem Lieferkettenanfragen. Mit Excel. 47 Spalten. Frist: Ende des Monats.

In dieser Folge gehe ich alle realistischen Optionen durch ohne Schönfärberei.

VSME – der freiwillige KMU-Standard, den die EU-Kommission im Juli 2025 empfohlen hat. Klingt praktisch. Hat keine externe Prüfpflicht. Ist noch nicht stabil. Und kann sehr schnell zum Instrument werden, mit dem man sich selbst auf die Schulter klopft, ohne dass irgendjemand nachschaut.

VSME-Plus/Extra/Deluxe/Ultra – die Idee, den VSME mit freiwilligen (ESRS)-Elementen anzureichern. Doppelter Aufwand, halbe Legitimität. Ich erkläre, warum das meistens eine schlechte Idee ist.

GRI – der älteste und international anerkannteste Standard. Seit den 90ern dabei, überlebt hat er alles. Für wen er sinnvoll ist und für wen nicht.

ISSB – die IFRS-Standards S1 und S2. Stark in Nordamerika, Großbritannien, Asien. Arbeitet mit finanzieller Wesentlichkeit statt Double Materiality. Wer internationale Investoren hat oder will, sollte das zumindest kennen.

Freiwillig nach CSRD/ESRS – der aufwändigste Weg. Und wahrscheinlich der ehrlichste. Was er kostet und was er bringt.

Gar nichts – die Option, die gerade viele still in Betracht ziehen. Ich sage, wann das legitim ist und wann es ein strategischer Fehler ist, den man in zwei Jahren bereut.

Dazu bringe ich einen Entscheidungsbaum mit drei Fragen, damit ihr am Ende der Folge wisst, welche Option zu eurer Situation passt. Nicht als universelle Wahrheit, sondern als Orientierung in einem Regulierungsumfeld, das gerade wirklich niemand vollständig überblickt. Auch die Berater nicht, auch wenn sie es anders klingen lassen.

Und am Ende noch mal das wesentlichiste: Ein Nachhaltigkeitsbericht ist ein Nebenprodukt. Er ist das Ergebnis von Arbeit und nicht die Arbeit selbst. Wer die Regulierungspause nutzt, um weniger zu tun, verwechselt Compliance mit Substanz. Die Frage ist nicht, welchen Standard ihr nehmt. Die Frage ist, was ihr euren Enkeln erzählt, wenn sie fragen, was ihr 2026 gemacht habt, als ihr kurz Luft holen durftet.

Shownotes:

Omnibus-Richtlinie (EU) 2026/470 – offizieller Ratstext: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32026L0470

EFRAG – Konsultationsentwürfe überarbeitete ESRS (Dez. 2025): https://www.efrag.org/en/draft-simplified-esrsEU-Kommission – VSME-Empfehlung (Juli 2025): https://ec.europa.eu/finance/docs/law/250730-recommendation-vsme_de.pdf

GRI – Offizielle Standards-Übersicht: https://www.globalreporting.org/standardsISSB – IFRS S1 und S2: https://www.ifrs.org/groups/international-sustainability-standards-board
41 Minuten
Die Lieferkette schlägt zurück!

Wir wussten es immer:

Woher Rohstoffe kommen.

Wie billig Mode produziert wird.

Wie Lithium gefördert wird.

Wie viel Wasser in einem T-Shirt steckt.

Wir wollten es nur nicht so genau wissen.

Der Digitale Produktpass (DPP) ändert das. Er ist aber nicht einfach ein weiteres Nachhaltigkeitslabel, der DPP ist eine regulatorische Architekturentscheidung. Mit der EU-Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) wird Transparenz zur Marktzugangsbedingung. Für bestimmte Produktgruppen gilt künftig: Kein gültiger Produktpass, kein Zugang zum EU-Markt.

Was heißt das nun konkret?

In einem digitalen Datensatz werden unter anderem erfasst:

Herkunft von Materialien

CO2-Fußabdruck

Energie- und Wasserverbrauch

Reparierbarkeit

Recyclingfähigkeit

Einsatz gefährlicher Stoffe...

Ab Februar 2027 wird bspwl. der Batteriepass verpflichtend. Weitere Produktgruppen wie Textilien, Elektronik oder Möbel folgen schrittweise.

