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Irgendwas mit Nachhaltigkeit? Archiv

83 Episoden
51 Minuten
In dieser Folge treffe ich jemanden, der Nachhaltigkeit schon gemacht hat, bevor es „cool“ war oder "woke" wurde: Michael Barzakidis.

Ein Mann, der auf einem griechischen Strand lag, in den Himmel starrte und dachte:

„Marketing? Wirklich? Für IMMER?“

Der Rest ist Geschichte. Und ziemlich viel Nachhaltigkeit.

Seitdem beriet Michael Unternehmen, vertrieb Nachhaltigkeitssoftware, schulte Ausbilderinnen und Ausbilder, rettete Energie in Eishallen und macht mit Lego Serious Play nun genau das, was PowerPoint seit 20 Jahren verspricht, aber nie schafft: Menschen denken lassen.

Wir sprechen darüber,

• wie ein Aha-Moment am Strand eine Karriere um 180 Grad drehen kann,• warum manche Agenturen Nachhaltigkeit erst entdecken, wenn der Kunde es verlangt,• weshalb berufliche Bildung ein schlafender Riese der Transformation ist,• und wieso ein paar bunte Steine manchmal mehr Klarheit stiften als ein 80-seitiger Bericht.

Kurz: Michael ist der Beweis, dass nachhaltiger Wandel nicht nur möglich ist, sondern auch Spaß machen kann – wenn man ihn ordentlich baut.

Wenn du schon immer wissen wolltest, wie man Nachhaltigkeit, Kommunikation und Lego in einen Mixer wirft und am Ende trotzdem etwas Sinnvolles herauskommt: Willkommen in dieser Folge.

SHOWNOTES:

Hier einmal der Weg zu Michael direkt: https://www.linkedin.com/in/michael-barsakidis/

Zu seiner LSP-Arena:

https://lsparena.com/

Das Angesprochene Ausbilder-Programm Tranaxis:

https://www.bibb.de/de/171047.php

Die angesprochene Weiterbildung für Hebammen:

https://www.fh-mittelstand.de/veranstaltung/fortbildung-praxisanleitung-fuer-hebammen-kommunikation-storytelling-im-hebammenalltag-mit-der-methode-legor-serious-playr/

Energie Effizienz bei den Hannover Indians:

https://digital.zlb.de/viewer/api/v1/records/15410676_2010-2011/files/media/OEKOPROFIT_Hannover_2011.pdf
1 Stunde 42 Minuten
Dies ist die wahrscheinlich tanzbarste Nachhaltigkeitsfolge des Jahrzehnts.

SDGs erklären? Ja.

Aber warum nicht mit Musik?

In dieser Folge von "Irgendwas mit Nachhaltigkeit?" klären wir erst kurz, worum es bei den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung eigentlich geht, wo wir im Jahr 2030 sein wollen - und wo wir Ende 2025 wirklich stehen.Und dann bekommt jedes Ziel seinen eigenen Song.Nicht als Jingle, nicht als Hintergrundmusik, sondern als vollwertigen Track im passenden Stil, von Soul über Future House bis Irish Folk Punk.

17 Ziele.

17 Songs.

Ein Dancefloor voller Nachhaltigkeit.

Ich zeige euch für jedes Ziel:

Worum geht’s?

Was wollen wir erreichen?

Wo stehen wir heute?

Und wie fühlt sich die Welt an, wenn wir es geschafft haben?

Laut.

Tanzbar.

Und hoffentlich inspirierend genug, um die SDGs mal wieder aus der Anstecker-Nische rauszuholen.

Perfekt für: Bahnfahrten, Autofahrten, Putzen, Pendeln, Büro… und vielleicht sogar ein bisschen Tanzen.

Und ja: Gerne auch als Gesprächsanstoß mit Kolleg:Innen.

Große Ziele müssen nicht trocken sein.

Manchmal brauchen sie einfach einen Beat.
41 Minuten
Diese Folge ist ein Blick nach Belém, mitten in den Amazonas, dorthin, wo die Weltgemeinschaft gerade versucht hat, beim Thema Klimaschutz wieder ein Stück weiterzukommen. Offizielle Fortschritte, verdreifachte Anpassungsfinanzierung, neue Indikatoren, schöne Fotos im Regenwald - und gleichzeitig ein Minimalkompromiss, der sich anfühlt wie ein höfliches „wir machen später weiter“.

