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48 Minuten
Was macht ein Genie aus – und wer entscheidet darüber?

Warum gilt Ludwig van Beethoven als Genie, während andere Komponisten trotz ihrer musikalischen Bedeutung weitgehend unbekannt bleiben? Und welche Rolle spielen Gesellschaft, Politik und kulturelle Institutionen dabei, wer in die Geschichte eingeht?

In dieser Folge von Schallwelten sprechen wir über den Geniekult und die gesellschaftlichen Prozesse, durch die bestimmte Künstler und ihre Werke zu Ikonen werden. Ausgehend von Beethovens Fünfter Symphonie fragen wir, wie musikalische Leistungen bewertet werden, wie sich ein kultureller Kanon herausbildet und warum dabei nicht allein die Qualität eines Werkes entscheidend ist.

Wir beleuchten, wie Förderer, Konzertveranstalter, Bildungseinrichtungen, Verlage und Medien darüber mitbestimmen, welche Musik gespielt, vermittelt und über Generationen weitergegeben wird. Dabei geht es auch um die Erzählungen, die sich um große Persönlichkeiten ranken: Warum bewundern wir das leidende Genie? Wann wird aus Anerkennung ein Kult, der die tatsächliche Leistung eines Menschen in den Hintergrund rückt? Und was verrät unser heutiger Umgang mit Influencern und sozialen Medien über das Bedürfnis, einzigartig und außergewöhnlich zu sein?

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Zusammenhang zwischen Geniekult, Romantik und Nationenbildung. Während Beethoven zunehmend zum Symbol deutscher Kultur wurde, verlief die Entwicklung einer ukrainischen kulturellen Identität unter ganz anderen politischen Bedingungen. Am Beispiel des ukrainischen Komponisten Mykola Lysenko und der ukrainischen Musikgeschichte diskutieren wir, wie politische Macht, sprachliche Unterdrückung und kulturelle Institutionen beeinflussen, welche Künstler Anerkennung finden – und welche erst viel später entdeckt werden.

Denn ein kultureller Kanon ist keine bloße Bestenliste der Geschichte. Er ist auch das Ergebnis gesellschaftlicher Entscheidungen darüber, welche Werke wir hören, welche Persönlichkeiten wir verehren und wessen Geschichten erzählt werden.

Wie wird aus einem Künstler ein Genie? Wer bestimmt, was kulturell bedeutend ist? Und welche Musik wird erst in Zukunft ihren Platz in unserem kulturellen Gedächtnis finden?

Jetzt die ganze Folge ansehen und mitdiskutieren!

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Schallwelten – ein Podcast von Alfred und Johannes Huber.

Unser Motto: Genau zuhören, nichts überhören. Und vor allem: skeptisch bleiben, wenn wieder einmal von den ganz großen Genies die Rede ist.
29 Minuten
Warum ein Klavier Kompromisse brauchtWas haben musikalische Stimmung, digitale Farbräume und politische Entscheidungen gemeinsam?In Folge 43 von Schallwelten gehen wir der Frage nach, wie aus einer kontinuierlichen Welt ein System aus festen Regeln und Grenzen wird. Wir reisen von der mitteltönigen Stimmung über historische wohltemperierte Stimmungen bis zur gleichstufigen Stimmung und hören, warum derselbe Akkord je nach Stimmung ganz unterschiedlich wirken kann.Dabei begegnen uns das pythagoreische Komma, die Wolfsquinte und die Frage, warum Bachs Wohltemperiertes Klavier nicht einfach bedeutet, dass alle Halbtöne gleich groß sind.Von dort schlagen wir die Brücke zur digitalen Bildwelt: Rec.709, Log und LUTs zeigen, wie auch Farben und Helligkeiten nach mathematischen Regeln interpretiert werden.Und am Ende landen wir bei der Politik: Denn überall dort, wo unterschiedliche Interessen innerhalb eines gemeinsamen Systems zusammenkommen, stellt sich dieselbe Frage:Wie viel Kompromiss braucht ein System – und wer entscheidet, wo er gemacht wird? Jetzt anhören, abonnieren und Schallwelten folgen. Wenn dir die Folge gefällt, teile sie mit jemandem, mit dem du über Musik, Film oder Politik diskutieren möchtest.
1 Stunde 3 Minuten
Die Reise geht weiter! Wann ändert sich das magische Denken? Gibt es eine genaue zeitliche Grenze zwischen magischem und empirischem Denken? Und wer hat den Anstoß zur wirklich "modernen" Medizin gegeben ?
54 Minuten
Katrin, Ralf und Alfred gehen der Geschichte der Medizin nach, die ja auch ein Teil der europäischen Ideengeschichte ist. Was unterscheidet einen Covid Schwurbler von heute von einem spekulierenden Leonardo oder Descartes? Mehr als den heutigen Welterklärern lieb sein dürfte.Wie in Schallwelten üblich, werden wir auch eine Hand am Puls des musikalischen Zeitgeists haben.
48 Minuten
In Folge 40 gehen Johannes und Alfred der Frage nach, was denn Filmmusik nun wirklich von Klassischer Musik unterscheidet. Daneben gibt es sozusagen als kleinen Aufbaukurs in musikalische Formenlehre eine kurze Einführung in die Sonatensatzform. Was Mozart und Schubert und Konsorten damit wohl bezweckt haben?
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Über diesen Podcast

Schallwelten – Der Podcast über Musik, Film und Politik In Schallwelten tauchen Alfred und Johannes Huber tief in das Spannungsdreieck aus Musik, Film und Politik ein. Vater und Sohn analysieren, wie diese drei Sphären sich gegenseitig beeinflussen, gesellschaftliche Debatten prägen und Emotionen lenken. Ob ikonische Soundtracks, musikalische Protestbewegungen oder politische Inszenierungen im Kino – Schallwelten verbindet fundierte Analysen mit leidenschaftlichen Diskussionen. Der Podcast ist Teil ihres gemeinsamen Symphonieprojekts PolitRhythms.
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„Schallwelten“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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