In dieser Folge spreche ich darüber:

Warum der Digitale Produktpass mehr ist als Bürokratie

Wo die größten Herausforderungen liegen ( Stichwort Verifikation und Datenqualität)

Warum KMU real strugglen, aber nicht chancenlos sind

Wie Transparenz Reparatur, Recycling und faire Wettbewerbsbedingungen verändern kann

Und warum Regulierung manchmal der einzige Weg ist, Marktversagen zu korrigieren

"Aber":

Der Digitale Produktpass ist kein moralisch-magischer Zauberstab.Er wird keine schlechte Unternehmenskultur heilen.Er wird keine Konsumentinnen und Konsumenten zwingen, anders zu kaufen.

"Aber" er verändert die Spielregeln. Transparenz wird nicht länger freiwilliges Marketing sein sondern Teil der Infrastruktur.

Und vielleicht ist genau das der entscheidende Unterschied. Denn am Ende ist der Digitale Produktpass kein QR-Code.Er ist das Ende einer Ausrede. Viel Spaß mit Staffel 2, Folge 16 von „Irgendwas mit Nachhaltigkeit?“
1 Stunde 10 Minuten
Was passiert mit einem Geschäftsmodell, das perfekt auf Stabilität optimiert ist, wenn Stabilität selbst zur Ausnahme wird? In dieser Folge geht es um strategische Resilienz und um die unbequeme Erkenntnis, dass Effizienz nicht automatisch Zukunftsfähigkeit bedeutet. Wir haben in den letzten Jahrzehnten Organisationen gebaut, die präzise, schlank und hochperformant sind. Just in Time, maximale Auslastung, minimale Puffer. Das war rational. Das war beeindruckend. Und es war lange erfolgreich. Nur war es vor allem auf eine Welt ausgelegt, die berechenbar schien.

Doch Volatilität ist kein Randphänomen mehr. Pandemie, Energiepreisschocks, geopolitische Verschiebungen, Extremwetter, regulatorische Dynamik. Störungen treten nicht mehr einzeln auf, sie verdichten sich. Und plötzlich wird aus operativer Exzellenz strukturelle Verwundbarkeit. Genau hier setzt die Frage nach Resilienz an. Nicht als Modewort, nicht als psychologisches Durchhalteprogramm, sondern als strategisches Designprinzip.

In dieser Episode klären wir, woher der Begriff Resilienz eigentlich stammt und was er im unternehmerischen Kontext wirklich bedeutet. Resilienz heißt nicht unzerstörbar zu sein. Es heißt, sich unter Stress anpassen zu können, ohne die eigene Handlungsfähigkeit zu verlieren. Es geht nicht darum, nach einer Krise zum alten Normal zurückzukehren, sondern darum, unter veränderten Bedingungen weitergehen zu können.

Wir sprechen über die Effizienzfalle, über Abhängigkeiten in Lieferketten, über systemische Kopplung und über die Illusion, dass man Risiken auslagern kann. Wir schauen uns an, warum Resilienz Geld kostet und warum genau das viele Organisationen zögern lässt. Märkte lieben kurzfristige Performance. Resilienz entfaltet ihren Wert oft erst dann, wenn etwas schiefgeht. Doch wenn Unsicherheit selbst zur Rahmenbedingung wird, verschiebt sich das Verhältnis von Kosten und Nutzen.

Die Folge verbindet Resilienz mit Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit definiert die Richtung, in die wir uns bewegen wollen. Resilienz sichert die Fähigkeit, diesen Weg unter unsicheren Bedingungen überhaupt zu gehen. Dekarbonisierung reduziert nicht nur Emissionen, sondern auch Energiepreisrisiken. Diversifizierte Lieferketten sind nicht nur politisches Signal, sondern strategische Absicherung. Nachhaltigkeit ohne Resilienz bleibt Schönwetterstrategie. Resilienz ohne Nachhaltigkeit bleibt ziellos.

Im Zentrum steht ein konkreter Resilienz Check für Unternehmen. Fünf Fragen, die helfen, strukturelle Verwundbarkeit sichtbar zu machen. Keine Alarmrhetorik, keine Weltuntergangsszenarien, sondern nüchterne Selbstprüfung. Wo sind wir abhängig? Welche Annahmen tragen unser Geschäftsmodell? Wo haben wir Puffer abgebaut, die wir vielleicht wieder brauchen? Wie schnell können wir uns anpassen, wenn Rahmenbedingungen kippen?

Diese Folge ist keine Einladung zur Panik, sondern zur Klarheit. Strategische Resilienz ist kein Schutzschild gegen jede Krise. Sie ist die bewusste Gestaltung von Spielraum. Und Spielraum ist in einer Welt permanenter Störung keine Komfortzone, sondern Überlebensstrategie.