Ich spreche über die Ergebnisse der COP30, die Leerstellen, die Blockaden und darüber, was diese Mischung aus Symbolik und Stillstand für Unternehmen bedeutet. Physische Risiken, Klimastrategien, Lieferketten, Anpassungsdruck: Alles wird konkreter, auch wenn die Politik weiter zaudert.

Ein bisschen Ironie, ein bisschen Bitterkeit, etwas Hoffnung und ein ordentlicher Schuss brasilianischer Realität: Special Edition Belém.
27 Minuten
In der ersten Folge der zweiten Staffel nehme ich euch mit in meine letzte Woche. Drei Veranstaltungen in fünf Tagen. Berlin, Dortmund, Mönchengladbach. Drei völlig unterschiedliche Welten von Nachhaltigkeit im Jahr 2025.

Montag: RNE Jahreskonferenz in Berlin. Große Bühne, starke Themen, aber eine spürbare Unsicherheit im Raum. Niemand weiß so richtig, wie es mit RNE, DNK und RENN weitergeht und welche Rolle Nachhaltigkeit politisch überhaupt noch bekommt.

Dienstag und Mittwoch: BAUM Jahrestagung im Westfalenstadion Dortmund!. Riesige Energie, echte Macherinnen und Macher, Zukunftsbilder, Mut und ehrliche Geschichten. Gleichzeitig eine deutliche Botschaft der Unternehmen: Wir wollen Klarheit. Keine Pseudo-Vereinfachung, keine neue Verwirrung.

Donnerstag und Freitag: Handelsblatt Jahrestagung Dekarbonisierung der Industrie. Die schwersten Branchen zeigen, wie viel schon heute möglich ist. Konkrete Projekte, echte Lösungen, beeindruckender Wille zur Umsetzung. Und der klare Wunsch: Wir brauchen einen verlässlichen Pfad.

Diese drei Tage zeigen, wie fragmentiert Nachhaltigkeit 2025 geworden ist. Politik, Praxis und Industrie bewegen sich in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und sprechen unterschiedliche Sprachen. Und genau deshalb startet Staffel 2 jetzt. Mit Klartext, Einordnung und dem Blick auf das, was wirklich funktioniert.

Und wenn Ihr euer "Irgendwas" mal in den Podcast bringen wollt, schreibt mir gerne eine Mail!
19 Minuten
Ohh Ohh Finale!

Nach zweiundzwanzig Folgen über Nachhaltigkeit, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kommt das Staffelfinale.

Aber: Keine großen Antworten. Und noch kein Happy End. Nur der Versuch, ehrlich zu bleiben, irgendwo zwischen Müdigkeit, Trotz und Aufbruch.

Ich blicke zurück auf eine Staffel voller Fragen: Was bleibt, wenn die Euphorie weg ist? Was heißt Haltung, wenn der Idealismus ausfranst? Und was fängt man an, wenn alles schon einmal angefangen hat?

„Die mit dem neuen Anfang“ ist kein Fazit, sondern ein Reset.

Ein ehrlicher Blick auf das, was übrig bleibt und auf das, was trotzdem weitergeht.

Und ja: Am Ende gibt’s auch wieder Musik. Laut, dreckig, mit einem Augenzwinkern.

Weil Aufgeben keine Option ist.
37 Minuten
Sicherheit.

Früher hieß das: keine Gefahr.

Heute heißt es: kein Vertrauen.

Diese Folge fragt, was Sicherheit im 21. Jahrhundert wirklich bedeutet zwischen Energie und Abhängigkeit, Krieg und Klima, Verteidigung, Demokratie und digitalem Blackout.

Es geht um Macht, Verantwortung und die Frage, warum Nachhaltigkeit ohne Schutz nicht funktioniert. Und warum Schutz ohne Werte nichts wert ist.

Mit Musik, Haltung und der Erkenntnis:Frieden ist kein Zustand. Er ist Arbeit.
26 Minuten
Deutschland diskutiert über das Stadtbild, aber eigentlich geht es um unser Weltbild.

Darum, wer dazugehört, wer sichtbar ist und wer nicht.

Und darum, wie sehr Nachhaltigkeit auch eine Frage von Gerechtigkeit, Teilhabe und Haltung ist.

Diese Folge schaut hinter die Fassade:Was sagt das Bild unserer Städte über uns als Gesellschaft?

Wie werden Ordnung, Sicherheit und Vielfalt politisch gegeneinander ausgespielt?

