Der Terminator trägt jetzt Beige und möchte bitte deine Wäsche falten. Humanoide Roboter sind zurück. Oder waren sie eigentlich nie weg? Zwischen Star Wars, A.I., Sexrobotern mit Gesprächsbedarf und flauschig eingepackten Haushaltshelfern trifft jahrzehntealte Science-Fiction plötzlich auf „Physical AI“. Klingt nach Zukunft zum Anfassen, ist aktuell aber oft noch erstaunlich viel Fernsteuerung, Trainingsarbeit und sehr gut inszeniertes Zukunftstheater. Gemeinsam mit Zukunftsforscher Johannes Kleske schauen Katha und Melanie in dieser Ausgabe von Futur 3 hinter die Roboter-Videos, die gerade unsere Feeds fluten: Was können diese Maschinen wirklich? Warum brauchen sie Menschen in Indien, die ihnen das Wäschefalten vormachen? Warum möchte Nvidia ausgerechnet jetzt „Physical AI“ zum nächsten großen Ding erklären? Und verkaufen uns Unternehmen gerade Haushaltshelfer – oder eigentlich Datensammelmaschinen mit Knopfaugen? In dieser Folge: • Humanoide Roboter: Was heute wirklich autonom funktioniert und was nur danach aussieht • Theater of Proof: Warum spektakuläre Demos mehr über Investorenlogik als über unseren zukünftigen Alltag erzählen • Physical AI & VLA-Modelle: Wenn aus „Was ist das nächste Wort?“ plötzlich „Was ist die nächste Handlung?“ wird • Training statt Traumzukunft: Warum Roboter unseren Alltag erst millionenfach beobachten müssen, bevor sie ihn übernehmen können • Hype als Geschäftsmodell: Weshalb „in zwei Jahren“ eine erstaunlich praktische Maßeinheit für Risikokapital ist • Tamagotchi-Effekt, Sexroboter & Companionship: Warum wir Maschinen schneller vermenschlichen, als uns lieb sein dürfte • Pflege & Arbeitskräftemangel: Wo Robotik nicht Menschen ersetzen, sondern Lücken füllen könnte, die sonst niemand mehr schließt • China, Europa und die Roboterfrage: Zwischen staatlicher Industriestrategie, Maschinenverordnung und dem beruhigenden Gedanken an einen Not-Aus-Schalter Futur 3 ist unser Rezept gegen Zukunftspanik, denn wir zeigen, wie man lernen kann Technologie, Bilder im Kopf und tatsächliche gesellschaftliche Probleme wieder auseinanderzuhalten. Darum sollten wir auch gar nicht mehr fragen, wann der eigenen Roboter vor der Tür steht, sondern welche Probleme wir eigentlich mit ihm lösen wollen.
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