Wenn du wissen willst, ob dein Geschäftsmodell nur bei Sonnenschein funktioniert oder auch bei Gegenwind, dann hör rein.
44 Minuten
Nachhaltigkeit steckt in einer Bubble. Eigentlich in vielen.

Und diese Blasen reden erstaunlich viel übereinander, aber selten miteinander.

In dieser Folge geht es um Abgrenzung und Anschluss.

Um das ständige „wir“ und „die Anderen“.

Um Nachhaltigkeit als Nerd-Thema.

Um laute Minderheiten, die sich für Mehrheiten halten.

Und um die stille Mehrheit, die eigentlich ziemlich klare Interessen hat: gesund leben, sicher leben, ein gutes Leben führen.

Diese Folge fragt nicht, wer recht hat.

Sondern warum Moral schlecht skaliert, Blasen dicht werden

und Politik von vorgestern keine Antworten für heute liefert.

Und sie endet dort, wo alles beginnt: hier. und jetzt.

Keine Wohlfühlfolge.

Keine Empörungsfolge.

Aber eine, die verbindet, wenn man sie lässt.
31 Minuten
Hitze ist kein Wetter.

Hitze ist ein Risiko für Wertschöpfung.

In dieser Folge geht es ein kleines Beispiel für die Nutzung einer Klimarisikoanalyse. Nicht als Norm, nicht als Berichtspflicht, sondern als praktisches Denkwerkzeug. Wir nutzen Hitze als Einstieg, weil sie zeigt, wie Klimarisiken wirklich wirken: direkt, lokal und ohne Vorwarnung.

Entlang der Wertschöpfung schauen wir uns an, wo Hitze Unternehmen trifft. In der eigenen Geschäftstätigkeit, in der vorgelagerten Lieferkette, in der Nutzung von Produkten und schließlich dort, wo Übergangsrisiken entstehen. Nicht abstrakt, sondern konkret. Nicht mit Szenarien, sondern mit Abhängigkeiten.

Diese Folge ist hands on. Sie erklärt nicht Klimawandel, sondern Verwundbarkeit. Und sie zeigt, warum Klimarisikoanalyse weniger Zukunftsfrage ist, als viele denken.
39 Minuten
Sobald man offen über Nachhaltigkeit spricht, kommt sie fast automatisch: Die Frage nach dem eigenen Lebensstil.

Was machst du selbst?

Fliegst du noch?

Isst du Fleisch?

Wie nachhaltig ist dein Konsum?

Manchmal als ehrliches Interesse.Oft als Reflex.

Fast immer mit derselben Wirkung.

In dieser Folge geht es um den „Du-Rucksack“.

Um personal blaming, moralische Prüfungen und die merkwürdige Erwartung, dass man erst perfekt leben muss, um über Nachhaltigkeit sprechen zu dürfen.

Es geht um additive Nachhaltigkeit, bei der sich Konsum nicht verändert, sondern nur grün auflädt.

Um die Ironie, dass viele heute gefeierte Praktiken bei unseren Großeltern schlicht Alltag waren.

Und um die Frage, warum wir Verantwortung so zuverlässig nach unten delegieren.

Diese Folge ist kein Freispruch vom eigenen Handeln.

Aber sie ist eine Einladung, Maßstäbe zu klären.

Was bewirkt individuelles Engagement wirklich?

Und was wird ihm zugeschoben, weil Systeme unangetastet bleiben sollen?

Eine Folge über Verantwortung, Wirkung und die Frage, wer eigentlich welchen Rucksack trägt.
54 Minuten
Nachhaltigkeit soll wieder freiwilliger werden.

Weniger Pflicht, weniger Vorgaben, mehr Einsicht.

Und genau in diesem Raum wird ein Ansatz immer beliebter: Green Nudging.

In dieser Folge geht es um sanfte Schubser, Entscheidungsarchitektur und darum, warum Gestaltung oft wirksamer ist als Argumente. Nicht durch Verbote oder Zwang, sondern durch Standards, Sichtbarkeit und das, was als normal gilt.

Wir sprechen darüber,

warum Green Nudging so gut funktioniert

weshalb genau das problematisch sein kann

wie Verantwortung vom System auf Einzelne rutscht

wo hilfreiche Gestaltung endet und verdeckte Steuerung beginnt

Anhand von Alltagsbeispielen, mit einem Augenzwinkern, aber ohne Bauchgefühl.