Und warum hat nachhaltige Entwicklung wenig mit Sauberkeit, aber viel mit Zusammenhalt zu tun?

Eine Episode über Wahrnehmung, Verantwortung und den Mut, Dinge nicht nur schön, sondern besser zu machen.

Denn am Ende ist das Stadtbild nichts anderes als wir.
47 Minuten
Zwei Wege. Ein Planet.

Einer führt weiter wie bisher - der andere verlangt alles.

Was passiert, wenn wir konsequent nicht nachhaltig sind?Wenn wir Ressourcen ausreizen, Klimaziele ignorieren und den Status quo einfach laufen lassen?Und wie sähe die Welt aus, wenn wir das Gegenteil tun:

Wenn wir uns wirklich bemühen, das Pariser Abkommen, die SDGs und alle großen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen?

Diese Folge zeichnet beide Szenarien nach.

Vom fossilen Weiter-so über gesellschaftlichen Stillstand bis hin zu Kooperation, Vertrauen und einem neuen Verständnis von Fortschritt.

Keine Utopie, kein Weltuntergang, sondern zwei realistische Möglichkeiten für unsere gemeinsame Zukunft.

Am Ende bleibt nur die Frage:Welchen Weg wollen wir wirklich gehen?
22 Minuten
Am 13. Oktober 2025 hat der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments (JURI) entschieden:

Omnibus I ist durch.

Damit beginnt die wohl wichtigste Weichenstellung seit Einführung der CSRD - der Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Der neue Kurs heißt „Simplification“: weniger Berichtspflichten, weniger Haftung, weniger Kontrolle.

Die EPP um Jörgen Warborn spricht von „Entlastung“ und „Planbarkeit“.

Kritiker nennen es das Ende der europäischen Nachhaltigkeitsarchitektur.

In dieser Folge geht es um die Entscheidung, die Machtspiele dahinter und die Frage, was sie für Unternehmen bedeutet:

Warum die EU gerade die CSRD und CSDDD massiv einschränkt,

weshalb Unternehmen jetzt nur noch Freunde sein sollen,

und wie das Narrativ „Karotte statt Stock“ Europas Green Deal umschreibt.

Warborn sagt: „We must make companies our friends in the green transition.“

Ein Satz, der harmlos klingt und doch markiert, wie Nachhaltigkeit in Brüssel gerade neu definiert wird:vom Regelwerk zum Vertrauensvorschuss, von Verbindlichkeit zu Verhandlung.

Ich ordne ein, was das JURI-Votum vom 13. Oktober 2025 für den kommenden Trilog bedeutet, was Unternehmen jetzt beachten sollten, und warum diese „Vereinfachung“ am Ende alles komplizierter machen könnte.

Und ja, es gibt auch Musik. Aber diesmal weniger zur Unterhaltung, sondern als Kommentar zu einem politischen Realitätsverlust, der klingt wie ein Muppet-Finale über Bürokratie, Wachstum und Freundschaft.
22 Minuten
Nach Wochen voller Termine, Events und Diskussionen über Nachhaltigkeit ist sie plötzlich überall spürbar: die Müdigkeit.

In dieser Folge geht es um genau dieses Gefühl. Nicht um Zahlen, Gesetze oder Pflichten, sondern um das, was dazwischen liegt.

Um das Paradox einer Bewegung, die einst für Haltung stand und heute oft in Prozessen stecken bleibt.

ich spreche über die Erschöpfung, die sich breitmacht, wenn Verantwortung zum System geworden ist.

Über den Druck, der bleibt, wenn Engagement ins Leere läuft.

Und über den Moment, in dem man sich fragt, ob man eigentlich noch begeistert klingt ... oder nur noch funktioniert.

Zwischen Reflexion und Resignation öffnet sich am Ende etwas Neues. Kein Neustart, kein Masterplan, sondern ein kleiner Riss in der perfekt organisierten Erschöpfung.

Dort entsteht ein anderes Gefühl: kein Burnout, sondern Bewusstsein.

Und vielleicht ist genau das der Punkt, an dem Nachhaltigkeit wieder Sinn bekommt.
30 Minuten
Nachhaltigkeit muss… sexy sein.

Nachhaltigkeit muss… sich rechnen.

Nachhaltigkeit muss… bezahlbar sein.

Nachhaltigkeit muss… sich wieder lohnen.

Und natürlich: Die Sorgen der Leute müssen ernst genommen werden.

Wer mit Menschen über Nachhaltigkeit spricht, hört diese Liste fast reflexartig. Anstatt darüber zu reden, was wir längst tun könnten und müssten, wird Nachhaltigkeit erst einmal mit Bedingungen überzogen. Sie muss glamourös sein, sie muss den ROI in drei Jahren bringen, sie darf nicht zu viel kosten, sie soll Spaß machen und bitteschön jedem gefallen. Nur dann, so die Logik, hat Nachhaltigkeit eine Chance.

In dieser Folge nehme ich diese Muss-Liste auseinander.

Kapitel für Kapitel breite ich die Vorurteile aus, wie man sie tagtäglich hört. Und danach sage ich, warum sie Unsinn sind.

Ich rede darüber, warum Nachhaltigkeit eben nicht sexy sein muss, sondern wirken muss.

Warum sie nicht den Quartalsbericht bedienen soll, sondern unsere Zukunft absichert.

Warum das Argument „bezahlbar“ eine bittere Verdrehung ist, wenn Flutkatastrophen wie im Ahrtal Milliarden verschlingen, während wir hierzulande um Centbeträge an der Zapfsäule diskutieren.

Warum es grotesk ist, Nachhaltigkeit als Investment zu sehen, das sich „wieder lohnen“ soll.

Und warum es kein Ausweis von Empathie ist, immer nur die eigenen Komfortsorgen ernst zu nehmen, während existenzielle Ängste anderswo ignoriert werden.

Was bleibt, ist die Erkenntnis: Nachhaltigkeit muss uns überhaupt nichts beweisen.

Wir sind es, die liefern müssen.

Hört rein, lacht mit, ärgert euch oder schüttelt den Kopf.

Und vor allem: Fragt euch, welche Muss-Bedingungen ihr selbst schon gestellt habt und ob es nicht längst Zeit wäre, sie über Bord zu werfen.
39 Minuten
Folge 15: Die mit den Grenzen

Leute, wir müssen Grenzen setzen. Nicht die, über die Politiker in Talkshows streiten, sondern die, die wirklich zählen: die planetaren Grenzen.

In dieser Folge schauen wir genau hin:

Wo kommt das Konzept her und warum ist es mehr als nur ein hübsches Diagramm für Nachhaltigkeitsberichte?

Welche Grenzen sind 2025 schon überschritten und wie sieht das in Deutschland und Europa konkret aus?

Warum absolute Grenzwerte für Emissionen so gnadenlos sind und wieso relative Reduktionsziele ein schlechter Witz sind.

Was Unternehmen praktisch tun können, um sich an diesen Realitäten auszurichten.

Und: ein Exkurs zu Bioregions die Idee, die Natur selbst zum Organisationsprinzip zu machen.

Am Ende bleibt ein bitteres Fazit: Grenzen sind kein Spaßverderber, sondern die letzte Rettung.

Und ja – wir schauen auch kurz auf die politische Realität: von Trump über Putin bis Musk und der absurden Idee, dass die Lösung vielleicht nicht hier, sondern auf dem Mars liegt. Spoiler: tut sie nicht.

Weiterführende Infos:

Stockholm Resilience Centre – Überblick Planetary Boundaries: https://www.stockholmresilience.org/research/planetary-boundaries.html

Planetary Health check: https://www.planetaryhealthcheck.org/

Aktueller Stand:

(https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.adh2458

Science Based Targets Initiative (SBTi): https://sciencebasedtargets.org

Kontext & Diskussion zu Bioregions (Ralf Thurm, R3.0): https://www.youtube.com/watch?v=xptnNJ8p8N8

UPDATE 25.08.2025: Kaum ist die Folge draußen, holt uns die Realität ein - nun ist die 7. von 9 Planetaren Grenzen gebrochen: Ozeanversauerung.
26 Minuten
Die mit dem Märchen von der VSME

Es war einmal ein Standard für kleine und mittlere Unternehmen. Er sollte alles leichter machen, Ordnung ins Chaos bringen und den bösen Wolf namens CSRD fernhalten. Sein Name: VSME. Die freiwillige Lösung, das große Happy End. So zumindest das Märchen.

Die Realität ist weniger zauberhaft.

Die VSME ist ein politischer Kompromiss, ein Feigenblatt, das KMU Orientierung vorgaukelt, ohne echte Substanz. Ein Standard, der eher Symbolpolitik ist als Werkzeug. Denn wenn man ehrlich hinsieht, merkt man: Das Wichtigste fehlt.