Im Fokus steht eine einfache Frage:Wer entscheidet eigentlich, in welche Richtung geschubst wird?

Im Ausblick ordnen wir das Thema ein, verweisen auf Forschung und Praxis und benennen auch ein Projekt aus Bremen, an dem wir beteiligt waren. Die folgenden Links dienen als Einstieg und Vertiefung:

Weiterführende Links und Quellen

Green Nudging Projekt

https://green-nudging.de/

"Schubs mich nicht!" – Nudging als politisches Gestaltungsmittelhttps://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/258946/schubs-mich-nicht-nudging-als-politisches-gestaltungsmittel/

Thaler, Sunstein: Nudge

https://nudges.org/what-is-nudging/

OECD- Tools and Ethics for Applied Behavioural Insights: The BASIC Toolkithttps://www.oecd.org/en/publications/tools-and-ethics-for-applied-behavioural-insights-the-basic-toolkit_9ea76a8f-en.html

Keine einfachen Antworten.

Aber bessere Fragen.
40 Minuten
Maßnahmen gibt es genug. Wirkung deutlich weniger.

In dieser Folge geht es um den Maßnahmenfriedhof:

Warum Nachhaltigkeitsmaßnahmen sauber beschlossen, dokumentiert und berichtet werden und trotzdem kaum etwas verändern.

Es geht um formale Korrektheit, Prüfung, Kontextualisierung ohne Konsequenz und die unausgesprochenen Kriterien, nach denen Maßnahmen wirklich ausgewählt werden.

Und um die zentrale Frage, warum Maßnahmen oft Aufgaben bleiben, statt Entscheidungen mit Wirkung zu sein.

Eine Folge über Organisationslogik, Verantwortung und den Unterschied zwischen Aktivität und Veränderung.
53 Minuten
Die mit dem Ende der Komfortzone

Günstige Energie.

Stabile Lieferketten.

Politische Verlässlichkeit im Hintergrund.

Wir haben lange so getan, als wäre das der Normalzustand.

In dieser Folge geht es um das Ende dieser Komfortzone.

Nicht als plötzlichen Kollaps, sondern als schleichende Erkenntnis:

Geopolitik ist kein Nachrichtenthema mehr. Sie ist betriebliche Realität.

Wir sprechen über Macht, Energie und Abhängigkeiten.

Über die aktuelle Weltlage Anfang 2026.

Über fossile und digitale Komfortzonen.

Und darüber, warum Nachhaltigkeit gerade ihre Unschuld verliert.

Vor allem aber geht es um Unternehmen.

Um operative Realität statt Strategiefolien.

Um Entscheidungen statt Beruhigung.

Und um die Frage, wie man handlungsfähig bleibt, wenn Bequemlichkeit keine Option mehr ist.

Diese Folge liefert keine einfachen Antworten.

Aber einen klaren Blick.

Wir gehen weiter.

Ohne Komfortzone.

Aber mit offenen Augen.
31 Minuten
90 Prozent weniger Treibhausgase bis 2040.

Das klingt für viele nach Utopie, Ideologie oder Rechentrick.

Blöd nur: Es ist gerechnet. Technisch machbar. Ökonomisch erklärbar.

In dieser Folge geht es nicht um Hoffnung und nicht um Verzicht.

Es geht um eine unbequeme Realität: Wir scheitern nicht an Technologie, sondern an Entscheidungen. Oder genauer: am Nicht-Entscheiden.

Wir schauen darauf, wo die großen Emissionsminderungen herkommen könnten, warum sie politisch und wirtschaftlich ausgebremst werden und warum Unternehmen oft näher am Hebel sitzen, als sie selbst zugeben wollen.

Diese Folge ist kein Appell.

Sie ist ein Befund.

Wenn 90 Prozent möglich sind, ist die eigentliche Frage nicht mehr, ob wir es können.

Sondern warum wir so viel Energie darauf verwenden, so zu tun, als könnten wir es nicht.
45 Minuten
Die mit dem Jahresende

2025 war kein Jahr für einfache Antworten.

Politik hat gebremst, Standards wurden überarbeitet, Pflichten verschoben. ESRS, CSRD, CSDDD, EUDR - vieles wurde neu sortiert und als Entlastung verkauft.

Diese Folge geht einen Schritt tiefer.

Denn während Regulierung neu verhandelt wird,

läuft die Realität ungebremst weiter. Naturkatastrophen, Klimarisiken, fragile Lieferketten und wachsende geopolitische Spannungen haben 2025 sehr deutlich gemacht: Weniger Regeln bedeuten nicht weniger Druck.