Materialität? Verwässert und ins „if applicable“ verschoben.

Strategie? Überhaupt nicht vorgesehen.

Governance? Ein blinder Fleck.

Internationale Anschlussfähigkeit? Kaum.

Statt echter Steuerungslogik gibt es eine Light- und eine Medium-Variante: Basic und Comprehensive. Klingt flexibel, ist aber in Wahrheit die Wahl zwischen „zu wenig“ und „immer noch nicht genug“. Wer glaubt, damit sei das Thema Nachhaltigkeit erledigt, wird sich wundern. Banken, Kunden und Lieferketten akzeptieren PDFs ohne Substanz nämlich nicht.

In dieser Folge erzähle ich das ganze Märchen und warum es kein Happy End hat. Wir reden über die Entstehung der VSME, die Rolle von Brüssel und EFRAG, das politische Timing im Kontext von CSRD und ESRS und die großen Lücken, die bleiben. Wir schauen uns an, warum viele Unternehmen die VSME gerade als „Rettung“ feiern, obwohl sie dadurch nichts lernen und in zwei Jahren genauso blank dastehen wie heute.

Die Moral von der Geschicht:

Wer die VSME nur abhakt, lernt Nachhaltigkeit nie. Wer sie als Einstieg nutzt, kann etwas Ordnung gewinnen. Aber mehr auch nicht. Ein Rettungsring aus Styropor: hübsch anzusehen, aber gefährlich, wenn die Wellen hochschlagen.

Shownotes

• Überblick zur VSME beim DNK: [Link]

• Empfehlung der EU-Kommission vom Juli 2025: [Link]

• EFRAG Informationen zur VSME: [Link]

• Kontext zur CSRD und den ESRS: [Link]
35 Minuten
Effizienz allein reicht nicht.

In dieser Folge von Irgendwas mit Nachhaltigkeit? geht es um die drei großen Strategien, die seit Jahrzehnten die Debatte um eine nachhaltige Zukunft prägen:

Effizienz - also die klassische Steigerung von Produktivität, mehr Output mit weniger Input, „mehr mit weniger“

Suffizienz - die Idee, dass wir nicht alles optimieren, sondern auch bewusst weniger konsumieren, weniger arbeiten, weniger verbrauchen

Konsistenz (Cradle to Cradle) - der Ansatz, Dinge von Grund auf so zu gestalten, dass sie nicht weniger schädlich, sondern von Anfang an nützlich sind

Wir nehmen diese drei Pfade genauer unter die Lupe. Was können sie leisten? Wo sind ihre Grenzen? Und warum landen wir so oft in einer Einseitigkeit, die uns nicht weiterbringt?

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Rebound-Effekten: Warum Effizienzgewinne häufig verpuffen, wenn wir nicht gleichzeitig Grenzen setzen. Hier geht es um Beispiele aus Alltag und Wirtschaft, um Modelle aus der Forschung und um Best Practices, die zeigen: Rebounds sind kein Naturgesetz, sondern können gezielt vermieden werden.

Dabei beziehe ich mich auch auf die Ideen von Nico Paech, der die Suffizienz als Kern einer Postwachstumsökonomie beschrieben hat, und auf die Ansätze von Michael Braungart, der mit dem Cradle to Cradle-Prinzip ein anderes Verständnis von „ökologisch effektiv“ in die Debatte gebracht hat.

Mehr zum Weiterlesen und Vertiefen (Juhuu, ab jetzt gibt es Shownotes!):

Postwachstum - Infos und Texte von Nico Paech

Circle2Cradle - Michael Braungart & Cradle to Cradle Konzepte

R3.0 - Ralph Thurm und Bioregionalismus

Wuppertal Institut - Arbeiten zu Suffizienz und Ressourceneffizienz

Netzwerk Wachstumswende

Die Reise durch Effizienz, Suffizienz und Konsistenz zeigt: Jede Strategie hat ihre Stärken, jede ihre Tücken. Am Ende bleibt die spannende Frage: Wie gehen wir mit diesen Pfaden wirklich um und was folgt daraus für unser Verständnis von Nachhaltigkeit?
4 Minuten
Reporting wirkt oft wie ein unüberwindbarer Berg, bis man ihn in fünf Etappen zerlegt. Diese Folge gibt euch den klaren Fahrplan vom Kick-off bis zum geprüften Bericht.