In dieser Jahresendfolge ziehe ich keinen nostalgischen Rückblick, sondern eine ehrliche Linie von 2025 nach 2026.

Es geht um politische Ernüchterung, um das, was wir wirklich gelernt haben und um die Frage, warum echte Nachhaltigkeit gerade jetzt wichtiger wird, auch dort, wo Regulierung schwankt oder zurückgenommen wird.

Kein Jahresrückblick mit Glanz. Kein Abgesang auf Nachhaltigkeit. Sondern ein klarer, ruhiger Ausblick auf ein Jahr, in dem Verantwortung nicht delegiert werden kann.

In dem Sinne: Guten Rutsch, alles Gute für 2026. Wir hören uns!
42 Minuten
Weihnachten steht vor der Tür und bevor sich alle in Geschenkpapier, Jahresendstress und Plätzchenteig verlieren, gibt’s hier die wahrscheinlich nützlichste Bescherung des Jahres: acht immaterielle Geschenke für mehr Nachhaltigkeit, Klarheit und gesunden Menschenverstand im Unternehmensalltag.

Keine Duftkerzen, keine Kugelschreiber, keine „Wir pflanzen irgendwo etwas“-Gutscheine. Stattdessen: Tools, Gedanken und kleine mentale Abkürzungen, die auch 2026 noch funktionieren.

Vom Mut, unperfekt anzufangen, über echte Prioritäten, bessere Kommunikation und den großen Realitätsabgleich bis hin zur Gelassenheit, die wir alle dringend brauchen. Natürlich verpackt in einer winterlichen Soundkulisse zum Entspannen.

Eine Folge zum Durchatmen, Schmunzeln und Kurz-Runterfahren.

Ideal für den 23. Dezember oder für jeden anderen Tag, an dem Nachhaltigkeit wieder mal lauter ist als die eigenen Nerven.

Frohe Feiertage und bis ganz bald zur Ausblicksfolge am 30. Dezember.
43 Minuten
Achtung: Folge auf Englisch für meine, zumindest statistisch betrachtet, internationale Hörerschaft. Alle anderen dürfen wie immer freiwillig mitlaufen.

“The State of the European Union” is one of the English-language episodes I promised my international listeners—a brief look at how Europe currently thinks, feels, and occasionally loses its collective nerve when it comes to sustainability. This episode of "Irgendwas mit Nachhaltigkeit?" takes you through the strange emotional landscape of Europe in 2025.

A continent that once invented the Renaissance – and now invests an impressive amount of energy reinventing reporting templates, political turbulence and self-inflicted mood swings.

We explore the backlash against the Green Deal, Germany’s nostalgic detour into “tech neutrality”, the price shocks, the crisis exhaustion, and the widespread confusion around costs, responsibility and expectations.

And then we zoom out.

Because even in turmoil, Europe still shapes global markets, standards and narratives... sometimes by accident, sometimes by design.

If you want an unfiltered status update from inside the EU brain, this is the one.
46 Minuten
In dieser Sonderfolge von „Irgendwas mit Nachhaltigkeit?“ geht es um eine Woche, in der die europäische Nachhaltigkeitsregulierung spürbar verschoben wurde.

Neue politische Einigungen zu CSRD und CSDDD, deutlich angehobene Schwellenwerte und parallel dazu der Entwurf der simplified ESRS durch EFRAG. Was auf den ersten Blick nach Entlastung klingt, sorgt bei vielen Unternehmen vor allem für neue Fragen.

Wer ist künftig noch betroffen.

Wer fällt formal heraus, bleibt aber faktisch unter Erwartungsdruck.

Und was bedeutet das alles für laufende CSRD-Projekte und vorbereitete Strukturen.

Diese Folge ordnet ein, was politisch beschlossen wurde, was noch Entwurf ist und was weiterhin gilt. Ohne juristische Detailverliebtheit, dafür mit einem realistischen Blick auf Risiken, Marktanforderungen und die praktischen Konsequenzen für Unternehmen.

Es geht um Orientierung in einer Übergangsphase. Um die Frage, wie man jetzt klug weiterarbeitet, ohne in Panik zu verfallen oder vorschnell den Stecker zu ziehen. Und um die Erkenntnis, dass weniger Regulierung nicht automatisch weniger Verantwortung bedeutet.

Eine Update-Folge für alle, die gerade zwischen Schlagzeilen, Projektrealität und Zukunftsplanung einen klaren Kopf behalten müssen.